was halten Muslime von Scientology?

7 Antworten

Die zweite Frage lässt sich ganz leicht beantworten: Selbstverständlich sind Scientologen Ungläubige.

Die erste Frage muss man etwas differenzierter betrachten. Allgemein haben die Verlagsorganisationen der Scientology-Kirche enorme Schwierigkeiten, Dianetik- und Scientology-Bücher auf den arabisch-muslimischen Büchermarkt zu vertreiben. Vor ein paar Jahren war es jedoch gelungen, von einem muslimischen Gelehrten aus Kairo eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (oder wie auch immer man das nennen kann) für das Dianetik-Buch zu erhalten, nachdem die Übersetzungseinheit in Kopenhagen bei der Übersetzung des Dianetik-Buches in Arabisch kleinere Stellen abgeändert hatte, die mit islamischen heiligen Schriften unvereinbar waren.

Der einzelne Muslim könnte dem Thema Scientology und insbesondere dem Teilgebiet Dianetik, welches bei seiner Entstehung keinerlei religiösen Bezug hatte, jedoch durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen. Ich kenne persönlich zwei Leute aus Afghanistan, die sich intensiv mit Scientology auseinandergesetzt hatten, eine von ihnen hatte sogar die höchsten Stufen der Scientology erreicht (sie ist heute allerdings kein Mitglied der Scientology-Kirche mehr). In Ausgaben der Scientology-Zeitschrift Impact wurde unter den Großspendern für die International Association of Scientologists auch mindestens eine Person aus dem Iran aufgelistet, die Millionen Dollar für die Sekte gespendet hatte.

Louis Farrakhan, der heutige Chef der muslimischen Splittergruppe Nation of Islam, ist Scientologe und letzten mir bekannten Gerüchten zufolge auf der zweithöchsten Erlösungsstufe der Scientology. Unter den Anhängern der Nation of Islam warb er aktiv für Dianetik, was dazu führte, dass zeitweise der größte (und fast einzige) Zulauf von neuen Leuten in den Scientology-Kirchen der USA aus den Reihen der Nation of Islam kamen. Diese beschränken sich jedoch auf Dianetik-Ko-Auditing. Für Scientology macht auch Louis Farrakhan unter seinen Anhängern und sonstwo keine Werbung.

Muslime haben eine Glaubensrichtung, Scientology hat keine Glaubensrichtung sondern ist sektenartiger Verein der mit allen erdenklichen Methoden vor allem psychisch neue Mitglieder anwirbt und sich das komplette Vermögen dieser aneignet

Die Scientology hat schon ein Lehre, aber die wird anscheinend gern verschwiegen, weil sie selbst im Vergleich zu anderen Religionen lächerlich ist.

Ansonsten verstehe ich die Unterschiede nicht, die du machst.

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Es geht nicht um Gläubige und Ungläubige, das verwechseln immer viele. Wahrscheinlich willst du auf Kuffar hinaus.
Kuffar sind keine Ungläubige, sondern Menschen, die den Islam als Wahrheit ablehnen. Also praktisch alle Nichtmuslime.

Und ja, Scientologen sind Nichtmuslime.

Lies dir durch, was Scientology ist, bei denen geht es doch gar nicht um den Glauben an Gott. Das ist eine Sekte.

ich bin auch moslem und glaube dass es keine andere wahre religion gibt

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@Xeana

"Ungläubige" ist eine Bezeichnung, die wir Muslime nicht benutzen sollten. Ja, die Scientologen sind Nichtmuslime.  Kafir oder Mehrzahl Kuffar, wie sie Allah im Koran bezeichnet.

Der Kafir, die Kuffar, die Kafira - das sind Bezeichnung von Allah im Koran für Nichtmuslime, für sogenannte Kufr-Betreibende, also jemand der den Islam ablehnt, verneint oder sogar bekämpft. Jemand der die Lebensweise des Islam aus welchem Grund auch immer ablehnt.

Typischerweise sind Kafir die Christen, die Buddhisten usw. usw.. Allah erklärt dies genau im Koran. ABER, das sind keine "Ungläubigen", sie haben ja einen Glauben. Deshalb bezeichnet Allah sie als Kafir, und im deutschen wäre die richtigere Bezeichnung Nichtmuslime.

Leider gibt es auch in vielen Koranübersetzungen die Übersetzung des Wortes Kafir mit dem Wort "Ungläubiger".

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