Was haltet ihr von der Benotung für Arbeitseinstellung und Sozialverhalten?

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10 Antworten

Schulbesuch. Betragen. Häuslicher Fleiß. Ordnung. So lauteten während meiner Schulzeit die Kopfnoten, die den Fachleistungsnoten vorangestellt waren (In Deutsch wurde noch die "Schrift" bewertet!). Wie problematisch die Notengebung in diesen Fächern schon damals während der "Adenauer-Zeit" angesehen wurde, wird an der Tatsache deutlich, dass bei diesen Noten von der üblichen Sechserskala abgewichen wurde. Es gab Noten wie "im allgemeinen gut", "genügend" u. a. Die Kopfnoten wurden etwa 1970 abgeschafft. Jetzt werden sie (in NRW) wieder eingeführt, auch jetzt gibt es von der Zensurenskala abweichende Noten wie "unbefriedigend". Die Schulministerin hat für die Lehrpersonen dazu "Handreichungen" erarbeiten lassen. - Jede Lehrperson weiß um die schwierigen Bedingungen, unter denen Kinder heute aufwachsen können, und so sind doch oft "unbefriedigende" Verhaltensweisen auf andere Verantwortliche zurückzuführen! Ich halte die Einführung dieser Noten nun doch etwas fraglich und bin mit "Superhexe" der Meinung, dass hierdurch Druck ausgeübt werden kann, der dem Erziehungs-und Bildungsprozess des Kindes nicht zuträglich sein könnte. Wie ist zu verfahren, wenn ein Kind unterschiedliche Verhaltensweisen zeigt, die fach-und personengebunden sein können??? Wie gehen die Betriebe mit den Kopfnoten der Ausbildungsbewerber um??? Dass jetzt die Zahl der UNENTSCHULDIGTEN Stunden auf Abschluss- und Abgangszeugnissen vermerkt wird, halte ich für vertretbar. Bei den Kopfnoten ist jedoch die pädagogische Kreativität der Lehrpersonen gefragt, die von Vorsicht und Zurückhaltung geprägt sein sollte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kopfnoten in der Zukunft "bewähren".

Ich denke, dass es Sinn macht und zwar weil dies zwei sehr wichtige Charaktereigenschaften für das spätere Leben sind. Oft genau so wichtig wie Mathe, Deutsch etc. Also unterstütze ich es, wenn es dafür schon früh Noten gibt. Ich glaube auch nicht, dass der Druck für diese Fächer größer ist als für andere. Man kann sich schließlich nicht früh genug auf das "harte Erwachsenenleben" vorbereiten.

wieso sollte der Druck steigen wenn Sozialverhalten benotet wird? Dafür muß man ja nicht hinsitzen und lernen. Im Gegenteil, viele Eltern üben solchen Druck auf die Kinder aus, daß diese auf ihr Sozialverhalten keine Rücksicht nehmen. Siziale Kompetenz und Teamfähigkeit ist im späteren Berufsleben meist wichtiger als gute Noten in Einzelfächern, wenn die Leute nicht mit anderen Menschen zusammen arbeiten können und es dadurch zu einem schlechten Arbeitsklima kommt, wodurch der ganze Betrieb leidet

Wieso sollte durch diese Noten Druck entstehen. Dadurch wird doch nur das Sozialverhalten gefördert. Und die Noten gab es doch früher auch, und da habe ich persönlich von Druck nichts gespürt. Und geschadet haben die Noten auch nicht. Zudem gibt es diese Art der Benotung schon lange in der Waldorfschule. Zwar in Textform, aber so erfahren die Eltern auch noch mehr über ihr Kind. Viele Kinder sind auch in der Schule ganz anders als zu Hause.

Ich glaube, dies macht sehr viel Sinn. In der Grundschule wird bestimmt damit kein Kind unter Druck gesetzt. Kinder sind halt wie sie sind. Aber für die Eltern öffnet sich doch ein neues Sichtfenster. Wie oft sehen die Eltern ihre Kinder nur als lieb und nett, vielleicht weil es zu Hause auch funktioniert? Oft haben Kinder aber im Sozialleben ein ganz anderes Verhalten. Und in den weiterführenden Schulen setzt es evtl. die Kinder unter Druck. Aber so eben kann nur das Miteinander funktionieren. Für die Lehrer ist es evtl. eine Erleichterung, weil die Kinder sich zusammen reißen. Bei späteren Bewerbungszeugnissen ist es ein guter Einblick für zukünftige Arbeitgeber. Wer will schon jemand mit einer guten Note, der aber sonst nicht kompetent ist?

Ich finde die Kopfnoten völlig ok. Meine beiden ältesten Söhne haben diese Noten schon seit ca.5 Jahren an ihrer(weiterführenden) Schule.Ich habe da schon sehr positive Erfahrungen gemacht.So hatte unser 2.Sohn mal eine 4 in Sozialverhalten(vorher eine 2),dass hat ihn selber gewaltig gestört u.er hat sich zusammengerissen u.hatte beim nächsten Zeugnis wieder eine 2.Auch für die Ordnung gibts da Noten u.seither gehen sie auch ordentlicher mit ihren Büchern,Heften etc. um. Weil einfacher kann man nicht an eine zusätzliche gute Note kommen.

Das halte ich im Hinblick auf die berufliche Entwicklung für hervorragend, da heutzutage immer mehr Wert auf "soft skills" wie Sozialverhalten, Kommunikationsfähigkeit u. ä. gelegt wird. Die klassischen Kenntnisse der Grundanforderungen wird eh vorausgesetzt.

Das ist meines Erachtens richtig. Denn Eltern können dann in der Erziehung positiv auf das Kind einwirken, wenn sie irgendwelche Problem aus der Benotung erkennen können.

Sinnvoll ist das in jedem Fall und wieso genau diese Noten die lieben Kleinen nun besonders unter Druck setzen sollte, kann ich nicht nachvollziehen.

das macht schon sinn, denn gerade arbeitseinstellung und sozialverhalten ist das, was viele menschen heutzutage sehr vermissen lassen.

das sollte einem kind schon anerzogen werden.

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