Was glaub(t)en Griechen und Hebräer über die Auferstehung?

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5 Antworten

Die Auferstehung des ganzen Menschen zu einem ewigen Leben in der Gegenwart Gottes ist eine relativ junge Entwicklung des antiken Judentums gewesen. Für Jesus Christus, der Jude war, war sie integraler Bestandteil seiner Lehre. Nach dem Glauben der Christen ist Jesus Christus der Erste gewesen, der durch den Tod hindurchging und auferstand. Das frühe Judentum kannte keine Auferstehung sondern nur die "Versammlung zu den Vätern", ohne dafür einen Ort oder eine Seinsweise näher zu definieren. Erst mit der Zeit entwickelte sich - wahrscheinlich auch durch den beständigen Austausch mit anderen Kulturen - eine Vorstellung der "Scheol", einer Art Unterwelt, ähnlich dem griechischen Hades, in der die Toten verweilen und zwar ohne Freuden oder Leiden. Sie sind einfach dort.

Die hellenistischen Griechen - also die, die den antiken Götterkult praktizierten - glaubten, daß die Toten sich im Hades aufhalten, einer eher düster vorgestellten Unterwelt, die freudlos ist und einfach ein Aufenthaltsort für die abgeschiedenen Seelen. Teil des Hades waren aber auch Orte für die Bestrafung besonders schlechter Menschen, an denen sie einer fortdauernden Qual ausgesetzt waren. Einzig große Helden und Menschen halbgöttlicher Abkunft konnten nach ihrem Tod zu den Göttern versetzt werden und auch wie Götter verehrt werden. Ein Beispiel wäre Herakles, dem große Verehrung zuteil wurde. Die Götterwelt dachte man sich wie ein glanzvolles griechisches Gastmahl, bei dem sich die Götter von Nektar und Ambrosia nährten, wenn sie sich nicht gerade um die Belange der Sterblichen kümmerten.

Manche Griechen praktizierten Mysterienkulte, z. B. die eleusinischen Mysterien, oder Kulte, die aus Vorderasien und Nordafrika importiert wurden, z. B. die Isis-Mysterien. Sie hatten teilweise andere Jenseitsvorstellungen, kannten aber auch keine Auferstehung.

Die Vorstellung vom Körper als Gefängnis einer Art Lichtseele, die grundsätzlich gut gedacht wurde, stammt aus der Gnosis resp. dem Gnostizismus. Dabei handelt es sich um einen Glauben, mit dem das frühe Christentum sehr zu kämpfen hatte. "Schlechter Leib" und "gute Seele", überhaupt die Vorstellung von einer unabhängigen Seele, die nach dem Tod weiterlebt, sind von dort in das Christentum eingesickert und halten sich bis heute hartnäckig, obwohl beide Auffassungen unbiblisch sind und weder dem Judentum noch dem Christentum angemessen sind. Gruß, q.

Die griechischen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod werden in der Sage von Orpheus und Eurike gut wiedergegeben.

http://www.maerchen.net/antik/gr-orpheus-eurydike.htm

Aber beide, Griechen und Hebräer (Autoren des AT in der Bibel), hatten mal solche und mal solche Vorstellungen. Der Glaube an eine leibliche Auferstehung kommt erst im Christentum auf (Vorläufer waren Essäer).

P.S. Seele ist nur ein veralteter Ausdruck für Bewusstsein.

den griechen war das leben nach dem tod eigentlich relativ egal. es gab zwar eine art paradies für helden und gewöhnliche menschen wurden geister in der unterwelt, aber sie haben ihr leben nicht danach ausgerichtet wie z.b. die ägypter.

Die Hebräer haben nicht an eine Auferstehung geglaubt.

SamCelli 14.10.2012, 18:49

Was glaubten sie dann?.. was passiert wenn sie sterben?

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brunf 14.10.2012, 19:49
@SamCelli

"Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück"

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