Was haben die Menschen gegen die Linke?

13 Antworten

Das erste Problem das dieLinke hat, ist dass sie ihre Konzepte schlecht vermitteln können. Um ihre Konzepte zu vermitteln, bräuchten sie eigentlich den politisch informierten Bürger. Aber der Bürger will sich nicht informieren und glaubt weiterhin treu doof der Lügenpresse, bzw. Regierungspropaganda. 

Das zweite Problem ist dass das Wort "Links" im deutschen mit negativen Konnotationen verbunden ist, wie "der linke Vogel", "der ist linkisch", "ich gehe den rechten Weg, du gehst den linken Weg" u.s.w.

Das dritte Problem ist dass in der Vergangenheit der Sozialismus weniger effektiv war als der Kapitalismus. Der Kapitalismus wäre an der Überrüstung fast kaputt gegangen, der Sozialismus ist an der Überrüstung kaputt gegangen. Heute würde es genau anders herum laufen, aber das verstehen nur die wenigsten.

Das vierte Problem ist, dass Links mit antideutsch identifiziert wird. Z.B. Joschka Fischer hat noch vor wenigen Tagen in www.spiegel.de 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/joschka-fischer-egal-ob-angela-merkel-oder-martin-schulz-gewinnt-a-1139320.html

den Linken vorgeworfen "nationalistisch und rassistisch" zu sein. Der Vorwurf ist natürlich Blödsinn, aber zeigt ein Problem auf. Die Linke ist "für das Volk", kann also nicht so wie die Grünen erklärtermaßen antideutsch sein. Für viele Pseudolinke ist das ein Problem, denn sie meinen so wie Joschka Fischer, wer sich nicht offen antideutsch verhält, der müsse zwangsläufig ein Rassist sein. Aber gegen die deutsche Regierung zu sein, und gegen das deutsche Volk zu sein, sind zwei grundverschiedene Haltungen. Mit wem also sollte die Linke koalieren, wenn CDU, SPD und Grüne offen antideutsch sind und CSU und AfD offen neoliberal?!  

Einerseits mag es damit zusammenhängen, dass "Die Linke" im Prinzip der Nach-Nach-Nachfolger der SED ist & viele damit ein Problem haben. Außerdem sind die Forderungen und Wünsche der Linken in aller Regel realitätsfern und nicht umsetzbar. Im Grunde ist das Klientelpolitik und nicht mehrheitsfähig.

Die Kritk an dem Nachfolgertum ist nur vorgeschoben, weil nicht wirklich bedeutsam. Das Realitätsfremde wird dann Realitätsnah, wenn es denn ernsthaft umgesetzt wird. Realität ist nämlich all das, was real angepackt und umgesetzt wird.

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Eines vorweg, Wer genau sind denn "die" Menschen? Das ist Geschwurbel! Meisnt du das mittlere oder gar gehobene Bürgertum? das Proletariat? auch Lohnabhängige genannt, die Kleinbürger? (=kleine Selbständige) Arbeitslose? Armutsrentner - Wen davon genau?

Erwartungsgemäß sind bürgerliche Menschen gegen den Sozialismus meist vehement eingestellt, einfach weil sie Angriffe auf ihr Privateigentum befürchten. Angestellte stoßen sich an Freiheitsbeschränkungen, Arbeiter sind meist indifferent gegenüber der Linken, während ein Teil der Arbeitslosen und der Armutsrentner wohl mit der Linken mehr oder minder liebäugeln.

Danke für deine Antwort. Du Haus recht, ich hätte "die Menschen" etwas genauer kategorisieren können. Damit gemeint waren die Menschen mit denen ich sprach also überwiegend das Mittlere Bürgertum. :)

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@diestatue

Beim Bürgertum, egal ob oberes oder mittleres, stets geht es um Besitzstandswahrung. Das sagt von denen fast niemand, stets kommen dann moralische Einwände, weil das natürlich besser klingt als zu sagen: "Hilfe ich sehe meinen Besitz, mein Geld in Gefahr."

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@voayager

>weil das natürlich besser klingt als zu sagen: "Hilfe ich sehe meinen Besitz, mein Geld in Gefahr."

Ich finde es durchaus legitim, wenn man seinen Besitz behalten möchte, aber die Multinationalen Konzerne nehmen ja auch dem "mittleren Bürgertum" immer mehr weg. Der Mittelstand bricht weg, weil die neoliberale Politik und Globalisierung einzig dem Großkapital dient. Die Einwanderung in unsere Sozialsysteme muss vor allem der Mittelstand bezahlen, während einzig das Großkapital von ihr profitiert. 

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