Was halten andere Christen von der Offenbarung?

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Wenn man die Offenbarung liest, kann einem HimmelAngst undBang werden... stimmt. Viele Legenden ranken sich darum - viele Verschwörungssachen etc. Auch wahr.

Aber eigentlich ist das gar nicht nötig.

Bei uns gab es mal eine Predigtreihe über die Offenbarung. Die fand ich super, weil alles im Licht des Ausgangs betrachtet wurde: "Alles wird gut!"

Irgendwann gibt es einen neuen Himmel und eine neue Erde. Darauf freu ich mich... :-)
Jesus selbst vergleicht das ja öfter mit einer Geburt. Und das hab ich 3x hinter mir. Die Wehen sind kein Spaziergang, es tut weh, es ist schlimm,  man ist sich nicht sicher, ob man es durchhält. Aber man weiß, wozu man das macht! Man hat immer das Ziel vor Augen!

So ist es für mich auch mit Jesus :-) Ich hab das Ziel vor Augen.

Wir hatten in der Jungschar das Thema und dabei hat ein Leiter kurz eine Geschichte erzählt. Es war in einer Uni wo die Menschen Thologie lernen. Der Hausmeister war auch Christ und las die Bibel jede Pause. Dabei haben einige Studenten ihn gefragt was er lese. Er hat geantwortet"Die Offenbarung". Da fragten sie weiter"Und verstehst was du da liest?" der Hausmeister sagte Ja wobei die anderen Studenten anfingen zu lachen. und während sie lachten, erklärte er in einem einzigen Satz um was in der Offenbarung geht. Er sagte: Jesus wird siegen. Ist für alle Memschen verständlich.

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Ich denke auch, dass Christen versuchen sollen, die Welt positiv zu verändern. Das ist bestimmt sehr wichtig.

Die Offenbarung ist eine Zukunftsschau beschreibt vor allem das Gericht Gottes über die Nationen, die vom Antichristen geleitet werden und Gott und das Volk Israel bekämpfen. Das habe aber m. E. nichts damit zu tun, dass Christen sich zurücklehnen und auf die Zeit der Trübsal warten sollten. Ganz im Gegenteil sollten Christen die verbleibende Zeit noch nutzen, um eben die Welt positiv zu verändern und Gottes Wort und Willen weiterzugeben.

Dass es eine Entrückung vor der Trübsal gibt, denke ich schon. Auch Noah wurde mit seiner Familie vor der Sintflut errettet, weil er gläubig und gottesfürchtig war. Henoch wurde entrückt, weil er so ein gläubiger Mensch war. Warum sollte Gott also nicht alle gläubigen Christen vor der Zeit der Trübsal entrücken, zumal diese 7jährige Periode eine Zeit des Gerichts für die Nationen und für Israel (in Jeremia 30,7 auch Drangsal Jakobs genannt) sein soll. Deshalb passt eine Entrückung vor der Trübsal schon:

"Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung" (Offenbarung 3,10).

"Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten!" (1. Thessalonicher 4,17.18).

Auf die Entrückung können wir uns sehr freuen, Paulus schreibt in 1Thes 4,18 davon, dass wir uns mit der Aussicht darauf trösten sollen und in Titus 2,13 schreibt er: "Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus."

Die freudige Erwartung auf das Wiederkommen Jeu hat aber nichts damit zu tun, passiv zu werden und nicht mehr zu versuchen, die Welt positiv zu verändern. Ganz im Gegenteil sollte diese "glückselige Hoffnung" sogar ein Antrieb und Ansporn dazu sein!

Ich glaube, dass Du nur die Hälfte der Offenbarung gelesen oder verstanden hast, wenn Du meinst, dass die Kernaussage der Offenbarung des Johannes ist, dass die Welt im Chaos versinkt. Die Kernaussage der Offenbarung des Johannes ist vielmehr, dass das Schlechte in de Welt überwunden wird und das in zwei Schritten. 

Der erste Schritt geschieht, wenn am Anfang der in der Offenbarung des Johannes erwähnten 1000 Jahre Christus wiederkehrt und der zweite Schritt schließlich am Ende dieser 1000 Jahre, wenn das Gericht und die Verherrlichung der Welt folgt.

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