Was haltet ihr davon, dass Österreich in Zukunft ein Teil Deutschlands werden würde?

31 Antworten

Von der Etsch bis an den Belt?

Das sind vergangene Träumereien, die niemand mehr braucht.

Jedes Land in seinen heutigen Grenzen ist ein politisches Gebilde.

So war es auch früher schon, dir ist sicherlich die Geschichte bekannt.

Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, aktuell bestehende und anerkannte Länder zu fusionieren. Weder gewollt, noch ungewollt.

Dazu kann man viel schreiben. Aber erst einmal zu dem "Deutschland über alles". Hoffmann von Fallersleben hat den Text so verfasst um seine Verehrung aus zu drücken und nicht um einen Herrschaftsanspruch daraus abzuleiten. Da sich aber die deutsche Sprache geändert hat, ist der ursprüngliche Sinn nicht jedem bekannt.

Weiter: Herr Kurz wird sein Land sicher vor dem Fehler sich mit Deutschland zu vereinen, beschützen. Er nimmt ja seinen Eid ernst, was man von der deutschen Führungsrige nicht immer behaupten kann, die schon lange keinen "Schaden vom deutschen Volk" mehr abwendet.

Außerdem glaube ich nicht, dass man viele Österreicher für die Idee erwärmen könnte. Den Österreicher geht es gut, sie haben gar kein Interesse daran sich die Zukunftsprobleme Deutschlands auf zu halsen.

Nein. Kein Österreicher will zu Deutschland gehören. Vielleicht 0,2% und die sind früher vielleicht mal eingewandert :-D

Dieses deutschnationale und rechtsextreme Zeugs braucht keiner.

Hier noch eine Erklärung:

Antike: 

Österreich: zu 95% Teil des Römischen Reiches
Deutschland: Germanien

Mittelalter und Neuzeit:

Österreich: Kaisertum Österreich (später Österreich-Ungarn)
Deutschland: viele Einzelstaaten und Königreiche/Herzogtümer etc. (später Deutsches Reich

Zweiter WK (ca 5-6 Jahre):

Österreich wurde mit DE zwangsvereinigt.
(Deutsche Soldaten waren vor der Abstimmung ob AT zu DE gehören sollte in Österreich. Die deutschen Soldaten waren bewaffnet und standen vor den Wahlurnen und die Wahl wurde öffentlich durchgeführt. Jeder konnte sehen wer was gewählt hat. Außerdem war der Kreis für das JA gefühlte 10mal größer als der NEIN Kreis, und so weiter)

Das war mal eine kurze geschichtliche Zusammenfassung.

Heutige Sicht:

Kein Österreicher möchte, dass Österreich zu DE gehört. Viele Deutsche und Österreicher vertragen sich nicht so wirklich gut. Ich persönlich habe nichts gegen Deutsche oder Deutschland (an der Stelle mal gesagt).

Aber Österreich ist NICHT Deutschland

„Rechtsextreme Zeug“? Willst du mich veralbern? Wenn du das für rechtsextrem hälst, wäre das wirklich sehr traurig.

Deine Beispiel fusionieren allerdings nicht, weil es „Österreich“ nicht gibt. Ebenso wie Deutschland. Nur politische Konstrukte bzw Linien auf Karten. Es gibt aber Deutsche und das sind Österreicher nun mal. Das würde dir jeder Österreicher Ende des 1. Weltkrieges sagen. Der letzte österreichische Kaiser verankerte schließlich auch, dass Deutsch-Österreich Teil des Deutschen Reiches sein sollte. Das wurde jedoch von der Entente blockiert.

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@Kampfroller

Natürlich gibt es Österreich. Schau mal auf Wikipedia nach. Da findest du es. Deutschland gibt es auch. Diese Ziele sind rechtsextrem. Laut gesetz ist es verboten Ziele der NSDAP zu verfolgen. Der Anschluss war ein Ziel. Du musst aufpassen...

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@Domspatz1

Ist das dein Ernst??? NSDAP??? Pangermanismus ist doch unfassbar viel älter. Bismarck (!) war Pangermanist, deshalb entstand Deutschland überhaupt! Er hat die deutschen Länder (Bayern, Preußen, Sachsen, etc.) geeint! Österreich war aufgrund des Bündnisses mit Ungarn nicht so einfach zu einen, weshalb es nicht getan wurde.

Und das Deutschland und Österreich nicht existieren soll ich auf Wikipedia nachschauen? Bist du 12? Länder sind nur politische Linien! Oder siehst du vom Weltraum aus die Ländergrenzen?

Natürlich existieren die Ländern, allerdings sind es nur politische Konstrukte, mehr nicht. Nichts heiliges, was unveränderbar ist. Du weißt schon, dass ein Land nicht gleich ein Volk ist, oder? In den meisten Ländern, leben extrem viele Völker.

Und der Witz ist wirklich das mit der NSDAP... Nur weil die den pangermanischen Gedanken erfüllen wollte, heißt das doch lange nicht, dass das jetzt was mit Nazis zu tun hat! Pangermanismus will lediglich die deutschen Länder vereinen. Was das mit Nazis zu tun hat, erschließt sich mit Logik nicht ganz. Oder trinkst du kein Wasser mehr, nur weil Hitler auch welches trank?

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Wenn ich laut dir 12 bin, bin ich immer noch älter als du, nicht wahr? Schreib dir im Unterricht alles genau auf, pass gut auf und dann klappt es mit den Geschichts- und Geographiekenntnissen auch... Drück dir die Daumen! 😉

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@Domspatz1

Kannst du BITTE auf meine Argumente eingehen? Du weichst ihnen die ganze Zeit aus. Wenn ich mit Argumenten belege, dass ich eine Meinung habe, warum gehst du dann auf was komplett anderes ein? Deinen lächerlichen Sarkasmus kannst du für dich behalten, das zeugt nur von Infantilität deiner Seite, bzw. davon, dass du nicht diskutieren kannst. Geh-doch-endlich-auf-Argumente-ein! Ansonsten ist deine Antwort irrelevant.

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Wozu soll das gut sein? Es gibt keine Notwendigkeit, mit großdeutschem Nationalismus Unruhe zu stiften. Die Grenzen sollen schön bleiben wie sie sind. 

Wen willst du noch dabei haben? Wie wärs mit den Holländern? Waren mal deutsch vom Selbstverständnis her. Das Elsass war vor viel kürzerer Zeit eindeutig mal deutsch- ist es eher nicht mehr. Und so weiter...

Das ganze bringt nichts mehr. Olle Sachen, die man am besten für immer ruhen lassen sollte. 

Ich bin froh dass die Deutschsprachigen damit im allgemeinen kein Problem haben. 



Würdest du bitte mal präzisieren, wann die Holländer "Deutsch" waren? Natürlich stammen sie von Kelten und Germanen ab, aber damals gab es noch kein Deutschland. Nur mal interessehalber, vielleicht ist mir etwas entgangen.

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@Schwervelke

Du hast insofern Recht als ein modernes nationalstaatliches Verständnis des Deutschseins dort nie vorhanden war. Das ist aber eben ein intrinsisches Problem in der Diskussion wer deutsch ist. Das Wort deutsch gibt es länger als den modernen Nationalismus.

"Willhelm von Nassau bin ich, von deutschem Blut" 

nicht wahr? 

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@Grobbeldopp

Grobbeldopp:

Lasse dich aufklären, dann unterlaufen dir solche Fehler nicht mehr.

1572 schrieb Aldegonde das Wilhelmus. Damals lautete der Satz: "Wilhelmus van Nassaue ben ek van dietsen bloed".

"Diets" bedeutete "niederländisch, völkisch plattländisch". Im englischen "Dutch" für "Niederländisch" ist die Bedeutung erhalten geblieben.

"Deutsch" kommt soweit ich weiß vom "teutisch" und bezieht sich auf die Teutonen.

Auch steht im Wilhelmus: "Den Koninck van Hispanje heb ek alletijd vereert". 

Würde die Frage zur Debatte stehen, wären viele Niederländer eher Spanien zugeneigt.

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@Schwervelke

Hi Schwervelke nochmal.

Du hast im Grunde recht mit deiner Stoßrichtung, die Niederlande waren ein denkbar missverständliches und weit hergeholtes Beispiel, allerdings: 

Diese ethymologische Sadhe die du ausführst hat ebenfalls eine Schieflage bzw. einen Fehler: Der Wortstamm von deutsch, teutsch und duits ist... exakt der gleiche. Da gibt es also keine Gegenüberstellung und WANN und WO es da einen Unterschied in der Bedeutung gab... damals im Dialektkontinuum sicherlich nicht.

Es ist die Rede von deutschem Blut, du kannst nicht ernsthaft davon ausgehen, dass das sich auf einen speziellen Dialekt bezieht. Deutsches Blut meint die Abstammung von Deutschen.

Die Affiliation zu Spanien ist deutlich distanzierter.

Ein besserer Angriffspunkt gegen mein Argument wäre, dass hier nur von einer Person und nicht einem Volk die Rede ist.

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@Grobbeldopp

Grobbeldopp, bitte entschuldige die zeitliche Verzögerung, ich hatte den Kommentar übersehen. Ich bin die Sache noch mal auf dem Grund gegangen. Aus meiner Schulzeit erinnerte ich mir die Erklärung von unserem Niederländischlehrer damals, der die Bedeutung von "Diets" extra erwähnte, um zu erklären, warum es nichts mit "Deutsch" zu tun hat.

Nun habe ich aber eine ausführlichere Erklärung gefunden, aber leider in Holländisch. Ich hoffe, du kannst es lesen, sonst gibt es den Google-Übersetzer:

Duits of Diets?

In het Wilhelmus wordt "van Duitsen bloed" erg vaak vervangen door "van Dietsenbloed". De oudere, niet gemoderniseerde versie van het Wilhelmus spreekt immers van "van Duytschen bloed" en ook de moderne versie welke we sinds 1932 gebruiken spreekt wel degelijk van "van Duitsen bloed". Volgens de semantiek welke het woord "Duits" vandaag heeft, lijkt het alsof het Wilhelmus zegt dat Willem van Oranje een Duitser is. Dillenburg ligt inderdaad in Duitsland, maar dat is niet wat het Wilhelmus bedoelt.

In het verleden was "Duits" een neutraal woord. De vele volkeren waaruit de gebieden waaruit, onder andere, Nederland en Duitsland bestonden, werden Duitse volken genoemd. Vandaag spreken we nog van Nederduitse (bijv. Nedersaksisch) en Hoogduitse (bijv. Duits) talen.

Dat veranderde met de opkomst van het romantisch nationalisme, waarbij de verschillende 'Duitse' volkeren zich een eigen identiteit toeëigenden. Duits was nu geen neutraal woord meer en kreeg zijn huidige betekenis. Vanzelfsprekend beschreef men het Nederlandse sinds die tijd niet meer met Duits.

Hoe zit het met Diets? Diets en Duits zijn hetzelfde woord, het woord zelf komt van het Middelnederlandse woord diet wat volk betekent. In Noord-Nederlandse dialecten sprak men over Duits, in Zuid-Nederlandse dialecten over Diets. Diets heeft zijn oorspronkelijke betekenis wel enigszins behouden. Alhoewel het Wilhelmus letterlijk het woord Duits bezigt, zou het gebruik van "Diets" inhoudelijk dichter bij de originele betekenis komen.

Oudere Text::

Eerste couplet

Wilhelmus van Nassouwe
Ben ick van Duytschen bloet,
Den Vaderlant getrouwe
Blyf ick tot inden doet:
Een Prince van Oraengien
Ben ick vrij, onverveert,
Den Coninck van Hispaengien
Heb ick altijt gheeert.

Text van 1932:

Eerste couplet
Wilhelmus van Nassouwe
ben ik, van Duitschen bloed,
den vaderland getrouwe
blijf ik tot in den dood.
Een Prinse van Oranje
ben ik, vrij, onverveerd,
den Koning van Hispanje
heb ik altijd geëerd.

Nieuwe Text:

Wilhelmus van Nassoue

ben ik, van duitsen bloed,

den vaderland getrouwe,

blijf ik tot in de dood.

Een prins van Oranje

ben ik, vrij, onverveerd,

De koning van Hispanje

heb ik altijd geeerd.

Es sind also keine ethymologische Fragen, sondern eine Frage der Semantik in den Nord-Regionen der niederländischen und nieder-deutschen Sprachen, und dem Bereich der südlichen Niederlanden. Und diese Entwicklung endete mit dem Erwachen des deutschen Nationalismus um 1830, wonach in den Niederlanden "Diets" klar "dem Volk angehörig" hies, und nicht mehr "Dutts". Aber verwirrend bleibt es trotzdem.

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Wie wärs mit den Holländern? Waren mal deutsch vomSelbstverständnis her.

Erzähle das mal einem Holländer. Der versteht dann kein Wort,weil er Holländisch spricht. Wenn er Deutsch kann wird er so tun, als ob er nixversteht. Kommt ja gelegentlich vor, dass die so tun als ob. Das wird ihm aber schwerfallenin dieser Situation. Bei dem Witz!

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@Niconasbeznas

Niederländische Sprache ist und war noch mehr nur einen Deut davon entfernt ein deutscher Dialekt zu sein. Die Ähnlichkeiten sind überwältigend und liegen in einem Kontinuum mit norddeutschen Dialekten. 

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Nichts halte ich davon, es ist nicht schwierig als Deutscher nach A zu reisen und sich dort wohl zu fühlen. Warum dann ein neuer Anschluss? Ausserdem haben die Austrier eine klein wenig andere Lebenseinstellung wie die D's und sollen sie auch beibehalten.

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