Was hättet ihr einem Bauern vor 500 Jahren geraten zu tun?

25 Antworten

  • Viele Kinder bekommen, denn die Hälfte davon wird ohnehin sterben, bis sie erwachsen sind. Da es keine Rentenzahlungen gab, sind sie die einzige Altersversorgung des Bauern.
  • Nutze die 3-Felder- Wirtschaft um den Boden ertragreich zu halten.
  • Lege Vorräte an, wenn du kannst. Die nächste Missernte kommt bestimmt.
  • Versuchen eigenes Land zu erwerben um nicht vom Lehensherren abhängig zu sein.
  • Sich nicht gegen die Obrigkeit auflehnen, die sitzen am längeren Hebel, und da es zu dieser Zeit noch die Todesstrafe, Folter und Körperstrafen wie Händeabhacken gab, ist das keine gute Idee, wenn man auf einen gesunden Körper zu Erwerb des Lebensunterhalts angewiesen ist.
  • Kein Wasser trinken, sondern Bier und Wein schon ab dem Kindesalter, denn lieber mit 50 Jahren an einer kaputten Leber sterben als mit 10 an Amöebenruhr oder Colera, weil das Wasser mit Bakterien verseucht ist. Alkohol tötet diese ab.
  • Das Leben bestmöglich genießen, es kann ja sein, dass nächste Woche die nächste Seuche wie die Pest vorbeischaut und dich tötet. Die umherziehenden plündernden Horden des 30jährigen Krieges taten ihr Übriges. Genieß das Leben, es kann sein, dass du morgen keines mehr hast.

vor 500 jahren war handarbeit angesagt,der fiel todmüde ins bett.kein strom,keine maschinen und das essen das er produzierte reichte gerade zum überleben.den zehnten teil musste er an die obrigkeit abdrücken.dem konnte man nichts raten denn andere möglichkeiten hatte er nicht

Ich würde ihm wohl raten, es genauso zu machen, wie sie es damals gemacht haben.

Denn die Umstände damals kennt von uns keiner. Klar, in klugen Geschichtsbüchern steht schon was drüber... aber das ist Text. Aber das gibt uns nicht so weit Einblick in deren Situation, in deren wirkliches Leben. Daher wären wir heute absolut ungeeignet als Ratgeber für damals. Was sollte eine luxusverwöhnte, tendentiell übergewichtige Gesellschaft einem armen Bauern des 16. Jahrhunderts schon raten?

Was sollte man auch richtig machen? Ihm raten, sein Leben zu genießen? Dann wäre er mitsamt seiner Familie in Kürze verhungert. Auf die Idee, viele Kinder zu bekommen, kam man notgedrungen selbst. Versuchen reich zu werden? Reichtum war wohl damals ein Traum, den man nicht mal zu träumen wagte... Sich als Einzelner gegen die Obrigkeit aufzulehnen wäre ebenso tödlich.

In Zeiten, wo Bildung bewusst von der armen Bevölkerung ferngehalten wurde und wo Kirche und Graf noch das Sagen im Dorfleben hatten, sind all diese Ratschläge nutzlos. Aber wie sollen wir das beurteilen, die wir nie eine solche lebenslange Drucksituation durchleiden mussten? Wir mit unseren Problemen, welches Handy wir uns kaufen sollen oder welches Auto wir uns leasen können... Ich würde sogar so weit gehen, dass wir so einem Bauern in der Lebensführung um einiges unterlegen sind und damit schon gar nicht mehr als Ratgeber taugen. Von der Lebensweise damals könnten wir uns heute etwas Bescheidenheit und Fleiß durchaus abschauen...

  1. Lesen und Schreiben lernen
  2. regelmäßig waschen / Hygiene
  3. Einen Zaun um das Land, damit er aus dem Flurzwang heraus kommt
  4. Durch 2. ggfs. Ackerfutterbau mit Kühen und/oder Weinbau. Damit käme er als Lieferant näher an den Lehensherren und könnte somit sicherer leben.
  5. Den Zweitgeborenen in den Klerus bringen (Absicherung in die andere einflussreiche Richtung)
  6. Wenn dann noch der Ort passt, Erweiterung um eine Windmühle => Haltbarmachung des Getreides und auch damit bessere Versorgung des Lehnsherren
Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene

Sofern er die Möglichkeit hat und es sich leisten kann, nach Nordamerika auswandern. Das Leben, das ihn dort erwartet hätte wäre sehr hart gewesen, aber er und seine Kinder, Enkel und Urenkel wären vielen Katastrophen aus dem Weg gegangen.

Was möchtest Du wissen?