Was geschieht mit den H- Brücken bei starkem Erhitzen des Wassers?

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3 Antworten

Wie alle Bindungen lösen sie sich öfter als bei niedrigeren Temperaturen.

Das hängt damit zusammen, dass sich Bindungen bei genügend hoher Energiezufuhr lösen, und diese Energie umso häufiger aufgebracht werden kann, je höher die Temperatur ist. (Die Temperatur gibt ja an, wie oft welche Energie im Mittel vorkommt; bei höheren Temperaturen kommen höhere Energien häufiger vor.)

In einem Chemiebuch habe ich gelesen, dass selbst in der Dampfphase Wasser noch aus (H2O)2 besteht - also immer 2 Wassermoleküle durch eine Wasserstoffbrückenbindung aneinander gebunden. (Auch das gilt natürlich nur im Mittel - es gibt einzelne Wassermoleküle, die gerade erwähnten Doppelmoleküle, Dreifachmoleküle etc. - es ist eben Thermodynamik, wo man von allem etwas hat und die Frage ist, wovon man wie viel hat, und auch das nur im Mittel)

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Die H-Brücken sind ja keine chemischen Bindungen sondern elektrostatische Anziehungskräfte.

Wird eine Verbindung, deren Moleküle über H-Brücken miteinander "verbunden" sind, immer stärker erwärmt, so kommen die Moleküle in immer heftigere Bewegung, so dass die anziehende Wirkung der H-Brücken überwunden wird und der Stoff verdampft.

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Was passiert mit erhitzem Wasser?

- Es geht in die Gasphase über!

Was bedeutet die Gasphase?

- Dass es keine bzw. kaum Wechslwirkungen zwischen den Teilchen gibt!

Dementsprechend müssen die H-Brücken, welche die stärksten WW zwischen den Wassermolekülen sind, auf gebrochen werden. Die Begründung liegt in der Teilchenbewegung, energiereiche Teilche bewegen sich stärker (im Wesentlichen Translation, Rotation und Vibration) und dementsprechend gehen die Bindungen zwischen den Molekülen verloren.

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