Was hätte ein Germane gedacht, wenn man ihn im Jahr 2000 v. Chr. nach Ägypten gebeamt hätte - dass er in der Zukunft ist?

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3 Antworten

Die Idee vom Versetzen in eine Zukunft - oder überhaupt eine andere Zeit - ist vergleichsweise jung.

Aber Handel haben die Leute schon ziemlich früh auch mit weit entfernten Ländern getrieben. (Da war diese Himmelsscheibe von Nebra, von der ich gehört habe, dass sie auf babylonische Vorbilder zurückgeht)

Da hätte er wahrscheinlich entweder gedacht, dass er in einer fortschrittlicheren Kultur gelandet wäre (was ja auch stimmen würde), oder dass er in einer Welt der Götter gelandet wäre. (Wobei der Unterschied mit Sicherheit weit weniger scharf gewesen wäre als heute, wenn man sich überhaupt darüber Gedanken gemacht hätte.) - Also wohl ähnlich, als wenn heute jemand bei (von uns aus gesehen deutlich sicherer fiktiven) "Aliens" landen würde.

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Kommentar von PWolff
02.07.2016, 12:07

Nachtrag: habe gestern noch darüber gelesen, dass die Idee von einem "Verschlafen" der Zeit oder einer Zeit, die an magischen Orten wesentlich langsamer vergeht als in "unserer" Welt in den Erzählungen ziemlich überall auf der Welt vergleichsweise häufig ist.

Von daher könnte es durchaus sein, dass er so etwas gedacht hätte.

(Eine Rückwärtsreise in der Zeit scheint vor der Science-Fiction-Literatur des 20. Jhd. eine sehr seltene Idee gewesen zu sein.)

(War irgendwo auf tvtropes.org, aber ich find's nicht wieder; am wenigsten unpassender Suchtreffer: http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/YearOutsideHourInside)

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Ein Germane existierte im Jahre 2000 v. Chr. noch nicht. Zumindest was wir heute als germanische Kulturgruppen/Stämme bezeichnen. Historisch werden die Germanen erst ab 80 v. Chr. genannt. Bei einigen anderen Quellen kann auch schon eher davon ausgegangen werden, dass sie gemeint waren, aber nur aus dem Kontext heraus und nicht als konkrete Bezeichnung als Germanen.

Zu deiner Frage, die ja vermutlich nicht auf geschichtlich-archäologische Korrektheit ausgelegt war, sondern eher philosophische Ziele verfolgt, noch ein paar Gedanken: "die Germanen" hatten Kontakte zu den Römern, sie wussten also, was es alles so an kulturellen Errungenschaften gab, da waren die Ägypter nicht sonderlich weiter und sie lehnten es ab. Wenn ich aus der heutigen Perspektive in das Reich der Ägypter kommen würde, würde ich vermutlich auch einen Kulturschock bekommen, schon aus der Ausrichtung des Lebens auf den Tod bzw. das Nachleben heraus. Denn im Mittleren Reich der Ägypter, in dem ja deine Zeitvorgabe liegt, war gerade der Wandel des ganzen "religösen", spirituellen Bereichs vom alleinigen Privileg der Herrscher und Gaufürsten auf die übrige Bevölkerung. Das Totenbuch fand sich plötzlich auch auf Särgen als sogenannte Sargtexte und Grabkammern wurden aus finanzieller Beschränktheit als Miniaturmodelle nachgebaut.

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Soll damit zum Ausdruck gebracht werden Ägypten wäre eine beindruckende Hochkultur gewesen. Wenn man nur die Pharaonen und seine Priesterkaste anschaut, stimmt das schon. Nicht aber für die Lebensbedingungen der einfachen Menschen.

Im heutigen Westdeutschland lebten in der vorrömischen Zeit die Kelten. Die einen regen Warenaustausch mit Athen und der iberischen Halbinsel ausführten. Sie wären also von dem unfreien Leben der Ägypter entsetzt gewesen.

http://www.altwege.de/roemer-und-kelten/altwege-glauberg.html

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