was genau war in der DDR mit "Imperialismus" gemeint?

3 Antworten

Die Begriffe imperialist (englisch) und impérialiste (französisch) sind im 16. Jahrhundert entstanden: sie bezeichneten in der Frühen Neuzeit in der Regel Anhänger des römisch-deutschen Kaisers. In diesem Sinne war auch der Begriff Imperialismus bei seinem ersten belegten Auftauchen gemeint: 1791 wurde in Frankreich erstmals die Geisteshaltung von Anhängern des habsburgischen Kaiserhauses als impérialisme bezeichnet. Ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts verstand man sowohl im englischen als auch im französischen Sprachraum unter einem Imperialisten einen Parteigänger Napoleons und später einen Befürworter der Herrschaftsansprüche von dessen Familie. Mit dieser Bedeutung taucht 1826 auch im Deutschen das Wort Imperialist auf. Der Begriff fand aber erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts weite Verbreitung, wofür der Staatsstreich Napoleons III. von 1851 den Anlass bot. In der Folgezeit wurde Imperialismus gewöhnlich etwa im selben Sinn wie Cäsarismus, Napoleonismus und Bonapartismus verwendet. Dabei ging es nicht um territoriales Expansionsstreben, sondern um den Anspruch der Herrscherfamilie, den Staat zu regieren. Daneben war aber schon in der ersten Jahrhunderthälfte vereinzelt ein etwas anderer Sprachgebrauch vorgekommen, bei dem nicht die Person des Herrschers im Vordergrund stand, sondern die Vorstellung von militärischem Erfolg und nationaler Größe, die mit dem Namen Napoleon verbunden war. Wer in Frankreich einen so orientierten Nationalismus kultivierte, war ein impérialiste, aber nicht notwendigerweise Bonapartist.

Im Marxismus wurde der Imperialismus zunächst von Karl Kautsky im Anschluss an Platons Dialog „Der Staat“ als eine bestimmte Politik zur Unterwerfung eines außerhalb des Staates liegenden, agrarischen Territoriums verstanden. Dem widersprach die marxistische Wirtschaftstheorie, die den Imperialismus als besondere Entwicklungsstufe (Stadium) des Kapitalismus beschrieb. Die ältere diesbezügliche Theorie Rosa Luxemburgs ging dabei analytisch von der Sättigung des inneren Marktes, der Eroberung des Weltmarktes und der Konkurrenz um denselben durch die nationalen Kapitale aus. Dagegen ging Lenins spätere Imperialismustheorie empirisch vom Auftreten bestimmter Erscheinungen (wie dem Verschmelzen von Industrie- und Bankkapital zum Finanzkapital) aus. Lenin sah zudem die monopolistische Phase des Kapitalismus, die er als den Imperialismus kennzeichnend bezeichnete, als dessen höchstes und letztes Stadium überhaupt an. Am Ende seines Lebens sah Lenin allerdings abweichend von seiner früheren Auffassung des Imperialismus in seinem Brief „Zur Frage der Nationalitäten“ die Möglichkeit imperialistischer Beziehungen der sozialistischen Sowjetunion zu anderen Staaten. Während Lenin, Luxemburg und Kautsky den Imperialismus und Kolonialismus als Teil eines Gesamtsystems kapitalistischer Unterdrückung entschieden ablehnten, gab es allerdings auch Gegenstimmen wie jene des Niederländischen Sozialdemokraten Henri van Kol, der koloniale Eroberungen außereuropäischer Regionen als „Zivilistionspolitik” verteidigte. Derartige Ansichten blieben jedoch eine kleine Minderheit innerhalb des Marxismus, theoretisch und politisch prägend waren die Imperialismuskritischen Analysen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Imperialismus

ich bin ein ,,DDR - kind" lach°° also bei uns wurde der imperialismus als letzte stufe des kapitalismus gesehen....die politik in der DDR - besser gesagt die bonzen - haben immer angestrebt, gegen die versuche der westmächte, die herrschaft über die DDR zu erringen, anzukämpfen.....die DDR war auf der suche nach freunden und verbündeten, die sich gegenseitig beim kampf gegen den imperialismus helfen/ unterstützen und fand diese auch in kuba oder der sowjetunion z. b.....so sicherte sich die DDR z.b. die unterstützung von kuba und vielen anderen ländern...diese bekamen geld und andere hilfen von der DDR, mussten aber alles zurückzahlen und schickten so beispielsweise als bezahlung kostenlose arbeiter in die DDR.........

Ubd was hat das jetzt mit Imperialismus zu tun? Ahnung hast du nicht, postest hier unzusammenhängendes Zeug, redest von der Suche der DDR nach Freunden und Verbündeten. Wo bleibt deine Antwort auf die Frage nach dem Imperialismus?

Ich sage es dir: Imperialismus ist nicht auslegbar. Entweder es gibt ihn oder es gibt ihn nicht. Und die DDR war kein imperialistischer Staat, der seine Klauen nach fremden Ländern oder deren Reichtum ausgestreckt hat. Dass er auf der Suche nach Verbündeten war, ist legitim und hat mit der Ausbeutung dieser Länder absolut nichts zu tun.

Als imperialistische Staaten hat die DDR solche Staaten gemeint, die unter dem Mantel der "Frömmigkeit" Kriege gegen andere Länder geführt haben, weil sie sich ihre Vorteile davon erhofften. Ähnlichkeiten mit dem Geschehen in der Gegenwart sind rein zufällig.

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@babulja

Und was hatte die NVA 1968 in der Tschechoslowakei zu suchen? Und die Sowjetunion später in Afghanistan? Ob ich unter dem Mantel der "Frömmigkeit" oder unter dem Mantel "Der Sozialismus ist in Gefahr, wir müssen ihn retten" (so wurde uns das Ende des "Prager Frühlings" in der Schule erklärt - ich habe ein gutes Gedächtnis) in ein fremdes Land einfalle, bleibt für mich Jacke wie Hose...

So, nun warte ich auf euer Aufheulen. Nur zu, dann habe ich etwas zu lachen....

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@Claud18

Auf das Aufheulen wartest du vergeblich. Du darfst trotzdem lachen.Pass auf, dass es dir nicht im Halse stecken bkeibt...

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@Claud18

Die NVA hatte 1968 gar nichts in der Tschechoslowakei zu suchen, weshalb sie dort auch nicht war. Die NVA ist nicht in Tschochoslowakei einmarschiert.

Der Budeswehr war und ist es vorbehalten, als deutsche Armee nach 1945, an Kriegen, die alles andere als Verteidungungskriege waren und sind, beteilgt zu sein.

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Als Imperialismus (von lateinisch imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“; etwa bei Imperium Romanum) bezeichnet man das Bestreben eines Staatswesens oder dessen Anführers, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen, bis hin zu deren Unterwerfung und Eingliederung in das eigene Umfeld. Dazu gehört eine ungleiche wirtschaftliche, kulturelle oder territoriale Beziehung aufzubauen und aufrechtzuerhalten. mehr dazu in wikipedia & google

was der "imperialismus" ist weiß ich, dafür müsste ich GF.net nicht bemühen. ich will wissen, ob mit den, in den DDR-geschichtbüchern genannten, "imperialistischen Staaten", eben diese definition gemeint war.

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@Ryuuk

Ne, die DDR wollte damit sagen das diese Staaten sich auf die Massenproduktion von kapitalistischen Plüschhasen spezialisiert haben um den Sozialismus zu unterwandern.

Wenn sie damit irgendwas anderes als die gängige Definition gemeint hätten, denkst du nicht sie hätten einfach ein anderes Wort benutzt welches der gesuchten Beschreibung entspricht?

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