Was haltet ihr eigentlich von Religionen?

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27 Antworten

Im Grunde ist diese Frage im evolutionsbiologischen (Stichwort: Religiosität) aber auch soziokulturellen (Religion als Institution) Gesamtzugang schon beantwortet: Die beiden Bindungsmomente haben sich – auch bei aller Inflation im Detail (Stichwörter: commissive Macht-, Reputations- und Selbstbereicherungsaspekte) – als sowohl viabel als auch resilient erwiesen. Denn „Unzweifelhaft sind Menschen, um leben zu können, auf Orientierungen dieser Art angewiesen. Die Solidität unserer Alltags weiten, die Verlässlichkeit unserer Erwartungen, elementare Sicherheiten im Urteil darüber, was möglich und was unmöglich sei, sind orientierungsgebunden.“ Besonders in Orientierungskrisen wirkt Religiosität als stabilisierender Faktor. „Es heißt, dass der Glaube, insoweit, ein Medium der Stärkung unserer Wirklichkeitsfähigkeit und Handlungskraft und damit ein Medium der Erhöhung unserer Resignationsresistenz ist“, denn das „Göttliche ist eine Macht im menschlichen Leben“ (Zitatquellen sind bei Bedarf nachreichbar).

Im Grunde müsste der Mensch in seiner kognitiven Entwicklungsspanne heute weiter sein und Religion von seiner Funktion – und noch mehr seinen „Funktionären“ – entbinden können; was aber leider nicht der Fall ist. Die institutionelle Religionseinzirkelung bleibt den Menschen solange „erhalten“, solange es ihm nicht gelingen wird den eigenen biologisch-selbstorganisatorischen Entwurf auf eine neue Entwicklungsebene zu heben – aber wenn dies geschieht wird es vermutlich den Menschen in der jetzigen Formation nicht mehr geben, sondern irgendeinen (virtuellen oder synthetischen) Nachfolger.

Nett gedacht, lieber Beachboy, aber nein:

Als Buddhist bin ich zur Überzeugung gekommen, dass der Mensch eine natürliche Veranlagung mitbringt, seinesgleichen den Schädel einzuschlagen (das gilt übrigens überwiegend für die Männer - für Frauen kaum - die müssen das Gesoxe nämlich auf die Welt bringen....:).

WENN es keine Religionskriege gäbe, gäbe es andere Gründe für Männer, sich gegenseitig umzubringen (...für Frauen auch, aber wiederum weniger...)

Zudem hat Religion mit GLAUBEN zu tun - was eine andere Version des Denkens ist. Und das Denken kann man nunmal nicht verbieten.

Also: Nein, leider nein - Es geht den Menschen im Allgemeinen, den Männern im Besonderen überwiegend um MACHT - und um die zu kriegen, ist die Religion grad recht und billig - aber wenn's die nicht gibt, kommt was anderes her.

Schau' nur mal die schlimmsten Kriege des 20 Jahrhunderts: 1. und 2. Weltkrieg - da ging's i.wstl. GAR NICHT um Religion - denn die sich umbringenden waren im Großen und Ganzen alle Christen (Ausnahme: Ottomanen und japaner)

- und die Russen hatten damals Staatsatheismus verordnet: Also genau was Du andeutest: Religionsverbot!
Das hat sie kein bisschen dran gehindert mit Menschenleben (v.a. denen ihrer eigenen Soldaten) noch nachlässiger umzugehen als Hitler....

Solange die Religion den MENSCHEN in den Mittelpunkt stellt (und nicht Gott) kann sie sogar sehr hilfreich sein! - Das ist leider nur bei den wenigsten R. der Fall...

Kennst du die South-Park-Folge, in der Cartman in die Zukunft reist, wo Religionen abgeschafft sind und sich drei Gruppen von Atheisten bekriegen? ;)

Die positiven Aspekte von Religionen - seien es gemeinnützige Einrichtungen oder einfach, dass der Glaube den Menschen Kraft und Hoffnung schenkt, blendest du völlig aus. Zudem kannst du den Menschen den Glauben nicht verbieten - wenn du es nicht mehr Gott nennst, dann werden sich Menschen irgendwas anderes suchen, woran sie glauben.

Das Phänomen, an dem Du kratzt, ist nicht neu. Allerdings möchte ich einige Dinge dazu ergänzen:

In der vorchristlichen Antike gab es keine Religionskriege. So etwas war außerhalb des polytheistischen Konzepts, es gab ja nur in wenigen hochentwickelten antiken Kulturen das Wort "Religion" in diesem engen, institutionalisierten Rahmen, wie wir ihn heute kennen. Es gab Götter und Tempel und manchmal beschlossen Regionen, neue Götter kennenzulernen und Ihnen Tempel zu errichten. Während der Romanisierung hat das Imperium niemals die Gottheiten der Orte angegriffen, die es zu erobern galt. Es waren klassische Expansionskriege und in vielen Fällen wurden Tempel und Kulte lokaler Gottheiten beibehalten, wobei sie im Laufe der Jahrzehnte mit denen der fortschrittlichen romanischen Kultur verschmolzen.

In der antiken ägyptischen Welt gab es nicht mal ein Wort für "Religion" - die Götter waren derart in das Alltagsleben integriert, dass es einer solchen Definition gar nicht bedurfte. So gab es auch unterschiedliche (in ihren Grundzügen allerdings ähnliche) Schöpfungsmythen, die meist unterschiedliche Gottheiten beinhalteten.

In der aufgeklärten, fortschrittlichen polytheistischen Antike gab es viele Expansionskriege, keine Religionskriege. In dieser Zeit wäre eine so extreme Entwicklung undenkbar.

Heutzutage findest Du außerhalb des autoritären missionarischen Monotheismus' höchstens noch religiöse Kriegsbereitschaft in einigen buddhistischen Sekten, die aber vor allem aus dem Gefühl gespeist wird, "unterdrückt" zu sein.

Das große Problem, das zu der enormen Anzahl an Religionskriegen und Elend und Terror führt, ist in meinen Augen der autoritäre missionarische Monotheismus, der sowohl Christentum als auch Islam immanent ist. Während im Vergleich die Vaterreligion beider, das Judentum, eine vglw. friedliche Historie hat - auch in den aktuellen Konflikten ging es nie um religiöse Expansion, da jene außerhalb der Axiome des Judentums liegt.

Der Monotheismus alleine führt also m.E. nicht zu diesen Effekten - aber wenn ihm der rechthaberische missionarische Gedanke innewohnt, dass ein "Frieden" auf Erden erst dann erreicht ist, wenn alle, die nicht an die eigene Religion glauben, ausgerottet oder bekehrt sind, dann wird es kompliziert. Und das kannst Du über die ganzen letzten Jahrhunderte nachverfolgen, von Kaiser Konstantin an. Und auch wenn der theologische Machtanspruch politisch an die Kette gelegt wurde, so muss man auch heute noch aufpassen.

Ich würde Religionen als Konzepte nicht in der Art verteufeln, aber ich habe berechtigte Vorbehalte gegen jede Form von missionarischem Monotheismus.

Unser religiöses Verständnis wäre heute freilich fortschrittlicher, aufgeklärter und wesentlich toleranter, hätte der Monotheismus den Polytheismus nicht gefressen.

Hallo Beachboy123,

da rund zwei Drittel der Menschheit einer Religion angehören schaffst du das nur, wenn du einen weltweiten Konflikt: Katholiken und Protestanten samt Muslime und Naturreligionen von Atheisten mit den ganzen Anschlägen, die im Namen des Atheismus verübt werden. Findet ihr nicht auch, dass man vor viel Blutbad verwahrt bliebe, wenn es diese Atheisten nie gegeben hätte?

Zicke52 04.07.2016, 13:58

@Nadelwald: Anschläge von Atheisten? Kannst du einige Beispiele nennen?

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Nadelwald75 04.07.2016, 14:19
@Zicke52

Hallo Zicke52,

Oktoberrevolution 1917 in Russland, chinesische Kulturrevolution, nordkoreanisches Regierungssystem, Jack the Ripper, ....

und die weiteren Anschläge von Atheisten, die für die Abschaffung der Religion nach Wunsch des Fragestellers notwendig sind.

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DerBuddha 04.07.2016, 19:40

@Nadelwald75

du solltest dich mal genauer informieren, bevor du lustige dinge schreibst................85 prozent der menschheit glaubt an geistwesen/götter/geistwelten usw......... und mal im ernst, WIE kann es sein, dass diese 85 prozent es nicht schaffen, eine friedliche welt aufzubauen?...............die restlichen 15 prozent sind mit sicherheit NICHT der grund dafür............*g*

zudem mischt du etliche gegenheiten mit in deinen märchenbrei, denn die oktoberrevolution z.b. war dass, was das wort beinhaltet, eine revolution, die alle schichten des volkes beinhaltete und in dieser ging es nicht um den religiösen glauben, sondern um die abschaffung der doppelregierung des zaren und einer übergangsregierung, die aus der "februarrevolution" hervorging........ und das ergebnis war dann, wie der name schon verrät, eine diktatur...........die diktatur des proletariats............was dann jedoch in einen brügerkrieg endete und nur aus dem grund, weil es auch wieder nur um eigene interessen ging........... und an diesen krigen mischten ALLE bevökerungsschichten mit, gläubige und auch ungläubige, weil die gründe und interessen keine religiösen waren............

jack the ripper war ein angehöriger der britischen monarchie und die ist das oberhaupt der englischen staatskirche...........

mao zedong, kulturrevolution, auch hier darf nicht vergessen werden, dass millionen gläubige aller glaubensrichtungen ihre religion "ablegten" und für ihre weltlichen interessen kämpften........ ein denkmal von mao steht NEBEN einer buddhastatue und er wird von millionen in china verehrt, denn ein "nebeneffekt" dieser revolution war ein starkes und mächtiges neues china.........und 1989 wurde er von der gläubigen, westelich welt immerhin zu den wichtigsten 100 menschen im 20. jahrhundert gewählt...........

nordkorea = koreanische christliche vereinigung, koreanische buddhistische vereinigung, koreanischer verband der römischen katholiken und koreanisches leitungskomitee der chondokyo-gläubigen.....zudem garantiert die verfassung im artikel 68 die religionsfreiheit............kim Il-sung wuchs im glauben seiner eltern auf, die protestanten waren und da seine ganze biographie immer verändet, angepasst und verschönt wurde, ist nichts weiter über seine religiösen weltbilder bekannt/vorhanden...........:)

die meisten kriege dieser welt sind immer im namen eines gottes oder glaubens geführt worden, und natürlich sind auch wenige kriege dabei, die einen atheisten als "führer" dabei hatten, fakt bleibt trotzdem, dass der glaube an "überwesen" die menscheit knechtet und behindert...............:)

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Nadelwald75 04.07.2016, 19:53
@DerBuddha

Hallo DerBuddha,

du bist bestimmt  so wendig, dass du gemerkt hast: Meine Antwort war eher provokativ gemeint. Es ist Unsinn, alle Religionen abschaffen zu wollen. Mehr sollte das nicht sein.

Nebenher zur Oktoberrevolution: Nach Marx sollte die Revolution aus einer Hochphase des Kapitalismus entstehen und die Klasse der Arbeiter sollte das bewerkstelligen. Da sie aber aus einer Phase der Zarenherrschaft gestartet wurde, entsprach das nicht der Idee und wurde dann auch nur von einer Gruppe um (den aus der Schweiz importierten) Lenin umgesetzt. Das Volk war überhaupt nicht beteiligt bzw. nur bestimmte Teile.

Aus dieser Phase war dann auch nach Mrax gar kein Übergang zur klassenlosen Gesellschaft möglich und es entwickelte sich statt dessen eben die "Diktatur des Proletariats". Man könnte dann aber eher sagen "Diktatur über das Proletariat". - Vielleicht sagen dir Erscheinungen wie der "Handschuhmacher" etwas, mit dem entsprechende Exzesse charakterisiert werden können.

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Würde es keine Religionen geben, würde man ein anderes Spiel wählen (metaphorisch).

"Das sind wir" und "Das seid ihr" kann man schnell, künstlich erzeugen.

Religionen zu verbieten würde nicht funktionieren. Die Leute würden sich für ihre Religionen einsperren und bestrafen lassen und würden dann als Märtyrer gefeiert werden.

Man sollte die öffentliche Ausübung von Religionen verbieten und die Religionen gänzlich aus der Politik raushalten.

Soll zu Hause jede/r glauben und praktizieren was ihm/ihr Recht ist, aber in der Öffentlichkeit alle anderen damit in Ruhe lassen. Man darf zu Hause auch nackt sein, während das in der Öffentlichkeit verboten ist.

Abahatchi 05.07.2016, 00:30

Man darf zu Hause auch nackt sein, während das in der Öffentlichkeit verboten ist.

Was eigentlich eine Anmaszung ist, schieszlich ist es der natürliche Zustand des Menschen.

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Andrastor 05.07.2016, 06:49
@Abahatchi

Womit du absolut Recht hast. Da sieht man mal was das Christentum aus der Gesellschaft gemacht hat.

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Religionen lassen sich nicht abschaffen oder verbieten.Genausogut könnte man z. B. Autos verbieten weil es dadurch Unfälle gibt.

Religionen entstehen von selbst: Auch Urwaldstämme, die ohne Kontakt zur Zivilisation waren, entwickeln eine Religion. Ich als Christ denke ausserdem dass dies im Menschen so angelegt ist dass er Gott sucht, bewusst oder unbewusst.

Sogar in Nordkorea gibt es Christen, und der Glaube gibt diesen Menschen dort Hoffnung. Albanien war lange atheistisch, und danach haben sich der Islam und auch das Christentum dort (wieder) verbreitet.

Blutbäder entstehen dort, wo Menschen Religion falsch verstehen oder zu Eigenzwecken und als Machtmittel mißbrauchen. Das ist leider die Kehrseite.

Ich persönlich bin dankbar dass ich an einen Gott glauben kann, und meine Religion frei ausüben darf!

Hallo Beachboy123,

Nein, Religion sollten auf gar keinen Fall abgeschafft werden. Was sollte ich als (evangelischer) Christ dann machen ^^. Und vor allem: wie möchtest du sie abschaffen? Sie unter Strafe stellen? Ich denke nicht, dass das funktionieren würde. Bzw. ich weiß, dass es nicht funktionieren würde, denn Gott lässt sich nicht abschaffen.

Weißt du wer Religionen abschaffen wollte: Hitler (Ich weiß, ein etwas häufig benutztes Beispiel). Das er auf grausame Weise Juden ermorden ließ, ist allgemein bekannt. Aber auch Christen lehnte er ab. Er hat sie lediglich geduldet und wollte das Christentum nach seinem "Endsieg" abschaffen. Und das aufgrund ihrer Moralvorstellung, die nicht ganz zu seinem Sozial-darwinistischen Modell des Rassenkampfes passte. 

Außerdem, was genau meinst du denn mit Katholiken gegen Protestanten?       Den 30-Jährigen Krieg? Der liegt nun schon fast 400 Jahre zurück. Und zumindest seit der Moderne gibt es zwischen uns keine gewalttätigen Auseinandersetzungen mehr. Und gegen Debatten hat wohl kaum jemand etwas einzuwenden.

Anschläge sind natürlich abzulehnen. Egal gegen wen oder aus welchen Motiven. Mord ist eine Sünde. Und Anschläge sind Mord. Wenn wir uns alle lediglich an die drei Gebote der Liebe:

Gottesliebe:

"Jesus aber sprach zu ihm: "Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte."" Matthäus 22:37.

Nächstenliebe:

"Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Matthäus 22:39.

und Feindesliebe:

"Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen,[...]"

Matthäus 5:44.

halten würden, dann gäbe es auf der Welt  keine Gewalt mehr.Denn nicht Religion führt zu der ganzen Gewalt, in der wir nun mal Leben, sondern das, was wir allgemein als Sünde bezeichnen, wie zum Beispiel:                                                             

- Hass                                                                                                                     - Lüge, wie klein sie auch scheinen mag                                                             - 

Neid etc.

Ich könnte hier natürlich alle Sünden aufzählen, die mir gerade so einfallen, aber ich glaube, das würde nichts bringen. Das Prinzip sollte verstanden sein.

 Also zu sagen, dass Religionen Auslöser für Gewalt sind trifft nicht zu. Jedenfalls lehnt "meine" Religion Gewalt strikt ab. (Zugegeben, was man sich bei den Kreuzzügen dachte, weiß ich auch nicht genau). Und das du die Gemeinnützigen Einrichtungen außer acht gelassen hat, steht ja schon da. 

Die teilweise vertretene Meinung, Religion wäre überflüssig geworden, seitdem es die

moderne 

Wissenschaft gäbe, finde ich auch nicht gerade einleuchtend. Religion ist nicht dazu da, um mir die Welt zu erklären, sondern um von Gott zu berichten, um Hoffnung zu geben. Diejenigen, die Gott noch nie erlebt haben, weisen Religion zurück, da sie damit nichts anfangen können. Wer es aber ausprobiert und etwas Geduld mitbringt wird sehen, dass es sich lohnt, sein Vertauen auf Gott (Vater, Sohn und heiliger Geist) zu setzen. Das kann ich versprechen.

Ich bin ein Moslem und ich liebe halt meine Religion. Und nein ich bin kein Terrorist, unterstütze NICHT den IS. Kein Moslem unterstützt den IS. Ich kann mir ein Leben ohne Religion einfach nicht vorstellen. Apropos Wissenschaftler, vieles wurde belegt, z.B dass es einen Urknall gab und dadurch das Universum entstanden ist und durch weitere Geschehnisse unsere wunderschöne Erde. Jedoch weiß man nicht wie es zum Urknall gekommen ist, dies wird man auch nie erfahren.

Nur so, die Religion verlässt den Menschen nie. Man ist somit niemals alleine und man bekommt eine bestimmte Kraft, ein Vertrauen das keiner einem so kraftvoll geben kann. In Situationen, wo man nicht aufstehen kann, wo man aufgegeben hat, da denkt man sich, ich bin nicht alleine, Gott steht bei mir, er hilft mir!

Ich bin ein einfacher Moslem, der JEDEN RESPEKTIERT. Egal welche Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Beziehung, Nationalität etc. ! Ich habe selber christliche Freunde usw. Viele benutzen nun den Islam um Gewalt zu zeigen, was einfach falsch ist. Man darf und soll nicht jeden Moslem in einen Topf stecken, sowas ist einfach falsch.

Krieg entstehen nicht durch Religionen ( gab eigentlich kaum Religionskriege)

Die größten Kriege waren hauptsächlich um Macht zu erlangen. Vor allem früher Deutschland mit Hitler und natürlich momentan die USA.

Nur weil Hitler Deutschland früher repräsentiert hat, heißt das nicht, dass alle Deutschen jetzt Nazis sind. Wir alle hassen Hitler, keiner möchte so etwas wieder erleben. Das gleiche ist es bei den Muslimen mit dem Islamischen Staat. Wir hassen den IS so sehr, eventuell sogar noch mehr, wie ihr Hitler hasst.

Meiner Meinung nach ist die Religion nichts schlimmes, ich bin glücklich in Deutschland geboren zu sein, da ich hier meine Religion frei ausüben kann und nein ich zwinge keinen zum Islam zu konvertieren, man sollte dies aus reinem Herzen entscheiden.

Die Religion beantwortet viele Fragen, z.B Warum man lebt, welchen Sinn es hat, was nach dem Tod passiert, Was meine Bestimmung bzw. Aufgabe ist etc.

Diese Fragen werden niemals von der Wissenschaft beantwortet werden können und man möchte ja nicht in einer Ungewissenheit leben.

Wie gesagt: Ich respektiere jedes Individuum, egal welcher Religion er angehört oder überhaupt religös ist. Wir alle sind Menschen und sollten friedlich zusammen leben, sind ja alle Geschwister.

Im Endeffekt sind wir es selbst Schuld, dass es zu Kriegen führt. Welcher Idiot baut eine solch starke Waffe, die die eigene Spezies ausrottet? Wie blöd sind wir? Die Religion ist nicht daran Schuld, wir, die Menschen, ja wir sind Schuld. Wieso bauen wir Atombomben? Wozu? Früher gab es diese Angst nicht, dass in jeder Sekunde eine Bombe schlagen kann.

Kranker Sektenmist. Der Glaube an ein oder mehrere überirdische Wesen ist vollkommen oK, finde ich. Der Mensch braucht  im Leben halt etwas, woran er wirklich glauben und festhalten kann.

Warum?:

Würde die Menschheit sich gegenseitig besser und respektvoller behandeln, statt sich zu  bekriegen, bekämpfen und ständig nicht ständig Überlegenheit der Größe und Macht zu demonstrieren, bräuchten wir keinen Heilsbringer der auf die Menschheit aufpasst und rettet. Retten wovor ist die Frage!!

Leider liegt dem Menschen seit Urzeiten tief vergraben in der Seele eine dunkle Seite, die bei Ausbruch dazu führen kann, das wir uns alle gegenseitig vernichten. Und wenn nicht gegenseitig, dann den Raum, in dem wir Leben. Warum? Profit und Geld und Machtgier!

Wir sind halt eben doch nur geistig höher entwickelte primitive Affen. Aus dem Grund ist es nötig, das uns jemand führt, der einen besseren Weg kennt.

Ich denke nicht, dass Religionen so viel damit zu tun haben. Würden Menschen sich nicht auf die Kriege einigen und sich durchführen, wäre es letztendlich vollkommen irrelevant wem oder was man angehört.

Das ist das gleiche wie mit Schusswaffen. Die Waffen machen nicht Schaden, sondern der Mensch dahinter.

Religion war der Versuch Fragen zu beantworten auf die man damals keine Antworten finden konnte - mittlerweile schließt Religion vor allem aus. Sie verbietet und teilt manchmal sogar Familien. Ich glaube man ist heutzutage besser ohne sie dran. Ich brauche jedenfalls keine Bibel um zu wissen woher die Menschen kommen, keinen Koran um verantwortungsvoll mit meiner Sexualität umzugehen und keine Sutras um zu vergeben. Ich hoffe inständig dass die Mehrheit der Bevölkerung die Religionen irgendwann hinter sich lassen kann.

Ich halte nichts von Religionen. Überhaupt nichts. Es gibt keinerlei Anzeichen, daß irgendein Gott existiert. Dennoch wird er (welcher auch immer) ständig benutzt um Schlechtes zu rechtfertigen. Da muss man gar nicht erst bei Kriegen und Anschlägen ansetzten. Das fängt schon in den Familien an. Das Schlechte, welches Religionen anrichten, lässt sich ohne nicht so einfach erreichen. Man kann den schwulen Sohn viel leichter vom Hof jagen, wenn man einen Gott auf seiner Seite hat.

Man kann dies auch nicht damit relativieren, daß Religion auch Gutes tun. Denn alles Gute, welches Religionen tun (und die Liste ist ja überschaubar), lässt sich auch ohne Religionen bewerkstelligen. Dies wird Tag für Tag millionenfach bewiesen.

Religion stellt den Trockennasenaffen Mensch auf ein Podest, auf das er nicht gehört. Und Hochmut führt immer zu Ärger. Ja, der Mensch hat ein Problem mit seiner Unwichtigkeit und seiner Endlichkeit. Religion gibt Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Aber es ist eine verlogene Hoffnung. Je mehr Menschen erkennen, daß da nichts mehr kommt, desto besser wird es uns gehen.

Religion lässt gute Menschen Schlechtes tun. Nicht andersherum.


Man kann Religionen nicht einfach abschaffen. Es wird immer Eltern geben, die ihre Kinder indoktrinieren, so lange es Gläubige gibt. Was wir tun können, ist für mehr Bildung zu sorgen. Je mehr richtige Erklärungen man hat, desto weniger braucht man die Scheinerklärungen in den heiligen Büchern, die im Prinzip nur unbelegte Behauptungen sind. 
Bildung kann helfen, Glauben durch Wissen zu ersetzen. 

Es gibt zum Beispiel immer noch viele Menschen, die an die Schöpfungsgeschichte glauben und die Evolutionstheorie, die sie ablehnen, nicht einmal verstanden haben. Es ist ja eine Sache, wenn sich jemand dafür entscheidet, die Evolutionstheorie abzulehnen Eine Andere Sache ist es, wenn jemand gar nicht alle Informationen hat, um diese Entscheidung gewissenhaft zu treffen, weil er die Theorie nicht kennt. So kann keine gewissenhafte Entscheidung zu Stande kommen.
Ich finde es bedauernswert, dass es immer noch Schulen und Eltern gibt, die den Kindern solche Informationen vorenthalten oder vorenthalten wollen. Das ist Indoktrinierung. Man filtert die Informationen, die der Indoktrinierte bekommt so, dass nur die durch kommen, die dem Glaubensinhalt entsprechen. Gleichzeitig bekommt der Indoktrinierte manipulierte Informationen, zum Beispiel werden ihm unbelegte Behauptungen als Wahrheit verkauft. Umgangssprachlich nennt man das Gehirnwäsche. 

Derartiger Glaube ist für gewöhnlich selbstimmunisierend. Das bedeutet, dass er sich selbst gegen jedweder Kritik abschirmt. Kritik wird dann ignoriert.

Heraus kommen Personen, die nicht in der Lage sind, das Geglaubte zu hinterfragen.

Das macht es so schwer, Aberglauben aus der Welt zu schaffen, denn verbieten lässt er sich nicht.

Auch eine religionsfreie Welt wäre nicht friedlich, denn Menschen als Spezies sind nicht friedlich. 
Sie hätten ohne Religion aber einen Grund weniger, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und die Religion könnte nicht mehr als Vorwand dienen für die gewaltsame Durchsetzung eigener Interessen.

Religionen haben im Normalfall nichts mit Kriegen zu tun. !

Anscheinend haben das einige immer noch nicht verstanden.

Wenn ein Krieg "im Namen Gottes" geführt wird, benutzen diese Menschen das als Deckmantel um ihre Taten rechtfertigen zu können und nicht vollkommen wie "Wilde Tiere" dazustehen. (Existieren immer Ausnahmen)

Wenn ein Krieg geführt wird, geht es immer um politische Ziele oder Macht. 

Hier wird komplett ausgeblendet das Religion an sich eine durchaus positive Sache ist und die Gemeinnützigkeit ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft ist.

Natürlich gibt es einige kritische Aspekte, in der Lehre jeweiliger Religionen die man beachten und nicht vergessen sollte. (Ablehnung von Kondomen bei Katholiken, Ablehnung von Homosexuellen, die Einschränkung von Persönlicher Freiheit beim Islam usw) 

Dafür gibt es aber unser deutsches Gesetz, das genau deshalb über der Religion steht und eingreifen kann.

Meistens sind diese Punkte jedoch persönliche und vor allem private Dinge (Kopftuch tragen ect.) und sind eine bewusste Entscheidung der jeweiligen Person. Und wenn einem das nicht gefällt, ist das beileibe nicht das Problem des Betroffenen.

Abschaffen kannst du Religionen nicht, weil diese ein viel zu fester Bestandteil von uns Menschen ist. Es wird immer Menschen geben, die sich danach richten werden. Es ist unmöglich das zu verhindern. Immerhin sind offiziell noch über 5 Milliarden Menschen gläubig. 

(2 Milliarden Christentum, 1,5 Milliarden Islam, 500 Millionen Buddhismus, c.a 1 Milliarde Hinduismus, Naturreligionen, Judentum uvm) 

Erzähl denen mal bitte, das Religion nun nicht mehr existent ist. Völlig unrealistisch. 

Außerdem war die Religion in den letzten 1000-1500 Jahren ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Entwicklung. Ob das nun gute Beiträge waren, oder nicht sei mal dahin gestellt.

Aber ich glaube nicht, das wir hier in Europa bereits so weit wären, wie wir heute sind, wenn es die Religion nicht gegeben hätte. Den wozu eine Aufklärungszeit hier in Europa, wenn es nichts "aufzuklären" gibt ? ;)


bluestyler 04.07.2016, 13:41

Sehr gute Antwort :)

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Konstamoc 04.07.2016, 14:30


Religionen haben im Normalfall nichts mit Kriegen zu tun. !

Doch Religionen haben sehr wohl eine ganze Menge mit Krieg zu tun.


Zu allen Zeiten der Menschheit wurden Religionen dazu benutzt um Menschen gefühgig zu machen, um die Ziele von den Menschen zu erreichen die sich diese Religionen ausgedacht haben.


Aus diesem Grund stehen in den meisten "Glaubensbüchern" auch Passagen die zu Krieg und zum Morden aufrufen.

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Aber zuerst muss man sich überhaupt fragen , warum führen Menschen überhaupt Krieg?

Die antwort darauf ist relativ Simpel , weil Menschen seit jeh her die Angst haben , dass das was an Rescourcen da ist nicht für die eigene Bevölkerung ausreicht.

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Was sind die möglichkeiten die man hat Menschen zu einem Krieg zu bewegen ?

Man macht ihnen klar aus welchem Grund man das haben will was jemand anders hat und hofft , dass die Menschen die man dazu bringen will das zu machen was man selbst erreichen will in breiter mehrheit zustimmen.

Leider gibt es bei dieser Art von überzeugung ein relativ großes problem!

In den meisten fällen ist die Angst "zu kurz zu kommen" nicht ausreichend um einen Menschen dazu zu bewegen für einen zu sterben.


Was ist also der nächste Logische schritt ?

Man denkt sich gründe aus um die Bevölkerung hinter einem zu versammeln um diese zu nutzen um einen Krieg zu führen um seine Ziele zu erreichen!

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In Zeiten wo Menschen noch ziemlich Primitiv gedacht haben , hat es ausgereicht , wenn man ein halbwegs schlüssiges Märchen erzählt hat was augenscheinlich revolutionäre antworten auf fragen hatte die diese Primitiven Menschen zu diesem Zeitpunkt nicht hinterfragen wollten oder konnten.

Z.b. Gibt es ein Leben nach dem Tot ?

Die antwort eines Menschen der Krieg führen will darauf:

Ja gibt es, aber du wirst es nur erlangen wenn du genau das tust was der Gott der zu mir spricht verlangt.


Die Angst davor , dass man nach dem Leben einfach nur ungewissheit hat und vllt sogar dafür bestraft wird , dass man an einem bestimmten Punkt im Leben nicht auf etwas eingegangen ist was von einem verlangt wurde ist seht tief in der Menschlichen Psyche verankert.


Es mag zwar irrational klingen , aber schon alleine dieser Gedanke reicht dazu aus damit sich heutzutage Menschen in die Luft sprengen und damit andere Menschen verletzen und töten nur um danach ein schönes Leben im Paradies zu haben!


Jemand der einen Selbstmord anschlag begeht ist danach nicht weiter als eine Fütze von Blut und Eingeweiden und wird nichts von den eigentlichen Zielen aus denen dieser Krieg geführt wird profitieren!

Dieser Mensch ist danach einfach tot und nicht mehr existent.

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Der große vorteil für Menschen die Krieg führen wollen liegt darin , dass durch Religiöse-indoktrienirung andere Menschen sehr schnell und sehr leicht dazu gebracht werden können komplett irrational und schreckliche dinge zu tun , die sie niemals einfach nur aus der Angst davor "zu kurz zu kommen" passieren können.


Halten wir fest , dass die Angst davor nicht ausreichend Ressorcen zur verfügung zu haben meist nicht ausreicht um Menschen dazu zu bringen alles zu tun was man von ihnen verlang.

Die Angst allerdings , dass man zb. nach dem Tode einfach verschwindet und nicht ins Paradis kommt oder vllt sogar noch dafür nach dem Tode leiden muss hat und wird seit jeh her von Religionen ausgenutzt um ungebildete und einfälltige Menschen für ihre Ziele zu missbrauchen.


Also kann man ganz klar sagen , dass Religionen früher und heute dazu eingesetzt werden um ungebildete und verzweifelte Menschen so zu steuern wie es einem beliebt und diese zu extremen Taten zwingen.


Von daher nochmals Religionen hatten schon immer eine dichte verwurzlung zum Krieg und wurden seit jeh her dafür benutzt oder gar nur aus diesem Grund überhaupt erst erfunden.



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AaronMose3 04.07.2016, 15:00

Ja, ok. Darauf werde ich jetzt nicht näher eingehen.

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Mark1616 04.07.2016, 15:34

Abschaffen kannst du Religionen nicht, weil diese ein viel zu fester Bestandteil von uns Menschen ist. Es wird immer Menschen geben, die sich danach richten werden. Es ist unmöglich das zu verhindern. Immerhin sind offiziell noch über 5 Milliarden Menschen gläubig.

Doch, das kannst du. Die Statistiken sprechen hier für sich. Wenn die Menschen gebildeter werden erkennen immer mehr was Religion wirklich ist. Leider bilden sich in solchen Situationen oft genug "Sekundärreligionen", wie z.B. der Glaube an irgendwelche Verschwörungstheorien heraus.

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AaronMose3 04.07.2016, 16:07
@Mark1616
Doch, das kannst du

Kann man nicht. Niemand ist dazu in der Lage Religion "abzuschaffen". Den damit wäre gemeint, zu sagen, dass es ab jetzt keine Religion mehr gibt. Das geht nicht.

Wovon du sprichst ist, das immer Menschen der Religion den Rücken kehren, weil Sie keinen Sinn mehr darin sehen diese weiter zu verfolgen. 

Das sind zwei verschiedene Dinge.

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Ich halte nicht so viel von Religionen. Mit den meisten von ihnen kann ich aber halbwegs sozusagen in friedlicher Koexistenz leben.

Eine Ausnahme bildet der Islam, wenn er denn fundamentalistisch ausgelegt wird. Das Gottesbild von Allah kann ich einfach nur ablehnen, zumindest dann, wenn es von den Gläubigen auch noch betrachtet wird, wie es bei fundamentalistischen Sunniten üblich ist.

Einen Islam wie er von einigen Reformern propagiert wird, (etwa Mouhanad Khorchide) kann ich akzeptieren.

Gegenfrage : Was hälst du denn von den unterschiedlichen Menschen? In deinem Sinne gefragt : Wäre es nicht besser, wenn es sie nie gegeben hätte ?? Ergo : Wäre es nicht besser, wenn es dich nie gegeben hätte ???? So bewahrheitet sich der Spruch : Mit dem Maß, mit dem du mißt, wirst auch du gemeßen !!

die sind eine gute stütze, wenn einem die eigene kraft fehlt, sich durch sein leben zu "wurschteln".

religionen sind die märchen für leichgläubige menschen, die sich gerne knechten, bevormunden und die kohle aus der tasche ziehen lassen............. religionen sind nur dazu da, um menschen zu neeinflussen, macht und reichtum anzuhäufen und die massen zu kontrollen............. sie sind als völlig überflüssig und ich behaupte mal:

in dem moment, wo der mensch sich aller religionen entledigt, hat er die nächste geistige entwicklungsstufe erreicht, denn die erkenntnis, dass das leben einmalig ist dass man schützen muss, dass es keine belohnung nach dem endgültigen tod gibt, dass der geist und die entwicklung jedes menschen wirklich frei und ohne religiöse zwänge erfolgen kann, bedeutet eine wirkliche "erluchtung"................

was da dann alles möglich wäre.....................:)

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