Was glauben Christen eigentlich?

17 Antworten

Eine Möglichkeit des Menschen, mit dem unausweichlichen Schicksal des Todes umzugehen, ist die, ihn zu etwas „ganz Natürlichem“ zu erklären. Der Tod gehört nun mal zum Leben mit dazu; das Sterben des Einzelnen ist ein Teil des ewigen „Stirb und werde“, das unsere Welt bestimmt, und von daher sollten wir ihn als etwas ganz Normales annehmen. Gerade im Bereich der Esoterik tauchen solche Gedanken immer wieder auf und scheinen ja auch einen gewissen Trost zu vermitteln. Doch wenn wir selber ganz konkret mit dem Tod eines Menschen und auch mit unserem eigenen Tod konfrontiert werden, spüren wir es ganz genau: Der Tod ist nicht einfach bloß etwas „ganz Natürliches“; er ist nicht gut und normal. Er zertrennt menschliche Gemeinschaft, er verletzt, er widerspricht ganz und gar unserem menschlichen Verlangen nach Leben, und er lässt sich von daher auch nicht schönreden. Dass Menschen sterben müssen, zeigt vielmehr, dass unsere Welt nicht gut ist, nicht so ist, wie sie von Gott ursprünglich einmal gewollt war. Der Tod ist Konsequenz und Ausdruck unseres zerbrochenen Verhältnisses zu Gott, oder, wie es Paulus im Römerbrief formuliert: „Der Tod ist der Sünde Sold.“ (Römer 6,23) Das heißt nicht, dass man das Sterbealter eines Menschen in irgendeine Beziehung zu seinen konkreten Sünden setzen könnte. Wohl aber ahnen wir: Der Tod ist und bleibt das entscheidende Problem unseres Lebens – ein Problem, das nicht wir bewältigen können, sondern das nur Gott selber lösen kann.

In unserer heutigen Zeit übt der Gedanke der Reinkarnation, der Wiederverkörperung der Seele nach dem Tod, auf viele Menschen in unserem Land eine große Faszination aus, und so liegt buddhistisches Gedankengut heute scheinbar voll „im Trend“. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um eine Anpassung buddhistischer Gedanken an unsere westliche Wohlstandsgesellschaft, die dem ursprünglichen Anliegen des Buddhismus völlig zuwiderläuft: Im Buddhismus ist die Reinkarnation etwas Negatives und Leidvolles, wünscht sich ein Buddhist nichts sehnlicher, als nicht mehr wiedergeboren zu werden, nicht mehr als „Ich“ zu existieren, sondern wie ein Tropfen im Meer des Nirwana untergehen zu dürfen. In unserem gesellschaftlichen Kontext wird die Reinkarnation dagegen als etwas Positives wahrgenommen, als eine Möglichkeit, „im nächsten Leben“ wieder gut zu machen, was man im vorherigen versäumt hat, und sich so immer weiter nach oben zu entwickeln und selbst zu verwirklichen. So faszinierend dieser Gedanke auch klingen mag – er widerspricht der christlichen Botschaft ganz und gar und lässt sich mit ihr nicht vereinbaren. Nach christlichem Verständnis müssen nicht wir die Folgen unserer Verfehlungen abarbeiten und uns durch unser Tun nach oben entwickeln – vielmehr empfangen wir schon jetzt die Vergebung Gottes, die in Ordnung bringt, was wir verfehlt haben. Weiterhin setzt dieser Gedanke der Reinkarnation voraus, dass unser Körper nur in einem losen Verhältnis zu unserer Seele steht und letztlich unwichtig, ja vielleicht gar hinderlich sei. Wirklich wichtig sei nur die unsterbliche Seele. Die Heilige Schrift macht hingegen deutlich, dass Körper und Seele untrennbar zusammengehören und dass die Erlösung nicht nur die Seele, sondern auch den Körper mit umfasst. Dies bringen in besonderer Weise auch die Sakramente zum Ausdruck, in denen Gott ja gerade leiblich an uns handelt: Christus nimmt im Heiligen Mahl leiblich in uns Wohnung und wird gerade darum diesen Leib, in dem er lebt, am Ende einmal auferwecken – gewiss in einer Gestalt, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können, aber doch so, dass wir wieder „wir selber“ sein werden. Und der Gedanke der Reinkarnation verharmlost schließlich die Tatsache, dass in unserem Tod eine letzte Entscheidung fällt: Es ist den Menschen bestimmt, „einmal zu sterben, danach aber das Gericht“, heißt es im Hebräerbrief. Jetzt, hier in diesem Leben, fällt die Entscheidung über mein ewiges Geschick; ich habe keinen zweiten Versuch und sollte gerade auch von daher den Gedanken an das Ende meines Lebens nicht verdrängen. Dafür steht für mich zu viel auf dem Spiel.

Dass der Tod für uns Christen ein Durchgangstor zum Leben ist, ist keine selbstverständliche Aussage. Vielmehr dürfen wir allein darum dies behaupten, weil Christus selbst durch seine Auferstehung die Macht des Todes gebrochen und uns in der Heiligen Taufe an diesem Sieg über den Tod Anteil gegeben hat: Wer getauft ist, ist damit hineingeboren in ein neues Leben, das auch der Tod nicht zerstören kann. Von dem Geschenk unserer Taufe her dürfen wir nun allerdings in der Tat ganz zuversichtlich unserem Tod entgegenblicken. Nicht, dass wir den Tod nicht auch immer zugleich als Strafe und als etwas Unnatürliches empfinden würden, nicht dass unser Sterben oft genug auch mit viel Leid verbunden und wahrlich nichts ist, wonach wir uns sehnen würden. Doch gerade wenn wir diese Realität des Todes ganz ernst nehmen, dürfen wir als Christen zugleich auch ganz getrost den Tod als Durchgangstor zum Leben und damit in letzter Konsequenz sogar als etwas Positives wahrnehmen: So sehr hat Christus den Tod entmachtet, dass er uns jetzt sogar zum Guten dienen muss.

Der Tod ist Durchgangstor zum Leben – das heißt: Wir kommen nach unserem Tod nicht bloß in eine „Wartehalle“; wir bleiben nach unserem Tod nicht im Ungewissen. Sondern im Augenblick unseres Todes wird für uns unmittelbar erfahrbar werden, was Christus uns zugesagt hat: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Johannes 5,24) In diesem Sinne dürfen wir mit dem Apostel Paulus sprechen: „Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein“ (Philipper 1,23) und die Zusage Christi auch auf unsere Todesstunde beziehen: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23,43)

Ewige Gemeinschaft mit Christus – das ist der Kern der Hoffnung, die wir hinsichtlich unseres Lebens nach dem Tod haben. Im Unterschied zu den heiligen Schriften manch anderer Religionen ist die Bibel sehr zurückhaltend in der Beschreibung dessen, was nach dem Tod auf uns zukommt: Sie beschreibt dieses neue Leben nicht als Schlaraffenland und beschränkt sich im wesentlichen darauf, aufzuzählen, was es dann einmal nicht mehr geben wird: keine Tränen, kein Leid, keinen Schmerz und keinen Tod. Denn zur Beschreibung dessen, was wir einmal erleben werden, fehlen uns jetzt noch jegliche Worte. Was wir positiv sagen dürfen, ist dies: Wir werden Gott schauen dürfen, und dies wird das vollendete Glück unseres Lebens sein.

Nun legt sich an dieser Stelle immer wieder die Frage nahe: Noch ist der Jüngste Tag doch gar nicht gekommen; noch ist die Auferstehung der Toten doch gar nicht geschehen. Was ist denn nun mit unseren Toten in der „Zwischenzeit“? Die Antwort darauf kann jedenfalls nicht darin bestehen, dass wir sagen, die Auferstehung unseres Leibes sei letztlich ja gar nicht so wichtig; Hauptsache, unsere Seele lebe „irgendwie“ nach dem Tode weiter. Wenn es nur um die Unsterblichkeit unserer Seele ginge, hätte sich Christus Seine Auferstehung auch sparen können. Auch unsere Seele ist nicht von sich aus unsterblich; sie lebt nur darum weiter, weil Gott ihr ein neues Leben schenkt. Doch darüber hinaus gilt für uns: „Leiblichkeit ist das Ende aller Wege Gottes.“ (Friedrich Christoph Oetinger)

Die Antwort auf die Frage nach der „Zwischenzeit“ besteht vielmehr darin, dass die Kategorien von Raum und Zeit in der Welt Gottes eine ganz andere Rolle spielen werden als bei uns. Was uns hier noch zeitlich getrennt erscheint – unser Tod und die Auferstehung am Jüngsten Tag –, das ist aus der Sicht der Welt Gottes schon eins. Von daher erlaubt das lutherisches Bekenntnis auf der einen Seite ausdrücklich das Gebet für die Toten; andererseits kann es auch davon sprechen, dass die Heiligen und Vollendeten vor dem Thron Gottes jetzt schon Fürbitte für uns leisten. Mit unseren zeitlichen Maßstäben können wir die neue Welt Gottes eben nicht fassen. Und dies gilt erst recht für die Dimension der Ewigkeit: Ewig heißt eben nicht „unendlich lang(weilig)“, sondern beschreibt den Zustand vollkommenen Glücks. Wenn wir bei einem wunderbaren Fest jegliches Gespür für die Zeit verlieren und nach etlichen Stunden ganz überrascht feststellen, wie spät es schon ist, haben wir einen kleinen Vorgeschmack dessen, was uns gleichsam in höchster Potenzierung dann einmal erwartet, wenn wir für immer mit Christus leben werden. Und darum brauchen wir als Christen eben auch keine Angst zu haben, wir könnten in unserem Leben wirklich etwas versäumen.

Da hast du dir ja sehr viel Mühe gemacht. Vielen Dank!

Ich bin in weiten Teilen deiner Meinung. Beim Tod scheinst du zwei Aspekte gleichzeitig zu glauben, ich neige eher deinem zweiten zu. Der Tod ist nichts Schlimmes; ich würde mich mehr fürchten, nicht sterben zu dürfen.

Unseren Körper halte ich für nicht so wichtig, denn er ist ja aus Atomen zusammengesetzt, die evtl. früher anderen Lebewesen gehörten. Und mancher Missgestaltete wird sich bedanken, nicht von seinem Körper Abstand gewinnen zu dürfen. Es spricht aber nichts dagegen, dass unser Geist nach dem irdischen Tod seinen Körper aus Materie jederzeit und in verklärter Gestalt wiederformen kann. Siehe Jesus und andere Menschen, die erschienen sind.

Ich glaube auch nicht, dass das Leben hier über unsere Existenz oder Nichtexistenz entscheidet. Wir sind doch so oder so auf die Liebe Gottes angewiesen. Da kann der Unterschied nur in der eigenen Reue sein und nicht in der Gnade Gottes.

Ich wünsche dir jeden Tag Gottes spürbare Gegenwart.

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Nicht alle Christen glauben das so, wie Du es beschreibst. Es gibt auch Christen, die das glauben, was dazu in der Bibel steht: dort steht nichts von einer Qualhölle. Dort steht etwas von ewigem Tod für die Bösen, und von Auferstehung für die Gerechten — zu himmlischen und auch zu irdischem ewigen Leben.

Was bedeutet "Hölle"?

"Von den frühen Übersetzern der Bibel ist viel Verwirrung gestiftet und sind viele Mißverständnisse dadurch hervorgerufen worden, daß sie das hebr. Wort Scheol und die griech. Wörter Hades und Gehenna ständig mit dem Wort Hölle wiedergegeben haben.“ (The Encyclopedia Americana, 1942, Bd. XIV, S. 81).

"Hölle" bedeutet nichts anderes, als "Scheol" oder "Hades" — nämlich "Grab".

Was ist gemäß der Bibel die Strafe für Sünde?

Röm. 6:23: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod.“

Wird man auch nach dem Tod noch für seine Sünden bestraft?

Röm. 6:7: „Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen.“

Läßt sich eine ewige Qual für die Bösen mit Gottes Persönlichkeit vereinbaren?

Jer. 7:31: „Sie [abtrünnige Bewohner Judas] haben die Höhen des Tophet gebaut, das im Tal des Sohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.“

Wenn soetwas nie im Herzen Gottes aufgekommen ist, wieviel weniger ist dann anzunehmen, daß er so etwas in noch größerem Umfang tun würde.

Würden Eltern ihr ungehorsames Kind bestrafen, indem sie es quälen? 

‘Gott ist Liebe’ (1. Joh. 4:8). Würde er etwas tun, was gute menschl. Eltern nie tun würden?

Es stimmt; einige Übersetzungen sprechen von einem "höllischen Feuer", und daß Menschen "in die Hölle, in das ewige Feuer", fahren (Matthäus 5:22; Markus 9:43). 

Insgesamt gibt es in den Christl. Griech. Schriften 12 Verse, in denen z. B. Luther das griech. Wort Gehenna mit "Hölle" oder "höllisches Feuer" übersetzt. 

Ist die Gehenna wirklich ein Ort feuriger Qual, während der Hades lediglich das Grab bezeichnet?

Das hebr. Wort "Scheol" und das griech. Wort "Hades" bezeichnen eindeutig das Grab. 

In den Hebr. Schriften ist die Gehenna das "Tal Hinnom". Hinnom war der Name eines Tales vor den Mauern Jerusalems, wo die Israeliten ihre Kinder im Feuer opferten. 

Später ließ der gute König Josia das Tal für diesen schrecklichen Brauch ungeeignet machen (2. Kö. 23:10). Es wurde zu einer gewaltigen Mülldeponie.

Als Jesus auf der Erde lebte, war die Gehenna somit der Müllabladeplatz Jerusalems. Durch die Hinzufügung von Schwefel unterhielt man dort Feuer, um den Abfall zu verbrennen. 

In dem Werk Smith's Dictionary of the Bible, Band 1 lesen wir: "Es wurde der allgemeine Müllabladeplatz der Stadt, ein Ort, wohin man die Leichen von Verbrechern und Tieren sowie jederlei Unrat warf." Lebende Geschöpfe wurden dort jedoch nicht hineingeworfen.

Die Bewohner Jerusalems verstanden somit, was Jesus meinte, als er den bösartigen geistlichen Führern sagte: "Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehenna entfliehen?" (Mat. 23:33). 

Jesus meinte nicht, daß diese geistlichen Führer gequält würden. 

Denke daran, daß Gott, als die Israeliten ihre Kinder in jenem Tal lebendig im Feuer verbrannten, sagte, so etwas Schreckliches sei nie in seinem Herzen aufgekommen! 

Jesus benutzte die Gehenna somit als ein passendes Sinnbild für vollständige und ewige Vernichtung. Er meinte, daß jene bösartigen geistl. Führer einer Auferstehung nicht würdig waren. 

Seine Zuhörer konnten verstehen, daß diejenigen, die in die Gehenna kämen, ähnlich wie Abfall für immer vernichtet würden.

Was ist denn der "Feuersee", der in der Offb. erwähnt wird?

Er hat eine ähnliche Bedeutung wie die Gehenna. 

Er bedeutet nicht Qual bei Bewußtsein, sondern ewigen Tod oder Vernichtung. 

Beachte, wie dies die Bibel selbst sagt gemäß Offb. 20:14: "Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee" — den Tod, aus dem es keine Auferstehung gibt. 

Dieser Feuersee ist symbolisch, denn Tod und Hölle (Hades) werden dort hineingeworfen. Tod und Hölle können nicht buchstäblich verbrannt werden. Sie können und werden jedoch beseitigt oder vernichtet werden.

„Die Bibel sagt aber, der Teufel werde für immer im Feuersee gequält werden", mag jemand einwenden (Offb. 20:10). 

Was bedeutet das? Als Jesus auf der Erde lebte, wurden Gefängniswärter manchmal "Peiniger" genannt. 

Jesus sagte in einem Gleichnis über einen Mann: "Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlt hätte alles, was er ihm schuldig war" (Mat. 18:34, Luther). 

Da diejenigen, die in den "Feuersee" geworfen werden, in den "zweiten Tod" gehen, aus dem es keine Auferstehung gibt, werden sie sozusagen für immer im Tod gefangen gehalten. 

Sie bleiben wie unter der Aufsicht von Gefängniswärtern für ewig Tot. 

Die Bösen werden nicht buchstäblich gepeinigt, denn wie wir gesehen haben, ist ein Verstorbener völlig aus dem Dasein geschieden. Er hat kein Bewusstsein mehr.

Die Begebenheit, wo Lazarus und ein reicher Mann ihre Plätze tauschen, ist lediglich eine Metapher, um zu veranschaulichen, dass eine zuvor geachtete Geistlichenklasse geistig arm sein — und eine zuvor unterpriviligierte Gesellschaft plötzlich geistig reich sein wird.

Was sagt die Bibel zum Tod und zur Auferstehung?

Die Bibel sagt, dass wir zunächst im Tod „schlafen“. Wir sind nicht mehr existent. Es gibt keine Seele, die nach dem Tod irgendwo weiterlebt. Die Bibel sagt, dass wir lebende Seele SIND. Wir haben keine Seele, die ausserhalb unseres Körpers existiert.

Warum verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf? Weil wir aus dem Todes-„Schlaf“ wieder auferweckt werden können.

Jesus sagte über Lazarus: „Lazarus ist eingeschlafen.“ Damit meinte Jesus nicht, dass sich Lazarus ausruhte. Er erklärte es seinen Jüngern genauer: „Lazarus ist gestorben“ (Joh. 11:11-14).

Tot zu sein lässt sich also damit vergleichen zu schlafen. Jesus sagte nicht, Lazarus wäre im Himmel oder bei verstorbenen Angehörigen. Und er sagte auch nicht, Lazarus würde in der Hölle leiden oder in einem anderen Körper wiedergeboren werden.

Im Gegenteil: Es war, als ob sich Lazarus im Tiefschlaf befand. Die Bibel gebraucht diesen Vergleich noch öfter. 

Zu wissen, was beim Tod geschieht, befreit uns von vielen falschen Vorstellungen. Die Bibel lehrt, dass die Toten keinen Schmerz oder Kummer haben. Falsche Religionen belügen uns über den Tod. Sie behaupten dasselbe, was Satan in Eden behauptete: dass wir nach dem Tod nicht wirklich tot sind (1. Mose 3:1-5).

Doch Gott hat die Macht, uns vom Tod zu befreien. Und er hat versprochen: „Als letzter Feind wird der Tod beseitigt“ (1. Kor. 15:26).

Diese Macht hat Gott seinem Sohn übertragen (Joh. 5:22). Er zeigte durch verschiedene Auferweckungen, dass er die Macht dazu hat (siehe Lazarus oder die Tochter des Jairus).

Wie Jesus sagte, werden alle auferweckt, „die in den Gedenkgräbern sind“ (Joh. 5:28).

Das bedeutet, dass sich Jehova Gott an jeden erinnert, den er auferwecken möchte. 

In der Vergangenheit lebten die Auferstandenen wieder auf der Erde bei ihrer Familie und ihren Freunden. So wird es auch in Zukunft sein, nur noch viel besser: Den Auferstandenen steht in Aussicht, für immer auf der Erde zu leben. Sie werden nie mehr sterben müssen.

Und das Leben wird dann ganz anders sein, als wir es heute kennen. Es wird keinen Krieg, keine Verbrechen und keine Krankheiten mehr geben.

Wer wird auferweckt werden? Jesus sagte, dass „alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Joh. 5:28, 29).

Und in Offb. 20:13 heißt es: „Das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und das Grab gaben die Toten heraus.“

Milliarden Menschen werden wieder leben! Der Apostel Paulus sprach von einer „Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten“. (Apg. 24:15).

Heißt das, jeder Verstorbene wird auferstehen? Nein. Wie Jesus deutlich machte, werden manche nicht auferstehen (Luk. 12:5). Wer urteilt darüber? Jehova, der höchste Richter, hat Jesus „zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmt“ (Apg. 10:42). Wer unverbesserlich böse ist, wird nicht auferweckt werden. 

Diese Auferstehung erfolgt erst, wenn Christus als König über die ganze Erde herrscht.

Außerdem spricht die Bibel auch von Personen, die nach ihrer Auferstehung im Himmel leben werden. Sie werden nicht als Menschen auferweckt, sondern als Geistwesen. Jesus war der erste, der zu himmlischem Leben auferweckt wurde.

Bevor Jesus starb, versprach er seinen treuen Jüngern: „Ich mache mich . . . auf den Weg, um einen Platz für euch vorzubereiten“ (Joh. 14:2).. Einige seiner Nachfolger sollten also bei ihm im Himmel leben. Wie viele?

Jesus sagte, es wären wenige, eine „kleine Herde“ (Luk. 12:32). Der Apostel Johannes nannte die genaue Zahl: Er sah Jesus im Himmel „auf dem Berg Zion stehen und bei ihm 144 000“ (Offb. 14:1). Diese Personen werden mit Jesus vom Himmel aus über uns Menschen auf der Erde regieren.

Deshalb lehrte Jesus uns beten: „Unser Vater im Himmel, dein Name soll geheiligt werden. Lass dein Königreich kommen. Lass deinen Willen geschehen, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ (Mat. 6:9-13).

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da hilft nur erkenntnis

---nach dem tode deines physischen körpers siehst du zuerst dein ganzes leben mit allen guten und allen schlechten taten (nun weiß deine seele alles über dich und auch deine ganzen fehler).

---der tod ist sehr wichtig, da du sonst in deinem alten „schlendrian“ auf der erde bleiben würdest. nach dem tode kommst du in eine sphäre, wo du dir alle gewohnheiten und begierden, die du nur mit irdischen mittels befriedigen kannst (zigaretten, süssigkeiten, drogen usw.), abgewöhnen mußt (hölle).

---hier mußt du auch alles in ordnung bringen, was andere menschen durch deine erdentaten erleiden mußten. aus der kenntnis dieser ergebnisse für dich formst du dein kommendes schicksal. bist du von allem irdischen gereinigt, kommst du in deine geistige heimat (himmel), wo du alle kräfte, die du auf der erde kennengelernt hast, verarbeitest.

---nun bist du mehr geworden, als du früher warst.

---wenn es wieder etwas neues für dich auf der erde zu lernen gibt, wirst du erneut geboren, um das neue kennenzulernen.

Man kann auch sagen:

-das leben verläßt den physischen körper, weshalb der beginnt, zu zerfallen

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-die seele verläßt den physischen körper und reinigt sich von allem irdischen im Kamaloka (hölle).

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-der geist (der eigentliche mensch) verläßt seinen körper und wartet bis die seele sich gereinigt hat. dann geht er mit ihr in seine heimat ein, woher er schon lange vor der zeugung gekommen ist (in die geistige welt), den himmel.

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in dieser heimat wird alles, was du dir im leben als anlage erworben hast zu neuen fähigkeiten umgearbeitet.

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in einem neuen leben, kannst du dann diese fähigkeiten einsetzen, um neues auf der erde zu lernen

ich habe mich schon häufig mit diesem text wiederholt, aber die frager wechseln ständig. und auch die haben ein recht auf gute informationen.

Hast du auch schon öfter den Unterschied zwischen Seele und Geist erklärt? Ist mir nämlich nicht geläufig. Allenfalls könnte ich theoretisch als Seele den Funken Gottes, der in mir ist, von meinem Geist = meiner Persönlichkeit abgrenzen. Aber das ist Spekulation.

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@RudolfFischer

geist = kraftzentrum, die substanz eines wesens.

seele = kunstvoller immaterieller behälter für alle seelenkräfte.

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Ich weiß nicht, was "Christen" (Offb.17,1-6) "glauben",

aber unser ewige Vater (Jes.45,22) sagt, dass wir alle in "Gottes Reich" kommen

(Mt.18,14) und dort "gerichtet" werden (Offb.20,5.12-13).

Für "Wenige" (Lk.12,32) gibt es eine Ausnahme (Offb.20,4).

"In den Himmel" kommt jedoch keiner (Joh.3,13),

das sagt eine "andere Glaubensgruppe" (2.Kor.11,14; Offb.12,9).

Woher ich das weiß:Recherche

Glaubst du an einen strafenden Gott, wird er dich bestrafen, glaubst du an einen liebenden und verzeihenden, liebt er dich und wird dir auch verzeihen...

Ich glaube an den Liebenden Gott. Und ich glaube daran dass ich nach dem Tot in den Himmel komme.. Mehr kann ich aber auch nicht wirklich sagen

"Ich glaube an den Liebenden Gott".

Nachweislich brachte dein Lieber Gott jede Menge Menschen um oder ließ es zu. Natürlich kann man biblische Berichte hierzu komplett ignorieren.

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@naaman

Diese Haltung ist wie das Abendgebet von Fritzchen: "Lieber Gott, ich hatte dich heute morgen gebeten, mich von ungezogenem Verhalten abzuhalten. Ich muss dir leider sagen, es ist dir nicht gelungen."

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