Was haltet ihr davon, dass Uli Hoeneß, bereits nach 21 Monaten anstatt 42 Monaten Haft, entlassen wird?

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Das Ergebnis besteht aus 4 Abstimmungen

Er soll wie die anderen, genauso lange einsitzen! 50%
Mir doch egal... 25%
Er hat gutes getan, er sollte aufjedenfall entlassen werden! 25%

9 Antworten

Die Entlassung nach der Hälfte ist vollkommen normal und deckt sich mit deutschem Recht (STGB § 57 Abs. 2).

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__57.html

Die vorzeitige Entlassung auf Bewährung ist eine Maßnahme zur Resozialisierung. Die Resozialisierung ist ein maßgeblicher Eckpfeiler unseres Strafvollzugssystems. 

Die Auswahlmöglichkeiten geben die wahren Hintergründe nicht wieder. Daher werde ich an der Abstimmung auch nicht teilnehmen.

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Nun, das zuständige Gericht mag es anders sehen, aber ich halte die Voraussetzungen des § 57 Abs 2 für nicht gegeben. Ein beanstandungsfreier Vollzugsverlauf z. B. reicht dafür nicht aus.

Man weiß aber nie so genau was bereits im Vorfeld auch während des Prozesses und danach so inoffiziell gelaufen ist.

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Hoeneß passiert genau das, was vielen Strafgefangenen auch passiert - sie werden bei guter Prognose vorzeitig entlassen.

Der Unterschied zwischen all den anderen Strafgefangenen und Hoeneß ist nur, dass Hoeneß ein Promi ist, die anderen eben nicht. Ob jemand vor seiner Tat Gutes gemacht hat oder nicht, ist egal. Es zählt nur wie er sich während der Haft führt und wie seine Prognose ist.

Bei all den anderen vorzeitig Entlassenen regt sich niemand auf, warum denn bei Hoeneß?

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Kommentar von FachGoldAnwalt
18.01.2016, 22:55

Weil er während seiner Haft schon bevorzugt wurde.

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Kommentar von Dommie1306
19.01.2016, 16:06

Quasi ein "Promimalus"... aber ja, hast Recht, wie immer...

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Er soll wie die anderen, genauso lange einsitzen!

Hallo,

deine Antworten sind nicht vollumfänglich:

Er soll wie die anderen behandelt werden - genau das passiert hier.

Hoeneß ist ein Ersttäter. Bei diesen ist es Usus, bei guter Führung und einer positiven Prognose (also bei keiner zu erwartenden weiteren Straftat) die Gefängnisstrafe in eine Halbstrafe umzuwandeln.

Ich persönlich bin kein Freund von Hoeneß, ich hab mit dem FC Bayern nichts am Hut und bin der Meinung, dass wir nicht mehr in den Zeiten des Ablasshandels leben, so dass ein Steuerhinterzieher sich "freikaufen" kann, wenn er nur genügend soziale Projekte unterstützt.... dennoch ist das Vorgehen der Justiz im Fall Hoeneß genau so, wie es das Gesetz vorschreibt und wie es auch zig anderen Täter ermöglicht wird.

Daher ist für mich das einzig richtige, dass er nun auf Halbstrafe entlassen wird. Alles andere wäre eine Ungleichbehandlung zum Nachteil Hoeneß's

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Er hat die gleichen Rechte wie andere Strafhäftlinge auch. Also kann er beim erstmaligen Vollzug einer Freiheitsstrafe nach der Hälfte seiner Gesamtstrafe entlassen werden.

Natürlich wurde er die ganze Zeit bevorzugt behandelt. Das ist nicht in Ordnung.

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Kommentar von Interesierter
19.01.2016, 23:24

Natürlich wurde er die ganze Zeit bevorzugt behandelt. Das ist nicht in Ordnung.

Kannst du das irgendwie belegen? Wenn ja, dann bitte ich darum. Wenn nicht, solltest du solche Behauptungen nicht in die Welt setzen!

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Ist eigentlich ok...
Er hat ein gutes Führungszeugnis und hat nicht gegen die Regeln verstoßen, er hat Steuern hinterzogen, ja das war falsch, aber er hat ja niemanden getötet oder so.
Er ist auf dem Weg der Besserung und engagiert sich auch!
Er hat es verdient früher aus dem Knast zu kommen, bin kein Bayern Fan oder so, aber man muss auch fair bleiben...

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Er hat gutes getan, er sollte aufjedenfall entlassen werden!

der hätte erst gar nicht eingesperrt werden sollen ---- ich versteh noch immer nicht warum der depp das zugegeben hat.  hätten die ohne seine mithilfe den was anhängen wollen, hätten die nicht 1/10-tel rausgefunden und dazu noch 2 Jahre gebraucht.  Ich denk er wollte sogar eingesperrt werden ... anders kann ich mir das doofe Verhalten bei Steuerhinterziehung mit Selbstanzeige nicht erklären.

Ich an seiner Stelle (wenn eben vorher hinterzogen) hätte da nichts selbst zugegeben, sondern die Steuerfahnder suchen lassen und mich dann ganz normal für das was sie gefunden haben verantworten und nicht für mehr.  Oft kann man bei so hohen Summen sogar noch mit dem Finanzamt "verhandeln" und man wird gar nicht angezeigt. Ich kenne das aus einem Fall wo jemand angeblich 160,000 Euro dem Finanzamt hinterzogen hat, denen fehlten aber noch die genauen Nachweise. Gegen ca. 30,000 Euro hat das Finanzamt Angeboten das Verfahren ohne weitere Nachforschungen einzustellen.

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Kommentar von AalFred2
19.01.2016, 09:13

Das, was in seiner fehlerhaften Selbstanzeige stand, war völlig ausreichend für die Gefägnisstrafe.

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Ich finde es nicht gerecht anhand des Steuerbetruges den er begangen hat aber was soll man machen?!

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Kommentar von winstoner14
18.01.2016, 20:11

Die Staatsanwaltschaft überlegt Beschwerde, gegen den Beschluss, des Landgericht Augsburg einzulegen

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