Was haltet ihr vo Gewerkschaften und Betriebsräten?

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12 Antworten

Ich bin froh, dass wir in einer "sozialen Marktwirtschaft" leben und nicht in einem puren kapitalistischen System, wie den USA.
Allerdings würde ich mir von den Deutschen etwas mehr gute Laune, Gelassenheit und gegenseitige Toleranz wünschen, aber das ist ein anderes Thema.

Lohnerhöhungen von 30 Prozent sind gut und müssen sogar herbei. Die Unternehmen raffen sich Multimilliarden an Gewinnen, die Arbeitsplätze werden zusammengetrichen und jeder Arbeiter bekommt mehr auf seine Schulter...wieso macht es das unglaubwürdig , so etwas zu fordern? Als das vor einigen Jahren Piloten forderten hat sich niemand aufgeregt, Bei Lokführern kommt so ein XXX ständig raus. Lasst sie das fordern. Sie haben Recht. Wenn jeder 30 Prozent mehr bekommen würde, schmälerte das zwar die Mulitmilliarden Gewinne um einige Millionen, aber amn kann wieder mehr kaufen, eine Rente abschließen und somit auch wieder den Umsatz steigern. Wenn der Durchschnittslohn in BaWü so bei 3100 Euro liegt und ein Lokführer mit seiner VErantwortung, oder Assistenzärzte etc nur 1500 im Monat raus haben, oder weniger...wieso ist das eine Forderung die ungerechtfertigt ist? Entschuldige, aber mit Verlaub, das kann nur wer schreiben der entweder keine Ahnung hat wie manch ein Arbeiter bezahlt wird und somit lebt. Gewerkschaften sind, wenn diese nicht wie einige gekauft sind, schon gut und recht. Beispiel für eine gekaufte Gewerkschaft; Transnet, DGB und diese Konsorten. Betriebsräte sind auch gut, wenn sie es einem Kleinunternehmer nicht all zu schwer machen. Man müsste da differenzieren. Das wäre ein Thema für eine Ausarbeitung.

Selber mal im Betriebsrat gewesen; dort war mehr oder weniger Eigennutz gefragt. Sorge für zu Unrecht beschuldigte Kollegen Fehlanzeige; "Der hat doch einen Rechtsanwalt, da können wir dem Disziplinarverfahren zustimmen". Dafür war Beförderung des stellvertr. Vorsitzenden auf einer Sozialarbeiterplanstelle (A10) fällig und mir hat es gereicht!

Gewerkschaften werden überwiegend von älteren Herren gemanagt,die ihre Funktionäre an der Basis zu weltfremdem und maßlosem Verhalten animieren. Außer Verdi,die sich wirlich kämpferisch und leidenschaftlich für ihre Mitglieder einsetzen,kann man alle anderen vergessen. Betriebsräte dagegen leisten oft sehr gute Arbeit, die müssen auf jeden Fall erhalten bleiben und gestärkt werden.

Ich bin da zweigeteilter Meinung. Einerseits haben Gewerkschaften viel bewegt und erreicht. Auf der anderen Seite habe ich aber das Gefühl, dass gerade Betriebsräte mehr auf der Seite des Unternehmens stehen. Wie könnte es sonst sein, dass in der Firma meines Mannes alle Mitarbeiter über 50 (die teilweise über 30 Jahre im Betrieb beschäftigt sind u. gute Arbeit geleistet haben) mit Abfindungen geködert werden um einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben? Und tun sie es nicht(weil sie es sich finanziell einfach noch nicht leisten können), werden sie solange weichgeklopft u. einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen, bis sie es tun?? Und der Betriebsrat steht schulterzuckend daneben!!!???

Leider engagieren sich die meisten Gewerkschaften primär da, wo es für die Funktionäre oder den Ruf der Gewerkschaft vorteilhaft ist und berücksichtigen die Interessen der betroffenen Mitarbeiter eher wenig.

Häufig üben sie dann auch Druck auf die Betriebsratsmitglieder aus, die meist eher die Interessen der Mitarbeiter ihres eigenen Betriebes in den Vordergrund stellen.

Ausserdem stammt der "Tonfall" in den meisten Gewerkschaften - etwa die Zwangsduzerei und die generelle Kapitalismuskritik - aus dem vorletzten Jahrhundert und schreckt qualifizierte Mitarbeiter eher ab, sodass etwa im IT-Bereich der Organisationsgrad nur minimal ist.

Ich halte sie für nötiger denn je!!!!! Vor allem sollten sich viel mehr organisieren in den Gremien. Es gibt viel zu viele die den Wert ihrer eigenen Arbeit nicht kennen. Vielen ist gar nicht bekannt, wie viele Dinge durch diese Gremien geregelt werden. Da die "alten Gewerkschafter" leider im Rentenalter sind und viele junge Leute sich nicht mehr engagieren haben wir diese großen Unterschiede von Wertigkeiten von Arbeit. Allein hat keiner eine Chance, das hat unsere heutige Gesellschaft scheinbar vergessen. Unglaubwürdig ist für mich, dass Menschen neun Stunden am Tag arbeiten und die Allgemeinheit (Steuerzahler) Wohngeld bezahlen müssen, damit man einigermaßen leben kann. LG Lotusblume

Das ist wohl wahr, aber leider ist es so das durch manche Entscheidungen genau das gegnteil erreicht wird. ZB. Kündigungsschutz ab 50 Jahren!!! Wer stellt denn dann noch den arbeitslosen 51jährigen ein wenn er ihn nicht mehr kündigen kann, ausser er baut echt mist!

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@torti23

"Kündigungsschutz ab 50 Jahren!"

Und der ist wo geregelt?

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@torti23

ich möchte doch mal wissen wo die Märchen herkommen. Es gibt heute fast nur noch befristete Verträge auch für junge Leute. Warum soll denn nun angeblich ein älterer Mitarbeiter solch ein Kündigungsschutz haben. Leider werden solche Stammtischgespräche leider sind es nur solche, immer wieder verbreitet und viele glauben diese Märchen und noch schlimmer, erzählen sie als Wahr auch noch weiter. Aber das Problem ist doch eher, die immer weniger praktisierte Solidarisierung. Viele Menschen bekommen in dieser Zeit nicht mehr viel allein hin. Netzwerke haben sie dann auch nicht. LG Lotus

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DH Lotusblume.

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Ich möchte in keinem Land leben, in dem sich Arbeiter und Angestellte nicht in Interessenvertretungen organisieren dürfen. Die wenigsten Leute dürften sich in der Lage sehen, ihre Rechte gegenüber einem multinationalen Großkonzern alleine wahren zu können.

Gewerkschaften waren früher sinnvoll, jetzt sind sie zu 80% Selbstzweck. Betriebsräte sind ok, sofern sie auch die Belange des Unternehmens berücksichtigen.

Ich war jahrelang im Personalrat und muss sagen, das wir sehr viel bewegt haben. Ob es nun bei Stellenabbau oder Umsetzungen von Arbeitnehmer auf andere war oder Arbeitsplätze von Behinderten schaffen, wir haben es durchgeboxt.

habe leider bisher nur negative Erfahrungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften gemacht. Im übrigen kenne ich jemanden der bei einer Gewerkschaft gearbeitet hat und was der so erzählt..... auch nur Pöstchenschieberei. Wirklich geholfen haben die alle nicht-siehe Schiebedach-, kann ich nur sagen ABSCHAFFEN

Sie sollten endlich den Generalstreik organisieren, aber global, nicht nur hier in dem Land!

Wer sind denn "sie"??? Stell dir vor, die Gewerkschaften organisieren Streiks und keiner geht hin, die Ängste haben doch inzwischen die Gewerkschaften, das schwächt denn noch mal mehr. Wir sind ein bequemes Land wo der größte Teil nur meckert, aber seiner eigene Verantwortung nicht wahrnimmt. Das erleben wir auch bei Wahlen. Traurig, aber wahr! OK, ich habe Kinder und werde sicher nicht nur meckern! LG Lotus

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