Was haben viele Leute gegen die Linke?

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14 Antworten

Eine nicht geringe Anzahl jetziger Linke Politiker waren früher in der SED, die Universal Partei der ehemaligen DDR. Unter anderem wird ihnen vorgeworfen, die alten totalitären Strukturen weiterführen zu wollen und die Bürger dieses Landes im damaligen sozialistischen Gedanken weiter unterdrücken zu wollen.

Ob das realistisch ist oder nicht, lassen wir mal dahingestellt. Wie das aber gerne hierzulande auch unter Zuhilfenahme der Medien gerne getan wird, wird durch die Beschimpfung einiger Politiker häufig eine ganze Partei in Misskredit gebracht. Letztendlich sagt es aber gar nichts über die Ziele einer Partei aus, und wie diese realisiert werden sollen.

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Es geht eher weniger um die aktuelle Politik als um die Vergangenheit wie dem SED bzw der DDR. Es gibt  Vieles ist eben auch persönlicher Natur wie die politische Abneigung gegen Gregor Gysi da er wie seit Vater ein politiker der DDR war.

Viele Politiker haben angst das Die Linke einen Sozialstaat aufbauen will und die Vermögenden Ihr Geld abgeben müssen. Die "Volksparteien" regieren aktuell sehr an den Bürgern vorbei und Die Linke versucht die Politik wieder mehr auf das Volk zu verteilen denn es geht schließlich um uns und daher ist es wichtig das wir über unsere Entwicklung mitentscheiden.

Die Abneigung ist entstanden weil gemerkt wurde das Die Linke viele gute Ansätze hat die Schere zwischen Arm und Reich wieder näher bringen zu können anstatt immer weiter auseinander, die Bildungspolitik wieder effektiver zu gestalten und somit Fachkräfte besser auszubilden als auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen zu sein.

Das Die Linke es nicht 100% schafft wirklich alles umzusetzen ist auch jedem bewusst aber Deutschland wieder attraktiver und besser zu machen sollte der richtige Schritt sein.

Die Linke hat in Berlin und Thüringen gezeigt das sie gut mitregieren kann und auch regierungsfähig ist wenn man sie lässt.

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warum das so ist ? Weil man in der Parteienlandschaft einen Feind braucht. Diejenige, die in der ehemaligen DDR bis zum 08.11.89 "Partei und Regierung treu ergeben" waren (ich glaube, so hieß das damals); am 09.11. abgewartet haben, wie sich die Lage entwickelt und ab 10.11. lauthals verkündet haben "ich war schon immer dagegen", sind doch die Gewinner.

 Außerdem solle man auch gelegentlich daran erinnern, was aus den sogenannten "Blockparteien" der DDR geworden ist; sie wurden nahtlos in die Volksparteien integriert. Da hat sich niemand für deren "Vergangenheit" interessiert.

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Bezüglich der Analyse der Situation von Deutschland und den Gegebenheiten bin ich ganz auf der Seite der LINKE. Aber die Lösungen gefallen mir nicht. Denn im Zentrum ihrer Ansätze steht noch immer der Sozialismus / Kommunismus und die Thesen von Karl Marx. Die Geschichte hat jedoch gezeigt, dass der Sozialismus keine Option ist. Alle Länder mit sozialistischen Regierungen stehen ziemlich übel da und viele wenden sich wieder dem Kapitalismus zu, so dass ich diesen Strategien nicht zustimmen kann.

Und auch der Sozialismus ist ja auch nur eine völlig verunstaltete Art des Kapitalismus. Gebiert er doch auch die Macht-Eliten, die auf Kosten anderer leben.


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Das politische Denken ist und war schon immer zwigespalten in rechts und links. Während leute die Tendenziell linke Parteien wählen die rechten als unwählbar bzw. schlecht darstellen, passiert es anders herum eben genauso.

Ich denke viele Leute denken wenn sie Links hören an Kommunismus und die "Besatzung" durch Russland vor dem Mauerfall. Das führt zu einer gewissen Reaktanz bei den älteren Kalibern.

Im Grunde ist das aber nichts anderes als eine Form der Intoleranz die da an den Tag gelegt wird. 

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Kommentar von xCheko
28.09.2016, 12:15

Andererseits wohne ich seit ich 5 bin in Österreich und bin nicht so bewandert in deutscher Politik und Geschichte. Wenn auch wahrscheinlich mehr als 80℅ der in Deutschland lebenden Bevölkerung.

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Der Linkspartei hat nunmal ihre Wurzeln in der SED. Die SED wiederum hat ein antidemokratisches, antifreiheitliches, unterdrückerisches Regime etabliert und die eigene Bevölkerung quasi eingesperrt.

Zahlreiche Funktionäre der PDS mussten in der Umstellungsphase von der SED zur PDS zur Linkspartei ihre Sessel räumen, weil sie z.B. als IMs für die Stasi aktiv waren.

Diese Verstrikungen werden von vielen stärker gewichtet als das Bemühen der Partei, sich demokratisch zu zivilisieren.

Da aber auch bis heute viele Mitglieder und Funktionäre ein apologetisches Verhältnis zum SED-Regime einnehmen, nähren sie solche Sichtweisen.

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Ich kann mir nicht vorstellen dass irgendjemand so nachtragend ist, dass er eine Partei wegen ihrer Vergangenheit nicht mag. Ich habe schon mit einigen Erwachsenen gesprochen, die linke darum nicht gutfinden, weil sie die Freiheitsrechte von Deutschen einschränken.

Linke wollen viele Sozialabgaben, hohen Mindestlohn, etc. was besonders für Arbeitgeber nur Nachteile hat.

Natürlich bringt das aber auch einen sozialen Ausgleich, was eine sehr gute Sache ist.

Jedoch geben Menschen Geld nicht so gerne ab ("wir zahlen eh schon vielzuviele Steuern")

Hoffe, das war nicht völlig an deiner Frage vorbei :) lg.

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Für viele spielt es eine Rolle das sie eben die Nachfolger der SED sind,  auch wenn sie nichts mehr bzw kaum etwas gemeinsam haben 

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Du, das ist ganz einfach, das Bürgertum war schon immer ein - erbitterter - Gegner des Sozialismus, egal wie der auch immer ausfällt und es wird immer ein solcher bleiben.

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Nun ja... viele haben noch die SED im Hinterkopf (schätze da haben schon genug Leute hier was zu geschrieben).

Ich persönlich sehe in dieser Partei keinen klaren Kurs und scheinen Intern auch keine Einheit zu sein (Bsp: Wagenknecht im Bezug zur Flüchtlingskrise). Sie diskutieren immer sehr viel und möchten durch das für und wider die Beste Lösung finden... das ist sehr gewissenhaft und klasse... doch die blubbern leider viel zu lange und sind den Lösungen zeitlich stark hinterher.

Schon im nächsten Jahr ist die BTW... und noch immer sind sie sich nicht einig, wie man mit der Flüchtlingspolitik (Ja, es ist das Hauptthema) verfahren sollte... ich selbst habe keine Lust auf eine Hü-Hott-Partei.

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Wer in der DDR unterdrückt wurde, ist sicherlich nicht gut auf die politischen Nachfolger der SED zu sprechen, verständlicherweise. Einige heutige LINKE Mitglieder waren Stasi-Spitzel.

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Kommentar von brummitga
28.09.2016, 12:15

ich möchte nicht wissen, wie viele "Stasi-Spitzel" in den anderen DDR- und bundesdeutschen Parteien verankert waren.

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Kommentar von Busverpasser
28.09.2016, 12:29

Wie war es denn mit den Partien in der BRD nach dem zweiten Weltkrieg. Die waren doch auch durchsetzt von Altnazis. Hätten demnach gar keine Daseinsberechtigung gehabt...

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Die Partei "die Linke" ist das Sammelbecken der Kommunisten. Die gelten nicht mehr als verfassungsfeindlich, was man aber durchaus anders bewerten kann.

Als Nachfolger der SED besteht die Partei überwiegend aus ehemaligen SED-Mitgliedern und Befürwortern einer sozialistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Diese wäre nur dem äußeren Anstrich nach demokratisch, was von den Linken natürlich geleugnet wird.

Die SED wiederum stand für das Unrechtssystem der DDR, insbesondere für Mauerschützen, Todesstreifen und Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Und noch einiges mehr.

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Weil die Linke den Sozialstaat innerhalb kürzester Zeit gegen die Wand fahren würde und die Menschen die Arbeitsplätze schaffen hasst :)

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die Vorstellungen von Wirtschaft bei den Linken gefallen mir nicht. Aber ich halte Sahra Wagenknecht für eine sehr gute Politikerin.. wäre sie bei der SPD, würde ich glaube ich nicht zögern ;)

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Kommentar von Lamschke
28.09.2016, 12:22

Weil sie attraktiv ist oder weil sie attraktiv ist?

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