Was habt ihr in eurem Leben (sozial) gelernt (Lehre)?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dass es nicht nur eine Lehre geben kann, sondern alles zusammen die Summe ergibt und sich ständig ändert.

- dass jeder seine eigene persönliche Geschichte hat, welche ihn prägt, sein Denken, Fühlen und Handeln, seine Wahrnehmung, Motive, Bedürfnisse und Wünsche

- dass jeder in seiner Basis geliebt, akzeptiert, anerkannt und zufrieden sein will

- dass der Mensch als Spezies sehr komplex ist

- dass sowohl Individualität, als auch Gemeinschaft ein vernünftiges Gleichgewicht benötigt und sich nicht gegenseitig ausschließt

- dass Konflikte durch ein Ungleichgewicht entstehen, sowohl in einem Selbst als auch in der Gesellschaft. Was Gewalt, Schmerz und Leid zur Folge hat, bzw. die "Konflikte" der Versuch sind, das Gleichgewicht wieder herzustellen

- dass Liebe, Mitgefühl, Empathie, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Kooperation, Kompromissfähigkeit, Freundlichkeit, Herzlichkeit, Höflichkeit, Rücksicht, Nachsicht, Güte, Vernunft, etc., ebenso existieren und wahr sind, wie Hass, Habgier, Neid, Eifersucht, Unvernunft, Sturheit, Aggression, Gewaltausübung, Unterdrückung, Ausgrenzung, Bosheit und Grausamkeit

- dass gute Taten schon im Kleinen anfangen und wichtig sind und auch alltäglich sind. Und sei es das Lächeln für einen Fremden

- dass zu erkennen, dass jeder Fehler macht und mal Irrtümern unterliegt, also auch ich, keine Schande ist, sondern menschlich und einen lernen lässt. Sich stur einem Irrglauben hingeben, weil man einen Irrtum aber nicht eingestehen will, falscher Stolz ist

- dass das Leben nicht nur Schwarz-Weiß ist, sondern alle Facetten beinhaltet

- dass man sich entweder von seinen eigenen inneren Vorgängen unbewusst steuern und gängeln lassen kann, oder selbst entscheidet, welches Weltbild man lebt und wie man sein will

- dass es mehr Blickwinkel gibt, als die meine und es sich immer lohnt, andere Blickwinkel kennenzulernen

- dass es immer Begebenheiten gibt, die sich nicht ändern lassen und die Akzeptanz dessen wichtig ist

- dass Vielfalt keine Angst machen muss, sondern ein Geschenk ist

- dass sich stets alles wandelt und entwickelt und Widerstand dagegen nur Leid bedeutet. Und es immer möglich ist auch selbst was zu ändern

- dass nach Lösungen suchen konstruktiver ist, als im Problemen fest zu stecken

- dass wir nicht alleine überstehen und bestehen können. Sondern einander und die Gemeinschaft benötigen

- dass jedes Leben gleich viel bedeutet und Würde mehr heißt, als nur zu überleben. Und Sympathie oder Antipathie da keine Rolle spielen

- dass die Menschheit nicht der Mittelpunkt des Kosmos ist und der gesamte Planet Erde in seiner vollen Vielfalt an Leben und Schönheit schützenswert ist

(Tatsächlich nur im Groben)

Woher ich das weiß:Beruf – Sozialwesen, Betreuung, Autismus, Gesundheitssektor

Sehr schön geschrieben,auf den Punkt gebracht.

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Dass man sich gern schnell vieles im Leben zu einfach macht.

Deshalb sollte man sich von vornherein immer für den schweren Weg entscheiden. Der nimmt natürlich mehr Zeit in Anspruch. Aber wenn Du diesen Weg wählst, hast Du immer noch genug Zeit, die Straße zu wechseln, auf der Du Dich befindest.

Ich habe gelernt zu akzeptieren,dass wirklich alle Menschen nur kleine Rädchen im Getriebe der Welt sind,auch,diejenigen,die meinen,etwas Größeres zu sein.

Ich habe gelernt,dass man nicht alles so sehr wichtig zu nehmen,das gilt auch für einen selbst.

Ich habe gelernt,dass es uns hier doch ziemlich gut geht,auch wenn viele Leute jammern.

Ich habe gelernt,die Leute so zu nehmen wie sie nun mal sind.Ich persönlich lasse mich nicht verbiegen.Ich mache meine eigenen Fehler,auch wenn man 'alt' ist,ist man nie weise,sondern lernt immer noch dazu.

Ich habe gelernt,Menschen grundsätzlich nicht nach dem Äußeren zu beurteilen,das war in jungen Jahren mal anders.Ich pauschalisiere nie.

Ich habe gelernt,Fehler einzugestehen,auch wenn ich hinterher ziemlich dumm dastehe.Aber ich habe auch gelernt,zu kämpfen,wenn ich meine,im Recht zu sein.

Letztendlich weiß man,dass das Leben nur geliehen ist,das halte ich mir immer vor Augen und versuche das Beste daraus zu machen......Das letzte Hemd hat keine Taschen,wie man so schön sagt.

In diesem Sinne....lasst uns untereinander nett sein,man ist nicht ewig hübsch.^^

Danke, aber noch eine Sache: mach nach dem Komma noch ein Lehrzeichen hin... 💯

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Wir sollten dankbar sein, dass andere anders sind als wir selbst.

Ähnlichkeit schafft Konkurrenz, Symbiose braucht Unterschiede.

Wunderbarer Beitrag und genauso gut erklärt!

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Ich versteh die Frage nicht so ganz..

Falls ich sie richtig verstehe:

Eine Philosophie, die ich auch meinen Jungs im Fußball, sowie den Kindern auf meiner Arbeit vermittle: Kann ich nicht, gibt es nicht! Ich kann höchstens etwas noch nicht.

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