Was haben eigentlich viele gegen Kopftücher?

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13 Antworten

Die Behauptung, dem Muslimas sei das Kopftuch/Verhüllung vorgeschrieben ist falsch.

In Sure 7 Vers (Ayat) 26 steht geschrieben:

...und Allah gab dem Menschen die Kleidung zur Verhüllung der Scham und zur Zierde.

Dies bedeutet:

  • Muslime sollen wie bei anderen Kulturen auch, ihre Geschlechtsmerkmale nicht zur Schau stellen.
  • Die Kleidung soll ein Schmuck und eine Zierde sein.
  • Eine Verhüllung ist nicht gegeben.

Alle angeblichen Kopftuchgebote sind darüber hinaus salafistische und wahhbaistische Falschlehren.

Schaut man in die Hadithe und Überlieferungen hinein, dann soll die Frau verhüllen was nicht zur religösen Waschung zu verhüllen ist. Da bei der religösen Waschung auch das Haar, bzw. der Kopf gewaschen wird, haben wir auch in den Hadithen die entsprechenden Belege zur Verneinung des Kopftuches.

Es gibt somit keinen religösen Grund zur Verhüllung.

Wenn eine Frau sich trotzdem verhüllt, dann drückt sie ihre Gesinnung aus.

Die Gesinnung ist dabei, 

  1. der Islam ist die einzige wahre Religion.
  2. die Gesetze in religöser und weltlicher Sicht des Islam sind maßgeblich.
  3. Andersgläubige befinden sich nicht auf gleicher Stufe.
  4. Andersgläubige und ihre Gesetze sind ab zu lehnen.

Damit wird grundsätzlich zur Schau getragen, dass man eine dogmatisierende und religöse Weltanschauung jeglicher anderen Ansicht bevorzugt.

Da wir hier in einer liberalen Demokratie leben, und diese in sich auch erhalten wollen, ist das Begehren des fundamentalistischen Islam abzulehnen. 

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Kommentar von DeepWeb123
22.05.2016, 14:44

Sehe ich genauso, aber die meisten wissen es nicht und wollen es auch nicht wissen.

3

Zitat: 

Die Verschleierung bzw. das Kopftuch  ist eine Maßnahme zur Vermeidung von Unsittlichkeit. 

Außerdem ist zu beachten: 

Wenn eine Frau öffentlich ein Kopftuch trägt, so bekennt sie sich offen zum Islam und demonstriert damit ihre Gottergebenheit und Integrität. 

Für sie kommt es nicht auf Äußerlichkeiten an, sondern die inneren Werte und die eigene Überzeugung sind ihr wichtiger. 

Außerdem signalisiert sie dadurch auch, dass sie für Flirts nicht offen ist, da sie andere Ziele hat. 

Wenn man das als glaubhaft annimmt...

würde es im Umkehrschluss bedeuten, für Frauen, die kein Kopftuch tragen:

Die Nicht-Verschleierung/ Kopftuch  ist eine Maßnahme zur Unsittlichkeit. 

Für sie kommt es  auf Äußerlichkeiten an, nicht auf die inneren Werte 

Außerdem signalisiert sie dadurch auch, dass sie für Flirts offen ist.Somit könnten Nicht-Kopftuchträgerinnen es als diskriminierend empfinden, wie sie durch Kopftuchträgerinen derart klassifiziert werden.

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Ein weiteres Problem ist, dass es sogar ( in islamischen Kreisen ) Männer gibt, die dies auch so sehen, obwohl es sie eigentlich rein gar nichts angeht, wie sich eine Frau kleidet.

manche , vor allem wenn es um die Verteidigung des Kopftuches geht.. sagen auch:

Es sei nur ein Stück Stoff, ein ganz normales Kleidungsstück...

Das ist eine Ausrede.. denn wenn es so wäre.. wäre es kein Problem, diese Stückstoff/Kleidungsstück nach Belieben zu tragen, oder nicht...

Bei manchen "Islam-Gläubigen" Frauen und Männern gilt eine Frau ohne Kopftuch sogar ein Stück weit als "Schlxxxmpe"

Somit steht die Frau dort auch unter sozialem Druck.. ein Kopftuch zu tragen, wenn sie nicht als "Schlxxxmpe gelten will...

aus o.a. entnehmen manche Menschen, dass Kopftuch eben doch etwas mit "Zwang" und "Ausgrenzung/Abgrenzung" zu tun hat

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Gegen Kopftücher haben vermutlich viele gar nichts, aber als religiös aufdringliche Botschaft, die sie oft, wenn auch nicht immer, transportieren, kommen sie eben nicht gut an.

Due jungen Leute wissen beispielsweise nciht, dass auch im deutschsprachigen christlichen Raum früher Kopftücher an der Tagesordnung und in Mode waren, aber das hatte eben keine zu beachtende Religion und hinter der Kopftuchträgerin muste man nicht zehn cholerische Brüder mit Ehrenmordabsichten vermuten.

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der Türkei wurde von Kemal Pascha Atatürk eine laizistische Verfassung gegeben, die Trennung von Staat (Republik) und Religion (Sunnitenislam) wurde strikt durchgeführt.

Das Vermummungsgebot der Frau war im Osmanischen Reich von den sunnitischen Autoritäten durchgesetzt worden.

Atatürk hob dieses Vermummungsgebot auf, und verbot den Burka, den Carsaf etc als Symbole des politischen Islam. Bis 2014 galt zb an allen staatlichen Einrichtungen (Schulen, Universäten etc) ein strikt durchgesetztes Kopftuchverbot. Erst Erdogan, der dabei ist die Türkei vollständig zu reislamisieren, hob dieses Kopfttuchverbot auf. Er ist somit ein Verräter am Erbe Atatürks.

Wir in DE wären gut beraten, uns diesen Punkt sehr genau durch den Kopf gehen zu lassen - inwieweit wir es zulassen, jeden Schritt des Tanzmeisters Erdogan in dieser Richtung sogleich nachzutanzen.

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Viele denken,dass das ein Unterdrückungszeichen für die Frau ist.

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Weil es ein demonstrativer Ausdruck der Religion ist und glz. für viele auch ein Ausdruck für die Unterdrückung von Frauen (den Unterschied sieht man/frau ja nicht). Wenn das so interpretiert wird, fühlen sich einige Menschen provoziert.
Jeder kann für sich entscheiden, ob er den Kopftüchern eine Bedeutung gibt oder es einfach akzeptiert, dass Frauen Kopftücher tragen.

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Viele verbinden das Kopftuch mit der Unterdrückung der Frau. Das Problem ist wohl, dass es ein kulturellen Unterschied zwischen der deutschen Kultur und den islamischen Kulturen gibt. 

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Ich kann Kopftüchern nichts abgewinnen, weil mir die Moralansichten missfallen, die im Regelfall hinter diesem Kleidungsstück stecken. Auch ist das Kopftuch keine (bedingungslose) Pflicht im Islam, wie oft behauptet wird.

Ebenso verwerflich finde ich aber Menschen, die einen regelrechten Kopftuchhass haben, Kopftuchträgerinnen anfeinden und das Kopftuch verbieten wollen. Die befinden sich in ihrer fanatischen Haltung auf dem gleichen primitiven moralischen Niveau wie diejenigen, die das Kopftuch für verpflichtend halten.

LG

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Kommentar von eleteroj
22.05.2016, 17:17

du magst recht haben - jede derartige Anfeindung ist ungut, vor allem auch umgekehrt: in den orientalischen Viertel in Berlin ist es nicht ungewöhnlich, dass Salafisten vor den Schulen lungern und südländisch aussehende Schülerinnen ohne Kopftuch belästigen und auffordern sich zu bedecken.

Ich selbst ertappe mich ebenfalls, wenn ich hier, seit der Masseneinwanderung, immer öfter tiefvermummten Personen begegne: welchen Abscheu und welchen Hass ich dabei empfinde über diese ostentativ zur Schau gestellte patriarchalische Religion.

Welch unglaublicher Dünkel, sich in seinem Gastland derart demonstrativ abzugrenzen?

1

Sie wirken wie ein zeichen der unterdrückung

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Gegen das Kopftuch an sich spricht gar nichts.Wenn man sich Bilder älterer Frauen um 1945 anschaut, sieht man auch sehr viel Frauen mit Kopftüchern.

Ist nur heute bei uns aus der Mode gekommen.

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Viele denken, dass die Frauen durch das Kopftuchtragen unterdrückt werden, obwohl sie alle keine Ahnung haben.

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Viele Menschen Sind einfach nur dumm und ächten alles was mit dem Islam zu tun hat. Dabei sind Kopftücher sind nicht nur Ausdruck der Religion sondern teilweise auch Mode ...

Dazu meine Devise: Lasst doch einfach jeden machen was er will, irgendwann werden die Leute schon erkennen das Religion nur verarsche ist.

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Mit dir werden weder die Juden noch die Christen zufrieden sein, bis du ihrem Bekenntnis gefolgt bist. Sprich: ""Die Rechtleitung Allahs ist doch die wahre Rechtleitung."" Und wenn du ihrem Ansinnen folgst, nachdem zu dir das Wissen gekommen ist, so wirst du vor Allah weder Freund noch Helfer haben." 2:120

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