Was hält euch ab ein Elektroauto zu fahren?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

Andree 40%
Hohe Anschaffung kosten 20%
Langes laden 17%
Schlechet ladeinfrastruktur 11%
Habe ein Elektroauto 9%
Geringe Reichweite 3%

16 Antworten

Andree

Die wenigsten scheinen sich hier wirklich mit E-Autos auszukennen. Ich habe das Gefühl man hat sich hautpsächlich aus der Boulevard Presse heraus belesen. Ich habe in den Kommentaren etwas detaillierter geschrieben.

Ich würde mir durchaus ein E-Auto kaufen, wenn ich ein Auto bräuchte und es einen guten Gebrauchtmarkt gibt. Neue Autos möchte ich mir nicht leisten. Aber die Zulassungen steigen ja im Moment rasant an und ein Gebrauchtwagenmarkt wird vielleicht in relativ kurzer Zeit zur Verfügung stehen. Bräuchte ich jetzt kurzfristig ein Auto, so würde es erstmal ein Hybrid werden. Immerhin besser als ein reiner Verbrenner.

Aber und das muss man klar sagen für einige gibt es eben durchaus Hürden ein E-Auto zu kaufen. Leute, die günstige Autos suchen haben noch das nachsehen. Leute, die jeden Tag für die Arbeit hunderte Kilometer fahren. Leute, die keine Lademöglichkeit zuhause, am Arbeitsplatz oder beim Supermarkt haben. Leute, die durchgängig 200 auf der Autobahn fahren wollen, denn dafür ist das E-Auto nicht gemacht. Aber für viele ist es durchaus möglich ein E-Auto zu fahren. Und für manche könnte es auch ein Plug in Hybrid sein, der rund 50km rein elektrisch fahren kann (was eine gute Lademöglichkeit ebenso voraussetzt) und für weitere Wege gibt es dann den Verbrenner.

Andree

Um sowohl die Umwelt zu schonen als auch mobil zu sein fahre ich einen sparsamen, modernen Benziner. Bei dem aktuellen Entwicklungsstand insbesondere im Bereich der Akkus ist ein sparsamer Verbrennungsmotor für die Umwelt aktuell die beste Wahl.

Ein Elektroauto macht nur dann Sinn, wenn es ausschließlich mit reinem Ökostrom (aus eigener Anlage) betrieben wird. Wobei der Einsatz aufgrund des Akkugewichts eher im Kurzstreckenbereich liegen sollte. Da taucht dann natürlich das Problem auf, das Nachts die Sonne zum tanken nicht scheint.

Die Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus eines Autos ist aktuell bei den meisten Hybrid- und Elektroautos deutlich schlechter als bei einem modernen, sparsamen Verbrennungsmotor.

Aus Gründen der Umweltfreundlichkeit machen Elektroautos nur in bestimmten Fällen Sinn:

  • ausschließlicher Stadt- und / oder Kurzstreckenbetrieb (Zustelldienste wie die Post, Krankenpflegedienste, ...)
  • Laden der Fzg. nur mit tatsächlichem Ökostrom von örtlichen Solaranalgen, Windkraftanlagen usw.

Deine Daten sind mittlerweile vefaltet. Die Umwetlbilanz von E-Autos hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. In den meisten Fällen emitiert ein E-Auto nach ca. 50-100000km weniger CO2 aus. Mal ganz abgesehen von den lokalen Emissionen in Städten bspw. Ein E-Auto ist auch im heutigen Strommix schon umweltfreundlicher. Schließlich haben wir schon über 40% Erneuerbare.

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Vieles ist schon längst überholt bzw. widerlegt. immer noch diese "Schwedenstudie" aus 2017, die nur eine Metastudie war, also schon in 2017 auf alten Daten rumhökerte; wurde zwischenzeitlich von ihrer Verfassern überarbeitet.

Und selbst die älteren CtG-Studien attestieren den E-Autos innerhalb der Lebensdauer eine bessere Ökobilanz. Wobei die Ökobilanz künstlich daurch verschlechter wird, dass der CO2-Rucksack gänzlich dem Pkw zugeschlagen wird und gar nicht die Weiterverwendung z.B. als stationärer Speicher nach Ablauf des Autolebens berücksichtigt wird.

Und in Europa läuft jetzt (endlich) die Batterieproduktion an.

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Einerseits fahre ich meine Autos normalerweise so lange, bis sie nicht mehr durch den Tüv kommen, aber ich würde mir vermutlich trotzdem kein Elektroauto kaufen.

Die Anschaffungskosten sind höher, als ein Benzinauto + Benzin für die gesamte Autolebensdauer. Dass ich für 10€ Strom weiter komme, als für 10€ Benzin, fällt dann nicht mehr ins Gewicht.

Die Reichweite ist nicht für Urlaubsfahrten geeignet, wobei das nicht so sehr ins Gewicht fällt. Ein Tesla schaft zumindest die Hälfte der Strecke bei den meisten Urlaubsfahrten, die ich mache. Eine Pause bei einem Supercharger kann dann mit einem Restaurantbesuch kombiniert werden, allerdings sind die Supercharger während der Ferienzeiten so sehr überlaufen, dass man dort nicht laden kann.

Solange man den Strom nicht selbst mit einer Solarzelle erzeugt, ist die Umwelt auch nicht besser dran, als wenn man mit einem Benzinauto fahren würde. Der Schmutz wird nur an anderer Stelle produziert.

Elektroautos sind bei Unfällen deutlich gefährlicher, als Benzinautos. Teile des Autos können unter Starkstrom stehen und ein aufgeschlitzter Akku fängt leichter an zu brennen, als ein aufgeschlitzter Benzintank. Dafür kann die Knautschzone aber sicherer gestaltet werden, weil kein klobiger Motor im Weg ist.

Der letzte Absatz stimmt so nicht. Es wird großer Aufwand betrieben, genau diese Situation zu verhindern, dass das Auto unter Spannung steht. Klar, 100%ig ausschließen kann man sowas nie, aber das dürfte ähnlich wahrscheinlich sein wie das Versagen eines Gurtschlosses beim Unfall.

Auch das das mit dem Brennen stimmt nicht. Die Akkus werden so gebaut, das möglichst zu verhindern. Wenn sie mal brennen sollten, dann brennen sie langsam (aber dafür lange). Entzündet sich auslaufendes Benzin, was in der Nähe des heißen Auspuffs nicht unwahrscheinlich ist, entzündet sich fast augenblicklich der gesamte Sprit. Überlebenschancen stehen dann extrem schlecht.

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Langes laden

1) Langes Laden
2) Geringe Reichweite
3) Schlechte LadeInfrastruktur
4) Hohe anschaffungskosten
5) Rießiger akku (normale baterien schon sondermüll)
6) Litium verbraucht viel wasser (Akku größer mehr wasser verbrauch)
7) Bekommen meist keinen Nachhaltigen strom
8) Leise daher erhöhtes unfall risiko
9) Feinstaub belastung nur bei Produktion geringer da weniger Teile,danach gleich
10) Keine Förderung

Sind mal ein paar die mir eingefallen sind

Lg

1) ungefähr 20-30min am Schnelllader und über Nacht ist es voll an einer normalen Steckdose oder beim Einkaufen in 1-2h an geeigneter Ladestation

2) 300-400km sind heute keine Seltenheit mehr. 200km als Zweitwagen gibt es neu für unter ca. 15000€ (inklusive Förderung). Da hat sich schon viel beim Preis getan. Ein bisschen Idealismus gehört aber noch dazu.

3) Das kommt tatsächlich sehr drauf an wo man ist. Einige Städte sind schon recht gut und an den Autobahnen wird es auch immer besser. Ich empfehle goingelectric.de

4) für ab 15000 gibt es alles mögliche. Für 30000€ gibt es 300-400km.

5) Batterien sind kein Sondermüll. Sie können auch schon heute recycelt werden. Leider wird das nicht immer genung kontrolliert.

6) Der Konsum von wenigen kg Rindfleisch verbraucht mehr Wasser als das bisschen Lithium im Akku. Es kommt immer auf den Vergleich an. Das Lithium verbleibt mindestens 10 Jahre im Auto und kann danach meistn noch 10 Jahre im stationären Speicher für Ökostrom verweilen.

7) Verbrenner bekommen auch keinen nachhaltigen Treibstoff und dort scheint das niemand zu hinterfeagen. Der Strommix besteht immerhin schon zu über 40% aus Erneuerbaren und mit einem zertifizierten Ökostromvertrag unterstützt man sogar den Ausbau.

8) Gesetzlich ist ein Geräusch bis 30kmh vorgeschrieben, um andere Verkehrsteilnehmer*innen nicht zu gefährden.

9) Feinstaub wird im laufenden Betrieb durch Verbrennungsmotoren ausgeschieden. Das fällt beim E-Auto weg. Bleibt noch der Reifenabrieb der gleich ist. Bremsenabrieb ist allerdings geringer, da E-Autos fast hautpsächlich mit dem E-Motor bremsen und Energie zurückgewinnen und somit die Bremsscheiben nur sehr wenig bis selten genutzt werden.

10) Es gibt 6000€ Förderung auf einen E-Neuwagen bis 40000€ und 10 Jahre KfZ Steuer Befreiung wenn es vor Ende diesen Jahres gekauft wird.

Vielleicht konnte ich ja ein paar Unklarheiten beseitigen. Es ist natürlich immer sehr individuell, ob ein E-Auto passt. Wer jede Woche hunderte Kilometer über die Autobahn huschen muss, für den ist auch weiterhin ein moderner Diesel kurz- bis mittelfristig die beste Lösung. Aber für viele Ottonormalverbraucher*innen vor allem mit Lademöglichkeit zuhause, am Arbeitsplatz oder einem nahegelegenen Supermarkt ist das schon heute möglich.

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@randomhuman

0) Danke für das kommentar, klingt ja gar nicht so schlecht,aber

1) 20-30 min ist schon lange bzw. schnellladen schädigt den akku

2) 200Km für 15000€ ist sehr wenig wenn man rechnet das man mit einem motorrad durchschnittlich 300km kommt und das für 1500€,aber wie du schon gesagt hast.

Ein bisschen Idealismus gehört aber noch dazu.

3) Gerade für die stadt wo die häuser hoch sind ist es schwachsinnig und ich werde nicht anfangen verteiler aus dem fenster zu werfen ^^^(überspitzt gesagt) viele E-Zapfsäulen sind baulich dort gar nicht möglich.

4) Das sind hohe anschaffungskosten

5) Baterie recycling

6) 3840 Liter Wasser verdunstet. Das entspricht nach Fichtners Angaben dem Wasserverbrauch bei der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, zehn Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans. Das war mit bewusst,das heißt aber auch das eine vegane ernährung nicht besser ist und das das Öl für die akku herstellung noch nicht mit eingerechnet wird.

7) Korrekt, allerdings wurde dieser verfahren über die jahre laufend verbessert,wärend E- noch am anfang steht.Desweiteren können E-Auos nicht gelöscht werden was sie zudem zu einen brand risiko machen.Erneuerbare energien sind meiner meinung nach auch nicht so super wie immer getan wird, solar (abbau/beständigkeit/nutzen) Wind(Vögel/schmierung/bau)Wasser(schmutz/schmier/ökosystem) usw.

8) Das ist ja das coolste ich bau ein leises auto um es laut zu machen,das ist genau so wie vegane lasagne ^^

9) Korrekt,allerdings hast du beim Vmotor auch eine motorbremsung,die den motor kühlt,meines wissens nach hat das e auto das nicht,da aus der bremsung endergie gewonnen wird.Das mit den bremsscheiben wäre beim VMotor auch so wenn die leute sie benutzen würden und vorrauschauend fahren würden.

10) Find ich gut und sinnvoll,wsl allerdings nur in D in Ö wäre das für mich neu.

Lg

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Die Herstellung von Lithium braucht richtig viel Wasser nicht das Lithium in der Batterie

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Andree

Die Summe an Minus-Punkten bezügl.:

Anschaffungskosten

Reichweite

absolut zweifelhafter Umwelt-Bilanz

derzeit noch viel zu dürftigem Netz an Zapfstellen

zu hohem Wertverlust als Gebrauchtwagen

Risiko bei längerer Nutzungsdauer hinsichtl. der Akku-Lebensdauer

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