Was hältst du vom derzeitigen Schulsystem in Deutschland?

Das Ergebnis basiert auf 26 Abstimmungen

Schlecht! 34%
Sehr schlecht! 30%
Ausgeglichen 19%
Gut! 11%
Sehr Gut! 3%

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Sehr schlecht!

Die Grundlagen die man später braucht werden im annährendesten[sick] nicht beigebracht, zumindest da, wo man weiß das die später gebraucht werden. Ich meine, Schule kann ja schlecht für verschiedene Gruppen aufgebaut werden, es muss also irgendwo ein Kompromiss stattfinden zwischen Interessen aller. Meiner Meinung nach suchen aber die Themen irgendwelche Typen aus, die meinen ihre "intellektuellen" Dinge sollten tatsächlich die Allgemeinheit wissen. Das Resultat daraus sieht man dann 10 Jahre später; keiner weiß mehr davon.

Mir fehlen vor allen irgendwelche Arten um die Grammatik gut genug zu können oder zumindest mehr als eine Sprache gut zu können, in Sachen Englisch lernt man dann doch ziemlich mangelhaft für 5 Jahre+ Unterricht. (Klasse 5 - 10).

Die Grundlagen werden in Mathematik beigebracht... Anstatt das sie aber gestärkt werden, macht man ab Klasse 8 ins Fortgeschrittene gehen.

In Physik hab ich echt nichts behalten, weder in Biologie oder Chemie.

In Sport.. tja da lernste eh nichts. Entweder kannst du es oder nicht.

Und das größte Problem: Man weiß meistens eher un-gewissenhaft was man später mit seinem Leben zu tun haben möchte. Die Zeit wo man sowas herausfinden könnte, stehlt die Schule. Auch die Energie.

Ausgeglichen

Zu Beginn, ich war in Hessen auf einer Realschule und gehe jetzt auch eins Fachoberschule, in die 11.te Klasse

Also ich finde das ein einheitlicheres Schulsystem gut wäre in denen alle Bundesländer mehr oder weniger gleich bewertet werden und auch der gleiche Schwierigkeitsgrad da ist. Der Deutschunterricht sollte sich vielleicht etwas meh auf die deutsche Sprache beziehen als auf Gedichte, Geschichten und so weiter. Ich bin in der 11.ten Klasse gerade und es gibt immernoch mehr als genug Schüler die keine richtige Grammatik drauf haben was schon irgendwie traurig ist, anstatt da anzusetzen interpretieren wir lieber unnütze Geschichten

Manche Fächer wie Musik und Kunst oder Religion sind ziemlich unnötig für Schüler die daran kein Interesse haben aber sie komplett rauszunehmen wäre meiner Meinung nach keine Lösung also bin ich damit ganz zufrieden, wenn man darin nicht so gut ist zwar blöd aber das ist jaa nur ein Fach was auch nicht sonderlich aussagekräftig ist. Ich war mit meinem Kunstunterricht aufgrund der Lehrer ziemlich unzufrieden aber es gibt dort bestimmt auch welche die wirklich gut die Kreativität der Kinder fördern und dann ist das jaa auch hilfreich für die Schüler

Sportunterricht sollte vielleicht etwas mehr sein, wir hatten immer nur 2 Stunden Sport bei mindestens 32 Unterrichtsstunden in der Woche, Bewegung ist nicht unwichtig und deswegen wären 4 etwas besser, könnte man jaa Musik dafür streichen ;). Dann aber bitte nicht immer nur Fußball, Fußball, Fußball weil einfach nee...

Was mich persönlich stört ist das mündlich immer so überbewertet wird, die mündliche Note zählt in allen Nebenfächern bei uns mehr als die schriftliche und das ist unfair für schüchterne und introvertierte Schüler da diese sich halt nicht melden möchten und bei Präsentationen auch nicht immer wirklich gut sind, 50% für beides wäre fair, so müssen sich die wo mündlich und die wo schriftlich besser sind einfach bei beiden anstrengen auch wenn ihnen eins nicht liegt

Sonst werden einige Sachen die man später im Leben braucht nur schlecht oder garnicht beigebracht, z.B. haben wir uns nie Verträge angeschaut oder wie man Bewerbungen schreibt oder so und bestimmt lerne ich noch ein paar Sachen kennen die mir auch nicht gezeigt wurden die ich aber unbedingt wissen muss

Schule sollte etwas mehr aufs Leben vorbereiten und etwas weniger theoretische Sachen bearbeiten die man eh nie wieder braucht. Aber komplett alles ist auf jeden Fall nicht falsch, gelernt hab ich letztendlich jaa trotzdem was :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Schlecht!

Ich bin der Meinung, dass das deutsche Schulsystem veraltet und starr/unflexibel ist, abgesehen von der Tatsache, dass es gar kein deutsches Schulsystem gibt, sondern 16 verschiedene "Bundesland-Schulsysteme".

Aktuell läuft es ja so, dass man je nach Bundesland und Schulart irgendwann morgens zwischen 7 und 8 Uhr in die Schule kommt. Dann lernt man ein paar Jahre Stoff auswendig, um 80% davon nach der Prüfung wieder zu vergessen und am Ende wird man dann auf ein Stück Papier mit ein paar Zahlen darauf reduziert. Außerdem wird jedem Schüler wird im gleichen Tempo der gleiche Stoff beigebracht.

Die Bewertung der Schüler sollte auch individueller sein. Es gibt Schüler, die schriftlich besser sind und es gibt welche, die mündlich besser sind. Man sollte auch nicht wegen einem Fach sitzenbleiben, das für das spätere Leben sowieso komplett unwichtig ist (meistens Kunst, Musik oder Religion/Ethik).

Die Klassen müssen kleiner werden. Bei uns waren die Klassen immer 30+ Schüler groß. Eine maximale Klassengröße von 24 Schülern fände ich ganz gut. Noch kleiner wäre auch ok.

Statt nach Konfession getrenntem Religionsunterricht sollte es neutralen Ethikunterricht für alle geben.

Warum wird das Abitur immer leichter, also warum kommt man den Schülern immer mehr entgegen?

Hallo,

Als ich vor einem Jahr mit meinem Abitur angefangen habe, habe ich mir das so vorgestellt, dass der absolute Großteil der Leute dort ziemlich reif, schlau und gut erzogen sein wird. Ich war erschreckt als ich sah, was für Leute auf meiner Schule Abitur machen und es teilweise sogar noch bestehen. Die meisten davon sind selbst fuer eine Hauptschule ungeeignet, und wuerde man meine Klasse sehen, wuerde man nicht denken, dass es sich um eine Abitur Klasse handelt, sondern man wuerde eher von einer Hauptschulklasse ausgehen. Die Lehrer sind durch die viel zu sehr dominierenden Schueler kaum durchsetzungsfaehig, und generell wird den Schuelern immer zu stark entgegen gekommen. So hatte ich in meiner Klasse z.B den Fall, dass eine Klassenkameradin fast sitzen geblieben waere, weil sie das ganze Schuljahr ueber nur gefaulenzt und den Unterricht gestoert hat, und dann einmal bei einem Lehrer wortwoertlich rumgeflennt hat, dass er ihr ueberpunktet gibt und dieser es dann relativ schnell gemacht hat. Sowas ist einfach nur unprofessionel und laesst mich stark an unserem Schulsystem zweifeln. Ich als ein Schueler, der sehr stark fuer seine Noten gearbeitet hat, komme mir da sehr verarscht vor.

Aber auch seitens des Gesetzgebers wird die Schule immer leichter gemacht, so werden im Deutsch Leistungskurs immer weniger Lektueren als Pflicht angesehen, und der Punktabzug fuer hohe Fehlerquotienten in Klausuren ist in Hessen ueber die Jahre von 5 auf 2 runtergegangen, und wird bestimmt auch in ein paar Jahren komplett abgeschafft (fast alle aus meiner Klasse wuenschen sich dies auch), was Deutsch dann zu einem gaenzlich sinnlosen Fach machen wuerde.

Mittlerweile kann jeder Dummkopf ein Abitur machen, was dann zu einer "Abitur-Inflation" fuehrt, daher wird der Abschluss immer geringerer gewertet, da mehr Menschen diesen Abschluss haben. Viele die Abitur haben koennen auch teilweise nichtmal mehr einen richtigen deutschen Satz schreiben, weil sowas in der Schule vernachlaessigt wird, ich finde das alleine sagt schon ziemlich viel ueber unser Schulsystem aus.

Ich bin sehr besorgniserregd deswegen, und frage mich auch oft genug, ob es sich heutzutage ueberhaupt noch lohnt gut in der Schule zu sein bzw Abitur zu machen.

PS: Sorry wegen der Rechtschreibung hier, habe keine Umlaute und eben auch relativ schnell geschrieben.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?