Was haben die Schweizer gegen die EU?

14 Antworten

Ich bin Schweizer und habe nichts gegen die EU, bin aber eher gegen einen Beitritt. Die Schweizer kochen halt ganz gerne ihr eigenes Süppchen und haben eine Abneigung sich solchen Machtkonstelationen wie der EU anzuschliessen. Diese Abneigung hat die Schweiz in den letzten etwa 200 Jahren vor viel Schaden bewahrt, sie konnten sich aus den zwei grössten Kriegen der Menscheit ziemlich raushalten und die Nazis hatten nie eine Chance in der Schweiz auf Sympathie zu stossen. Die EU hat zwar mit den Nazis nichts zu tun, aber die Abneigung und Vorsicht bleibt denoch bestehen. Dazu kommen noch eine Menge anderer Gründe. Dieser abfällige Ton wird hierzulande umgekehrt eher bei EU Kommissaren und derglejchen festgestellt. Der freie Personenverkehr macht und würde der Schweiz eine Menge Probleme beschehren, die Löhne sind extrem hoch im Vergleich zu Deutschland und den EU Ländern, die Sozialleistungen sind hervorragend, und da würden natürlich viele gerne profitieren davon. Es gibt für mich dafür und dagegen, was jedoch bestimmt nicht der Wahrheit entspricht ist, dass die Menge der Schweizer arrogant und hochnäsig auf die EU Länder herablächeln und sich besser finden, das ist Quatsch.

Danke, diese Antwort ist als eine der wenigen hier gut begründet

1
@PowerOfUnity

P.S. Zudem unterscheidet sich das schweizerische Regierungssystem und die schweizer Demokratie in wesentlichen Punkten grundsätzlich von den Regierungsformen aller EU Länder, und dies ist von grosser Wichtigkeit für viele Schweizer.

0

Na ja, es gab genügend "Fröntler" die bei einem Einmarsch der Wehrmacht in die Schweiz begeistert mitgemacht hätten.... .

1
@Giovanni47

Die Gesammtzahl dieser „Fröntler“ überstieg, selbst als sie um 1936 herum ihren „Höhepunkt“ hatten, nicht mehr als ein paar Tausend schweizweit, und das ist im Vergleich zur ganzen schweizer Bevölkerung ein lächerlich geringinger Anteil.

0

Der Schweiz geht es so gut wie noch nie.

Die Schweizer haben wohl ihre Gründe, sich nicht vereinnahmen zu lassen.

Gerade die gemeinsame Währung wird sich noch als Spaltpilz in der Eurozone wegen der unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Staaten erweisen.

Schon vergessen?

Bis Ende Okt 2019 hat die EZB im Rahmen deren QE-Programms für 60 Mrd. pro Monat Euro Staatsanleihen der Südstaaten aufgekauft mit Geld aus der virtuellen Druckerpresse.

Ab November 2019 führt das Frau Lagarde mit 20 Mrd. EUR/Monat nach gleichem Schema fort.

Ich stelle die Frage in den Raum:

Wie nachhaltig ist es, wenn versucht wird, alte Schulden mit neuen Schulden zu übertünchen?

Gehst Du ernsthaft davon aus, dass das folgenlos sein wird?

Günter

Woher ich das weiß:Recherche

Also ich als Schweizer kann nur sagen dass für die Schweizer Kultur (Waffentradition, Käseproduktion etc.), die Schweizer Wirtschaft (wir würden plötzlich zu einem der grössten Nettozahler für unfähige Mitgliederstaaten werden, ein EU- Beitritt fatal wäre. Das Schweizer System mit direkter Demokratie und der Sonderrolle in der Weltpolitik könnte so eventuell nicht mehr gewährleistet sein und wenn man diesen Luxus einmal hat (ich weiss wovon ich rede, da ich Schweizer bin), möchte man das bestimmt nicht aufs Spiel setzen. Allgemein hat Brüssel hier einen sehr schlechten Ruf da es immer probiert die Schweiz zu bevormunden und uns unter Druck zu setzen. Immer diese Zwänge und Normen, das gleicht schon fast einer Diktatur. Ausserdem wäre die Neutralität dadurch gefährdet (jajaaa ich weiss auch die Schweiz ist nicht immer 100% Neutral aber das ist auch nicht möglich). Dennoch sind wir deutlich neutraler als die meisten Länder und auch desshalb werden wir in vermittlerrollen gebraucht wie zum Beispiel aktuell beim Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die Schweiz vertritt die Amis im Iran und wir haben es jetzt quasi in der Hand ob da ein grosser Krieg ausbricht oder nicht. Und unser Verhandlungsgeschick (welches übrigens auch auf unserer Sonderrolle basiert) hat sich in der Vergangenheit immer wieder bewährt und das wird es hoffentlich auch jetzt wieder. Wir müssen also quasi der Welt den Arsch retten und das nicht mit Krieg, sondern eben geschickten Gesprächen. Als EU-Mitglied wäre das undenkbar! Also denkt mal ein bisschen darüber nach. Es kommt ja nicht von Nichts, dass viele Menschen von der EU die Schnauze voll haben. Eine Zwangs- und Sanktionspolitik hat sich eben noch nie bewährt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin schweizer Staatsbürger und bin hier aufgewachsen.

Die Schweiz ist so klug und möchte ihre Eigenständigkeit nicht verlieren, wozu natürlich auch die zahlreichen Volksentscheide gehören, die mit der EU, dieser Allianz der Konzerne nicht verinbar ist. Wohlstand hat Helvetia auch ohne diese EU, also warum sollte sie da beitreten.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

Als Schweizer bin ich durchaus für Europa und ich habe Mühe mit unser Inselmentalität und der Volkspartei. Aber letztlich hat das Volk das letzte Wort und nicht das Parlament. In anderen Ländern ist das nicht so. Wenn dort auch die Bürger abstimmen könnten ...... ich bin mir gar nicht sicher ob alle Länder der EU angehören würden.

Was möchtest Du wissen?