Was haltet ihr von Apple´s Drohung an die EU:"Ihr könnt Steuern haben oder Arbeitsplätze bekommen.Apple hat aber keine Lust euch beides zu geben"?

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7 Antworten

"Ihr könnt Steuern haben oder Arbeitsplätze bekommen.Apple hat aber keine Lust euch beides zu geben"

1. Bei dem verlinkten Artikel gibt's rund um diese "Aussage" keine Anführungszeichen. Weil es nämlich kein Zitat ist, sondern eine Interpretation durch den Schreiberling.

2. 13 Mrd € sind ordentlich, fallen bei Apple aber nicht wirklich ins Gewicht.

3. Irland könnte jetzt ein recht grosses Problem bekommen.

4. Führe ich ein Unternehmen und mir werden legale Wege aufgezeigt, Steuerzahlungen zu minimieren oder gar völlig zu vermeiden, nutze ich diese Wege. Das ist (u.a.) mein Job.

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mrjenkins 30.08.2016, 23:04

zu Punkt 4:

Das kommt drauf an, wie die Gesetze in der EU sind.Da habe ich kein Hintergrundwissen.Apple wusste aber, dass Irland in der EU ist und ein gemeinsames Steuerrecht gilt.Das wäre also auch der Job von ein paar schlauen Köpfen gewesen, so was zu wissen.

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Was mich in der ganzen Nachrichtenlage verwundert: Alle hauen auf Apple ein. Apple hat auf Werbung der irischen Regierung ein Abkommen getroffen mit der Regierung Irlands, eines Landes der EU das massiver Nettoempfänger ist. D.h. die bekommen massive Unterstützung aus EU-Ländern und klauen denen gleichzeitig die Steuern weg. Das geht doch schon über 10 Jahre so. Ich habe mich zum ersten mal über diese Verhältnisse in der EU aufgeregt, als in einer Dokumentation über Auswanderer eine deutsche OP-Krankenschwester (gut und teuer in Deutschland ausgebildet) gezeigt wurde, die von Irland abgeworben wurde mit einem staatlich bezahlten höheren Gehalt als in Deutschland. Das bezahlt Irland mit Geldern, die sie über die EU auch sehr stark von Deutschland bekommen. D.h. wir bezahlen unsere Abwerber!

Nicht anders ist es ja mit Luxemburg. Da wurde deren ehemaliger Premierminister zum EU-Präsidenten gemacht als "Dank" dafür, dass er in Luxemburg Steuerspargesetze für Großkonzerne und die Möglichkeit von Briefkastenfirmen eingeräumt hat. Was ist das für eine Solidargemeinschaft, in der einer dem anderen die Wurst vom Brot klaut. Dass internationale Konzerne das ausnutzen, nachvollziehbar. Nur wer räumt denen denn diese Möglichkeiten ein und was für ein "europäischer Geist" ist das. Sind wir eine Vereinigung von Blöden und wenigen Dummen Alleszahlern?

An der seltsamen Berichterstattung unserer angeblich kritischen Presse wundert mich, wieso sie auf die Konzerne einschlagen und nicht auf die Politiker, die diese Schleichwege eingerichtet haben und andere z.B. im Deutschen Bundestag, die zum Wohle des Deutschen Volkes geschworen haben und dann bei solchem massenhaften Betrug stillschweigen. Ist die Europäische Idee so heilig, dass wir jeden Betrug akzeptieren? Warum schlägt man die, die nutzen was andere zum eigenen Vorteil diesen als Nutzungsmöglichkeit eingerichtet haben? Was hat man sich über die Briefkastenfirmen aufgeregt, mit deren Hilfe Millionen verschoben werden. In Irland wurden alleine für Apple mit Hilfe der irischen Regierung 13 Milliarden verschoben - alleine für Apple!

Arme EU? Seit wann wissen die das alles in Brüssel. Unser Präsident der Europäischen Kommission Jean Claude Juncker als ehemaliger Premierminister von Luxemburg sowieso, der hat es doch auch so gemacht.Wo bleibt die Empörung der Deutschen Regierung. Wo bleibt die Rückforderung aller Fördergelder an Irland als Ausgleich für die ergaunerten Milliarden? Nichts davon. Man wird auf den bösen Großkonzernen rumhacken und schön im Dunkeln lassen, wer die Hauptverantwortlichen und stillschweigenden Akzeptierer sind. Unser Wirtschaftsminister Gabriel, Sozialdemokrat und so mit seinem Herzen bei den armen Arbeitnehmern, der will nichts davon gewusst haben? Der scheinheiligen Sozialdemokratie nicht die Maske vom Gesicht reißen, das ist der Grund, warum unsere Presse nur auf die bösen Konzerne zeigt und nicht auf die Mitwisser.

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berkersheim 30.08.2016, 21:18

Als Ergänzung empfehle ich zu lesen bei Wikipedia: Margrethe Vestager (die Eu-Kommissarin für Wettbewerb) und da unten den Absatz: "Verfahren gegen „legale“ Steuerhinterziehung" - worin meiner Meinung nach nur die Spitze des Eisbergs angedeutet wird.

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mrjenkins 30.08.2016, 23:05

Vielleicht kann man es als guten Anfang für ein wenig Gleichberechtigung innerhalb der EU sehen.

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Bei 13 Milliarden € Steuernachforderungen wird Apple keinen geringen Gewinn gemacht haben.
Sie können sich mithin unschwer beides leisten, Arbeitsplätze und Steuern.

Die Aussage ist ein Beispiel für Neoliberalismus und wirtschaftshörige Politik. Genau das muss beendet werden.
Wirtschaft und Wohlstand müssen zusammengedacht werden.

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Dann würde ich sagen, sie können sich auch gleich ihre iPhones und iPads in den Ar*** schieben, oder dort verkaufen, wo sie Arbeitsplätze schaffen, in China. In Europa ist Apple als Arbeitgeber eine kleine Nummer. 

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Ist doch egal wenn die abhauen. Wenn die keine Steuern zahlen dann können sie sich wieder in ihr Arsch zurück kriechen. Aber ernsthaft wer keine oder zu wenig zahlt soll nicht das Recht haben hier in Europa zu bleiben. Wir Menschen müssen ja auch steuern zahlen egal wie viel Geld wir haben.

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Die sollen gefälligst Steuern zahlen!

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Ja Apple sitzt wie die meisten anderen großen Firmen am längeren Hebel

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