Was haltet ihr vom Thema Flüchtlingen?

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6 Antworten

Mich nervt das Thema inzwischen, da es selten vernünftig diskutiert und in den Medien bis zum erbrechen breitgetreten wird und jede halbwegs bekannte Person sich genötigt sieht ihren Senf dazu beizutragen.

Dennoch hier mein Senf dazu. Ansichten und Vorschläge die ich in Auseinandersetzung mit dem Thema entwickelt habe.

Flucht ist ein Menschenrecht und Asyl ist im Menschenrecht und Grundgesetz verankert. Daran ist nicht zu rütteln und das ist Gut so.

Asyl erhält wer in seinem Heimatland nicht sicher ist, sei es aufgrund von Krieg oder aufgrund von Verfolgung ob seiner Ethnie, Religion etc.

Asyl erhält nicht wer in seinem Heimatland die Chance hat auf ein sicheres Leben.

Dies in verträglicher Zeit für jeden Asylbewerber zu beurteilen ist die Aufgabe der Behörden.

Es ist nicht sinnvoll in der EU ankommende Flüchtlinge unregistriert weiter zu leiten. Es ist genauso wenig sinnvoll die Aufgabe der Unterbringung und der Versorgung allein auf die Grenzländer abzuwälzen. Die Menschen müssen nach einem vernünftigen System auf die EU Staaten verteilt werden unter Berücksichtigung der Sprache und ggf. vorhandener Verwandschaft.

Eine gerechte Verteilung ist nur möglich bei übereinstimmenden Asylgesetzen in allen Staaten und wenn die staatlichen Hilfen nicht signifikant von einander abweichen.

Im Asylverfahren sollten nachweislich verübte Straftaten in den Unterkunfts- und Asylländern berücksichtigt werden und ggf. zu einer nicht-Aufnahme oder Abweisung führen. Eine Abschiebung als Maßnahme ist nur zu vollführen wenn eine freiwillige Ausreise nicht zu erwarten ist oder die Person eine Haftstrafe absitzt.

Wer Abgeschoben wurde hat kein Recht auf Asyl, Wiedereinreise oder Durchreise solange wie sich die Umstände in seinem Heimatland nicht signifikant ändern und ein erneuter Asylanspruch besteht.

Spracherwerb und Zugang zu Bildung sowie ein angemessener Zugang zum Arbeitsmarkt sind essentiell für die Integration. Es gibt viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer die bereit sind einen Teil dazu beizutragen, daher ist ein System von Patenschaften empfehlenswert. Dies sollte vom Staat gefördert werden.

Eine Aussicht für eine dauerhafte Bleibeerlaubnis sollte bestehen für Asylanten und Geduldete
nach einem Aufenthaltsspanne von 3 oder 5 Jahren (Unterbrechungen nur in geringen Mengen (1 Monat im Jahr?))
die gut in die Gesellschaft integriert sind (Sprachlich kompetent, Arbeitsplatz und Unterkunft, aktiv in Gesellschaftlichen Aktivitäten (Kirchen, Vereine, Parteien etc.) ) 
und eine Zahl (5-10?) Leumundszeugen deutscher Staatsbürgerschaft aufbringen kann, die ein begründetes (haben verstärkt Kontakt mit der Person/Familie) schriftliches oder mündliches Zeugnis über die Integrationsbemühung der fraglichen Person/Familie ablegen
und welche keine strafrechtlich relevanten Verbrechen seit Beginn ihres Aufenthalt begangen haben.

Ich habe übrigens regelmäßigen Kontakt zu jugendlichen Flüchtlingen und helfe denen u.a. beim Spracherwerb. Es sind normale Menschen die nur halt aus einer anderen Region kommen und meine Sprache nicht ausreichend sprechen, sonst im Verhalten aber Gleichaltrigen aus Deutschland ziemlich ähnlich sind.

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Also klar es werden immer mehr aber versucht euch in ihre Lage zu versetzen, wölltet ihr sterben? Nein! Der Krieg ist so schlimm, dass die flüchten müssen um nicht zu sterben. Die laufen, schwimmen usw. Monate lang um zu überleben. Man muss diese Menschen unterstützen. Oder wölltet ihr nach einem Monate langen Kampf ums Überleben, so böse aufgenommen werden? Die wollen nicht flüchten, die müssen.

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Ich will keine Flüchtlinge.

Begründung:

    Ein Flüchtling ist ein Mensch der einer Gefahrenzone entflieht. Ist er aus der Gefahrenzone, ist er auch zwangsläufig kein Flüchtling mehr. Dies ist bei den Syriern dann gegeben, wenn sie türkischen Boden erreicht haben.
    Es wird mir in keinster Weise unterschieden, wer hier ein Flüchtling um Leib und Leben ist, und wer hier einfach nur ein Wirtschaftsflüchtling ist.
    Ich habe hier sehr stark den Eindruck, es kommen Menschen die eigentlich nichts anderes als Migranten sind, und die die Situation für sich nutzen, da sie unter normalen Umständen überhaupt gar keine Chance auf eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten würden.
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Kommentar von Ruehrstab
11.11.2015, 23:35
"Ich will keine Flüchtlinge."

Da hätte ich jetzt gar nicht mit gerechnet. :)

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Nett oder Falsch? ? Was soll das jetzt heißen? Also ich brauch davon gar nichts zu halten... sind ja Menschen wie du und ich. Ich denke nur dass wir einfach so viele wie möglich aufnehmen sollten, da diese Leute ja offensichtlich unsere Hilfe brauchen.

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Man muss einfach dabei gewesen sein wenn sie ankommen und mit ihnen mal reden - dann merkt man auch dass wirklich jeder ein Lächeln für dich übrig hat obwohl sie dich nicht einmal kennen - erst wenn man Zeit mit den Leuten verbracht hat sollte man urteilen

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