Was haltet ihr in Punkto Nachhaltigkeit für die beste Fortbewegungsart?


26.04.2022, 12:52

"Jeder 1+2 Autos" ist so zu verstehen, dass jeder Bundesbürger 1-2 Autos besitzt und diese auch regelmäßig befährt oder befahren lässt.

Das Ergebnis basiert auf 52 Abstimmungen

Laufen (unter 2km) 37%
Fahrrad (unter 10km) 31%
Bahn, Monorail, Hochbahn, U-Bahn, S-Bahn, Fernzug usw. 13%
Individualverkehr, mit Auto (jeder 1+2 Autos) 12%
Bus, Fernbus, Straßenbahn 6%
Schiff 2%
Flugzeug 0%

26 Antworten

Wirklich nachhaltig ist nur die Fortbewegung zu Fuß - und ganz bewusst ohne Kilometerbegrenzung - und mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gleich ob im Nah- oder Fernverkehr.

Fahrräder sind letztlich wie Autos, nur im Kleinen:
Die brauchen einen eigenen Fahrweg, um gut zu funktionieren, benötigen einen Parkplatz - und ja, das ist sehr schnell ein riesengroßes Problem, einfach mal in den "Fahrradstädten" Münster oder Freiburg die Innenstadtplätze betrachten - und stehen den größten Teil des Tages ungenutzt herum. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Fahrräder mit elektrischem Hilfsantrieb benutzt werden, ergo Energie verbrauchen, die auch irgendwo herkommen muss.

Individualverkehrsmittel (also Autos) müssen letztlich Lückenfüller werden, wo öffentliche Verkehrsmittel keine Alternative sind.

Flugzeuge sind bis auf Weiteres ohnehin kein umweltfreundliches Verkersmittel.

Fahrrad (unter 10km)

Ich bin ein absolut überzeugter Radfahrer und Fahrrad-Fan. Zunächst sollte man ein hochwertiges Fahrrad haben mit dem es Spaß macht zu fahren, zuverlässig funktioniert und lange hält. Ich lege mit dem Fahrrad inklusive täglichem Weg zur Arbeit (10km pro Strecke) ca. 5000km im Jahr zurück. Es ist Emissionsfrei, hält fit, macht Spaß und man ist im Straßenverkehr sowie beim Parken sehr flexibel. Zudem ist es sehr gesund und man kann Sport sinnvoll mit dem Weg zur Arbeit verbinden. Man hört besonders jetzt im Frühling die Vögel zwitschern, riecht die Blumen und die Natur und man nimmt die Umwelt sensorisch war. Radfahren ist wunderschön.

Man darf allerdings nicht vergessen dass das Pendeln zur Arbeit je nach Entfernung auch sehr viel Energie verbraucht. Man muss wesentlich mehr essen was auch wieder Geld kostet.

Laufen (unter 2km)
  1. Laufen (zum 1/7 Einkaufen ungünstig). Sonst zur Bushaltestelle mehr gibt es hier im 2 km Bereich nicht.
  2. Fahrrad
  3. Stahlräder die hast du leider getrennt. Die Strab gehören, da Stahlräder zu den Zügen.
  4. 1 Auto auf 3! Erwachsene. Wird 5 Tage am Stück zur Spätschicht für 2Personen genutzt. Dann Frühschicht und Freie tagen macht ca, 6 steht also bis auf das einkaufen mehr rum.
  5. Busse, Fernbusse, fahren mit Diesel
  6. Flugzeuge mit Flugbenzin.
  7. Schiff Schiffsdiesel

PS

Windräder stehen hier millionenfach rum, auf nicht genutzten Wiesen.

"nicht genutzte Wiesen", man nannte es damals auch Natur, wenn etwas nicht jedes Jahr umgepflügt und bewirtschaftet wird, sondern sich selbst überlassen, oder eben nicht genutzt wird.

Wie würdest du dein Leben umstrukturieren, sollte es deiner Familie nicht möglich sein, mit einem Auto privat zu verkehren? Was würdest du als Alternative in Betracht ziehen und warum?

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@Nobilis72

Natur ist der Überbegriff für alles was nicht betoniert ist.

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@MarSusMar

Und so eine Denke ist mit ein Grund für das grassierende Artensterben, danke für diesen Einblick, von dem, was du unter Natur verstehst.

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@Nobilis72

??? Wenn ich in den Wald oder offenen Landschaft gehe, bin ich in der Natur im Waldsee schwimmen, ist in der Natur, Die Wiesen zwischen Großen Wohnblöcken ist Natur Grünflächen im Stadtbereich sind Natur

Künstlich ist alles aus Beton was Flächen versiegelt.

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@MarSusMar

Wenn du Glück hast und in einem halbwegs vernünftigen Naturchutzgebiet bist, wo kaum Menschen sind, dann bist du in der Natur. Im Forst, auf der Hundewiese, auf der Alm, auf dem Deich, an den Straßenrändern usw. dort bist du in der Kulturlandschaft, denn es ist nicht natürlich so entstanden und es ist auch meist nicht die potenzielle natürliche Vegetation vorherrschend.

DE hat weniger als 1% echte Naturlandschaft, aber ganz viel Forst, Ackerland, Städte/Gärten usw, so viel, dass ein Großteil das Kulturland, weil da ein bisschen Gras und Löwenzahn wächst, für Natur halten. Wenn du mal in einem echten Naturschutzgebiet warst, wirst du direkt an den Pflanzen und Schmetterlingen, die du noch nie gesehen hast, erkennen, wie schlecht es um die Natur in diesem Lande steht und das die Kulturlandschaft diese nicht rettet, sondern konsequent zerstört und entwertet, bis zur Ausrottung.

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@Nobilis72

Also ich hab das Gefühl du willst nur motzen. Liest nicht richtig, Kapierst keine Abkürzungen. Musst weil du die gängigen nicht kennst, eigene erfinden und daher erklären.

Wie würdest du dein Leben umstrukturieren, sollte es deiner Familie nicht möglich sein, mit einem Auto privat zu verkehren? Was würdest du als Alternative in Betracht ziehen und warum? 

Was ich nutzen würde, in welcher Reihenfolge steht in meiner Antwort!!!!!! Da steht nicht mal das Auto an erster, sondern an 4. Stelle.

1/7 heißt einmal die Woche einkaufen. Das Heimtragen allein 4 große und 3 kleine 6 er Pakete Trinken...Das will ich sehen wenn du das machst.

Wir sind 3 Personen auf 1! Auto. Was du uns allen unterstellst sind bei 3 Personen 6! Autos.

Die zwei fahren in der Spätschicht dass, womit der Fahrgast heimfährt, den Nachtanschluss. Nochmal als Fahrer! Sind dann gegen 02:40 auf dem Hof. Der 03:15 Nachtanschluss ist 02:50 am Betriebshof. Das reicht nicht. Damit haben sie zeit bis 04:15 und sind dann um 05 zu Hause. Die Schicht begann aber um 16:00 Uhr. Sie haben nicht wie jeder andere Arbeiter 11 h Zwischen zwei Diensten sondern nur 10 und gerade die Spätschichtwoche beginnt jeden tag eher. Der 5. ist im Radikalfall, dann ein Sogenannter Mitteldienst 10 bis 21.

Da bleibt das Auto dann zu Hause, weil man ja Stadtanfang, Stadtfeierabend hat. Nur nicht an der selben Haltestelle.

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@Nobilis72

Ich bin mitten im Wald aufgewachsen 5 Waldseen . Das DE insgesamt weniger als 1% Echte Natur hat ist Blödsinn. Allein die Altmark. Brandenburg, der Bayrische Wald. Sind perfekt um sich endgültig zu verlaufen.

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@Nobilis72
Wenn du Glück hast und in einem halbwegs vernünftigen Naturchutzgebiet bist, wo kaum Menschen sind, dann bist du in der Natur. 

Dazu braucht es in meinem vorherigen Kommentar genannten Regionen, kein Schutzgebiet. Die sind so dünn besiedelt.

 Im Forst, 

Wir durch das Holz machen, Platz für neue Bäume geschaffen.

auf der Hundewiese,

gibt es hier nicht.

auf der Alm,

Kenne ich nicht .

auf dem Deich,

Notweniger Schutz

an den Straßenrändern usw. dort bist du in der Kulturlandschaft, denn es ist nicht natürlich so entstanden und es ist auch meist nicht die potenzielle natürliche Vegetation vorherrschend.

Kulturlandschaft?

Das fällt unter Betonierte Fläche.

Das beste ist du Trennst dich nicht nur vom Handy, wie wir, Sondern auch vom Internet sämtlichen Besitztum. Von deiner wahrscheinlich hochgiftigen Kleidung. Und geht´s als nackter Eremit nach Sibirien.

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Die Herstellung von Schuhen verbraucht aber ebenfalls viel Energie und Ressourcen. Deshalb sollte man nach Möglichkeit immer barfuß laufen.

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Laufen (unter 2km)

Verbraucht halt nur Kalorien, sonst nix.

Ich würde es ja wunderbar finden, wenn man wieder Zeppeline einsetzen würde, schön luxoriös eingerichtet für die Menschen, die sich Zeit nehmen möchten für ihre Reise. So ein Teil verbraucht für einen Flug nach Spanien etwa den Sprit wie eine 747 um vom Stellplatz zur Startbahn zu rollen.

Würde man die Öffis auf dem Land nicht immer weiter abschaffen wäre das ja auch eine Alternative, zumindest bedingt aber so wie es aktuell ist geht nichts ohne eigenen fahrbaren Untersatz :(

Bei der Gewinnung von regenerative Energien finde ich, das man weg sollte von den Großanlagen und hin zu vielen kleinen. Solarpaneele auf jedem Hausdach, eine Kleinanlage für Windkraft wo es sich lohnt (gibts als kleine Kugeln die sehr leichtgängig sind und auf Hausdächern montiert werden können).
Kleine Fließkraftwerke an den vielen Wehren die sich ja so oder so schon in den Bächen befinden, Instandsetzen der alten Mühlgräben- und Weiher zur Stromgewinnung wäre auch eine Option.
Früher gab es an unserem Bach z.B. mehrere Mühlen, eine Drescherei und 3 Hammerwerke sowie 2 Hütten die alle per Wasserkraft betrieben wurden. Mit den heute ja recht leistungsfähigen Anlagen ließe sich damit schon einiges bewerkstelligen. Sogar ohne die Fische und andere Bewohner nennenswert zu stören weil ja eben die alten Ober- und Untergräben noch oft vorhanden und lediglich zugesperrt sind. Der eigentliche Bach geht seinen ganz normalen Weg.

Bahn, Monorail, Hochbahn, U-Bahn, S-Bahn, Fernzug usw.

Das muss ich allerdings nicht dafür „halten“, sondern das kann ich wissen. Für längere Strecken ist vollelektrifizierter Schienenverkehr die nachhaltigste Lösung. Sowohl was den Platzverbrauch angeht, als auch wegen der CO2 Bilanz und der Möglichkeit in naher Zukunft CO2 neutral zu reisen. Auf kurzer Strecke sind Fahrrad und zu Fuß gehen natürlich die beste Lösung, auch wenn eine so differenzierte Darstellung in deiner Umfrage leider nicht ganz abzubilden ist.

Zu der Anmerkung Strom käme nicht aus der Steckdose der freundliche Hinweis: natürlich nicht. Allerdings sind die von dir aufgeführten Argumente nicht ganz richtig. PV anlagen können ohne Probleme auf unversiegeltem Boden gebaut werden und lassen sich oft mit anderer Flächennutzung kombinieren. Darüber hinaus sollte man sich fragen, ob das „entwerten“ (das übrigens auch nicht flächig nachgewiesen werden konnte) nicht der Preis ist, für einen gesunden Planeten und ob mit der selben Logik auch sämtliche andere Kraftwerke und Infrastukturprojekte abgesägt werden müssten. Autobahnen entwerten deutlich mehr Flächen. Trotzdem bauen wir sie mit Eifer. Man könnte meinen es handele sich hier um ein Scheinargument…

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Bereits in den 90ern zu diesem Thema promoviert

Naja, die Windräder kommen halt on Top noch oben drauf, es wird je jetzt nicht entsiegelt oder die Windräder auf die Autobahnen gepackt, sondern mit Vorliebe Berghänge mit teils altem Baumbesatz im "Windeignungsgebiet" gerodet, um dort Windräder aufzustellen. Der Schaden der erneuerbaren Energien ist unbestritten, ebenso wird auf einer Photovoltaikfläche kaum ein Urwald wachsen und Getreide wächst schlecht, wenn die Hälfte der Sonne in die Anlage geht.

Es geht eigentlich nur um die Dimension und ich weiß, dass die derzeitige Windenergie Politik schon einige Fledermausarten und Vogelarten gut dezimiert und das wird ja nicht weniger, je mehr man davon auch in unberührte Gegenden klatscht.

Aber das ist hier auch nicht das Thema, es geht um nachhaltige Mobilität, nicht die Schäden der Erneuerbaren an der Natur und deren Relativierung.

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@Nobilis72
sondern mit Vorliebe Berghänge mit teils altem Baumbesatz im "Windeignungsgebiet" gerodet, um dort Windräder aufzustellen

Was für ein Quatsch. „Mit Vorliebe“ werden leicht zugängliche Freiflächen gewählt. Eine Windkraftanlage in Berghängen mit Baumbestand ist in der Errichtung um einiges teurer und dementsprechenden nie die „Vorliebe“.

Der Schaden der erneuerbaren Energien ist umstritten, ebenso wird auf einer Photovoltaikfläche kaum ein Urwald wachsen

Völlig richtig. Aber auf einer Autobahn, in einem Shoppingcenter oder einem Bergwerk ebenfalls nicht. Trotzdem betreiben wir all diese Dinge - weil wir sie für unser tägliches Leben haben wollen. Ein Urwald kann übrigens ohnehin nicht einfach wachsen , sondern definiert sich durch seinen historischen Bestand. In Deutschland und weiten Teilen Zentraleuropas gibt es schon seit dem letzten Jahrhundert keine relevanten Urwälder mehr.

und Getreide wächst schlecht, wenn die Hälfte der Sonne in die Anlage geht.

Das Gegenteil ist der Fall. Dazu gern mal hier nachlesen: https://www.dw.com/en/farmers-reap-double-benefits-with-solar-power-in-fields/a-58284134

ich weiß, dass die derzeitige Windenergie Politik schon einige Fledermausarten und Vogelarten gut dezimiert und das wird ja nicht weniger

Ebenfalls richtig. Zumindest Teilrichtig. Wenn uns der Vogelschutz so wichtig ist sollten wir allerdings zunächst sämtliche Katzen töten. Die haben deutlich mehr Kleinstlebewesen auf dem Gewissen als Windkraftanlagen und produzieren dabei nicht mal Strom.

Aber das ist hier auch nicht das Thema, es geht um nachhaltige Mobilität, nicht die Schäden der Erneuerbaren an der Natur und deren Relativierung.

Nun, dann hättest du es wohl nicht in deine Frage mit aufnehmen sollen. So entsteht der Eindruck es ginge dir sehr wohl um das verbreiten von Falschinformation und weniger um die Beantwortung deiner Frage.

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@TheWiseLady

Ich habe nie Falschinformationen verbreitet, du bestätigst ja das meiste. Dein einzelner Versuch bestätigt gar nichts, ist nicht breit genug aufgestellt und gilt auch nicht für jede Pflanzenart, dazu reicht er nicht aus, um den Strombedarf zu decken und kann in Naturschutzgebieten nicht angewandt werden. Außerdem möchte niemand in einer Landschaft leben, die nur aus Solarflächen besteht.

Die Tatsache, dass Katzen und sonst etwas Vögel töten, entwertet nicht das Argument, das Windräder es noch zusätzlich tun, es ist reiner Whataboutismus. Kernkraft tötet keine Vögel, das dazu. Aber btw. ich wäre auch dafür, die Katzenhaltung so weit einzuschränken, dass diese sich in Städten und auf Land nicht jenseits der Gärten herausdürften.

Und ein "Bergwerk" kann z.B. wieder in Wald oder in andere Ökosysteme überführt werden, Tagebau z.B. in einen See, das käme den bedrohten Amphibien, Reptilien und Wasserpflanzen zugute, ebenso sind Urwälder nicht einfach ein fossiles Naturwunder, das weg ist, sondern entstehen, doch dazu muss man ein Gebiet auch mal sich 100 Jahre sich selbst überlassen, das geht schlecht, wenn man es mit Windrädern und Solarpanels planiert.

Ich verwehre mich weiterer Unterstellungen und verweise auf das Thema, wenn der Wille grüne Propaganda hier zu betreiben, derart stark ist, muss ich in Zukunft meine Worte weiser wählen, um nicht von einem derartigen Lager fachfremd genervt zu werden.

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