Was haltet ihr vom Feminismus?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Solange Frauen in Deutschland benachteiligt werden und solange noch veraltete Stereotype das Denken der Menschen prägen, ist Feminismus auch hier notwendig. Was durchaus nicht heißt, dass nicht auch einzelne FeministInnen Kritik verdienen; ich, als Feministin, finde es z.B. unschön, wie sich Alice Schwarzer in der Kopftuchdebatte äußert. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

solange man sich für die gleichberechtigung der frau einsetzt, ist das notwendig und völlig richtig. leider laufen immer noch eine menge dinosaurier herum, die der meinung sind, dass frauen bestimmte berufe nicht ausüben können etc..

das gehört einfach abgeschafft, weil so ein verhalten die chancen von frauen einschränkt und auch der allgemeinheit kluge fähige frauen vorenthält, die man vielleicht bei der lösung von problemen dringend hätte gebrauchen können.

wenn eine art professioneller feminismus allerdings fordert, dass nun die frauen quasi mal als abwechselung komplett das sagen zu erhalten hätten, und männer aus prinzip zu entmachten sind, dann wird aus dem kampf für die gleichberechtigung eine ganz normale lobbyarbeit, um eine bestimmte gruppe (hier definiert durch das geschlecht) politisch nach vorn zu bringen.

das halte ich für äusserst überflüssig.

und das nicht deswegen, weil ich frauen keinen erfolg gönne, ganz im gegenteil; sondern weil es denjenigen zulauf beschert, die sich als männerlobby wiederum gegen die frauenlobby wehrt.

eine solche auseinandersetzung ist nicht zielführend, sondern verstärkt den bestehenden graben nur noch. und das nutzt niemandem.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Feminismus" ist bereits in sich selbst eine diverse Bewegung. Sowohl über verschiedene Epochen hinweg als auch innerhalb verschiedener Strömungen wurden und werden z.T. sehr unterschiedliche Ziele verfolgt. Gemeinsam ist lediglich das Ziel sich für mehr Würde und Rechte von weiblichen Menschen einzusetzen, wenngleich das wiederum auch Personen und Strömungen tun die sich nicht als "feministisch" bezeichnen. Das ist grundlegend ein Ziel dem man, meiner Meinung nach, aus ethischer Sicht nur zustimmen kann.

Was man dann wiederum von einzelnen Persönlichkeiten, Ideen oder Strömungen des Feminismus hält ist wieder eine andere Sache und müsste jeweils einzeln diskutiert werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Feminismus" ist kein Begriff, der von allen Seiten gleich verwendet wird. Während Erzreaktionäre damit Misandrie verbinden und lächerliche Einzelfälle, die in der Springerpresse stehen, auf die gesamte feministische Bewegung übertragen, setzt sich der bürgerliche Feminismus beispielsweise für Frauenquoten in Vorständen ein, da Frauen (unbestreitbar) schlechtere Karrierechancen haben. Was wir wirklich brauchen und unterstützen müssen, ist der radikale Feminismus, der sich direkt gegen den Patriarchalismus wendet und danach strebt, Geschlechterrollen abzuschaffen. Nur das kann eine tatsächliche Gleichberechtigung garantieren und diesen Feminismus können die Konservativen nicht dadurch delegitimieren, dass sie auf Benachteiligungen von Männern im Alltag hinweisen (da diese "Benachteiligungen" auf nicht erfüllte Geschlechterrollen zurückzuführen sind - existieren diese in erster Linie gar nicht erst, ist auch das Problem gelöst).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von AalFred2
08.12.2015, 13:51

Schon mal drauf gekommen, dass sich ein Grossteil der Menschen mit Geschlechterrollen durchaus wohlfühlt?

1

Nach 'Feminismus' zu fragen ist etwas ungenau / zu viel da es mehrere Auslegungen usw gibt.

Grundsätzlich habe ich folgende punkte:

- Frauen sollten nicht per se "besser" wie Männer betrachtet werden oder so (auch sollte das umgekehrte nicht der Fall sein) - sondern als gleich und mit unterschiedlichen 'Tendenzen'.

- 'Feminismus' ist in der sog. 'westlichen welt' zwar noch immer nötig, aber bei weitem nicht wie anderorts - benötigt sind heute hierzulanden egalitäre Ideen würd' ich meinen (und da sollte Feminismus keineswegs als Ersatz genügen...).

- Feminazi (wie z.B. Witzfigur Sarkeesian) sollte keine Bühne gegeben werden, weder bei Feministen noch bei Leuten die keine Feministen sind.

- Feminismus sollte "wortwörtlich" interpretiert werden; soll heissen, dass man aufhören sollte von Feminismus als "Jeder sei gleich" zu reden sondern den Feminismus als das akzeptieren, was er (zumindest heute) ist, also "Frauen brauchen mehr Macht".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von tvetter
14.12.2015, 19:05

Inwiefern soll Anita Sarkeesian denn bitte ein "Feminazi" (was soll das überhaupt genau sein?) und eine "Witzfigur" sein? Hast du dir ihre Werke schon einmal unter sachlicher Objektivität angeschaut? Oder jammerst du nur, weil ein bestimmter Aspekt deines Lieblingsmediums kritisiert wird? Mit kaum etwas hat sich die Gemeinschaft der "Gamer" mehr blamiert als mit der Reaktion auf Sarkeesians Videos.

0

Den ursprünglichen Feminusmus für Gleichberechtigung sollte jeder als wichtig und notwendig ansehen. Da gibt es dann aber den Unterschied zu diesem Tumblr-ich-hasse-sämtliche-Männer-Feminismus, der mmn einfach nur lächerlich ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

davon halte ich ( bin n Mann ) sehr viel !

es sollten meiner Meinung nach nur Frauen an die Macht - dann gäbe es auch (fast) keine Kriege und mehr soziale Gerechtigkeit

da bin ich mir absolut sicher


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Hoch auf Emily Davison. Die Königin der Suffragetten und wohl der Ursprung des Feminismus.

Was aber heute manchmal als feministisch auftritt wie Pussy Riots oder barbusige Mädels die publik wirksame Aktionen mit ihrer Nacktheit  starten ... da fällt mir nichts mehr ein. Ist fast genauso wie wenn  ein Vegetarier ein Würstchen grillt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"-ismusse" habe ich zur Genüge erlebt. Oft war leider etwas anderes drin als drauf stand.

Solange Definition und Inhalt umstritten sind, ist es hinfällig solche politischen Schlagworte zu bewerten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?