Was habt ihr studiert und wie waren Eure Erfahrungen?

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Ich studiere "Biomedizinische Wissenschaften", was im Bereich Chemie, Biochemie und Mikrobiologie liegt. Zielt deutlich auf die Medizinprodukte-Industrie ab.

Was sind meine Erfahrungen? Hmm...

  • In sozialer Hinsicht werden die Karten ganz neu gemischt. Ich war früher das totale Mobbingopfer, im Studium wurde ich aber direkt akzeptiert; es entwickelte sich auch schnell ein wirklich toller Freundeskreis.
  • Sich mit den Mitstudenten gut zu stellen, ist aber auch sehr wichtig; man bekommt einfach nicht alles mit und tut sich bei einigem einfach schwer, da ist es gut wenn man weiß wen fragen. Es ist auch eine gute Sache, für die Laborpraktika eine "festgelegte" Gruppe zu haben, von der man weiß wie sie funktioniert. Und schließlich lernt es sich in Lerngruppen viel effektiver.
  • Studium ist ein ganz anderes Lernen als Schule. In der Schule kommt in der Klassenarbeit nur das dran, was im Unterricht besprochen wurde; Im Studium darfst du die Vorlesung als "grobe Orientierung fürs eigene Lernen" sehen, und in der Klausur wird erwartet, dass du sehr viel mehr weißt als in der Vorlesung drankam.
  • Man sollte wissen, wofür man studiert. Einfach, weil es Zeiten gibt, in denen man sich fragt "Wozu tue ich mir diesen Stress eigentlich an?". Und es kann für die Lernmotivation echt tödlich sein, wenn man darauf keine gute Antwort hat. Sieh das Studium niemals als Ziel! Es ist nur ein Weg.

Ist das Studium schwer? Wie man's nimmt. Ich würde sicherlich viel bessere Noten schreiben, wenn ich motiviert wäre und adäquat lernen würde. Das ist bei mir übrigens das Ergebnis der beiden fett gedruckten Sätze; das war mein Fehler. Ich will es nur noch hinter mir haben, um dann weiterzusehen, was ich mit dem Abschluss anfange. Abgebrochen hab ich nur nicht, weil mir meine Freunde wichtig sind und ich keine Ahnung habe, was ich sonst machen sollte. Vom Fachlichen her finde ich es aber eigentlich nicht schwer.

Ich würde dir also dringend raten, dir zu überlegen was du in ca. 10 Jahren für eine Arbeit machen willst (vom Grundsatz her). Daraus sollte sich dann automatisch ergeben, ob dein Weg akademischer Natur ist oder nicht. Und wenn ja, dann kannst du recherchieren, welche von den unzähligen Studiengängen in Deutschland dich zu deinem beruflichen Ziel bringen können.

Ich habe Chemie studiert, das ist nun schon eine Weile her. Es war anstrengend, aber auch sehr interessant, für mich war es insgesamt eine sehr gute Zeit. Ein Semester habe ich ein wenig "Auszeit" genommen (aber ein Nebenfach dafür gemacht). Ein Auslandsaufenthalt war auch dabei.

Bereut habe ich dies nie.

Anstrengung ist ja nicht schlecht, es sollte nur etwas sein, was einem auch mit der Anstrengung Spaß macht.

Ich habe Grundschullehramt studiert und bin im Großen und Ganzen zufrieden und würde es auch wieder machen. Natürlich war es anspruchsvoll und man muss was für den Abschluss tun--das ist aber sicher jeder Studiengang. Negativ war für mich eher der geringe Praxisbezug und manche Seminare die für mich so gar nichts mit dem Berufsalltag zu tun hatten (hab mal ne benotete 15seitige Seminararbeit über den soziologischen Aufbau von Zoos und Tierparks geschrieben, die sogar in meine Examensnote einging- keine Ahnung wie mir das in meiner Lehrer Rolle oder Profession weiterhelfen sollte, aber gut ^^). Weiß nicht wie das in anderen Studiengängen ist, da kanns natürlich anders sein.

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