Was haltet ihr davon wenn man ein behindertes Kind abtreibt?

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22 Antworten

Ich finde es nicht richtig. Meistens haben behinderte Kinder dieselbe Lebensfreude, wie nichtbehinderte. Es sind die Eltern, die es sich leicht machen, ohne zu ahnen, welche Liebe und Dankbarkeit, ihnen auch oder sogar speziell ein behindertes Kind schenken kann und wie sehr es ihr Leben bereichern würde.

Das Kind hat es verdient zu leben. Es lebt zwar im Körper der Mutter, aber es hat eigene Rechte und die Mutter trägt die Verantwortung dafür.

Ich kenne wunderbare, behinderte Menschen. Mir kommen die Tränen, wenn ich mir vorstelle, die eigene Mutter hätte sich gegen sie entschieden.

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Hallo

Bist Du denn selbst schwanger oder ist das eine allgemeine Frage?

Ich habe durchaus Verständnis für Personen, welche sich für eine Abtreibung bei Behinderung entscheiden. Beim Down-Syndrom entscheiden sich beispielweise 90% der Frauen für eine Abtreibung.

Jeder muss selbst wissen, was man tun möchte. Es gibt natürlich unterschiedliche Behinderungen. Sind sie sehr schwer, kann ein Kind lebenslang auf Hilfe angewiesen sein, kann die Eltern körperlich und finanziell belasten, die Ehe kann daran scheitern (oder aber auch noch mehr zusammenbinden), führt zu zusätzlichen Einschränkungen etc.

Ich wünsche alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

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Kommentar von 1thankful
05.11.2016, 09:48

Nein das ist eine allgemeine Frage! :) Danke für die Antwort.

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Das ist eine Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt. Man kann nicht mit gut oder schlecht antworten. Hinter einer solchen Entscheidung stecken viele Gedanken, Ängste, Wünsche etc. pp.. Jeder, der eine solche Entscheidung zu fällen hat, befindet sich ohne Zweifel in einem absoluten Gewissenskonflikt. Außerdem spielt es auch eine große Rolle, um welche Art von Behinderung es sich handelt. Manchmal ist eine Abtreibung für alle Beteiligten - auch für das Ungeborene - die einzig richtige Entscheidung.

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Ich denke das ist letztlich immer die Entscheidung der Betroffenen - insbesondere der Frau. Ein Kind auziehen ist niemals einfach, schon die normalen Belastungen vom Babyalter bis zum Teenage sind massiv. Dass man die zusätzlichen Belastungen nicht zu ertragen könen glaubt ist für mich nachvollziehbar. Insbesondere wenn bei schweren Missbildungen ohnehin nur von einem kurzen Leben auszugehen ist. 

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Ich glaube dass das eine der schwersten Entscheidungen ist, die eine Frau zu treffen hat. Es könnte sich um eine Behinderung handeln, die eine besondere Herausforderung für die Eltern darstellt, mit der sie nicht fertig werden könnten. Oder die Behinderung ist derart schwer, dass es selbst für das Kind besser ist, damit nicht leben zu müssen. Egal um welche Art von Behinderung es sich handelt. Auch ein behindertes Kind ist Leben und die Entscheidung darüber zu treffen, ob man ihm das Leben lässt, oder es ihm nimmt, eine solche Entscheidung möchte ich niemals treffen müssen. Es entsteht ein Gewissenskonflikt den man keiner Frau abnehemn kann. Vielleicht später Schuldgefühle weil man sich für eine Abteibung entschieden hat.

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Das ist genauso schlimm wie wenn man ein gesundes Kind abtreibt.

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Das kann man nicht so ohne weiteres beantworten.

Wenn der Gynäkologe schon bei den ersten Ultraschalluntersuchungen feststellt, dieses Kind hat einen Herzfehler, es sind nicht alle Extremitäten angelegt, dieses Kind hat mit Sicherheit ein ausgeprägtes Down-Syndrom (Sorry, sagt man ja nicht mehr), dann müssen das die Eltern und vor allem die Mütter entscheiden, ob sie damit und vor allem das Kind leben wollen und können.

Es gibt Fehlbildungen, wo man schon sehr früh sagen kann: Dieses Kind muss vielen Operationen unterzogen werden. Will man das wirklich seinem Kind antun?

Das muss jeder selbst für sich entscheiden. lg Lilo

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Kommentar von Herb3472
04.11.2016, 09:08

Wieso sagt man nicht mehr "Down-Syndrom"? Was sagt man stattdessen?

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Es ist natürlich ganz deine Entscheidung. Ich würde es persönlich nicht machen. Wenn du ein "normales" Kind und eine behindertes Kind hättest, würdest du es doch bestimmt genauso lieb haben wie das nicht behinderte Kind oder ? Natürlich wenn du dich dann nicht um dein Kind kümmern kannst und zu wenig zeit für es hast würde ich darüber überlegen, aber für mich käme es nicht in Frage.

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Ich finde es ehrlich gesagt nicht all zu schlimm, weil das Kind es vielleicht dann einfacher hat, jedoch sollte man darauf achten, wie stark behindert es sein wird. Aber es ist nun mal oft so, dass normale Kinder nicht mit Kindern mit Behinderung spielen wollen :(

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Kommentar von gutefrage2311
03.11.2016, 14:18

Stimmt nicht, meine Tochter hatte zu Kindergartenzeit einen besten Freund, der saß im Rollstuhl. Es kommt auf die Erziehung der Kinder an.

Meine Kinder geben jedem Menschen die Hand, Farbe egal, art der Fortbewegung egal. 

Dennoch wissen Sie worauf Sie zu achten haben ;).

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Kommt drauf an wenn die Eltern große brobleme dadurch im leben bekommen oder jetzt schon wissen das sie die erziehung nicht packen wäre das eine Option andernfalls definitiv nein!

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An sich finde ich das sehr vernünftig und würde sagen, dass ich das auch so entscheiden würde.
aber da ich nie selbst in der situation gesteckt habe, kann ich das nicht sicher vorraussagen.

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Kommt auf den Grad und die Lebensqualität an, wenn das Kind ansich ohnehin nicht in der Lage wäre die Umwelt als diese Wahrzunehmen und Geistig wirklich immer abhängig von anderen Menschen oder gar von Maschinen, kann ich es in einer Gewissen Art und weise verstehen.

Mann will das Kind ja groß ziehen um es in die Selbständigkeit zu entlassen. Vor allem sollte man sich im klaren sein, das man sein Leben lang Eltern bleibt, ich finde schon das es einen Gewaltigen unterschied macht, sein Leben völlig aufzugeben um sein Kind groß zu ziehen, welches man Wahrscheinlich noch überlebt, oder aber dem ganzen zu Entgehen und dem Kind das nicht anzutun.

Wenn da "nur" ein Arm fehlt um es mal trocken auszudrücken, wäre ich total dagegen.

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Kommentar von LiselotteHerz
03.11.2016, 14:33

Ich habe gerade gestern beim Einkaufen eine Mutter mit ihrer Tochter vor mir an der Kasse gesehen. Die Mutter war bestimmt schon an die 60, die Tochter geschätzte 40. Ein ewiges Kind, was niemals allein leben kann, eine äußerst stark ausgeprägte Trisomie 21. Zur Selbständigkeit erziehen kann man in solchen Fällen vergessen. Diese Frau (also die 40jährige) konnte sich nicht artikulieren wie wir, bekam wie ein kleines Kind gesagt "Leg das jetzt auf das Band", "Komm, wir gehen jetzt nach vorn" und dann sind sie Hand in Hand aus dem Geschäft raus.

Meinst Du nicht, dass diese Eltern sich mit Sorge fragen: Was wird aus meiner Tochter, wenn ich sterbe? Diese Mutter liebt ihre Tochter bestimmt, aber es ist eben ewig ein Kind.

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Hallo,

das muss jede Frau für sich selber entscheiden.

Denn ein behindertes Kind ist nun mal je nach Behinderungsgrad eine "Belastung" für das gesamte Leben und die Zukunft.

Es gibt auch Behinderungen die man nicht erkennen kann und in meinem Bekanntenkreis ist ein schwerautistisches Kind - schon ab Geburt. Daran gehen oft Beziehungen kaputt und rate mal, wer dann in 99% aller Fälle mit dem Kind allein gelassen wird.

Es ist immer eine sehr schwere Entscheidung,die wohl niemand leichtfertig trifft.

LG

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Kommentar von LiselotteHerz
03.11.2016, 14:43

Eine Freundin von mir hat ein autistisches Kind, das war eine ständige Herausforderung, er lebt jetzt seit seinem 18. Lebensjahr in einem Heim, weil diese ständige Belastung fast die Familie zerbrochen hätte. Bei ihm war das auch besonders stark ausgeprägt, man durfte ihn nie anfassen, er hat so gut wie nicht kommuniziert, selbst ein gemeinsamer Urlaub war wohl eher eine Strapaze für alle als eine Erholung. Und das kann einem, das stimmt, niemand voraussagen, das kann jedem passieren, dass er ein Kind auf die Welt bringt, was diese besondere "Behinderung" hat.

Wobei sich der Betroffene wahrscheinlich gar nicht so fühlt, wir empfinden das aber so.

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Kommentar von philschmid
04.11.2016, 09:08

Wieso soll das lediglich die Frau entscheiden. Der Mann hat hier genauso viel mitzureden!

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Kommentar von wurstbemmchen
04.11.2016, 09:33

Weil das einzig und allein die Frau entscheidet, ob sie ein Kind austrägt oder nicht.

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Schon die Tests dazu finde ich mehr als unmoralisch und dann liefern die Ergebnisse nicht Fakten sondern Wahrscheinlichkeiten... schlimm. Jemanden, der so etwas tut, könnte ich nicht akzeptieren.

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Kommentar von conelke
04.11.2016, 15:51

Ohne Deine Meinung in Frage zu stellen oder zu verurteilen, hätte ich dennoch gerne gewusst, wie Du als werdende Mutter entscheiden würdest, wenn Dir ein Arzt mit 99%iger Sicherheit attestieren könnte, dass das Kind, das Du in Dir tragen würdest, hochgradig behindert wäre - wie auch immer diese Behinderung aussehen mag...

Für Dich als Mutter, würde es bedeuten, dass Du 24 Stunden rund um Betreuung an 365 Tagen im Jahr zu stemmen hast - ohne dass Dir das Kind vielleicht ein Lächeln schenkt, Dir das Gefühl gibt Dich zu lieben etc.., Du könntest keiner Arbeit nachgehen und auch sonst hättest Du abgesehen von wenigen Stunden, in denen Du die Betreuung in andere Hände gibst, keine Zeit für Dich.

Ich könnte keiner Frau einen Vorwurf machen, wenn sie dann den Entschluss fassen würde, sich gegen das Kind zu entscheiden. Vielleicht ist diese Entscheidung sogar nicht einmal aus Egoismus geboren, sondern einfach aufgrund der Tatsache, dass dieses Kind nicht menschwürdig leben könnte.

Würdest Du eine solche Frau tatsächlich verurteilen?

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Meiner Meinung nach ist das Mord.

Stell dir vor, du hast ein Kind, welches 12 Jahre alt ist und plötzlich durch einen Unfall o.ä. behindert wird. Dann darf man das Kind auch nicht töten.

Ich finde es gefährlich, so zu "selektieren". Erinnert euch daran, was passiert ist, als in der NS-Zeit behinderte Menschen als unwertes Leben wahrgenommen wurden.

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Wenn man der Meinung ist, das Kind sollte abgetrieben werden, sagt ihr damit, dass ein behindertes Kind kein Recht zu leben hat. Sagt das mal einem behinderten Kind ins Gesicht. Und ich dachte, wir hätten was gelernt nach dem Mist mit dem 3. Reich!

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Kommentar von kuechentiger
03.11.2016, 14:22

Das Totschlagargument, das passt ja immer....

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Das muss man von Fall zu Fall abwägen.

Ich bin im Grunde immer für das Leben, aber ich kann auch Eltern verstehen, die ein schwer behindertes Kind nicht zur Welt kommen lassen wollen.

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Kommentar von vafreak2
03.11.2016, 16:46

Ich stimme dir zu.

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Also Abtreibung ist fuer mich immer Mord, obwohl ich es bei anderen nachvollziehen kann. Und wenn man sich nicht um ein behindertes Kind kuemmern kann und es ihm schlecht gehen wuerde ... wieso soll das so verwerflich sein? Allerdings, wenn man sich ein Kind wuenscht und es nicht haben will, weil es behindert ist, finde ich diesen Menschen nunr noch verachtenswert

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Kommentar von LiselotteHerz
03.11.2016, 14:45

Das kann man so nicht sagen. Hast Du schon mal ein Kind gesehen, was Trisomie 21 an hat, dauerhaft in einem Rollstuhl sitzt, sich nicht richtig mitteilen kann und dem man mit 16 Jahren noch Windeln (wahrscheinlich sein Leben lang) anlegen muss? Ich schon!

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Totaler Schwachsinn... ein Angriff auf die Würde des Menschen.

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Kommentar von vafreak2
03.11.2016, 14:09

Aber eskommt immer darauf an, wie behindert das Kind ist das habe ich vergessen...

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Kommentar von kuechentiger
03.11.2016, 14:20

Das kann man auch umgekehrt sehen - da wird eher ein Schuh draus

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Kommentar von LiselotteHerz
03.11.2016, 14:24

Du hast keine Ahnung - es gibt Behinderungen und Missbildungen, wo bereits der Säugling mehrmals operiert werden muss.

Beispiele: Kein Darmausgang angelegt ist, Gehirnoperationen wegen schwerer Missbildungen, schwere Herzfehler (da liegt dann Dein Säugling ewig blau verfärbt in einem Sauerstoffzelt), man kann ohne Extremitäten geboren werden .... Wo bleibt da die Würde dieses Kindes, was gerade erst auf die Welt gekommen ist und die Eltern mehr oder weniger gesagt bekommen, dass dieses Kind den Großteil seiner Kindheit in einem Krankenhaus verbringen muss. 

Es gibt noch weit Schlimmeres als z.B. Trisomie 21, falls Du daran gedacht hast (falls Du Dir überhaupt Gedanken gemacht haben solltest)

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Es gibt auch Menschen die nicht-behinderte Kinder abtreiben, auch umstritten, prinzipiell finde ich es aber nicht verwerflich wenn mans nicht gerade im 7. monat erst macht

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