Was hält so eine Kugelsichere Weste aus?

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13 Antworten

Das hängt ganz von der Weste ab und die heißen nicht "Kugelsichere" sondern Beschusshemmende Weste! https://de.wikipedia.org/wiki/Beschusshemmende\_Weste

Außerdem hängt die Penetrationskapazität wesentlich von der Beschaffenheit des Zielmediums sowie der Auftreffgeschwindigkeit und der Zusammensetzung des Projektils und der Materialien ab, nicht zwingend vom Kaliber (natürlich sind ab bestimmten Massen die Energien wieder höher, sodass ein z.B. eine Maschinenkanonen Projektil immer stärker penetriert als ein Gewehr Projektil, aber bei kleineren Kalibern kann da schon ein Projektil mit weniger Auftreff Energie mehr penetrieren als ein doppelt so Energiereiches, falls die Bauart stark auseinander geht). Die V0 hängt wesentlich vond er Länge des Laufes und dem Verhältnis Pulvermenge und Pulverart zur Geschossmasse und der Abdichtung ab. Die Enegie beim Auftreffen hängt von der Distanz und Aerodynamik des Projektils ab. Mit Distanz sinkt die Geschwindigkeit und Energie, der Auftreffwinkel steigt an, da das Projektil durch Gravitation sinkt. Eine abgewinkelte Panzerung kann ab einigen Grad schon wesentliche Unterschiede in Penetration bis zum abstreifen verursachen.

Nehmen wir als Beispiel die Patrone .50 BMG (12,7x99mm NATO), welche sehr viele Ausführungen beinhaltet und vergleichen ihre Penetration bei 3 ihrer mindestens 17 Ausführungen: (Angaben zur Penetration beziehen sich auf eine "durchschnittliche" Panzerung) http://www.inetres.com/gp/military/infantry/mg/50\_ammo.html

  • Die "standard" Cartridge, Caliber .50, Ball, M33: für Personen oder ungepanzerte Ziele wird vom US-Militär z.B. von den schweren MGs der M2 Varianten, oder M85 genutzt; auch vom M107 LRSR (Barrett M107)

- etwa 8 mm  auf 500 m Entfernung

- etwa 4 mm auf 1200 m Entfernung

  • Cartridge, Caliber .50, Saboted Light Armor Penetrator (SLAP), M903: konnte ursprünglich nur von der M2HB genutzt werden (mittlerweile auch vom M3M) Enthält ein 7,7mm SABOT, eine "Penetrationsnadel" mit weit höherer Geschwindigkeit und Reichweite als die M33 und wird gegen leicht gepanzerte Ziele und Angriffshelikopter genutzt:
- etwa 34 mm  auf 500 m Entfernung
- etwa 23 mm auf 1200 m Entfernung

  • Die von Nammo produzierte Cartridge, Caliber .50, Armor Piercing Incendiary (API), MK 211 Mod 0 "Raufoss". Wird im US-Militär von den M2 Varianten und dem M107 genutzt. Der 84g Comp-A Hochleistungssprengstoff beseitigt gehärtete Oberfläche der Panzerungen für den nachfolgenden Tungsten Penetrator, bei der Penetration zündet der 85g #136 Brandstoff und verletzt oder tötet potentielle Insassen. Diese Patrone soll bis zu 51mm RHA pentrieren können, inwiefern die Panzerung gestaltet ist, aus welchem Winkel und Entfernung ist allerdings unklar. 

Bei dickeren Panzerungen kann der (Tungsten) Sabot abprallen und sehr schnell in Richtung Schütze zurück kommen!

Somit erreichen die am stärksten für Panzerung konzipierten .50 BMG Patronen die selbe Pentration mit einer E0 von 16.000-20.000 Joule  wie eine standard 20x102mm Patrone mit etwa 48.000 - 51.000 Joule. Wenn man sich nun vor Augen führt welche Unterschiede bei den Patronen und Waffensystemen herrschen wird einem schnell bewusst, dass die Projektil Beschaffenheit einen wesentlichen Einfluss auf die Penetration hat.

-> Es gibt unzählige Testvideos zu verschiedenen Kalibern und Patronenarten auf Youtube zu vielen in Schutzwesten verbauten Panzerplatten... da musst du dir selber den Eindruck verschaffen z.B unter dern bekannteren Kanälen: wie DemolitionRanch (viele Penetrationsvideos), 

RatedRR (FullMag), welcher einige Videos zu 20mm Kalibern mit hochauflösender Kamera darstellt (Lahti L-39 gegen iMac z.B. ist interessant) und TAOFLEDERMAUS mit seinen unzähligen Spielereien, die muss man nicht ernst nehmen ist nur zum Spaß. 

Auch Jerry Miculek un Iraqveteran8888 von den bekannteren haben etwas in ihrer Mediathek.

Es lohnt sich für dich unter "AR(500) penetration" und "body armor penetration" zu suchen.



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Es gibt keine Ganzkörperwesten da sie die Bewegungsfreiheit extrem einschränken würden. Qualitative Westen halten schon einiges aus, auch große Kaliber (bis 7,62x63). Rippenbrüche sind aber durchaus möglich aufgrund der Wucht mit der ein Projektil auf den Körper einschlägt 

Ja es gibt sogar welche die können MG Beschuss standhalten. Die sind dann aber wirklich sehr schwer und sehr teuer. Und sie machen den Träger ziemlich unbeweglich

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Kommt drauf an. Panzerbrechende Munitition, wie sie auch von einigen "Scharfschützengewehren" verschossen werden kann, hält auch eine Flakweste der SK4 (mit Traumaplatten aus Keramik oder Stahl) nicht aus.

Ganzkörperanzüge gibt es nicht. (Außer für Bombenentschärfer. Das ist aber etwas anderes.)

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Desto sicherer desto schwerer und desto unbeweglicher. Haste mal den Anzug bei ner Bombenentschärfung gesehen? Die können sich darin nicht mehr arg gut bewegen.

Scharfschützengewehre je nachdem... .50 BMG hält aber definitiv keine Weste mehr aus ;)

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Kommentar von wobfighter
07.08.2016, 04:41

nicht das Kaliber erzeugt die Wirkung sondern die verwendete Munition...

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Ganzkörperschutz gegen schwere Handwaffen gibt es, das nennt sich Bunker oder Panzer. ;-)

Für Schutzwestenträger ist wichtig dass die Weste Schüsse aus der eigenen Dienstwaffe aushält.

Moderne Westen bestehen aus Aramidfasern

http://www.zdf.de/terra-xpress/schutzweste-im-test-5439376.html

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Ganzkörperschutzwesten sind kaum möglich, da man das Material nicht vernäht, sondern die Kevlarlage in einer Plastikhülle in die Weste eingelegt wird. Würde man sowas für den ganzen Körper machen, wäre man unbeweglich. 

Je mehr Kevlarlagen in der Schutzweste sind, um so mehr hält die Weste aus. Die normale Schussweste hält 9mm Para aus, Gewehrmunition oder Messer hält sie nicht ab. 

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Kommentar von HenrikhMaurer
07.08.2016, 10:27

Warum Messer nicht ist ein Schuss mit so einer Schusswaffe nicht gefährlicher als ein Messerstich?

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1.Es gbt zig Varianten der "Westen". Nach dem einfachen Prinzip: je schwerer und unbeweglicher, desto mehr Schutz. Uner Umständen auch gegen MG-Feuer.

2.Es git auch panzerbrechende Muntion. Es ist ein ewiger Kampf von angriff und Verteidigung. Keine Weste shützt gegen eine Projektil, dass problemlos gepanzerte Fahrzeuge knackt.

3.Die Westen haben mist Platten drin aus verschiedeen Materialien, dessen Hauptmekmal das Verteilen der Energie des Projektils ist. Die Platte verformt sichaber lenkt die Projektilenergie so ab, dass der Träger wenn auch mal verletzt(glaube nicht Märchenfilmen, in denen Menschn nachdem ihnen  mehrmals aus nächster Nähe in die Brust geschossen wurde einfach aufspringen und losrennen. Meist haben sie danach einen blauen Fleck in der Grössedes Brustkorbes. Aber sie überleben und das ist der Sinn) aber eben nicht getöten wird.

4.Es gibt für Spezialaufgaben auch "Ganzkörperanzüge" oder grosse, schwere Westen, die aber den Träger stark in der Bewegungsfreiheit einschränken. Daher werden auch oft leichte Westen getragen, de nur die rust und den Bauch schüzen und auch nur gegen leichtere Waffen.

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Also die die die Bundeswehr trägt bestehen aus Keramik Platten. Sie sollen sogar besser sein als die von den Amerikanern.

Sie kann an der selben Stelle nicht 2 AK-47 Schüsse aushalten, aber wenn der Schuss oben rechts und unten rechts kommt kann sie es.

Je nachdem wie nah aneinander die Kugeln sind da sich die Platte auch verschiebt.

Sie kann auch oftmals 3 Schüsse aushalten.

1 Dragunov Schuss könnte sie auch aushalten, bei 50 Kaliber eigentlich nicht. Alleine schon das dir die 50 Kaliber den Arm weg reist sagt schon einiges aus.

Generell ist eine Schutzweste 15 kg schwer ( ohne die Munition und Granaten )

Jetzt stell dir vor du bist in Afghanistan, 45 grad, Staub, trocken, Sonne und dann in voller Kampfmontur.

Also Helm, Weste, Waffe, Munition etc.

Denk mal nach wie schwer es ist für den Soldaten die ganze Zeit unter diesen Bedingungen zu patrouillieren.

Wenn die Weste jetzt noch mehr wiegen würde, wäre der Soldat noch unbeweglicher, langsamer und könnte es eigentlich gleich vergessen.

Es gibt halt diese Kampfmittelbeseitiger Anzüge.

Die wiegen 40 kg und schützen dich natürlich vor mehr Kugeln.

Die Schützen bis zu 1 kg Sprengstoff sogar.

Aber ich war selbst einmal drin. Du kannst mit dem Ding gerade so aufstehen. Du fühlst dich wie eine Schildkröte und kannst nicht mal rennen damit bzw. gerade so.

Das Ding hat eigentlich eine eingebaute "Klimaanlage"

Also nicht genau sondern was ähnliches damit wenigstens etwas Luft deinen Körper abkühlt weil du darin komplett schwitzt und es heißer ist als draußen.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten.

P.S.

Der American Sniper, trug eine Dragon Plate Weste.

Kannst mal googlen was das ist.

Kostet um die 8.000 Dollar, ist bisschen Schwerer hält aber noch mehr Kugeln aus, aufgrund dessen das da mehrere kleine Runde Platten sind, die somit nicht die ganze Platte biegen, sondern nur die eine kleine Runde Platte und somit mehr "einstecken" kannst.

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Kommentar von rav3ry
07.08.2016, 19:49

Spielt keine Rolle wie viele Kugeln die aushält, krieg eine in die Weste und weitermachen geht eh nicht mehr.

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Kommentar von RipeClown
07.08.2016, 21:13

Spielt sehr wohl eine Rolle

Wenn 2-3 Kugeln dich aufeinmal treffen, muss das Ding es aushalten.

Es ist eine Frage ob du überlebst oder nicht.

Mit der Dragon Plate kannst du auch nach einem Treffer weiter machen.

Außerdem wenn du als Soldat zurück in den Dingo / Humwev kommst, kannst du von da weiter machen wenn deine Platte die Kugeln nur abbekommen hat.

Auch gerade wenn es darum geht eine Position mehrere Tage zu halten ( was schon in Afghanistan passiert ist )

Ist es wichtig das deine Weste es aushält, da du auch da weiter kämpfen musst.

Kannst dich nach dem Gefecht umziehen.

Neue Weste ran. Du wurdest so gesehen nicht stark verletzt und musst die Wunde nicht 2-3 Monate heilen lassen.

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Man muss dazu auch sagen, dass diese Westen nicht vor Verletzungen schützen.

Sie gehen bei der Prüfung durch, wenn sie sich beim Beschuss, auf der Innenseite bis zu 40 mm "Einstülpen".

Stell die mal auf den Rippen einen 4 cm Eindruck mit 600 m/s vor das bricht dir die Rippen aber sowas von.

Dadurch sind nach einem Schuß in die Weste Innere Verletzungen oder Rippenbrüche sehr häufig aber eben besser als wenn die Kugel durch dich durchjagd.

Über dem Herzen haben diese Westen übrigens immer eine Titanstahlplatte, weil das Herz einen solchen kurzen, heftigen Druck nicht so gut abkönnte.

FG.

Raider

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Eine Kugelsichere Weste muss eine Kugel von gigantischer Geschwindigkeit auf 0 abbremsen. Das geschieht in einer weichen Schicht (Sand vielleicht) vor der Kevlar-Schicht. Ich behaupte mal eben je großer der Impuls des Geschosses ist, um so größer muss die bremsende Schicht sein.

Ich hatte mal gehört, dass bei automatischen militärischen Waffen eine kugelsichere Weste nicht mehr hilft. Also ab Kalaschnikow. Könnte aber auch von der Weste abhängen.

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Kommentar von wobfighter
07.08.2016, 04:42

Das gilt für die leichten Westen.. Mittlerweile soll es neben den Kevlar Westen bereits Versuche mit einem anderen Werkstoff geben der leichter als Kevlar sein soll aber effektiver die Geschosse stoppen sollen.

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Das kommt auf die Art der Weste an. Die meisten schützen vor einem Pistolenschuss. Ich kenne aber keine Weste, die so eine MG-Salve aushält.

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So eine Weste besteht aus vielen Schichten Kefler und hält glaube ich Kugel bis Kaliber 9mm locker aus. Alles was darüber liegt ist kritisch oder tödlich.

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Auf Wikipedia steht mehr zu den Schutzklassen und 20-30 MG-Schüsse wird selbst SK 4 nicht aushalten. Um die 6 Schüsse mit einer AK-47 hätl Schutzklasse 4 aus.

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