Was haltet Ihr vom "veganen Januar"?

75 Antworten

Wie alle anderen Neujahrsvorsätze hat das wohl bei den meisten auch eine Halbwertzeit von 3 Tagen...

Die Aktion ist wohl auch eher für Jugendliche / junge Erwachsene ausgelegt die jeden Trend hinterherhecheln weil es so im Netz steht. Eine Person, die ihre Ernährung bereits reflektiert und für sich entschieden hat kann auch ohne eine derartige Aktion einfach mal vegan kochen wenn sie denn mag.

Das coole am Veganuary ist halt, dass ganz viele vegane Ersatzprodukte reduziert sind. So kann man sich einfach mal durchprobieren. Gerade für Vegan-Neulinge haben Ersatzprodukte einen hohen Wert, weil sie den Einstieg erleichtern.

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@Luminou

Das habe ich noch nicht mitbekommen, dass da irgendwo was reduziert war. Habe wohl in den falschen Läden geguckt.

Allgemein finde ich über drei Euro für zwei winzige vegane Schnitzel unverhältnismäßig überteuert, dafür dass das im Grunde hauptsächlich irgendeine Sojapampe mit Panade ist. Das ist halt alles nichts für Rentner, Studenten und Hartz 4 Empfänger, sondern nur für reiche Leute.

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Ich finde es eigentlich eine ganz schöne Möglichkeit, um die vegane Ernährung mal über einen gewissen Zeitraum auszuprobieren, allerdings kann man das auch das ganze Jahr über machen, trotzdem regt die Aktion natürlich dazu an, auch einmal was "Neues" zu probieren.

Ich finde es eine gute Sache :D

gerade zu Neujahr haben ja viele gute Vorsätze die sie, zumindest im Januar, noch einhalten und so probieren viele das Vegan sein einfach mal aus - das finde ich gut :-)

Was haltet Ihr davon? 

Ja- um es auszuprobieren- also die pflanzliche Ernährung- warum nicht.

Aber andererseits- auch nur deshalb, das Ausprobieren ist der einzige Pluspunkt sofern es die Leute dazu verführt, weiter hauptsächlich pflanzlich zu essen.

Ich finde es richtig, dass eine Umstellung auf weitgehend pflanzliche Ernährung angesichts der heutigen Umstände (Klimawandel) ethisch geboten ist.

Aber das auszuprobieren... wird kaum jemanden daran binden. Möglicherweise wird man sich sogar durch diesen einen Monat moralisch erhoben fühlen (man hat ja etwas getan...) und dann wieder mehr Fleisch essen.

Außerdem bedeutet eine Umstellung auf weitgehend pflanzliche Ernährung nicht, dass man Veganer wird. Veganer sind Menschen, die jegliche Ausbeutung jeglicher Tiere ablehnen. Diese Position ist extremer als es viele bedenken und erschöpft sich nicht in pflanzlicher Ernährung.

Ich finde die Verbindung zwischen weitgehend oder auch vollständig pflanzlicher Ernährung und tatsächlichem Veganismus eigentlich ziemlich dünn, obwohl das viele Leute gewohnheitsmäßig gleichsetzen- weil es sich heute weitgehend deckt. Muss es aber nicht- es gibt gute Gründe sich pflanzlich zu ernähren die überhaupt nichts mit Veganismus und Tierrechten zu tun haben.

Ich finde, ethischer Veganismus wegen der Ausbeutung der Tiere ist wesentlich schwieriger als notwendig darzustellen als pflanzliche Ernährung. Denn viele Leute sind nicht der Meinung dass die Ausbeutung von Tieren generell schlecht ist und Antispeziesismus ein Kernanliegen der Politik sein soll. Gegen das Argument der Ressourcenschonung angesichts des Klimawandels kann man allerdings nicht so leicht etwas sinnvolles vorbringen. Es sei denn man ignoriert das Problem.

Eigentlich werden hier zwei Themen angesprochen: Gute Vorsätze fassen einerseits und sich vegan ernähren andrerseits.

Da ich vom gute Vorsätze fassen wenig bis gar nichts halte, da solche in der Regel eh nicht eingehalten werden, war dies für mich nie ein Thema.

Ich respektiere Jede und Jeden, welcher sich vegan ernährt. Für mich käme diese Lebensweise hingegen nicht in Frage, da ich auf ein richtig schön gebratenes, schmackhaftes Filetstück niemals verzichten könnte.

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