Was haltet ihr vom Clickern mit Hund ?

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Das Ergebnis besteht aus 9 Abstimmungen

Andere... 44%
Schlecht 22%
Gut 22%
Weniger gut 11%

10 Antworten

Andere...

Es kommt auf den Hund und auf den Menschen an.

Ein Clicker ist, sofern er richtig konditioniert worden ist, ja nichts anderes, als ein Signal für den Hund, dass er etwas richtig gemacht hat. Der Clicker ist dabei wie eine Kamera, mit der ich die Szene fotografiere, die ich sehen will. Und ebenso funktioniert der Aufbau erwünschten Verhaltens wie eine Fotoserie, bei der eine Bewegung in einzelne Teile zerlegt wird und sich Bild für Bild auf das gewünschte Ergebnis zubewegt.

Wenn ich mit meinen Hunden an komplexen Abläufen arbeite, die ich für den Aufbau in viele Teilschritte zerlegen muss, nutze ich den Clicker ganz gerne, weil er sehr schnell und präzise anzeigt, was ich sehen will. Will ich z.B., dass mein Hund aus 10 Spielzeugen eins heraussucht und versteht, welchen Namen ich welchem Spielzeug zuordne, ist für mich der Clicker das Mittel der Wahl, weil ich genau den Moment einfangen kann, in dem die Nase des Hundes das jeweilige Spielzeug berührt. Ein verbaler Marker (Fein) wäre da zu langsam und zu unpräzise.

Im Alltag ist mir ein Clicker zu umständlich. Wenn ich mit mehreren Hunden unterwegs bin, hab ich keine Hand für einen Clicker frei. Zudem bräuchte ich eigentlich mehrere, damit ich nicht bei einem Hund markere, während der andere zeitgleich unerwünschtes Verhalten zeigt, das ich versehentlich festigen würde.

Vorteil am Clicker ist für mich, dass er neutral ist. Wenn ich ungeduldig werde, macht sich das für den Hund sofort in meiner Stimme bemerkbar. Ein Clicker markert immer neutral. Ebenso ist ein Vorteil, dass er sehr schnell und präzise ist.

Nachteil: Hunde, die schnell überdrehen, schnappen oft schon beim Anblick des Clickers über, weil sie wissen, dass gleich etwas Aufregendes passiert. Er erzeugt eine Erwartungshaltung, die das Training behindert. Weiterer erwähnter Nachteil, dass ich das Teil immer mit mir rumtragen muss.

Fazit: Clicker ja, aber nicht immer und überall.

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Andere...

Ich praktiziere das Clickern mit einem Wort und es funktioniert super!

Unsere rumänische Stra0enhündin (ca. 8 J. alt) kannte nichts und hat große Angst vor Geräuschen. Deswegen haben wir mit ihr auf Anraten der Hundetrainerin statt des Clickerns ein Belohnungswort eingeführt. Der Ablauf des Trainings war genauso.

Das Ergebnis spricht für sich: innerhalb kurzer Zeit gab es schon Erfolge. Inzwischen "hört" sie besser als alle anderen Hunde vor ihr ;-)

Ich finde übrigens diese Methode besser, weil man nicht immer einen Clicker zur Hand haben kann.

P. S.: Es muss ein Wort sein, das man sonst nie verwendet, denn sonst könnte es beim Hund zu Irritationen führen, wenn es benutzt wird, aber nicht er gemeint war.

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Schlecht

Man kann den Hund auch anders bestätigen, man müsste den Klicker immer dabei haben. Wenn ein anderer in der Nähe klickt, hat der Hund schnell etwas gelernt was du gar nicht willst.

Ich bin froh, dass das Klickern wieder verschwunden ist, mich hat das ewige Klickern anderer auf den Spaziergängen genervt.

Die wenigsten Leute sind fähig solche Hilfsmittel korrekt anzuwenden.

Ich wäre schon froh, wenn der Grossteil der Hundehalter ihre Hunde wenigstens minimal unter Kontrolle hätten.

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Hallo :) also ich finde "clicker Training" sehr gut weil viele vergessen den Hund geistig zu fördern. Ich verwende den clicker sehr gerne in Verbindung mit freien Formen (sprich der Hund muss selbst darauf kommen was man von ihn sehen will) und mein Hund liebt es auch total! Aber du musst natürlich kein clicker verwenden (so wie schon jemand sagte) du kannst alternativ auch ein Wort verwenden oder auch einfach mit der Zunge schnalzen, solang der Hund darauf konditioniert wird, wird er darauf reagieren :)
LG

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Andere...

Es kann gut sein, wenn man es wirklich konsequent durchzieht und dass gleich im Welpenalter anfangend. Ich wollte es bei meinen Aussies auch machen, aber bin dann doch bei den guten alten Leckerlis geblieben ^^ Oder auch das Lieblingsspielzeug als Trainingsabschluss.

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Kommentar von Berni74
06.03.2017, 15:50

Clickern kannst Du auch mit einem älteren Hund anfangen

1

Mir hat das bei allen meinen Hunden extrem geholfen, insbesondere bei der filigranen Kleinarbeit

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Gut

Eine sehr gute Möglichkeit, den Hund zum einen geistig auszulasten, zum anderen zu bestätigen

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Weniger gut

Ist wirklich Geschmackssache. Das Clickern funktioniert, ist aber oft mehr unterschwelliger Automatismus als wirklich eigenständig gelernt. Uns fehlt da die bewusste Komponente. Wir arbeiten daher nicht mit Clicker. 

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Andere...

Kann aber muss nicht sinnvoll bzw.wirksam sein.

Meine Hündin war vom Clickern recht schnell gelangweilt. Sie ist äußerst intelligent, und will ständig neue Herausforderungen und Beschäftigung erleben.

Zudem machte ihr das Clickergeräusch bei einem Target Stick auch noch Angst.

Sie lernt sehr schnell, und dies mit Motivation in anderer Form, als dem Clickergeräusch.

Bei anderen Hunden, mag ein Clickertraining jedoch produktiv sein.

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Finde es gut. 

Mit (s)einem Hund zu trainieren ist immer gut. 

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