Was haltet Ihr anstatt einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung von einer Arbeitslosenversicherung auf freiwilliger Basis?

... komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Was dabei heraus kommen würde erkennt man sehr gut an der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung die es auch heute noch gibt für alle vor dem 01.01.1961 geborenen Arbeitnehmer. Von denjenigen die eigentlich versichert sein müssten, nutzen viel zu viele diese Möglichkeit nicht, teilweise weil sie es als überflüssig sehen obwohl jeder 4. Im Laufe seines Berufslebens vorübergehend oder dauerhaft berufsunfahig wird, teilweise weil eine Versicherung auf Grund des Gesundheitszustand oder auf Grund des Berufes nicht möglich oder nur zu erschwerten Bedingungen oder auf Grund des Berufes wahnsinnig teuer oder überhaupt nicht versicherbar ist. Selbst der Staat und die Versicherungsträger sehen mittlerweile ein (nach 25!!! Jahren), dass die Berufsunfähigkeitsversicherung wieder Teil der gesetzlichen Sozialversicherung werden muss. Eine Versicherung kann nur funktionieren wenn sich jeder daran beteiligt. Wer sollte sich daran beteiligen, wenn gleichzeitig das soziale Netz die ignoranten unbeteiligten auffängt? Das Ergebnis siehst Du an meinen Beispiel der BUV.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie stellst du dir das vor?

Wovon soll der Arbeitnehmer leben, der dann keine Arbeitslosenversicherung abschliesst und arbeitslos wird? Bekommt der dann gar nichts, muss aus seiner Wohnung raus, unter der Brücke schlafen und sich sein Essen aus der Mülltonne holen?

Oder bekommt er dann Grundsicherung vom Staat? Dabei stellt sich dann die Frage, warum jemand eine Versicherung abschliessen soll, die Geld kostet, wenn er im Ernstfall eh vom Staat durchgefüttert wird.

Diese Kosten müssten dann wiederum von der Allgemeinheit übernommen werden und eigentlich von denen bezahlt werden, die keine Arbeitslosenversicherung haben. Damit wären wir dann faktisch wieder bei der Ausgangssituation.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn ich bedenke wie viel Arbeit es manchmal ist einem Angestellten den Sinn von privater/betrieblicher Altersvorsorge näher zu bringen oder den Wert und die zwingende Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, würde ich sagen nein.

Ca. 80% der Deutschen können nicht vernünftig mit Geld umgehen, haben keine Ahnung von Vorsorge oder sinnvollen Investments. Wenn für diese die Sozialversicherung freiwillig werden würde, hätten wir vermutlich mittelfristig ein ziemliches Chaos und ein Finanzierungsproblem.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was verstehst du darunter?

Eine freiwillige Beitragszahlung kann nur ein Existenzgründer vereinbaren, quasi als Notausgang aus der Selbständigkeit.

Wenn der Staat nicht zwingend die Alo-Versicherung eingeführt hätte, müssten laufend Sozialhilfen geleistet werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von dinkaabilove
09.12.2015, 11:43

Ich verstehe darunter dass, das ALG I freiwillig ist und ALG II in kraft tritt wenn jemand nicht Versichert ist.

0
Kommentar von MehrAsylanten
09.12.2015, 11:44

Wenn der Staat nicht zwingend die Alo-Versicherung eingeführt hätte, müssten laufend Sozialhilfen geleistet werden.

nein, man könnte die menschen auch einfach verhungern lassen....

0

Das ist die typische Frage von all denen, die sich jetzt die Euros sparen möchten und dann bei Arbeitslosigkeit/Krankheit/Alter dem Steuerzahler auf der Tasche liegen. 

Die meisten würden auf eine Beitragszahlung verzichten und hoffen, dass sie nicht arbeitslos werden. Wenn doch, soll doch die Grundsicherung einspringen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo dinkaabilove,

das Risiko der Arbeitslosigkeit ist für die private Versicherungswirtschaft zu hoch. Die Beiträge könnten Normalverdiener vermutlich nicht stemmen, da die Kosten hinter einer Arbeitslosigkeit immens sein können.

Eine Abschaffung der Arbeitslosenversicherung als Pflichtversicherung hätte zur Folge, dass der Staat die Steuern erhöhen würde, da es mehr Menschen geben würde, die von der Grundsicherung leben müssen.

Eine Abschaffung wäre nur eine Verschiebung der eigentlichen Kosten und würde am Ende trotzdem den einzelnen Arbeitnehmer belasten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Arbeitslosenversicherung auf freiwilliger Basis?

Dies muss man ja noch nicht einmal einführen, dies gibt es bereits schon.

Du musst dich nur selbständig machen!

Alternativ ein Umzug in afrikanische Länder wie z.B. Ägypten, wo dann die Armen in selbstgebastelten Hütten auf Müllhalden leben wie z.B. in Kairo.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gar nichts. Denn vermutlich wären gerade die, bei denen eine vorübergehende Arbeitslosigkeit zu finanziellen Problemen führen würde, auch diejenigen, die sich dann die Beiträge für eine freiwillige Versicherung sparen würden und dann im Fall der Fälle als Sozialfall der Allgemeinheit auf der Tasche liegen würden. Die sich dann freiwillig versichern, zahlen dann nicht nur für den eigenen Schutz, sondern müssen über ihre Steuern auch noch das kompensieren, was irgendwelche Glücksritter an Beiträgen gespart haben.

Die gesetzliche Arbeitslosenpflichtversicherung ist insofern wirklich ein Segen.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nichts. Sinn und Zweck einer Sozialgemeinschaft ist ja, dass sich jeder beteiligt. Man sieht doch bereits jetzt, dass die ganzen Ausnahmen zB in der Einkommensteuer dafür sorgen, dass das System immer schlechter funktioniert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von tevau
09.12.2015, 15:38

Welche Ausnahmen meinst Du? Die einzige Ausnahme ist die, dass Einkommen aus Kapitalerträgen nur mit 25% besteuert werden statt mit dem individuellen Steuersatz. Das ist ohne Frage ungerecht, war aber der saure Apfel, in den man gebissen hat, um zu vermeiden, dass die Steuern ganz umgangen werden - legal oder illegal.

Aber dass das System der Einkommensteuer immer schlechter funktioniert, woran machst Du das fest? Ist das mehr als nur ein unreflektiertes typisch Deutsches "Alle anderen sind schlecht, nur ich bin gut, aber man lässt mich nicht?" Kläre mich auf!

0
Kommentar von Samy795
09.12.2015, 16:35

Nein, es soll in keinster Weise das typische Gejammer darstellen 😜
Ich spreche im Bereich der Einkommensteuer vorallem von den diversen Steuerschlupflöcher zB auf Firmenebene.
Der Grundgedanke, nämlich die anteilige Umverteilung von reich zu arm, um eine generelle Grundabsicherung gewährleisten zu können, ist zwar noch da, allerdings deutlich verschoben. Den größten Anteil an Steuern trägt der (gehobene) Mittelstand, nicht wie es sein sollte die Topverdiener (vgl. aktuellen IAB Bericht 2015) Liegt halt in erster Linie daran, dass der Gesetzgeber darauf angewiesen ist, bestimmte Lobbys zu fördern. Nicht zuletzt die Steuerberater selbst.
Das soll aber wie gesagt nur ein Beispiel sein. Man kann hier auch (zumindest vom Konstrukt her) das Schweizer Rentenmodell anführen. Die freie (anteilige) Wahl der Anlageform sorgt hier auch dafür, dass die Leute, die genügend Geld für eine sinnvolle Anlageberatung haben, deutlich bessere Geldanlagen haben, obwohl sie deutlich weniger darauf angewiesen sind als diejenigen, bei denen es dabei um die zukünftige Existenz geht. Eine Liberalisierung führt eigentlich immer dazu, dass der Grundgedanke einer Umverteilung zur Grundsicherung negativ verläuft. Es gibt viele Punkte, wo das durchaus sinnvoll ist, dem Sozialsystem tut das aber so nicht gut. Denn eins sollte man immer im Hinterkopf halten: Es gibt kaum ein Land, in dem die staatliche Sicherung so hoch wie in Deutschland ist. Das ist ein unglaublicher Glücksfall, insbesondere wenn man sich mal ansieht, wie hoch der Armutsanteil einer Wirtschaftsmacht wie Amerika ansieht. Die innenpolitische Lage dieses Landes sollte für uns ein deutlicher Fingerzeig darauf sein, unser Sozialsystem eher zu stärken als zu liberalisieren.

0

gar nichts, denn das geht so aus, dass sie freiwillig kaum einer zahlt und dann muss mal wieder der Steuerzahler ran mit H4.

Hat man ja an den vielen Frauen gesehen, sie sich frueher die Rentenversicherung haben auszahlen lassen. Und spaeter lagen sie nach der Scheidung bettelarm der Allgemeinheit auf der Tasche.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Garnichts! Der eine verdient viel und kann es sich leisten, freiwillig ist meistens teurer weil verschiedene Tarife, der ander verdient sehr wenig und kann es sich nicht leisten! Ist aber mit allen Versicherungen so! Jeder kann sich für alles versichern, sofern er das Geld dazu hat!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das wäre Blödsinn weil es nicht solidarisch ist und nicht funktionieren würde.

Gerade Leute mit kleinen Einkommen und unsicheren Arbeitsplätzen würden sich das Geld sparen weil es so oder so schon alles so knapp ist - und im Arbeitslosenfall dann der Allgemeinheit zur Last fallen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MehrAsylanten
09.12.2015, 11:42

also alles, was nicht solidarisch ist, ist blödsinn?

wie wäre es, wenn du mal mit einem h4ler solidarisch dein geld teilen würdest`?

aber meist kommen so gute ideen von leuten, die selbst nix haben

0
Kommentar von RudiRatlos67
09.12.2015, 12:58

Was heißt hier"würdest" ? Jeder der Steuern zahlt teilt sein Geld mit den Hartzern!!! Es lässt sich sogar leicht berechnen welcher Teil unserer steuern in die Taschen derer fließt, die Nutznießer dieses Systems sind. bedenke auch, daß es viele Mindestlohn Empfänger gibt, die bei kaum mehr in der Tasche haben als ein Hartzer und dafür noch jeden Tag brav zur Arbeit geht UND mit seinen Steuern noch die unterstützt die sich gewollt oder ungewollt an Hartz IV bedienen.

1

Ich finde es richtig gut weil dann könne man ja selber endscheiden ob man das wolle weil wenn man weiß das man nicht arbeitslos wird dann brauch man ja auch keine versicherung zu bezahlen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DieKatzeMitHut
09.12.2015, 11:43

Hahahahaha, wenn man weiß, dass man nicht arbeitslos wird? Woher weißt du das denn?
Mit so einer Haltung, hättest du eine freiwillige Arbeitslosenversicherung, die du nicht abschließt und die dich dann eben auch nicht auffängt, schon fast verdient.

Und genau wegen solchen weltfremden und realitätsfernen Ansichten, wird das nicht gemacht.

5
Kommentar von tevau
09.12.2015, 11:54

Und welcher heute Pflichtversicherte kann von sich sagen, dass er nicht arbeitslos wird?

Das sind wohl die Leute, die in diesem Glauben auch ordentlich auf Pump kaufen, was das Zeugs hält, und dann durch eine völlig "unerwartete" Arbeitslosigkeit plötzlich ruiniert sind, sich durch eine Privatinsolvenz aus der Verantwortung stehlen, die Gläubiger schädigen und dem Staat auf der Tasche liegen. Und dann auch noch die Situation als "schuldlos" darstellen.

Nein, kluge Menschen rechnen mit Lebensrisiken und bereiten sich soweit es geht darauf vor. Und die anderen muss man pflichtversichern!

3

Was möchtest Du wissen?