Was haltet ihr von den Steuersenkungen?

8 Antworten

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Mehrwertsteuersenkung
Die wird sicher von den Unternehmen unterschiedlich umgesetzt. Manche Schwellenpreise (..,99) werden beiben, dafür vielleicht andere auch gesenkt. Aber wie auch immer: 3% "Rabatt" machen zu wenig aus, um Kaufanreize zu geben. Das können eher die Unternehmen nutzen, wobei es vor allem die Lebensmittelhändler eher nicht nötig haben.

Die sonstigen Maßnahmen laut verlinktem Dokument finde ich weitgehend gelungen. Ich hoffe, dass sie auch dort ankommen bzw. abgerufen werden.

Ich glaube persönlich nicht, dass alle Geschäfte ihre Preise anpassen. Es ist ja teilweise auch mit großem Aufwand verbunden. Läden wie zB. Edeka oder Rewe, die tausende von Artikeln neu auspreisen müssten (für 6 Monate) und bei deren Einkäufen die 3% bzw. 2% Unterschied kaum etwas ausmachen, werden das wahrscheinlich weniger machen, als zB Autohäuser.

Und nein, ich plane keinen größeren Kauf deswegen. Habe alles, was ich benötige. Und wegen evtl. hundert Euro Ersparnis lege ich mir jetzt nichts neues zu.

Glaubt ihr das kommt spürbar bei uns an, oder passen die Geschäfte ihre Preise entsprechend an?

Mit Sicherheit nicht .... die Produktpreise werden sich dadurch nicht verringern, lediglich Hersteller / Handel werden weniger Mehrwertsteuer abführen müssen.

Max. wird dabei Augenwischerei herauskommen ....... z.B. : Händler bieten "pro forma" 3 % Sonderrabatt" an.

Lediglich bei Handwerksrechnungen und so wird es für den Verbraucher ersichtlich werden.

Bei Steuersenkungen bin ich immer mit dabei.. Ich persönlich, würde in einem Laden, welcher die Preise anpasst, nicht einkaufen gehen. Sofern natürlich die Preiserhöhung nicht aus Umkosten für das Unternehmen entstand, sondern durch das Erzielen höherer Gewinne.

Im Zuge all der unsinnigen und kontraproduktiven Maßnahmen ist die USt- Senkung m.E. die einzige sinnvolle.

Ob der Einzelhandel die Preise anhebt kann ich vorab nicht sagen, eine Kaufentscheidung mache ich jedoch nicht davon abhängig.

Woher ich das weiß:Beruf – Bank, Versicherung, Justiz, BWL- Studium

Auf welche Maßnahmen spielst du an und warum findest du sie kontraproduktiv?

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@Bonye

Auf das wesentliche reduziert:

Abwrackprämien: sie sind nur eine weitere Subventionierung eines ohnehin bevorzugten Industriezweiges, der generelle Strukturschwächen aufweist

Bail-in: der Bund empfiehlt laufend Investitionen (z.B. Rentenversicherungen) und schließt gleichzeitig die Schuldnerhaftung sukzessive aus (siehe Sanierungs- und Abwicklungsgesetz)

Mietendeckel: der Bund und die Länder haben laufend regierungseigene Mietwohnungen privatisiert und heulen seit 2008 wegen steigender Mieten rum. Der Mietendeckel verschärft aber die Wohnungsknappheit, da immer weniger Investoren Wohnraum schaffen, da sie keine Rendite mehr erzielen und auch zu Recht keine Lust haben, kalt enteignet zu werden

Niedrigzins/Negativzins: die Banken haben die Krise von 2008 selbst verschuldet und durften sich über zusätzliches Kreditgeschäft sanieren. Dabei war klar, daß die niedrigen Margen erneut für Zoff sorgen werden. Jetzt stehen die Banken wieder vor dem Abgrund - sie sind die nächste Krise und zwar noch 2020.

Geldmengenausweitung: Quantitative Easing hat die Geldmenge dermaßen erhöht, daß selbst aufgrund Niedrigzins und der in D höchsten Steuer- und Abgabenlast in Europa die Geldmenge mit Ausnahme der Staatsverschuldung bis dato noch nicht zurückgefahren werden konnte. Stattdessen stieg die Inflation mittels Mieten und Immopreisen so extrem, daß die Häuslebauer aufgrund des Niedrigzinses sich bis unter die Dachkante verschuldet haben. Fallen die Banken, dann fallen auch die ersten Kreditnehmer. Werden diese zwangsversteigert, kaskadiert auch der Immobilienmarkt und eine Kettenreaktion setzt ein.

Dies sind nur einige Beispiele.

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