Was haltet ihr von Blutrache?

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30 Antworten

Nein, denn ich bin nicht der Richter über andere...

Egal, ob der Täter seine Tat bereut oder nicht - auch er muss und wird seine Taten in diesem und/oder den nächsten Erdenleben bereinigen und wiedergutmachen und zwar an den Menschen, an dem er sie begangen hat...

Das nennt sich "Karma" und kein Mensch kann dem entgehen...

Auch wenn wir in unserer Verbitterung, Trauer oder Wut dem Leben, Gott oder sonstwas oder -wem die "Schuld" geben - es gibt diese "Schuld" an sich nicht, es sind karmische Verstrickungen, die wir alle abzutragen haben, ein jeder Mensch die seinen..

Gott und das Leben an sich sind nicht unfair oder ungerecht. Wir selbst sind es, die Fehler begehen, aber wir haben auch die Chance erhalten, unsere Verfehlungen wiedergutzumachen - auch, wenn Viele das nicht so sehen können oder wollen...

Verbitterung bringt uns nicht weiter - Vergebung wäre ein richtiger Schritt und Vertrauen, dass alles im Leben seinen Gang geht... 

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Nach unserem Recht ist Mord ein absichtliches Töten eines Menschen, und wird mit Lebenslanger Haft bestraft (ich glaube nach 15 Jahren kann man entlassen werden) .. Bewährungsstrafen gibt es da auf keinen Fall. 

Aber es gibt auch noch Totschlag, fahrlässige Tötung oder auch Unfälle ohne Verschulden, wie z.B. der Dachziegel, der Dir auf den Kopf fällt, für dessen Folgen du aber auch haftest, als Gebäudebesitzer. 

Nach islamischem Recht gibt es das Blutgeld: der Täter wird erst mal bedroht mit der Todesstrafe, oder mit einem Auge um Auge gleichen Schicksal (übrigens ein Prinzip aus dem christlichen alten Testament). In der Praxis geht es aber dann eher um die Entschädigung .. also das was bei uns die Haftpflichtversicherung abdeckt:  die Familie des Täters .. oder Unfallverursachers, muss eben eine Entschädigung an die Hinterbliebenden zahlen, oder an den Geschädigten der nicht mehr im Feld arbeiten kann. In "ziviliserten" Islamischen Gesellschaften ist das alles geregelt und es gibt Tabellen mit Preise je Verletzung oder bei Getöteten nach Unterhaltsansprüchen der Hinterbliebenen. (in unserem Versicherungsrecht ist das auch alles geregelt .. "Gliedertaxe")

Blutrache mit wildgewordenen Rächern mit Uzis .. sowas gibts, sind aber eher Einzeltaten, und auch eher im Millieu von Mafia, oder Rockerbanden anzutreffen,

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Kommentar von Altersweise
06.03.2017, 09:17

Kleine Korrektur: das Alte Testament ist jüdischen Ursprungs, das Vergeltungsgebot steht im zweiten Buch Mose.

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Rache ist eines der stärksten Motive, das einen Menschen antreiben kann, oftmals mit unübersehbaren Folgen. Deswegen ist es in unserem Rechtssystem fehl am Platz, in dem Straftaten vom Staat verfolgt und bestraft werden. Natürlich fallen die Urteile nicht immer so aus, wie es den Angehörigen eines Tötungsopfers gefällt.

Aber zu einen macht Rache das Opfer nicht wieder lebendig, sonder sorgt nur dafür, dass die Angehörigen des getöteten Täters nun selbst wieder auf Blutrache sinnen, zum zweiten ist ein Rachemord etwas, das selbst schwer bestraft wird - in der Regel mit lebenslänglicher Haft.

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Natürlich nichts, denn Rachegefühle verbauen den Blick auf Tatsachen.

Deine Ausgangsannahme ist schon mal falsch, denn wer einen Menschen umbringt (absichtliche Tötung) wird nie eine Bewährungsstrafe bekommen können, sondern für Totschlag, oder Mord mindestens 5 Jahre bekommen, meistens aber viel mehr bis zu lebenslänglich.

Ausserdem, wenn Blutrache praktiziert würde, so wäre es ja dann ein Morden ohne Ende.

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Ein Mörder bekommt keine Bewährung.

Nein ich würde mich nicht rächen dann begeb ich mich auf das gleiche Niveau und das geht dann munter weiter

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Nein, denn davon wird das Familienmitglied auch nicht mehr lebendig.

Das Gericht spricht Recht oder Unrecht und gibt eine entsprechende Strafe. Das haben alle zu akzeptieren. Wenn einer dies nicht akzeptiert gibt es Möglichkeiten, wie in Revision zu gehen, also das nächsthöhere Gericht noch einmal entscheiden zu lassen.

Wenn man Blutrache begeht, geschieht ja wieder ein Mord und eine weitere Person kommt ums Leben. Das muss doch nicht sein, wir leben hier in einem christlichen und nicht in einem islamischen Land.

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Was haltet ihr von Blutrache?

Nichts. Sie schafft nur Hass, aber kein Recht. 

Btw: wer nach einem Tötungsdelikt mit Bewährung davonkommt, hat vermutlich "nur" eine fahrlässige Tötung begangen. Bei Totschlag und Mord dürfte er zu Gefängnis verurteilt werden. Und ihn dann aus Rache umbringen, einen (Ehren-) Mord begehen? Stände absolut außer Verhältnis. 

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Kommentar von Doreo
06.03.2017, 08:32

Aber sie schafft Genugtuung. Die innere Befriedigung, die jemand hat, weil er etwas bekommt, was ihm seiner Meinung nach zusteht.

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Das ist ja völlig daneben!!! Erstens gibt es niemals Bewährung für Mord. Also mal drüber nachdenken über die Todesursache.

Zweitens macht das mit der Rache ÜBERHAUPT KEINEN Sinn. Es hilft nicht den Toten zum Leben zu erwecken und ich stelle mich nicht auf die gleiche ,niedrige Stufe wie den Täter. NIEMALS!!!

Vom rechtstaatlichen Grundsatz mal ganz zu schweigen, finde ich es abartig solche Gedanken überhaupt aufkommen zu lassen. Genau wegen solchen merkwürdigen Auge um Auge, Zahn um Zahn Ideologien wird es nie eine friedliche Welt geben -- LEIDER.

Sag mal reagierst Du auch so auf Gutes, was Dir angetan wird? Bist Du auch bereit Gutes 1:1 zu vergelten?

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Das wäre natürlich sehr tragisch und würde grossen Kummer und immenses Leid bedeuten. Und natürlich sind da auch Wut, Hassgefühle und Mordgedanken. Aber lassen sich die nicht vllt. auch überwinden ? Ist das nicht eigentlich viel intelligenter und menschlicher ?

Wäre es nicht echt besser und für alle von Vorteil, wenn es einer schaffen würde, aus dem Teufelskreis von Hass, Rache, Gewalt, Mord und Totschlag auszusteigen ?

D.h. - wenn er - so schwer es auch sein wird - über seinen eigenen Schatten springen und Vergebung, Versöhnung und Frieden anbieten würde - damit der Teufelskreis endlich ein Ende hat.

Denn - wenn er Rache nimmt und tötet - dann ist doch er oder ein anderes Familienmitglied beim nächsten Mal an der Reihe.

Was dürfte also sinnvoller sein ?

Den Weg des Hasses immer weiter auszubauen - oder den Weg des Friedens durch Vergebung, der Versöhnung und der Liebe zu betreten, der für alle Beteiligten echt der Bessere sein dürfte ?

Alles Gute - weniger Hass und mehr Liebe würde uns wohl allen gut tun !

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Die Frage war ja, was ich davon halte.

Für einen Betroffenen, ist zumindest der vorübergehende Gedanke, wie süßes Zuckerrohr. Die Betonung liegt allerdings im Vorübergehen!

Genau genommen ist dies aber für eine Gesellschaft nicht hilfreich. (dazu könnte man sehr tief in die Einzelheiten einsteigen)

Betroffen wollte ich jedenfalls nicht sein.

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Sag mal, in der Abu hast du aber auch nie aufgepasst. Kein Gericht verurteilt einen Mörder mit einer Bewährungsstrafe. Ausser es war vorsätzliche Tötung u.a. 

Blutrache, warum? 

Möchtest du auch in den Knast und es bringt dich kein Stück weiter, ausser niemehr normal arbeiten zu können, da dieser Eintrag festgehalten wird. 

Wir sind hier in Europa! Also wenn du einen Lynch planen willst, dann geh ind Ausland, da kommst du nicht so dran.

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Am Richter nicht am "nicht verurteilten". Aber Bewährung bei Mord ist unüblich.

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Das kann man nicht wirklich sagen, wenn einem nicht selber etwas geschehen ist.
Ich kenne Leute die Menschen die ich liebe schlimmes angetan haben. Aber mein eigenes Leben für solchen Abschaum wegwerfen ändert nichts an dem was Geschehen ist.

Objektiv halte ich nichts von Blutrache. Gewalt mit Gewalt vergelten führt nur zu einer Hassspirale.
Aber das heisst nicht, dass ich nicht eventuell trotzdem dem Hass erliegen könnte wenn etwas passiert.

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Man kann bei mord oder totschlagsdelikten nicht ohne gefängnisstrafe davonkommen. Eine realistischere situation ist dass es nicht genug beweise gibt dass er es war, aber du es weißt - zb. Ich würde mich in so einer situation nicht rächen weil ich gottseidank nicht darf. Dann wärst du im gefängnis und der mörder deiner mutter "im himmel"

Denk mal nach wie das für dich wäre. Niemand hat das recht jemandem absichtlich körperliche schmerzen hinzuzufügen egal was er gemacht hat. Das strafrecht ist rein psychisch

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Blutrache: Was soll das bringen?

In welchen Fällen? Auf welcher Rechtsgrundlage? Mit der Bibel, christliches Glaubensbekenntnis, hat das auch nix zu tun.

Ist ein kulturelles Dogma und sorgt z.B. auf dem Balkan oder in Afrika dafür, das ganze Volksgruppen seit Jahrhunderte nicht in Frieden leben können.

Vergebung hat Zukunft, Blutrache nicht.

cheerio

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Bei einem Mord kanns doch keine Bewährung geben! Und selbst dann... Nein! Das ist nicht mein Niveau.

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Wenn jemand einen Menschen umbringt, bekommt er keine Bewährungsstrafe. Also ist die Frage hinfällig.

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... nein, denn so eine läppische Bestrafung kann es hier nicht geben und ob das dem Knaller gefällt oder nicht ist zum Glück nicht von Bedeutung.

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Hallo! Bei Mord gibt es keine Bewährung - nicht einmal bei Mordversuch nebenbei gesagt.

Strafgesetzbuch . 

Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

Wer sich rächt landet oft selbst im Bau.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Bewährung bei Mord? Gibt´s nicht! Abgesehen davon ist Blutrache so ziemlich das Dümmste, das sich der Mensch jemals ausgedacht hat!

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