Was haltet ihr vom Leben nach dem Tod?

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Hallo misshandelte,

in den meisten Religionen gibt es die Vorstellung von einem Jenseits, d.h. ein Leben nach dem Tod in irgendeiner Form. Oft wird in dieser Verbindung von einer unsterblichen Seele gesprochen, die den Tod des Körpers überdauert und an irgendeinem Ort weiterlebt. Ist diese Vorstellung jedoch zutreffend? Wie kann man sich Klarheit verschaffen?

Nun, die Bibel nimmt sehr ausführlich auf das Thema "Tod" Bezug. Sie erklärt, dass der Tod nicht der Übergang zu einem anderen Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz. So kann man darin z.B. folgendes lesen: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10). Der Begriff "Scheol" (aus dem Hebräischen), der hier erscheint, bedeutet nichts weiter als der symbolische Aufenthaltsort der Toten oder einfach das Grab der Menschheit.

Nach dieser Erklärung ist also der Tod ein Zustand völliger Bewusstlosigkeit, wie gesagt, ein Zustand der Nichtexistenz. Das bedeutet allerdings nicht, dass jemand, der verstorben ist, keine Hoffnung auf eine Wiederkehr zum Leben hätte. Gott kann sich an alle Menschen erinnern, die jemals gelebt haben und sie wieder zum Leben bringen. Die Bibel spricht von einer Auferstehung der Toten.

Jesus Christus verglich deswegen den Tod mit einem Schlaf, aus dem es durch die Auferstehung ein Erwachen gibt. Die Bibel beschreibt diese Auferstehung als ein in der Zukunft liegendes Ereignis, für das Gott einen Zeitpunkt festgelegt hat. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden" (Johannes 5:29,29). Ja, es wird einen "Tag" der Auferstehung geben!

Wo werden denn dann die Auferstandenen leben, könnte man fragen? Auch hierzu möchte ich noch einmal die Bibel sprechen lassen: "Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hạdes gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als einzelne gerichtet gemäß ihren Taten" (Offenbarung 20:13). Das hier erwähnte Meer und der Hades (Grab) sind Orte hier auf der Erde, die die Toten freigeben. Für die allermeisten gibt es nach der Auferstehung daher ein Leben hier auf der Erde, wie es beispielsweise in den Psalmen zu lesen ist: "Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29). Zu den hier erwähnten "Gerechten" gehören auch die Personen, die zwar in ihrem früheren Leben schlecht gehandelt, sich aber nach ihrer Auferstehung um richtiges Handeln gemäß den Richtlinien Gottes bemüht haben.

Das Leben, das die Auferstandenen dann erwartet, ist jedoch nicht das gleiche, das sie in ihrem früheren Leben gekannt haben, ein Leben in Leid und Mühsal. Gott wird dafür sorgen, dass dann ein Leben in dauerhaftem Frieden und Glück hier auf Erden möglich ist, genau so, wie es im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4).

Sind das nicht sehr hoffnungsvolle Aussichten? Ich denke schon und ich freue mich schon auf die besagte Zeit. Vor allem wird durch die Hoffnung, die die Bibel vermittelt, dem Tod der Schreck genommen, den er leider auf die Menschen bis heute ausübt.

Die Bibel zeigt allerdings auch, dass es für einige treue Christen eine Auferstehung zu himmlischem Leben geben wird. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:1,2). Kommen denn nicht alle Christen in den Himmel? Nein, die Bibel zeigt sehr deutlich, dass die eigentliche Bestimmung für den Menschen nicht der Himmel, sondern die Erde ist. So sagte Jesus Christus in er berühmten Bergpredigt: "Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden" (Matthäus 5:5).

Dass Gott dennoch Menschen zu himmlischem Leben auferweckt hat seinen Grund darin, dass er Menschen in eine künftige Regierung, in der Bibel das "Reich Gottes" oder "Königreich Gottes" genannt, einbinden möchte, die einmal über Menschen hier auf der Erde herrschen wird. Dieses "Königreich Gottes" wird dafür sorgen, dass auf der Erde endlich Gottes Wille geschieht und paradiesähnliche Zustände hergestellt werden.

In dem "Königreich Gottes", seiner göttlichen Regierung also, können logischerweise nicht alle Menschen, die Gott dienen, vertreten sein. Somit ist die Zahl derer, die Gott für ein himmlisches Leben vorsieht, begrenzt. Jesus sagte einmal mit Blick auf seine Jünger: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). Im Verhältnis zu der unbegrenzten Zahl von Menschen, denen Gott ewiges Leben hier auf Erden geben wird, sind diejenigen, die Gott in sein Königreich beruft, eben nur eine kleine Herde. Die allermeisten der Verstorbenen werden jedoch, wie schon gesagt, zu einem Leben auf der Erde auferstehen und erhalten die Möglichkeit, dann für immer am Leben zu bleiben.

LG Philipp

 Vielen Dank für den Stern!

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Ich glaube daran, dass die Bibel Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschheit ist, was sie auch von sich selbst behauptet (vgl. 2Tim 3,16; 2Petr 1,21).

Nach der Lehre der Bibel leben wir einmal hier in unserer irdischen Existenz und nach dem Tod sind wir entweder bei Gott (Himmel, Paradies) oder nicht (Hölle).

In Hebräer 9,27-28 steht: "Sterben müssen alle Menschen; aber sie sterben nur einmal, und darauf folgt das Gericht. Genauso wurde auch Christus nur einmal als Opfer dargebracht – als Opfer, das die Sünden der ganzen Menschheit auf sich nahm. Wenn er wiederkommt, kommt er nicht mehr wegen der Sünde, sondern um denen Rettung zu bringen, die auf ihn warten."

Wenn Menschen Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser annehmen, um Vergebung ihrer Sünden bitten und an ihn glauben bedeutet dies, dass sie Gottes Kinder und demzufolge auch Erben werden und damit das Heil (Folgen dieses Heils = Gottes Kinder werden, Freiheit, Vergebung der Sünden, ewiges Leben im Paradies usw.) in Christus erlangen.

Ein paar Bibelstellen, die dies verdeutlichen:

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Johannes 3,16

"Ohne Glauben ist´s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt." Hebräer 11,6

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." Johannes 5,24

"Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes." 1. Johannes 5,13

Ich bin Buddhist und sehe das so

Das "Ich" ist eine Simulation unseres Bewusstseins, dass durch die biochemischen und elektrischen Prozesse im Gehirn entsteht.

Bereits bei Bewusstlosigkeit, etwa durch einen Unfall, verschwindet unsere Identifikation mit dem "Ich" - der Gedanke, ein Selbst zu haben, ist weg. Dort ist nichts - bis man wieder aufwacht.

Stirbt ein Mensch, so fällt zunächst das Herz-Kreislauf-System aus, so dass beispielsweise das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Dauert dieser Zustand an, gibt es keine Gehirnaktivität mehr - das Gehirn ist tot.

Damit ist auch das Bewusstsein und damit das "Ich" endgültig verloschen. Der Mensch als  Individuum existiert nicht mehr, nur noch ein Leichnam.

Wissenschaftlich anerkannte Beweise für die Existenz einer Seele, oder für ein Weiterleben nach dem Tod, bzw. die Wiedergeburt gibt es nicht.

Es gibt auch wissenschaftliche Erklärungsansätze für Nahtoderfahrungen - zB visueller Tunneleffekt aufgrund von Sauerstoffmangel - so dass die Wahrnehmungen eines Patienten nicht gerade einen Beweis für ein Fortbestehen darstellen - immerhin lebt er noch.

Ich hatte auch schon NDE und bin dennoch skeptisch was Jenseitsvorstellungen angeht.

Nach dem jetzigen Wissen, haben wir nur dieses eine Leben.

Alles andere ist eine Frage des persönlichen Glaubens und daher nicht objektiv durch Beweise belegbar.

Letztlich werden wir erst wissen was wirklich geschehen wird, wenn es soweit ist - doch davon wird niemand berichten können.

Ich denke, der Tod ist nichts, was man fürchten müsste, denn tatsächlich ist er doch die einzige große Sicherheit im Leben.

Egal wie reicht und mächtig, oder wie arm und schwach du warst.

Egal ob du ein Vergewaltiger, oder ein Vergewaltigungsopfer warst.

Du wirst sterben.

Der Tod macht keinen Unterschied, er lässt sich nicht bestechen, noch kaufen - am Schluss macht er alle Menschen gleich.

Ist das nicht eine beruhigende Vorstellung? Sie entspricht sogar Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Genau das ist garantiert - am Ende sind wir alle tot - unabhängig von unserem Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache...

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Ich finde es wirklich gelungen, wie du das erläuterst! Ich habe auch meine Vorstellungen und Hoffnungen, wie es sein könnte. Das versuche ich allerdings von dem zu trennen, was ich wissen kann.

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Wenn Du mal die eigene Wahrnehmung von Deinem stofflichen Körper und Deines (vordergründig) bewusst denkenden und wahrnehmenden Verstandes ganz wegnimmst oder einfach mal Dir völlig "wegdenkst" - was bleibt dann wohl noch von Dir übrig ? 

Etwa NICHTS ?  Das kann aber nicht SEIN !

Da ist garantiert definitiv noch etwas und zwar Dein wahres (!) ICH ! Deine auf höherer Ebene weilende Essenz von (unsterblicher) SEELE !

Oder meinst Du, Du hast so etwas ganz besonderes nicht !?  

Ist Deine SEELE Dir etwa "verlorengegangen" ?

Das wird doch nicht wirklich so SEIN, oder ?

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@Einstein2016

was bleibt dann wohl noch von Dir übrig ? Etwa NICHTS ? 

Richtig. So sehe ich das jedenfalls.

Ich glaube nicht an die Existenz eines ewigen Selbst, wie beispielsweise einer Seele.

Das kann aber nicht SEIN !

Doch, meiner Meinung nach durchaus.

Vergleichen wir den Menschen mit einer Plastikflasche:

Manche Religionen lehren, der Körper wäre das Gefäß des heiligen Geistes, oder der Sitz der Seele - so als wäre Wasser in der Flasche.

Die Existenz einer Flasche setzt aber nicht voraus, dass sie jemals gefüllt war. Genau so gibt es keine Notwendigkeit für die Existenz einer Seele.

Da ist garantiert definitiv noch etwas

Ohne wissenschaftliche Beweise ist das lediglich eine Behauptung.

wahres (!) ICH ! [....](unsterblicher) SEELE !

Egal wie oft du die Großschreibtaste, oder das Ausrufezeichen bemühst - dadurch wird die Existenz der Seele auch nicht wahrer.

Oder meinst Du, Du hast so etwas ganz besonderes nicht !? 

Du brauchst gar nicht so personenfixiert zu denken: Ich glaube bei keinem Wesen an die Existenz einer ewigen Seele.

Ist Deine SEELE Dir etwa "verlorengegangen" ?

Erneut kein Grund personenfixiert zu werden, denn ich spreche vom Konzept der Seele im Allgemeinen; Etwas das nie vorhanden war, kann auch nicht verloren gehen.

Das wird doch nicht wirklich so SEIN, oder ?

Nein, meine Seele ist mir nicht abhanden gekommen - ich halte die Existenz von Seelen pauschal für unplausibel und wissenschaftlich unbewiesen.

Sollte es irgendwann Fakten geben, die tatsächlich überzeugend genug sind, um die Existenz der Seele zu beweisen und in medizinische Lehrbücher aufgenommen werden - nun, dann ändere ich meinen Standpunkt aufgrund von Fakten, nicht aufgrund von religiösen Vorstellungen.

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