Was haltet ihr davon, dass Jäger keine Halbautomatischen Schusswaffen mit wechselbaren Magazin mehr benutzen dürfen?

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Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Total überzogen! 80%
Genau richtig gehandelt! 20%
Anderes... 0%

12 Antworten

Total überzogen!

Es hat sich um eine seit Jahrzehnten bestehende Rechtspraxis gehandelt, die plötzlich von dem Gericht auf den Kopf gestellt wurde.

Letztendlich schaft es Rechtsunsicherheit für Jäger, die bereits solche Selbstladegewehre besitzen; schränkt die Wahlfreiheit der Jäger ein, welche Gewehre sie zu Jagd führen und zum Übungsschießen verwenden dürfen und bringt (mit der wichtigste Punkt) keine erkennbaren Vorteile. Immerhin ist mir nicht ein einziger Fall bekannt, in dem jemals so ein legal besessenes Selbstladegewehr in Deutschland für schwere Straftaten missbraucht wurde.

Interessanterweise haben selbst die Grünen im Landtag von NRW erkannt, dass Jäger für solche Gewehre auf der Jagd Anwendung finden und sich daher für eine Rückkehr zur alten Rechtspraxis ausgesprochen.

Total überzogen!

Dafür hält der Schalldämpfer für Langwaffen in vielen Bundesländern Einzug. 

Warum überzogen?

Dem Jäger ist eine lange Ausbildung angedeiht, musste seine persönliche und charakterliche Eignung beweisen und wird kontrolliert. Ihm wird soweit vertraut das er so viele Langwaffen kaufen mag wie er lustig ist. Warum also nicht? Mehr oder weniger Gefährdungspotential ist dadurch jetzt nicht gegeben und mir ist kein Fall bekannt in dem ein Jäger eine solche befürchtete "Ballerorgie" auf ein Stück begangen hat. 

Wo also war Handlungsbedarf? 

Genau richtig gehandelt!

Genau richtig, das Wild muß eine Chance erhalten, damit es auch entkommen kann. Das Waffenrecht ist hierbei nicht der Maßstab, sondern das Wild, damit nicht alles gar zu ungleich verläuft.

Total überzogen!

Typisch deutsche Paragraphenreiterei ohne den geringsten gesellschaftlichen- oder sonstigen Nutzen.

Das Ei haben sich die Jäger aber selbst gelegt....: allerdings im Grunde schon vor Jahrzehnten als diese dämliche " zwei Schuß "-Geschichte eingeführt wurde, weil irgendwelche selbsternannten Hüter der Jagdmoral- / Tradition wirre Phantasien von Jägern hatten, die einem schlechten Schuß mit Hilfe ihres Halbautomaten " mal eben  "  fünf oder zehn weitere Schüsse hinterherrotzen.

Macht natürlich kein normaler Mensch, aber in den Köpfen vorwiegend älterer Jäger passiert so manches, was in der realen Welt so gut wie nie vorkommt.

Aber selbst abgesehen davon.....: Die bisherigen Regelungen im Waffengesetz zur Jagd mit Halbautomaten haben nirgendwo zu tatsächlichen Problemen geführt und das schon seit Jahrzehnten.

Also wo ist hier der Handlungsbedarf....?

Hier hat wie so oft wieder einmal die Fraktion der krankhaften Waffen-oder Jagdhasser Morgenluft gewittert und die Möglichkeit gesehen, mal wieder irgendwas zu verbieten / einzuschränken oder zu erschweren......., weiter nix.

Total überzogen!

Generell halte ich die Beschränkung für Schwachsinn, wenn das aber so im Gesetz steht (da hört meine Sachkenntnis auf), muss das Gericht so urteilen. 

Da wäre es endlich mal an der Zeit das Waffengesetz zu entrümpeln, auch in anderen Dingen. Aber schlägt man das kommt wieder der "AMERIKANISCHE ZUSTÄNDE!!!!!"-Reflex.....

Waffengesetz entrümpeln? Sodass nächste Woche jeder halbkriminelle Volldepp mit ner vollautomatischen Glock vor dir stehen kann? Finde das Waffengesetz bezüglich Erwerb und Besitz von Schusswaffen schon ganz gut so. Ob es jetzt jedoch zu solchen Maßnahmen gegen Jäger kommen muss, die relativ unbegründet und nicht ganz nachvollziehbar eingetreten sind, ist fraglich. Ich denke, dass Jäger schon ganz gut mit Schusswaffen umgehen können, sodass denen auch ein bisschen Verantwortung (in Form von halbautomatischen Gewehren mit einer gewissen Magazinkapazität) zutrauen kann.

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@RicSneaker

Halbkriminelle Volldeppen haben da ganz andere Bezugsquellen für die illegale Waffenbeschaffung!

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@RicSneaker

Ok. Ich werde meine Meinung über die Lockerung der Waffengesetze schlagartig ändern, wenn du mir bis Morgen einen einzigen Fall aus Österreich, Tschechien oder der Schweiz nennst, innerhalb der letzten 10 Jahre, in denen ein Mensch mit einer vollautomatischen Glock erschossen wurde.

Natürlich mit einer Glock 18, keiner illegal modifizierten Waffe.

Komischerweise haben diese 3 Länder viel lockerere Waffengesetze, und dabei ähnliche, meist niedrigere Kriminalität.

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@RicSneaker

Waffengesetz entrümpeln? Sodass nächste Woche jeder halbkriminelle Volldepp mit ner vollautomatischen Glock vor dir stehen kann?

Ach ja........, jede sinnvolle...sachliche Korrektur am deutschen Waffengesetz bedeutet natürlich sofort, daß es quasi ab morgen überhaupt keine Regeln mehr gibt....., nicht war?

Wie kommt man eigentlich auf so einen Blödsinn?

Ich denke, dass Jäger schon ganz gut mit Schusswaffen umgehen können, .....

Wirklich....? Ich würde mal den Besuch eines jagdlichen Schießstandes empfehlen oder vielleicht mal die Frage an durchschnittliche Jäger, wie oft im Jahr sie denn tatsächlich ihre Waffen überprüfen, bzw. das schießen üben.

....sodass denen auch ein bisschen Verantwortung (in Form von
halbautomatischen Gewehren mit einer gewissen Magazinkapazität) zutrauen kann.

Wieso sollte für einen Halbautomaten offenbar mehr " Verantwortung " nötig sein, wie für einen normalen Repetierer oder eine kombinierte Waffe....?

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@RicSneaker

Finde das Waffengesetz bezüglich Erwerb und Besitz von Schusswaffen schon ganz gut so

Das deutsche Waffengesetz ist unnötig kompliziert.

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Genau richtig gehandelt!

Bei der Jagd gibt es weder einen Grund einen Halbautomaten zu benutzen, noch eine Situation, in der man schnell ein Magazin wechseln müßte.

Das stimmt dann, wenn genügend Schuß im Magazin vorhanden sind. Damit entfällt dann ein häufiges Wechseln.

2

Und das entscheidest du?

Jeder Jäger hat andere Prioritäten und es gibt eben auch viele, die Selbstladegewehre erfolgreich und sinnvoll bei der Jagd einsetzen.

Im Gegensatz zu Repetieren ist es z.B. mit Selbstladebüchsen möglich, bei Bedarf einen schnellen Nachschuss zu tätigen, um Nachsuchen zu verhindern. Gerade bei Drückjagden, die aufgrund der starken Wildschweinpopulation notwendig sind, kann dies sehr sinnvoll und tierschutzgerecht sein.

Ansonsten machen Magazine das Laden und Entladen der Waffe angenehmer und erlauben außerdem effektiveres Übungsschießen, da auch größere Magazine dafür verwendet werden können. 

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Total überzogen!

Lächerlicher Aktionismus ohne Sinn.

Es gibt reichlich Vorderschaftrepetierbüchsen mit Wechselmagazin.

Ich steh gerade wirklich aber sowas von  auf dem Schlauch- Ich kenne nur die Remington 7600 und 7616, hilf mir mal bitte vom Schlauch runter..

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Nein! Es ist weiterhin möglich Waffen zu erwerben. Um welches Kaliber usw es sich handelt ist erstmal egal. Es ist zb auch erlaubt ein Sturmgewehr zu erwerben. Dazu braucht man eine Waffenbesitzkarte. Für die jagt sind solche Waffen natürlich nicht zugelassen.

Was ist denn ein Sturmgewehr?

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@Tuehpi

Warscheinlich eine Waffe, die nur bei Windstärken über 9 Bft benutzt wird......

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@PatrickLassan

Man stellt sich da wohl sowas vor, was mächtig böse aussieht, aber (bisher) für Jäger erlaubt war..

http://www.waffenschumacher.com/article\_556\_121\_WS164Kal762x39.htm

http://www.waffenschumacher.com/article\_555\_121\_WS163Kal762x39.htm

Bis auf die Abzugseinheit gleich, nur die Raste für "Vollauto" fehlt am Wahlhebel..

Die Jäger, die Ich kenne, haben aber noch keinen Kollegen mit sowas rumlaufen gesehen, öbwohl erlaubt.

Lieber mit 45-70 Unterhebler auf Sauen gehen, da geht das Nachladen auch kaum langsamer und man brauchts auch nicht von der Schulter zu nehmen..


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Der Eintrag in die WBK muß nach der neuernen Rechtslage einstweilen zwingend die Kapazität des Magazins auf 2 Schuß begrenzen.

Sie fragen tendenziös in einer nicht ausgegorenen Fragen mit genauso wenig ausgegorenen Fakten!

Über den Bestandschutz oder die Verpflichtung solche Wafffen unbrauchbar zu machen, liegt noch keine abschließende Klärung vor, rechtkräftige urteile existieren noch nicht.


Öhm, das Urteil des Gerichts ist doch SEHR eindeutig. 

Nur mal die Leitsätze des Urteils. 

1. Jäger dürfen nur solche Schusswaffen besitzen, mit denen die Jagd ausgeübt werden darf.

2. Verboten ist die Ausübung der Jagd mit halbautomatischen Waffen, die nach ihrer baulichen Beschaffenheit geeignet sind, ein Magazin mit einer Kapazität von mehr als zwei Patronen aufzunehmen.

Der zwingende Voreintrag nimmt den Waffen nicht die bauliche Beschaffenheit weg. Man bekommt ja auch keinen Eintrag für einen vollautomaten bloß weil der Sachbearbeiter " Nur Hebelstellung -Einzelfeuer-" erlaubt. 

Ergo: Der Fragesteller hat hier durchaus richtig interpretiert. 

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@Tuehpi

Das ist . wie bereits geschreiben - nicht rechtkräftig! - Zudem sind künfige Einträge betroffen. Hinsichtlich des Staus quo fehlt jegliche Entscheidung!

Die Neueintragung eines Magazinz mit nicht mehr als  2 Schuß Kapazität ist jetzt vorgeschrieben.

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@schelm1

Und was genau sollte der Rechtskraft entgegenstehen? 

Das war ein Urteil der obersten Verwaltungsinstanz. Da ist sonst nix mehr. 

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Ich werde das mit einer Gegenfrage beantworten. Wofür benötigt ein Jäger ein halbautomatisches Gewehr mit wechselbaren Magazin? Für die erforderliche Berufsausübung eher nicht.

Genausogut könnten Sie laienhaft  fragen, weshalb ist die Sauenjagd mit der Saufeder verpönt?

Mehr Schüsse in Folge bieten mehr Möglichkeiten bei der Jagd!

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@schelm1

Weil das Tier nach dem ersten, nicht effektiven Treffer ruhig auf den Folgenden wartet?

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Natürlich. Schneller Nachschuss. 

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@grubenschmalz

Ihr geht von dem Grundsatz 1 Schuss = 1 Treffer aus. In der Realität sieht das jedoch anders aus. Wenn der erste nicht sitzt wird kommt der Jäger in die Versuchung, dem flüchtendem Wild schnell noch hinterher zu schießen, ein riskantes Unterfangen. Zumal eine höhere Kapazität dazu verleitet, mehrere Tiere schnell hintereinander zu erlegen, um den "Ertrag" zu steigern.

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@Nitarius

Wenn der erste nicht sitzt wird kommt der Jäger in die Versuchung, dem flüchtendem Wild schnell noch hinterher zu schießen

Genau dafür ist es auch da. 

ein riskantes Unterfangen

Warum?

Zumal eine höhere Kapazität dazu verleitet, mehrere Tiere schnell hintereinander zu erlegen

Hast du dafür Belege? 

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Wieso Berufsausübung? Die allerwenigsten Jagdausübungsberechtigten üben die Jagd als Beruf aus. Die weit überwiegende Mehrheit der Jäger übt die Jagd als Hobby aus!

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Für die erforderliche Berufsausübung eher nicht.

Gut! Den Einwand kann man gelten lassen, wenn denn der Jäger von Beruf Banker, Steuerberater oder z.b. Chiriurg wäre.

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@schelm1

Umso bescheuerter wenn es den Betroffenen nur um ihr kleines Hobby geht. Das Argument mit der Existenzgrundlage hätte ich vielleicht noch nachvollziehen können.

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@Nitarius

Ach und Schelm1, bitte unterlasse es doch mir persönliche Nachrichten zu schicken, mir liegt gewiss nichts an der Gesellschaft von Menschen wie dir, danke sehr.

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"Wofür benötigt ein Jäger ein halbautomatisches Gewehr mit wechselbaren Magazin?" - Weil die Zahl der halbautomatischen Gewehre mit festem Magazin leider gegen fast Null geht.

SAUER 303 FM wäre so ein "erlaubtes" Gewehr. Es ist also weiterhin möglich, mit einem Selbstlader auf die Jagd zu gehen, wer z.b. eine Sauer 303 hat, der kann sie auch auf "Fixed Magazin" umrüsten lassen und dann weiter mit seinen 2 schuss unteladen plus eine im Lauf auf Jagd gehen, so wie schon immer.

Der dümmliche staatliche Wunsch "Halbautomaten auf der Jagd" zu unterbinden ist also mit diesem Rechtsvorstoss nicht zu schaffen.

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Total überzogen!

Wenn man bedenkt, dass hier in der Schweiz jeder eine Waffe kaufen kann und es darum trotzdem sehr wenige Tötungsdelikte mit Schusswaffen gibt, übertrieben.

Vorallem als Jäger wird man wohl die eigene Waffe nie missbrauchen.

Nicht jeder kann in der Schweiz Waffen kaufen. 

Angehörigen bestimmter Nationalitäten ist der Erwerb von Waffen untersagt. 

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