Was gibt die Löslichkeit an?

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2 Antworten

Beim Lösungsvorgang von Salzen in Wasser spielen die Gitterenergie (die Ionen im Kristallgitter ziehen sich gegenseitig an) und die Hydratationsenergie (die Ionen werden von Wassermolekülen "ummantelt") eine Rolle.

Ist bei einem Salz die Hydrationsenergie gleich groß oder größer als seine Gitterenergie, bezeichnet man ein Salz als gut löslich.

Bei Salzen, bei denen die Hydrationsenergie deutlich größer als die Gitterenergie ist, tritt beim Lösen eine Erwärmung des Salz-Wasser-Gemischs ein (Lösungswärme).

Beim Lösen von bestimmten Salzen kühlt hingegen die Lösung ab. Diese Abkühlung beruht darauf, dass die Hydrationsenergie die zum Auflösen des Salzes benötigt wird gegenüber dessen Gitterenergie zu niedrig ist. Es wird die zusätzlich zum Lösen noch benötigte Energie aus der Wärmeenergie des Wassers entnommen. Die Lösung kühlte sich damit ab.

Ist die Gitterenergie wesentlich größer als die Hydrationsenergie, läuft der Lösungsvorgang nicht ab: der betreffende Stoff ist in Wasser unlöslich.

Ich fasse zusammen:
Hydratationsenergie > Gitterenergie

bedeutet Erwärmung des Lösungsmittels und gute Löslichkeit des Salzes

Hydratationsenergie < Gitterenergie

bedeutet Abkühlung des Lösungsmittels  bzw. Schwer- bzw. Unlöslichkeit des Salzes.

Hydratationsenergie ≈ Gitterenergie

bedeutet isothermer Lösungsvorgang (= die Temperatur des Lösungsmittels ändert sich beim Lösungsvorgang kaum).


wie gut sich ein stoff in einer bestimmten fluessigkeit loest?

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