Was genau wird bei der Psycho-Physiognomik gemacht?

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5 Antworten

Auch wenn der Eintrag schon einige Zeit her ist, aber mir scheint hier etwas Neutralität notwendig, da viel gefährliches Halbwissen in den Antworten ist. Zum einen das Thema Nazis: Das was dort passierte wurde nicht von den Physiognomen, sondern von den Medizinern MISSBRAUCHT. Zum Thema Wissenschaft: In der Tat gibt es keine dedizierte Studie, die es belegt (ist aber derziet in Arbeit), trotzdem ist die Psycho-Physiognomik ein fundiertes Instrument unter einer Voraussetzung. Der Analyst muss sauber ausgebildet sein (nicht nach den alten Lehren, da diese unzureichend sind) und geübt in der Analyse. Und aufgrund der komplexen Vernetzung der einzelnen Merkmale ist es ohne ausreichende Übung kaum möglich eine treffende Aussage zu machen.

Und eine kurze Anmerkung zu neurodoc: große Nasenlöcher haben nix mit Geld zu tun... dort erkennt man den Mut zur Kommunikation und Dummheit ist höchstens dem unqualifizierten Kommentar zu bescheinigen.

Ich hoffe, es ausreichend sachlich dargestellt zu haben um das Interesse wieder zu wecken. Solltest Du weitere Fragen haben, kontaktiere mich gerne unter info@alex-v.de

Ob es das so gibt, sei dahin gestellt, sicher ist aber, daß von einem Bewerbungsfoto eine Wirkung ausgeht, welche das ist, macht die Qualität des Fotos aus.
Ein gelangweilt ins irgendwo glotzender Bewerber oder ein irritiert, sich vor der Kamera offensichtlich unwohl fühlender, rufen beim Betrachter unwillkürlich Juckreize aus, ein freundlich, bestimmt, frontal in die Kamera blickender Bewerber zeigt, daß er kommunikationsfähig und willig ist und seinen Job wohl aktiv angehen wird.
Die feinen Nuancen der Mimik lassen sich nur aus einer größeren Anzahl von Bildern "herausfiltern", ein guter Fotograf hilft seinem Modell, eine vorteilhafte Körpersprache zu finden.

Das ist wissenschaftlich nicht belegt. Die Nazis hatten mal Gesichtsmessungen durchgeführt, um Rassenzugehörigkeit zu beweisen. Unter Psycho-Physiognomonoik, oder wie auch immer sowas genannt wird, kann man sich allenfalls soche Sachen vorstellen wie: große Nasenlöcher bedeuten, daß man nicht gut mit Geld umgeht und ähnliche Dummheiten.

Ziemlich viele Personalentscheidungen verlaufen nicht zufriedenstellend, entweder der Ag ist unzufrieden oder der Arbeitnehmer. Jedenfalls werden immer mehr Methoden bei der Bewereberauswahl hinzugezogen, die die Zufriedenheit steigern soll. Und heutzutage wird auch in manchen Fällen die Gesichtsanalayse dafür verwendet, das hat auch nix mehr mit den Nazimethoden zu tun. Im übrigen wird ein Bewerber natürlich nicht wegen seiner Nasenlänge ausgesucht. Es spielen sehr viele Faktoren ein Rolle und da eben auch das Aussehen des Bewerbers. Es gibt ein wissenschaftliches "Lehrbuch der Psycho-Physiognomie" von Wilma Castrian, Untertitel: Anlitzdiagnose für die Praxis, aus dem Haug Verlag. Und die Uni Regensburg forscht in diese Richtung (http://www.uni-regensburg.de).

Es ist weder wissenschaftlich fundiert, noch wird es meines Wissens irgendwo bei der Auswahl von Bewerbern genutzt.

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