Was haltet ihr von der Entscheidung des IOC, russische Athleten zu den Spielen zuzulassen, obwohl mit Wissen des Staates Teilnehmer gedopt wurden?

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5 Antworten

Es ist natürlich wahnsinnig bedauerlich, dass im Sport überhaupt gedopt wird.

Aber der pauschale Ausschluss aufgrund der Zugehörigkeit zu einer "Risikogruppe" (russischer Sportler) ist rechtlich gesehen in meinen Augen nicht vertretbar. Wer eine Dopingsperre abgesessen hat, ist juristisch gesehen bestraft und wieder zugelassen. Mit welcher Argumentation soll man ihn für das selbe Vergehen nochmals bestrafen? Und warum soll man jemanden bestrafen, von dem man noch nicht mal weiß, ob er tatsächlich ein Vergehen begangen hat? 

Hier schimpft doch sonst auch jeder gegen Kollektivstrafen. Warum soll das Verbot von Kollektivstrafen im Sport nicht auch gelten?

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Na ja, es ist nicht leicht, die Verhältnismäßigkeit einer solchen Strafe zu wahren und man will ja auch nicht jemanden zu unrecht bestrafen. Ich persönlich hätte anders entschieden. Schon allein zu Gründen der Abschreckung hätte ich das ganze Land gesperrt. Die Leute treten ja nicht für sich selbst an, sondern für das Land, das sie entsendet. Und wenn das vom Staat so gesteuert wurde hätte ich daher konsequent das ganze Land gesperrt. Aber wie gesagt, ich weiß, daß die Entscheidung nicht leicht gemacht wurde und denke, man sollte sie so akzepteren. Es ist sowieso wie fast immer. Die Betroffenen finden die Strafe zu hoch, die unschuldigen Opfer, die durch so etwas benachteilgt werden, finden die Strafe zu niedrig.

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Alles bezahlte Vasallen von Putin. Wenn der ein paar Mio springen lässt, knicken alle ein.

Ich finde das erbärmlich. Kein russischer Athlet dürfte meiner Meinung nach starten. Es ist nachgewiesen, dass Russland systematisch Staatsdoping betrieben hat, genau so wie die DDR. Und wer glaubt, dass das jetzt nicht mehr der Fall ist? Wenn jetzt nichts mehr nachweisbar ist, heißt das nur, dass das Dope im Moment noch nicht nachgewiesen werden kann.

Deshalb werde ich mir keine 5 Minuten dieser Spiele ansehen.

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Das ist kein Fair Play. Andere Sportler sind dadurch unterlegen. Ich würde nur Sportler zulassen, die auch wirklich "sauber" sind.

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Kommentar von marcussummer
05.08.2016, 14:47

Das hört sich super an, keine Frage. Der Teufel sitzt aber im Detail: Welche Sportler sind wirklich sauber? Und woher soll man wissen, dass ein bestimmter russischer Sportler tatsächlich gedopt ist? Mit Gruppenverboten bestraft man ziemlich sicher auch Unschuldige. Und es ist eine Illusion zu glauben, dass eine Olympiade ohne russische Sportler dopingfrei wäre... :-(

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Das ist keinesfalls richtig!

Würde man allerdings alle Spieler ausschließen, die gedopt haben, dann wäre dies wahrscheinlich das Aus der Olympischen Spiele!

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Kommentar von rolfmartin
05.08.2016, 15:13

Dann käme die Ökonomie ins Spiel. Und diese hat ihre Finger über-all im Spiel. Das ist leider so. 

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