Was haben Menschen aus der Linken Szene gegen den Tag der Deutschen Einheit?

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10 Antworten

Gegen diesen Tag, gegen diese Einheit sprich gar Vieles:

  • seit der Wiedervereinigung führt Deutschl. wieder Krieg
  • mit dem Anschluß folgte etwas zeitlich versetzt ein riesiger Sozialabbau (H-4, Rentenklau, Alterarmut, Kürzungen im Gesundheitssystem usw.
  • die bescheidene Demokratie wurde nach 1990 weiter ausgehöhlt (PC-Ausspähung, Telefonüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Übwergehen des Parlaments bei Kriegseinsätzen, TTIP- Verhandlungen am Parlament vorbei sprich Geheimverhandlungen usw.
  • das Gebiet der Ex-DDR wurde deindustrialisiert
  • alle Sozialerrungenschaften der DDR plattgemacht - dort gab es keine Arbeitslosigkeit, keine Kriege, kein Hartz-IV, keine Suppenküchen, Tafeln, Flaschensammlereien und kein Neofaschismus wie hier in Germany, viele Kias und Kinderkrippen kosten nun ordentlich Geld, die Bildungs,- und Gesundheitssystem hat sich nach 1990 verschlechtert, die Mieten, Strom,- und Gastarife wurden drastisch gesteigert, öffentl. Verkehrsmittelpreise stark angehoben
  • mit der Wiedervereinigung folgte ein nicht endend wollender Ausländerhass, Rassismus und sonstige braune Missetaten
  • Deutschland hat noch immer anstehende Reparationskosten z uentrichten, die erst einmal eingelöst gehören, statt sich einfach zu vereinigen. So erwartet Italien und Griechenland finanzielle Entschädigung für die WK II-Zeit
  • Deutschland nimmt seit seiner Wiedervereinigung andere EU-Staaten in den ökonomischen Schraubstock, so z.B. Griechenland
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Kommentar von MarkusGenervt
01.10.2016, 18:17

Alles soweit richtig – bis auf den Rechts-Ruck.

Der kam tatsächlich aus dem Osten, da es dort nie eine Entnazifizierung gab und auch dieses Thema im Geschichtsunterricht totgeschwiegen wurde.

So konnte der Rassismus weiterhin im Privaten wuchern und brach auch offen in rassistischen Morden aus, die dann vom SED-Regime vertuscht wurden, um einerseits die Bruder-Staaten nicht zu vergrämen und andererseits dem Westen gegenüber eine schöne Weiße Weste zu pflegen. Dies kommt jetzt langsam durch die Aufarbeitung der Stasi-Akten ans Tageslicht.

Offener Rassismus, wie 1992 in Rostock, kommt nicht über Nacht.

Aber den Rest hast Du schon richtig getroffen!

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Kommentar von wfwbinder
03.10.2016, 04:45

seit der Wiedervereinigung führt Deutschl. wieder Krieg

Könnte mich nicht erinnern, dass Deutschland einem Land den Krieg erklärt hat, oder Deutschland der Krieg erklärt wurde. Oder meinst Du die Einsätze im Rahmen von UN-Missionen?

die bescheidene Demokratie wurde nach 1990 weiter ausgehöhlt
(PC-Ausspähung, Telefonüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Übwergehen
des Parlaments bei Kriegseinsätzen, TTIP- Verhandlungen am Parlament
vorbei sprich Geheimverhandlungen usw.

Stimmt, ich hatte ganz vergessen, dass es soetwas in der DDR ja gar nicht gab. Telefonüberwachung wäre ja auch sinnlos gewesen, weil es weniger Anschlüsse gab. PC-Ausspähung? Wie viele Anschlüsse für Datenfernübertragung gab es denn privat? Ach ja, die Stasi, das war eine Erfindung des Westens um die DDR zu verunglimpfen.

das Gebiet der Ex-DDR wurde deindustrialisiert

Die Industrieunternehmen der DDR waren leider nicht Wettbewerbsfähig, weil denen durch die Einführung der D-Mark (von den DDR Bürgern gewünscht) die Märkte wegbrachen.

alle Sozialerrungenschaften der DDR plattgemacht - dort gab es keine
Arbeitslosigkeit, keine Kriege, kein Hartz-IV, keine Suppenküchen,
Tafeln, Flaschensammlereien und kein Neofaschismus wie hier in Germany,
viele Kias und Kinderkrippen kosten nun ordentlich Geld, die Bildungs,-
und Gesundheitssystem hat sich nach 1990 verschlechtert, die Mieten,
Strom,- und Gastarife wurden drastisch gesteigert, öffentl.
Verkehrsmittelpreise stark angehoben

Es gibt eben keine staatlich gelenkten Preise.

mit der Wiedervereinigung folgte ein nicht endend wollender Ausländerhass, Rassismus und sonstige braune Missetaten

Die hatten wir im Westen nur in sehr geringem Maß. Wie man ja auch jetzt sieht passiert ein großer Teil im Osten.

Deutschland hat noch immer anstehende Reparationskosten z uentrichten,
die erst einmal eingelöst gehören, statt sich einfach zu vereinigen. So
erwartet Italien und Griechenland finanzielle Entschädigung für die WK
II-Zeit

Diese Dinge wurden sowohl im Londoner Schuldenabkommen, wie im 2+4 Vertrag geregelt.

Deutschland nimmt seit seiner Wiedervereinigung andere EU-Staaten in den ökonomischen Schraubstock, so z.B. Griechenland

Aha. Wer hat sich denn mit geschönten Statistiken in den Euro gemogelt und damit seine Wirtschaft überfordert?

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Also Kommunisten, oder vielmehr Marxisten, die sich an Marx orientieren lehnen Staaten ab. Alle Menschen sollen gleich sein. Die von Marx gewünschte Gesellschaftsform kann nur vollkommen durchgesetzt werden, wenn die ganze Welt daran Teil nimmt. Das sieht man auch daran, dass einzelne Staaten nach marxistischem Vorbild gescheitert sind oder eine wirtschaftliche Mischform entwickelten. Nach Marx soll es kein Eigentum mehr geben usw. Alle Leute verhandeln mit jedem und sind auch beruflich recht frei, variabel. Sollte ich Fehler bei meiner Erklärung gemacht habe, dann verbessert mich bitte. Es ist schon ein Weile her seit dem ich Marx gelesen habe.

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Kommentar von voayager
01.10.2016, 10:40

Es wird dann kein gesellschaftliches Eigentum mehr geben, pivaten Besitz schon.

Alle Menschen werden gleich gestellt, was aber nichgt bedeutet, dass individuelle Unterschiede ignoriert werden. Es lautet hiebei folgender Grundsatz für den Sozialismus: jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen

Für den dann folgenden Kommunismus: jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.

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Dass da eine Nation gefeiert wird.
Dass da eine einheit einer Nation gefeiert wird, und das in Deutschland immer noch nach dem Blut geht, wer dieser Nation angehören darf.
Dass eine Nation gefeiert wird, die sich vor 70 Jahren -was in der Geschichte nicht mehr als ein Wimpernschlag ist- welcher der schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte schuldig gemacht hat.
Dass da eine Grundordnung aus dem letzten Jahrtausend gefeiert wird.
Dass ein Staatssystem gefeiert wird (das ich nicht kritisieren darf), das auf einer Art von Wachstum aufbaut, das nur für sehr sehr wenige positiv ist.
dass eine Nation kein Grund ist stolz zu feiern.
dass das datum des nationalfeiertages wesentlich günstiger gewählt hätte werden können bspw am 8. bzw 9. mai.
etc

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Kommentar von MarkusGenervt
01.10.2016, 04:18

Jetzt übertreibst Du aber wirklich!

Gerade die alte BRD hat die Verbrechen der NS-Zeit aufgearbeitet wie kein anderes Land der Welt. Das sah in der DDR ganz anders aus. Dort gab es sogar deutlich mehr Hass-Morde an ausländischen "Volks-Freunden" (-> Kubaner, Vietnamesen) als in der BRD.

Sich hier dran aufzuhängen ist der Sache nicht gerade dienlich.

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Ich nehme mal an, dass es darum geht, dass die Wiedervereinigung politisch gewollt übers Knie gebrochen wurde. Der liebe Herr Kohl wollte sich ein Denkmal setzen und das hat er ja auch geschafft. Keiner redet heute noch davon, dass es die Kraft des Volkes war, sich zu befreien.

Die Wiedervereinigung hat vielen Menschen die Existenz gekostet. Viele sind durch den ungezügelten Kapitalismus Hops gegangen und es hat Unsummen an Volks-Kapital vernichtet. Hinzu kam, dass seit dieser Zeit die West-Kapitalisten sich das Land wirtschaftlich unter den Nagel gerissen haben und auch die Armutsschere ist seit dem weit auseinander geklafft.

Der 3. Oktober ist zu einem Symbol des totalen Kapitalismus geworden.

Die Wiedervereinigung hätte in kleinen Etappen verlaufen müssen, mit weiterhin 2 getrennten Wirtschaftssystemen, die nur einen stark reglementierten Austausch von Gütern, Kapital und Know-How vornehmen dürfen. Die BRD und DDR hätten langsam ihre Wirtschaftssystem aneinander angleichen müssen, dann wären auch nicht alle Errungenschaften der DDR den Bach runter gegangen.

Auch wenn die DDR ein totalitäres Regime gewesen ist, so heißt das nicht, dass alles schlecht war. Alleine die VEB's hätten in einem echten Volksbesitz, bzw. Kommunal-Besitz ein Riesen-Potential gehabt, wirtschaftlich zu prosperieren und die Arbeiter wären heute die Besitzer und nicht so ein paar kapitalistische Heuschrecken.

Es gab vieles was gut war und von dem heute nichts mehr übrig ist, als ein Mund voll Asche.

Hinzu kommt, dass durch die ganzen Jahre der Armut und Hoffnungslosigkeit im Osten, der heutige Rechts-Ruck erst so richtig forciert wurde. Ja heute werden sogar immer noch die Linken verteufelt, als ob sie das alte Regime repräsentieren und dabei sind sie die letzte Hoffnung für dieses Land.

Soziale Gerechtigkeit wurde abgebaut und durch ein kapitalistisches System nach amerikanischem Muster wurde aufgebaut.

Deshalb sind die Linken stink-sauer.

Ich kann es verstehen.

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Kommentar von Silmoo
01.10.2016, 04:40

Zitat :
Der 3. Oktober ist zu einem Symbol des totalen Kapitalismus geworden.

So verstehe ich das auch, obwohl ich kein Linker bin.

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Kommentar von wfwbinder
03.10.2016, 16:10

Die Wiedervereinigung hat vielen Menschen die Existenz gekostet. Viele
sind durch den ungezügelten Kapitalismus Hops gegangen und es hat
Unsummen an Volks-Kapital vernichtet.

Irgendwie klingt es danach dass (übertriben ausgedrückt) die Wessis, die DDR Bürger mit Waffengewalt über die GRenze geholt haben und sie dann zwangen ihr Geld 1:6 umzutauschen, um zum Teil zweitklassige Waren einzukaufen.

Der Niedergang der DDR-Industrie war klar, nachdem die DM eingeführt worden war, denn damit konnten die traditionellen Kunden aus den östlichen Nachbarländern nciht mehr zahlen.

Natürlich wäre das langsame Tempo besser gewesen, aber das wurde von der DDR-Bevölkerung, möglicherweise sogar unbeabsichtigt, vorgelegt.

Die Einkäufe in SAchsen-Anhalt, Thüringen, usw. waren für die westlichen Betriebe nciht so billig. Trotz aller Zuschüsse für die Vereuchten Böden, blieben viele Kosten hängen.

Ich weiß nicht, wie das die Betriebe, wenn sie in DDR Art weiter gelaufen wären, hätten lösen wollen.

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Am 03.10. war historisch gesehen gar nichts.
Wenn wäre es der 8.November 1989 gewesen, als die Mauer fiel und die DDR in den Orkus der Geschichte einging.

Eine Wiedervereinigung, naja, tatsächlich war es der Beitritt Neufünflands, ähm der fünf neuen Länder zum Geltungsbereich des Grundgesetzes.

Genauer der Beginn der Neoliberalsierung.
Begonnen mit der deutsch-deutschen Plünderung, der Westen plünderte Ostdeutschland.

Ob die Linken randalieren, kann dahingestellt bleiben.
Vermutlich nicht mehr als es die Rechten dieser Tage tun.
Der Verlauf von Geschichte ist kein Harmonieereignis, war er nie, in keiner Zeit.

Heutigen Tages, kein Massenereignis, nur weil es hier da in den Medien berichtet wird.

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Kommentar von wfwbinder
01.10.2016, 05:41

Begonnen mit der deutsch-deutschen Plünderung, der Westen plünderte Ostdeutschland.

Ich kenne die Geschichten über die böse Treuhand. Natürlich wurden dort viele Fehler gemacht in der Eile mit der vorgegangen werden musste, aber "geplündert," trifft es ja wohl nicht.

Dass die Betriebe der ehemaligen DDR Pleite gingen lag einfach daran, dass keiner mehr die hochwertigen Produkte von Wartburg, Trabant  usw. haben wollte.

Auch die wirklich guten Sachen wie Spreewaldgurken, Hallorenkugeln usw. wurden nciht mehr gekauft. Die DDR-Bürger wollten erstmal alles aus dem WEsten probieren (ist wohl nachvollziehbar) udn die im Westen kannten es noch nicht, die Vertriebswege nciht aufgebaut.

Wenn da so viel zu plündern war, stellt sich die Frage, warum die Innenstädte für Milliarden Saniert werden mussten, die maroden Autobahnen erneuert werden mussten usw.

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Jeder hat seine Meinung zu diesem Feiertag. Ich habe meine, andere haben andere.

WAs ich nur schlecht finde ist, dass es für einige ein Grund zur Gewalt ist. Weder Bomben vor Moscheen, oder sonst wo platzieren, noch sonstige Gewaltakte sind zu tolerieren.

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Ich sage mal Ultra Linke sind allgemein gegen Autoritäten. Und der Feiertag steht so ein bißchen als Symbol für die Staatlichen Organe.

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Hallo,

ich würde sagen, dass die Linken die Ablehnung des Sozialstaates der DDR seitens der BRD zu protesten führt, da sie es als eine kapitalistische Machtübernahme ansehen. 

Bei denen Grünnen könnte es ähnlcihe Motive, vorzugsweise Umweltschutzbestimungen, geben.

MfG

Steven Armstrong

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Eigentlich nichts.

Die angekündigten Proteste stammen lediglich von einem Teil der linksextremistischen Szene, die so ungefähr das gleiche politische Gewicht hat wie ein Reissack in China.

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Das sind junge unerfahrene extremistische Linksgruppierungen .,

Die seriösen Linken werden da bestimmt nicht dabei sein.

Unsere freie Demokratie wird deswegen nicht unter gehen ^^

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