Was haltet ihr von Abtreibung bei behinderten Kindern?

19 Antworten

Wieso zweimal dieselbe Frage stellen?

Egal, meine Antwort bleibt die gleiche, deshalb Copy&Paste:

Die Regelung nach der wegen Behinderung abgetrieben wird, wird
letztlich heuchlerisch angewendet; denn dabei wird angenommen, dass die
Existenz des lebenden geborenen Kindes einen gesundheitlichen Schaden
für die Mutter darstellt und dass deshalb das Töten (ein anderer Begriff
ist ebenfalls Heuchelei; es wird nicht direkt die Schwangerschaft
beendet; sondern erst wird der Fetozid durchgeführt und wenn dieser
Erfolg hatte, werden wehenauslösende Mittel gegeben) im 6., 7., 8. oder
9. Monat gerechtfertigt wäre.

Insbesondere könnte die Schwangerschaft in solchen Fällen IMMER
schneller beendet werden, wenn direkt die Geburt eingeleitet und auf den
Fetozid verzichtet würde; somit ist hier, dass die Schwangerschaft an
sich unerträglich sei kein Grund, denn die wird ja gerade ein paar
Stunden oder Tage länger in Kauf genommen, um den Fetozid durchzuführen;
das Problem ist somit rein, dass das Kind überleben könnte.

Aber wenn die Existenz des lebenden Kindes eine Gesundheitsgefahr für die Mutter darstellt, dann gibt es da nur 2 Möglichkeiten:

- die Pflege des Kindes würde die Mutter so sehr überfordern;

             das löst man aber nicht, indem man das Kind tötet,
sondern entweder durch Hilfe für die Mutter oder Inobhutnahme und
Pflegefamilie/Adoption; alles andere ist doch Unfug, wenn eine Mutter
mit der Pflege eines Kindes überfordert ist

- dass das Kind lebt belastet die Mutter emotional

            dann ist eine Therapie für die Mutter das richtige; wenn
man ein Problem damit hat, dass jemand anders lebt, dann legt man sich
auf die Couch, aber beendet doch nicht dieses unerwünschte Leben deshalb

Der einzige andere Punkt, dass es vielleicht humaner wäre, dem Kind
ein schwerbehindertes Leben zu ersparen, ist alleine schon deshalb
unsinnig, da selbst wenn man Euthanasie zwecks Leidvermeidung
befürwortet, dafür aber in jedem Fall mindestens eine Voraussetzung
erfüllt sein sollte:

Es wurden die bestmöglichen Untersuchungen angewendet, um
sicherzustellen, dass zur Leidverminderung wirklich keine Alternative
außer Euthanasie existiert.

Und kann man die optimalsten Untersuchungsmethoden anwenden, solange das ungeborene in der Gebärmutter ist? Nein.

Also statt das ungeborene vor der Geburtseinleitung per Fetozid zu
töten, wäre es im Sinne einer leidvermindernden Euthanasie das einzig
richtige, die Geburt einzuleiten, zu schauen, ob es überlebt, und wenn
ja, dann genau zu prüfen, ob eine Euthanasie erforderlich ist oder ob
die Behinderung vielleicht doch nicht ganz so schlimm ist, wie das auf
dem Ultraschall aussah; und eben nur dann die Euthanasie durchzuführen,
wenn "notwendig" ("", da es natürlich auch die Position gibt, Euthanasie
sei grundsätzlich falsch; aber mein Punkt hier ist, selbst wenn sie
moralisch legitim wäre, wäre sie nach der Geburt anzuwenden, wenn man
viel besser sagen kann, wie schlimm es nun wirklich ist).

Somit macht die Begründung eigentlich gar keinen Sinn und ist letztlich Heuchelei.

Wenn eine Mutter mit einem Kind überfordert sein könnte, dann kümmert
sich halt jemand anders drum. Wenn ihr das psychische Probleme macht,
gibt es Therapien. Und wer einen Menschen tötet, um diesem Leid zu
ersparen, sollte das erst machen, wenn er vorher ganz genau auf die
beste Weise untersucht hat.

Ich halte das für eine große Unmenschlichkeit!

Wer das tut, der kann gleich einem Dr. Mengele die Hand geben. Oder einem gewissen Führer namens H.

Jedes Kind hat das Recht auf Leben!

Und man kann das Kind ja zur Adoption freigeben!

Spätabtreibungen sind besonders grausam.

Man sollte auch dran denken das ein Kind auch später durch einen Unfall oder eine Krankheit behindert werden kann.

Soll man dieses Kind dann auch eiskalt mit einer Spritze ins Herz auslöschen?

Ich bin gegen Abtreibung.

Behinderte Menschen haben auch ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

Es ist traurig wenn der Mensch entscheidet wer leben darf und wer ermordet wird.

Heute sind es die Babys mit Down-Syndrom

Morgen die intersexuellen ,transsexuellen , homosexuellen(wenn das schon früh zu erkennen wäre..)

Wer ist es in Zukunft?

Das Baby das die falsche Augenfarbe hat ,das  falsche Geschlecht..

Bereits im Jahr 1995 wurde die so genannte embryopathische Indikation abgeschafft.

Nur weil ein Ungeborenes eine Behinderung hat, darf also keine Spätabtreibung vorgenommen werden.

Aber laut § 218a Absatz 2 (medizinische Indikation) ist der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwangerschaftsabbruch nur dann nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.

Zwei Ärzte müssen zu dieser Überzeugung kommen: derjenige, der die Indikation stellt, und ein anderer, der den Abbruch macht. Beide müssen dafür die gegenwärtigen und die zukünftigen Lebensumstände der Schwangeren in Betracht ziehen und der Frau vor dem Abbruch eine Beratung über Lebensperspektiven mit dem Kind anbieten.

Bei Schwangerschaftsabbrüchen nach Pränataldiagnostik liegen bei 88 Prozent der Spätabtreibungen schwerwiegende klinische Befunde vor, darunter schwere Chromosomenanomalien, fehlende Nieren oder fetale Tumoren. Mindestens 50 Prozent der Kinder hätten keine Chance, das erste Jahr oder auch nur ihre Geburt zu überleben.

Ich kann nur jedem wünschen, niemals eine solch qualvolle Entscheidung treffen zu müssen. Wenn es dann aber doch so sein sollte, hoffe ich, dass man in seinem Heimatland legale Möglichkeiten findet und nicht ins Ausland reisen muss.


"Bereits im Jahr 1995 wurde die so genannte embryopathische Indikation abgeschafft."

Da es aber nichts teuflicheres und gerisseneres als Juristen gibt (ich weiß das, da ich selber einer bin), existiert sie dank kreativer Auslegung faktisch weiter; außer in einigen "rückständigen" Gegenden (z.b. Bayern), wird von der Praxis her Spätabtreibungen durchgeführt, WEIL das ungeborene behindert ist und die Mutter diesen Anlass als ausreichend ansieht.

Somit existiert die embryopathische Indikation schlicht und einfach mit einem hübschen juristischen Deckmantel weiter.

2
@carn112004

nichts teuflicheres und gerisseneres als Juristen gibt (ich weiß das, da ich selber einer bin)

o.k. ... daher...

2

Was sagt ihr zu Abtreibung?

Hallo erstmal xD

Also ich bin noch ziemlich jung und das Thema Abtreibung ist mir auch noch fern, aber ich würde einfach gerne wissen was ihr davon haltet ^^

Man kann ja in Österreich (und ich denke auch Deutschland) bis zum 3. Monat abtreiben, und bis zu diesem Zeitpunkt schlägt das Herz ja schon und das Kind hat schon Arme und Beine und ein Gesicht. Ich empfinde es als potentiellen Mord wenn man ein Kind, das bereits in diesem Maße entwickelt is abtreibt. Ich bin der Ansicht, dass man, wenn das Kind denn unerwünscht ist, verhüten könnte. Ich finde es nicht gut, dass das Kind dafür streben muss, das Menschen zu dumm zum Verhüten sind. natürlich gibt es Fälle, in denen ich die Abtreibung verstehen kann, aber meistens kann ich das nicht.

Was denkt ihr?

...zur Frage

Warum hat der Mann kein Recht bei einer Abtreibung mitzureden?

Hallo, weiß jemand warum ich als mann in Deutschland bei einer Abtreibung kein Mitspracherecht habe ? Ich wollte so gerne Vater werden aber meine Lebensgefährtin möchte das Kind abtreiben , wieso ist man als mann der angearschte und hat zum Thema Abtreibung nichts zusagen ? Ich finde es eine Frechheit das man als Mann der das Kind will die Abtreibung einfach so hinnehmen muss und nur die frau allein entscheiden darf, was soll das ? Schließlich haben beide in dem Fall mitgewirkt und mussten mit Konsequenzen rechnen . Man kommt sich da als Mann vor wie als wäre Man(n) nichts wert ......!

Ich gebe zum Thema Abtreibung und der Gesetzeslage schon mal ein Contra, schließlich ist es immer noch ein kleines Herz was schlägt auch wenn es noch ungeboren ist .
...zur Frage

Was möchtest Du wissen?