Was haltet ihr vom hnb-Verlag?

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2 Antworten

Hallo - ich habe mich eben mal ein bisschen durch die Homepage geklickt. Sieht nach einem Dienstleistungsverlag aus. Ein Indiz dafür findest du in der pdf "Autoreninfo": sie wollen das "komplette Manuskript im Word-Format". Das deutet immer auf eine Art DKZV hin!

Das bedeutet: Sie betonen zwar, dass sie keinen "Druckkostenzuschuss" verlangen, nennen es aber "Herstellungskosten". Ich habe es schon bei anderen Verlagen gelesen, die "eng mit den Autoren zusammenarbeiten", es ist Augenwischerei und unseriös. Sie werden dein Manuskript annehmen, du musst aber für das Lektorat und die Herstellungskosten zahlen und bist für die Werbung zuständig - das sagen sie rundheraus (!).

Die Leseproben der Autoren (ich habe ein paar gelesen) zeigen, dass sie keine Profischreiber sind.

Wie dem auch sei, es muss nicht unbedingt schlecht sein. Wenn du mit den Kosten und derm eigenen Werbeaufwand einverstanden bist, kannst mal Kontakt aufnehmen. Inwieweit sie unter den DKZVs hellere oder dunklere Schafe sind, kann ich nicht berurteilen.

Falls du kein "blutiger Anfänger" bleben willst empfehle ich dir, einen Schreibkurs zu besuchen und dir Literatur zum Schreiben anzuschaffen: "Wie schreibe ich einen verdammt guten Roman" von James Fre oder, "Die Odyssee des Drehbuchschreibers" von Christopher Vogler und ein Buch über Stil. Unprofessionell Geschriebenes hat so gut wie keine Chance, außer dass es den Autor Geld kostet. Selbst gut Geschriebenes ist schwer unterzubringen, der Markt ist sehr gesättigt.

Wilmchen 31.01.2013, 18:04

Hallo Zwischenton,

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Du hast mir damit sehr weitergeholfen!

Die Bücher die Du mir empfohlen hast, werde ich mir auf jeden Fall bestellen, da mir sehr viel daran liegt, meinen Schreibstil ect. zu verbessern! Danke auch für den Tipp!

Was einen Schreibkurs angeht, habe ich mich auch schon informiert und habe vor, mich bei Gelegenheit für so einen Kurs anzumelden.

Danke nochmal!

Wilmchen

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Der Threat ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich antworte mal trotzdem drauf, weil das ja ein Dauerbrenner ist.

Hnb-Verlagen, das waren ja Heidelinde Nürnberger, Markus Nürnberger, Sabine Nürnberger und (?) aus Berlin.

Ob der Verlag seriös oder unseriös ist, könnt ihr selbst entscheiden. Das gilt übrigens für alle anderen Verlage. Bevor ihr Zeit und Energie verschwendet, prüft, ob der Verlag es wert ist.

1. Schaut nach, ob der Verlag beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels gelistet ist. Versichert auch, dass die Angaben auch stimmen und aktuell sind! Dort hat jeder Verlag eine Registriernummer. Ist ein Verlag dort nicht gelistet, würde ich die Finger davon lassen. Ist er gar rausgeflogen (!), erst recht.

2. Schaut nach, ober der Verlag unter den Fairverlagen gelistet ist. Das sind Verlage, die fair mir den Autoren und Autorinnen umgehen und keine Kosten auf diese abwälzen (= Ist eh ein NoGo).

3. Schaut nach, ob die Autorinnen und Autoren wirklich existieren und ob sie ein vernünftiges Impressum haben. Es gibt Verlage, die beschäftigen nur ein oder zwei Schreiber unter verschiedenen Namen, oft sich selbst. Entweder findet man zu den Namen gar nichts im Netz, oder die Impressums zeigen,dass es keine echten Autoren sind, weil sie alle auf dieselben Namen/Adressen lauten.

4. Prüft das Impressum. Stimmen Telefonnummer (oder kommt die Ansage "Unbekannt". Stimmen die email-Adresse und Webseite (oder kommt nix ), stimmt die Postanschrift?

5. Ggf. prüft nach, ob die USt. Nr. beim zuständigen Finanzamt (muss dabei stehen) bekannt ist.

Jetzt dürfte sich die Frage von selbst beantworten.

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