Was habe ich für rechte? Vermieter und Mieter

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9 Antworten

Kostet dieser Mieterschutzverbund etwas?

Da der kostet einen Jahresbeitrag und beträgt soweit ich weiß um 80 €.

Ob ein Mieter oder der Vermieter zahlen muss hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Sie aus folgendem Beitrag entnehmen können.

Läuft das Wasser im Bad oder in der Küche nicht mehr ordentlich ab, handelt es sich um einen Mietmangel. Es ist zunächst unerheblich, wer daran schuld war. Der Vermieter muss handeln, sobald er davon weiß. Ansonsten riskiert er, dass der Mieter die Miete mindert oder - etwa wegen verstopfter Toilette - sogar fristlos kündigt.

Wenn Dusche oder Badewanne nicht mehr benutzbar waren, haben Gerichte bereits Mietminderungen von bis zu 50 Prozent für angemessen erachtet (zum Beispiel Amtsgericht Köln, Az. 206 C 85/95).

Der Mieter hat allerdings auch die Pflicht, den Vermieter schnellstmöglich über Anzeichen von Verstopfung zu informieren. "Das ist eine vertragliche Nebenpflicht. Schließlich kann so ein größerer Schaden verhindert werden", sagt die Düsseldorfer Rechtsanwältin Annette Mertens. Macht sich ein Mieter jedoch selber daran, den Abfluss aus eigener Kraft freizubekommen, sollte er aber wissen: Er geht durch seinen Einsatz möglicherweise ein großes Haftungsrisiko ein. So wurde jüngst ein Mieter vom Amtsgericht Gießen zu Schadenersatz verurteilt, der per Handpumpe ein Rohr reinigen wollte (Az. 48 MC 141/07). Aufgrund des zu hohen Drucks kam es in einer darunter liegenden Wohnung zu einem Wasserschaden.

Die Toilette wird oft als zweiter Müllschlucker benutzt. Wird dann bei einer Verstopfung ein Installateur gerufen, so geht dessen Rechnung grundsätzlich zulasten des Vermieters. Denn typische Instandsetzungsarbeiten sind bereits mit der Miete abgegolten.

Vermieter finden das ungerecht, denn nicht selten werden Verstopfungen durch Mieter verursacht. Hausverwalter berichten davon, dass zum Beispiel die Toilette gerne als zweiter Müllschlucker missbraucht werde, in dem von Zahnbürsten bis Slipeinlagen alles hineingeworfen werde. Aber auch Fettablagerungen können ein volles Rohr verursachen. Typische Ursachen: Fett wird den Abfluss runtergespült oder fettiges Geschirr nur mit kaltem oder lauwarmen Wasser gewaschen.

Der Vermieter kann Mieter für solches Fehlverhalten durchaus in Anspruch nehmen. Schwer bis unmöglich ist das allerdings bei Fallrohren, in die mehrere Wohnungen einleiten. Wird dort etwa ein Putzlappen gefunden, heruntergespült mit dem letzten Wischwasser, so müsste schon der Name des Mieters eingestickt sein, damit er zur Rechenschaft gezogen werden kann. "Lässt sich der Verursacher nicht genau ermitteln, bleibt der Vermieter auf dem Schaden sitzen", sagt Rechtsanwältin Mertens.

Anders sieht das bei allein genutzten Wohnungsabflüssen etwa von Küche oder Bad aus. Bei diesen Zuleitungen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Mieter war schuld, oder aber die Zuleitungen waren fehlerhaft (etwa fehlendes Gefälle oder zu viele Biegungen). Finden dann aber Installateure Unmengen von Klopapier oder Essenreste vor, dann sind in der Regel die Mieter wegen nicht vertragsgemäßer Nutzung der Wohnung dran. So entschieden zum Beispiel schon mal die Amtsgerichte Ibbenbüren (Az. 2 C 45/00) und Saarburg (Az. 5 C 295/02).

http://www.welt.de/welt_print/article1982863/Vermieter-muss-Rohre-reinigen.html


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Oftmals versuchen die Vermieter, diese Regelungen der so genannten Kleinreparaturklausel auf alles anzuwenden, was den Mieter angeht. Ich nehme einmal an, Sie haben in Ihrem Mietvertrag diese Kleinreparaturklausel, die besagt, dass sie bis etwa 70 € pro Reparatur Reparaturen selbst bezahlen müssen. Das gilt aber generell nur für Reparaturen, deren Notwendigkeit im Einflussbereich des Mieters liegt. Also beispielsweise eine abgerissene Türklinke. Bei Abflussrohren gibt es hier immer einen Streitfall. Natürlich kann der Vermieter behaupten, dass sie die Verstopfung verursachen. Das kann er gegebenenfalls (und muss er auch) durch eine entsprechende Feststellung des ausführenden Betriebes bestätigen können. Im allgemeinen wird es jedoch zum gehandhabt mit der Kleinreparaturklausel und den Abflussrohren, dass alle waagerechten Rohre die Mieter bezahlen und die senkrechten der Vermieter. Bei ihnen handelt es sich garantiert um ein senkrechtes Rohr. Also Vermieter Sache. Jedoch ist das nicht rechtlich festgelegt, die Gerichte handhaben das so.

Ich würde Ihnen empfehlen, vom Vermieter zu verlangen, dass er nachweist, dass Sie die Verstopfung verursacht haben. Das wurde beispielsweise bedeuten, dass auf der Rechnung des Reparaturbetriebes draufsteht, was genau die Verstopfung verursacht hat und dass diese Verstopfung von Ihnen verursacht wurde. Das bedeutet weiterhin, dass die Verstopfungen Gegenstände aufgehoben worden sein müssen, damit sie gegebenenfalls vor Gericht oder vor einem Gutachter begutachtet werden können. Und spätestens an der Stelle wird der Vermieter dankend abwinken.

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Hmm...wenn das Abflussrohr zunächst nur bei euch verstopft war und weiter unten nicht, ist wohl davon auszugehen, dass ihr die Verstopfung verursacht habt...durch was auch immer. Von daher ist euer Vermieter wohl im Recht, wenn ihr die Rechnung bezahlen sollt. Das sagt mir auf jeden Fall mein gesunder Menschenverstand.

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Wenn das Abfussrohr verstopft ist, läuft das Wasser nicht ab und bleibt, wenn der Wandanschluss und der Syphon Ordnung ist, in der Spüle und läuft nicht in die Küche oder zum Mieter darunter. Folglich war die Schadensursache nicht die Versopfung sondern eine fehlerhafte Installation. Wer hat denn die Spüle angeschlossen - doch bestimmt nicht der Vermieter.

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es ist doch nicht nachgewiesen ,das es an dir lag und pflaumenkerne passen auch nicht durch das syffon(?),oder ? er hat dir gesagt du solltest die spirale und spüli benutzen und hätte direkt einen klempner holen können ,denn wenn das wasser aus deiner spüle hoch kommt ,liegt die verstopfung doch wo anders ,oder nicht ? . lass dir den bericht vom klempner geben und da dokumentiert man doch alles ,dann muss es drin stehen ob du schuld dran hast ,oder nicht und würde es fordern um einsicht zu haben . erkundige dich doch beim mieterschutz drüber ,oder oder und würde mir das vom klempner schriflich anfordern ,ansonsten gibt es kein geld und mal sehen wie der hauswirt dann reagiert . ich würde es so machen und versuchen ,was du machst weiß ich nicht und wünsche dir aber viel glück .

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Kommentar von topsecret111
22.10.2012, 23:48

Kostet dieser Mieterschutzverbund etwas?

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Nein. Eine Rohrverstopfung gehört zum "normalen Gebrauch der Mietsache" und ist Sache des Vermieters. Es wäre auch nicht deine Pflicht gewesen mit der Spirale Versuche zu machen.

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Warum hat der Vermieter den Nutzern der unteren Wohnung nicht denselben Vorschlag gemacht? Nicht zahlen! Der Vermieter ist nachweispflichtig, dass Ihr Schuld wart.

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Also es muss nachgewiesen werden das die verstopfung deine schuld war....aber wenn du dir den ärger ersparen willst geh zum mieterschutzbund...die geben kurzfristig termine ...lass dich auf keine diskussion mit deinem vermieter ein....nimm die rechnung mit zum mieterschutzbund...die regeln das für dich:)

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NICOS weiss, dass es bei Vermieterverschulden eine Rechnung zu Lasten des Mieters gibt. Ob Du Dir das erklären kannst, oder nicht, ist nicht relevant, wenn die Firma zu Gunsten des Vermieters im unwahrscheinlichem Fall eines Prozesses aussagt.

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