Was haben Eier und Hasen mit Ostern zu tun?

10 Antworten

http://de.wikipedia.org/wiki/Osterhase

Die Verbindung des christlichen Osterfestes mit dem Ei als Symbol ist für verschiedene europäische Länder spätestens aus dem Mittelalter bekannt, möglicherweise auch früher anzusetzen. [2] Es gibt daneben seit Ambrosius auch eine ältere Deutung des Hasen als Auferstehungssymbol [3]. Die vielfältige christliche Hasensymbolik fand im Mittelalter in vielen Bildwerken ihren Ausdruck. [4]. Die Verbindung des Hasen mit dem österlichen Eierbrauch ist jedoch noch unklar, auch wenn die Fruchtbarkeit der Hasen für sich allein eine enge Verbindung zum Frühling hat. Folgende Hypothesen werden gerne angeführt: (....)

Dem russ. orthod. Osterfest (4.4.2010)= Auferstehung Jesu Christi ging eine 'Große Vierzigtägige Fastenzeit' voraus. d.h. Abstinenz v. Fleisch, Eiern, alle Milchprodukte, Fisch, Wein, Öl. Das fing dies Jahr an am

  • 7.2. mit der 'Fleischentsagung;
  • 14.2. zusätzliche 'Butterentsagung';
  • 21.2. Erster Sonntag der Großen Fastenzeit. Ab 5.4.2010 durften also in der russ. orthod. Gemeinde wieder Eier (Fleisch u.a.) gegessen werden (ausgenommen Mittwoch & Freitag !!). Die Hühner konnten bis jetzt noch nicht überredet werden, in dieser Zeit nicht zu legen. Die Eier-Vorratsspeicher quollen also über; ich muß mal hinterfragen, ob die eingelegt oder sonstwie konserviert werden. In jedem Fall erhält man großzügig an mehreren folgenden Gottesdiensten vom Priester ein geweihtes Ei ausgehändigt - in ROT = Farbe der Freude ("Roter Platz"/Moskau).

P.S. Der Hase ("Rammler") wurde als Fruchtbarkeitssymbol aus der germanischen Tradition übernommen. Christliche Feste wurden ja sehr oft REIN ZUFÄLLIG den heidnischen Festen übergestülpt, um sie vergessen zu machen.

Die Eier-Vorratsspeicher quollen also über; ich muß mal hinterfragen, ob die eingelegt oder sonstwie konserviert werden.

Eher weder noch - bei der Erfindung der Ostereier gab es so gut wie keine Hühner zur Eiproduktion, im Gegenteil: die Hennen pflegten um diese Zeit zu brüten - es gab also eher weniger Eier. Reine "Legehennen" zu züchten (Tiere, die selber nicht brüten) ist im großen Stil erst nach der Erfindung der Brutmaschine möglich gewesen (logisch, oder?)

Eier halten sich auch ohne Kühlung locker 3 Wochen und länger.

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@pecudis

@pecudis: Das beruhigt den Betriebswirt in mir. Dann muß ja nicht unbedingt etwas kaputtgehen. Sofern das Salz- oder Essig-einlegen der Eier erlaubt ist, gibt es quasi garkeinen Verlust - hätte mich auch sehr gewundert. Prima Fachkenntnisse bei Dir !!

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Ab dem 19. Jahrhundert hat sich eindeutig der Osterhase als unumstrittenes österliches Symboltier durchgesetzt. Selbst in katholischen Regionen begannen die Familien mit der Eiersuche. Dass der Feldhase zum Spezialisten fürs Eierfärben und -verstecken wurde, geht sicherlich auch auf seine Fruchtbarkeit und sein Paarungsverhalten in der vorösterlichen Zeit zurück. Häsinnen können zeitgleich mit verschieden entwickelten Föten trächtig sein und in einem Wurf fünf Junge zur Welt bringen. Auch ihr Verhalten in freier Flur hat sie zum Favoriten fürs Eierverstecken gemacht. Feldhasen verharren still in einer Mulde, bis sie bei Gefahr in letzter Minute davonhoppeln. Die Stelle, auf der die Hasen gelegen haben, wurde als Platz der Eierablage interpretiert.

Warum gerade der Hase die Eier bringt, versuchte man auch damit zu erklären, dass im Frühjahr die ausgehungerten Hasen zur Nahrungssuche in die Dörfer und Bauerngärten kamen. Obwohl die scheuen Hasen eigentlich die Nähe des Menschen meiden, ging man davon aus, dass sie zu Beginn des Frühlings in die Gärten kamen, um die Eier zu verstecken.

Auch bildhafte Deutungen mussten als Erklärung herhalten. Bereits seit dem 18. Jahrhundert war das Dreihasenbild ein beliebtes Motiv zum Bemalen von Ostereiern. Abgebildet sind drei Hasen mit insgesamt nur drei Ohren. Da die drei Hasen in einer Kreisform angeordnet sind, entsteht der Eindruck, dass jeweils zwei Ohren zu einem Hasen gehören. Das Dreihasenbild stand lange Zeit für die göttliche Trinität. Eine solche Abbildung befindet sich im Kreuzgang des Paderborner Domes. Da das Bild als Ostereischmuck viel Verwendung fand, zog man daraus den Schluss, dass die abgebildeten Hasen auch die Eier brächten.

https://www.planet-wissen.de/kultur/religion/ostern/pwiederosterhase100.html

Feldhasen balzen dann und Hühner beginnen wieder Eier zu legen ... sag hallo zum Leben und zum Frühling

Beides sind (wohl ursprünglich heidnische) Fruchtbarkeitssymbole - der Hase, weil er viele Junge bekommt, das Ei, weil in ihm Leben entsteht ect.

Das eigentliche christliche Ostersymbol wäre das Lamm.

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