Was haben Essstörungen mit Religion/Ethik zu tun?

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12 Antworten

Religion/Ethik kann man ja auch als Weltanschauung sehen.

Ess-Störungen sind aber ein rein kulturelles Problem. In Ländern, in denen Menschen immer noch verhungern, ist das ein völlig unbekanntes Phänomen.

Nur ein "Schönheitsideal" was Menschen eingeredet wird, kann überhaupt erst dazu führen.

Du siehst also, dass es durchaus ein Diskussionsthema ist.

Religiöse oder ethische Vorstellungen können zur Ursache von Essstörungen werden, z.B. wenn jemand sich aufgrund seiner Religion zu starker Askese verpflichtet fühlt.

Mir wäre nie eingefallen, Essstörungen mit Religion in Verbindung zu bringen. Vielleicht geht euer Lehrer aber davon aus, dass sie tatsächlich auch durch eventuell falsch verstandenen Glauben oder Probleme in der Kirche auftreten können.

Es wäre durchaus möglich, dass persönliche Schuldgefühle, immer wiederkehrende Gewissensbisse, irgendwelche Heimlichkeiten, auf jeden Fall aber ganz allgemein ungelöste religiöse und alltägliche Probleme und Sorgen zu Essstörungen führen können. Aber auch übertriebene Strenge in Kirche und Familie, lange anhaltendes Unglücklichsein oder zu große Unzufriedenheit mit sich selbst könnten sehr dazu beitragen.

Ob du das Thema unter diesem Aspekt behandeln kannst, weiß ich nicht. Aber ich denke doch, dass das auch dazugehört. Alles Gute für deinen Vortrag!

Essstörungen werden schon in der Bibel erwähnt ! Hanna - Verspottet/ geliebt/ erhört Eine Frau aus der Bibel.Hanna, bedeutet"die von Gott mit Huld und Gnade erfüllte": "Chen" auf Hebräisch. Die zweite Bedeutung ist "die Charmante, die Reizvolle". Beide Bedeutungen treffen auf Hanna zu. Die Bibel bringt Hanna in eine ganz gewöhnliche Familie: Da gibt es einen Mann, der zwei Frauen hat, wovon er eine jedoch mehr liebt als die andere, weil die vielleicht auch weniger attraktiv ist. Aber genau die hat Kinder und diejenige, die er eigentlich liebt, hat keine. Das ist eine Situation, die in der Zeit der Richter wohl nichts Außergewöhnliches gewesen ist. Diese Situation ist vielsagend geschildert. In manchen feministischen Kreisen wird zuweilen behauptet, dass der Mann so eine Frau ohne Weiteres wegschicken könnte, weil sie ihren"Zweck" nicht erfüllt: Sie hat ja nicht einmal ein Töchterchen geboren, geschweige denn einen Sohn. Aber wir lesen, dass er gerade diese Frau liebt. In der Übersetzung von Luther, aber auch in anderen Übersetzungen heißt es, die kinderreiche Frau wäre die "gehasste Frau" gewesen. Das ist nicht richtig übersetzt. Dieses hebräische Wort kommt in dieser falschen Übersetzung noch viel später bei Paulus vor.Es müsste eigentlich "die Hintangesetzte" heißen. Er liebt also diese Hanna mehr als die andere Frau. Hier finden wir eine der schönsten frühesten Liebesgeschichten in der Bibel vor. Ich lese es gerne, wie er treu zu dieser Frau hält und sie tröstet. Es ist aber so, dass sich in der Bibel die Erzmütter bei der Erstgeburt recht schwer tun: Bei den zweiten, dritten Kindern ist dann bei ihnen diese Hemmschwelle vor dem Gebären gelockert. Wir finden das gleiche Problem auch bei Sara, bei Rahel, bei Lea usw. Hanna kann also nicht gebären, aber sie ist dennoch begnadet: Sie drückt ihre Sorgen und Gedanken in wunderschönen Gedichten aus. Die Frau mit den Kindern, die Peninna, verspottet diese zweite Frau sogar, sie reizt sie ständig, indem sie zu ihr sagt: "Was willst denn du, du hast ja noch nicht einmal Kinder". Aus heutiger Sich könnte man das als Mobbing bezeichnen. Diese Peninna ist ein abschreckendes Beispiel, wie sie mit der Hanna umgeht. Sie stichelt also jeden Tag und sagt, dass eigentlich sie die wichtige Ehefrau sei, sie streut Salz in die Wunde. Hanna wird als sehr traurig geschildert und da gibt es dann diesen Satz von Elkana, ihrem Mann: "Ich liebe dich doch! Ist meine Liebe nicht mehr wert als zehn Söhne?" Das ist eine großartige Aussage. Ich finde, das die Hanna gemäß der Beschreibung in der Bibel mehr als traurig ist: Sie ist krank. Denn es wird geschildert, dass sie keinen Appetit mehr hat, dass sie nichts mehr isst, dass sie grau und traurig aussieht, dass sie sich von allen Dingen zurückzieht. Aus heutiger Sicht könnte man auf den Gedanken kommen, dass das vielleicht so etwas wie Magersucht gewesen sein könnte.

Die Bibel behandelt alle Probleme.

Die Bibel behandelt alle Probleme.

Das mag schon sein. - Die Bibel ist aber deshalb nicht gleichzeitig auch die Ursache aller Probleme! - Schade, damit ist dein langer Beitrag für den Fragesteller vermutlich wertlos.

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@homme

Das habe ich damit auch nicht sagen wollen. Ich habe nur damit sagen wollen, das auch in der Bibel schon geschildert wird, das Sehnsüchte solche Störungen auslösen können und das es nicht nur durch Schönheitsideale zu Essstörungen kommen muss.

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@tinimini

Schade jedenfalls, denn wenn auch ich, als "halbwegs" Bibelkundiger den tieferen Sinn und die Verbindung nicht verstanden habe, werden Laien, wie vermutlich der Fragesteller, erst recht keine Verbindung zur Frage finden. G. homme

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Jesus fastete 40 Tage in der Wüste und ernährte sich von Heuschrecken

als das jüdische Volk aus Ägypten auszog wanderten sie durch eine karge Gegend. Sie murrten gegen Gott mit den Worten "Sind wir aus Ägypten gezogen um hier zu verhungern ?" Mose klärte die Sache mit Gott und am Morgen lag auf den Boden Manna sowas wie Brot auf den Boden

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Mit klassischen Religionen haben Essstörungen nichts zu tun. Allerdings hat der grassierende Schlankheitswahn schon ziemlich religöse Züge.

  • schlank = schön Das ist schon einmal falsch. Richtige Frauen haben Kurven und keine Ecken.
  • schlank = gesund Das ist ein weiterer Unsinn. Es ist vollkommen klar, dass jemand ohne ausreichende Fettreserven auch nicht genügend für Krankheiten (besonders des Verdauungssystems) gerüstet ist. Außerdem besteht kein Zusammenhang zwischen 'dünn' und weniger Krankenstand.
  • schlank = fit Hast du schon einmal eine Kugelstoßerin mit Twiggi-Figur gesehen?

Es gibt natürlich eine Fettleibigkeit, die nicht gut für den Körper ist. Genauso schlimm ist aber der Schlakheitsdruck, welcher schon jungen Mädchen aufgebürdet wird.

Religionsunterricht und Ethikunterricht befassen sich mit Problemen der Menschheit und der Jugend. Und Essstörungen sind nun mal ein häufiges Probem bei Jugendlichen, besonders Mädchen. Du wirst dich damit abfinden müssen, dass es ni Religion nicht nur um einen alten Mann mit Bart dreht :-)

Es gibt menschen die haben nichts zu essen. Da sieht es nach luxusproblem aus nicht essen zu "wollen", aber es ist eine psychische erkrankung und deshalb darf man das nicht verurteilen und schwarz weiss sehen...

Essstörungen haben in keiner der mir bekannten Religionen eine Grundlage. - Darum gibt es auch keine Veranlassung bei Essstörungen an einen religiösen Hintergrund zu denken. - Im Gegenteil, die bekannten Religionen halten eher dazu an, verantwortlich mit seinem Körper umzugehen, was wiederum bedeutet, sich auch ordentlich zu ernähren.

Und selbst das "Ramadan-Fasten" im Islam kann man nicht als Störung oder Krankheit bezeichnen.

Warum du also im Fach Religion einen Vortrag über Essstörungen halten sollst, leuchtet mir nicht ein. - Vielleicht meint euer Lehrer damit ja, dass eher eine "Ersatz-Religion", die der "schlanken Linie" vielleicht bei Frauen der Auslöser so mancher Essstörung sein könnte. - Den Begriff "Magersucht" hast du ja sicher auch schon gehört.

nichts. ffrage den lehrer, wo er da den zusammenhang sieht...

Essstörungen haben allenfalls mit "modernen" Religionen (Schönheits-, Schlankheits- und Jugendwahn, Körperkult) was zu tun.

Hi.
Manches an manchen Religionen kann einem schwer im Magen liegen und nur schwer goutier- und verdaubar sein.

Gruß, earnest

Auch wenn mich dein Beitrag selbst schmunzeln lässt, ist er doch keine Hilfe für den Fragesteller und damit fehl am Platz.

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