Was glaubst du passiert nach dem Tod?

21 Antworten

Hallo ZoloArtz,

die Frage, was nach dem Tod geschieht, haben sich Menschen schon vor vielen Jahrhunderten gestellt. Schon der Patriarch Hiob, nach dessen Name ein Buch der Bibel benannt ist, stellte die Frage: "Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?" (Hiob 14:14). Diese Frage wurde im Laufe der Zeit auf unterschiedlichste Weise beantwortet. Die alten Griechen beispielsweise glaubten, die Seele der Toten lebe in einem unterirdischen Bereich, "Unterwelt" genannt, weiter. Bei anderen Völkern des Altertums war die Vorstellung verbreitet, die Seelen der Toten würden sich in Sterne oder Kometen verwandeln.

Auch in vielen heutigen Religionen glaubt man an ein Leben nach dem Tod. Hindus und Buddhisten glauben an eine Reinkarnation, Muslime an eine Seele, die den Tod des Leibes überlebt und beim Jüngsten Gericht entweder in ein Paradies oder in die Hölle komme. Eine ähnliche Vorstellung vertritt man auch in der evangelischen und katholischen Kirche. Auch wenn sich diese Glaubensauffassungen voneinander unterscheiden, so ist man sich doch über eines weitgehend einig, dass die Seele unsterblich ist. In einer katholischen Enzyklopädie heißt es daher: "Die Lehre, dass die Menschenseele unsterblich ist und nach dem Tod des Menschen weiter existiert ... ist einer der Ecksteine der Kirchenphilosophie und Theologie." (New Catholic Encyclopedia) Obwohl diese Lehre sehr weiter verbreitet ist, stammt sie nicht aus der Bibel, sondern aus der heidnischen Philosophie.

Wenn die Bibel das Wort "Seele" (hebräisch néphesch) verwendet, dann meint sie damit nicht einen unsichtbaren, unsterblichen Teil des Menschen, sondern den ganzen Menschen. In 1. Mose 2:7 ist daher zu lesen: "Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele." Zu beachten ist, dass es hier ja heißt, dass der Mensch eine Seele wurde und keine Seele bekam.

In der bereits zitierten Enzylopädie heißt es über den Begriff "Seele": "Die Seele ist gemäß dem AT kein Teil des Menschen, sondern der ganze Mensch - der Mensch als lebendiges Wesen." (New Catholic Encyclopedia) Wenn also gemäß der Bibel die Seele kein schattenhaftes Geistwesen ist, das nach dem Tod des Körpers weiterlebt, was geschieht dann mit dem Menschen, wenn er stirbt? Da ja, wie wir gesehen haben, die Seele die Person als Ganzes darstellt, stirbt somit beim Tod des Menschen die Seele. Das bestätigt auch die Bibel, wenn sie sagt: "Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben" (Hesekiel 18:4).

In welchem Zustand befinden sich also die Toten? Da sämtliche Sinne mit unserem physischen Körper verbunden sind, erlöschen beim Tod eines Menschen sämtliche Organfunktionen. Er hört somit auf zu existieren. Daher steht in den Psalmen geschrieben: "Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt. Sein Geist [d. h. seine Lebenskraft] geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich" (Psalm 146:3, 4).

Das heißt jedoch nicht, dass mit dem Tod für immer alles vorbei ist. Die Bibel zeigt, dass Gott die Toten eines Tages wieder zum Leben bringen wird. Jesus Christus sagte daher voraus: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28, 29). Dann wird auch eine andere alte Prophezeiung in Erfüllung gehen, die besagt, dass Gott "den Tod für immer verschlingen" wird (Jesaja 25:8).

Es wird also eine Zeit geben, in der Gott nicht nur die Gräber der Toten leeren wird, sondern auch dafür sorgen wird, dass die Auferweckten für immer am Leben bleiben können. Dann wird der ursprüngliche Vorsatz Gottes mit der Erde und den Menschen verwirklicht werden. Die Erde wird zu einem wunderschönen Paradies werden, in dem es weder Kriege noch Hunger noch sonstiges Leid mehr geben wird.

Es bricht also ein neues Zeitalter an, dass im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4).

Somit braucht man, wenn man an den Tod denkt, eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein. Der Tod ist einfach eine Unterbrechung des Lebens. Was jedoch dann folgt, ist schöner, als man es sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen könnte. Wer denkt, das sei zu schön, um war zu sein, der sei dazu aufgerufen, sich einmal von der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Bibel zu überzeugen. Doch das ist ein anderes Thema.

LG Philipp

Je nach Beisetzungsart vergeht der Körper auf die eine oder andere Weise schneller bzw. langsamer.
Was mit dem Bewusstsein und allem, was zumindest der Wahrnehmung nach nicht ausschließlich physischer Natur ist, dazu gibt es keine Beweise. Ich glaube daran, dass ich, wenn ich im irdischen Dasein sterbe, in einem ewigen Dasein wie aus einem (kollektiven) Traum aufwache und irgendwann wieder an einem solchen teilnehme. ich glaube dies, weil ich mich zu erinnern glaube, bereits verschiedene irdische Leben durchlebt zu haben, mich auch an dieses ewige Dasein zu erinnern und weil eine Person, die ich vor einem ersten Treffen in diesem Leben zuvor aus solchen Erinnerungen kannte, dass ich wegen der Ähnlichkeit dieser Person zu der entsprechenden aus meinen Erinnerungen einen regelrechten Schock erlebte und dass diese Person sich ebenso an mich aufgrund solcher Erinnerungen erinnerte, obwohl das Ereignis, an welches wir uns erinnern/-ten, noch nicht in dem gegenwärtigen Leben stattgefunden haben kann.
Wären es nur meine Erinnerungen, so könnte es vielleicht Einbildung sein, aber eine Person schon beim ersten Treffen aufgrund solcher Erinnerungen wieder zu erkennen, als würde ich sie mein ganzes Leben lang kennen und die dann auch noch Erinnerungen hat, die sich ebenso auf mich beziehen und diese sogar gemeinsame Erinnerungen sind, die sich unmöglich auf mein bisher gegenwärtiges Leben beziehen können, das ist ebenso zutreffend, wie weder abzustreiten noch wegzudiskutieren.
Folglich, um es zusammezufassen, glaube ich, dass mein eigentliches Selbst ein Wesen in einer übergeordneten Existenzebene ist und nur ein kleiner Teil meines Selbst in diesem irdischen Dasein gegenwärtig ist, dass auch der Teil, der dieses Leben durchlebt, nach dem Ende meines gegenwärtigen irdischen Lebens wieder (auch von der Wahrnehmung) ein integrierter Teil meines ewigen Selbst ist, während mein ewiges Selbst meinem Verständnis nach schläft, während ich an diesem kollektiven Traum teilnehme, dass nach dem Erwachen aus diesem kollektiven Traum mein ewiges Selbst wieder in seiner eigentlichen, ewigen Existenzebene aufwacht und irgendwann, vermutlich nach einem Tag im ewigen Dasein, welcher den entsprechenden Erinnerungen nach etwa 1,2 Millionen mal so lange dauert wie im irdischen Dasein, wieder an einem solchen kollektiven Traum teilnimmt.

Da diese Frage in den letzten Tagen mehrfach aufkam, habe ich meine Antwort einfach nur aus meiner Antwort zu einer sehr ähnlichen Frage zitiert (siehe https://www.gutefrage.net/frage/was-passiert-nach-dem--tod?foundIn=list-answers-by-user#answer-283480385 ). Seit wann ist man offenkundig nicht in der Lage, die mal die Vorschläge vorheriger Fragen anzuschauen, bevor man die eigene absendet? Ist das so schwierig? Aber scheinbar ist es wohl so schwer, denn viele andere Fragen könnten in Sekundenbruchteilen mit Hilfe von Google ganz leicht beantwortet werden und werden dennoch hier gestellt.

Ich hatte deine Antwort gar nicht gelesen, bevor ich meine abschickte, aber ich stimme dir zu, da ich ähnliche Erfahrungen habe.

1

Es gibt sogenannte Seelengruppen, die sich immer wieder in der Nähe voneinander inkarnieren, um gemeinsam zu wachsen, Erfahrungen zu machen, sich unterstützen. Bevor man geboren wird, macht eine Art Lebensplan, also Erfahrungen die man machen möchte, um sich weiterzuentwickeln.

Es kann sein, dass du Vorlieben, aber auch Abneigungen oder Ängste entwickelt hast, die aus früheren Inkarnationen stammen. Wenn du z. B. negative Erfahrungen mit Glauben, Religion o. ä. gemacht hast, kann es sein, dass du diese in deiner gegenwärtigen Inkarnation ablehnst, vielleicht sogar Atheist bist.

Du wirst es bestimmt auch schon erlebt haben, dass du jemanden kennen lernst und ein starkes Gefühl der Vertrautheit hast, obwohl du diese Person vorher noch nicht getroffen hast. Das wird mit ziemlicher Sicherheit jemand aus deiner Seelengruppe sein.

Als Lesempfehlungen schlage ich vor:

  • "Gespräche mit Gott" über das Leben nach den Tod, von Neale Donald Walsch
  • "Reconnection", von Eric Pearl
  • "Ich bin dann mal weg", von Hape Kerkeling

Bezugnehmend auf Deinen Kommentar zu meiner Antwort und auf Deine Antwort, kann ich bestätigen, dass offenbar zwischen unseren Ansichten Gemeinsamkeiten liegen.

Allerdings weiß ich nicht, was Du mit Seelengruppen meinst (vielleicht ja das, was ich als seelenverwandt verstehe, wenn es um eine Verwandtschaft in ewiger Hinsicht so entspräche, wie es in irdischer Hinsicht die Großfamilie wäre), und es gibt da wohl auch andere Unterschiede, die aber wohl eher Haarspalterei wären.

0

Was möchtest Du wissen?