Was genau soll Change Management sein, und wozu braucht man dazu einen Berater.

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3 Antworten

Das ist der Mist mit den Anglizismen. Man kann es nicht verstehen.

Erstmal ist irgendwo der Wurm in einem Betrieb. Der Beratungs-Kunde hat vielleicht noch nicht einmal eine Ahnung. Die liegen ja selten offen auf der Hand.

Daher gibt es eben Berater. Zum einen sind die Aufgaben der Zukunft, die Strategie für ein Unternehmen zu klären. Dann wird das ganze runter gebrochen. In das Zusammenwachsen mit einem anderen Unternehmen, in der Ablauf- und Arbeitsorganisation, in Krisen das Ruder noch einmal um legen, ins Marketing oder auch in den Einkauf und welche Aufgabe im Unternehmen auch immer.

Häufig gibt es in der täglichen Praxis gar keine Zeit dafür. Da ist es besser, man lässt sich informieren und Lösungsvorschläge machen. Damit ist man dichter an der Lösung, als wenn man allein keine Zeit gehabt hätte.

Auch moderierte Prozesse zur Lösungsfindung sind einfach wahnsinnig effektiv.

Außerdem ist ja auch nicht jedes Unternehmen von den Qualifikationen so aufgestellt, dass alles aus dem eigenen Saft heraus geklärt werden kann.

Es geht also um Umsetzungswege. Es geht um so genannte Querschnittsaufgaben. In der Regel ist mehr als eine Abteilung von der Umorganisation betroffen.

Beispiele sind schlecht zu fassen. Es kann im Grunde alles sein.

Eben das von Dir genannte Problem - Umstellung der Produktion von konventionelle auf ökologisch angebaute Produkte. Da gibt es ja nicht nur die Vorgaben, wann welche chemischen Helfer nicht mehr eingesetzt wurden. Es geht natürlich auch um andere Zielgruppen. Andere Organisationen. Auch vollständig neue Produkte. Also nicht mehr die Maispflanze die man aus Jahren der Erfahrung eben kennt.

Es kann aber auch ein Krisenmanagement sein. Es wird in einem Produkt was gefunden, dass laut Zutatenliste gar nicht darin ist. Jetzt hat man zwar seine Einkaufsrechnungen, aber wie geht man mit dem Problem um?

Da kann man und sollte man auch eine entsprechende Qualitätssicherung "einbauen". Dazu gehören nicht nur mehr eigene Kontrollen, sondern auch die Rückhaltung von Proben. Aus Chargen. Da muss ein Lager umorganisiert werden.

Das alles wäre Change Management. Man will oder muss seinen Betrieb umstellen. Verkäufer sind schlechte Berater. Darum holt man sich Berater und sagt: Wie soll ich was machen? Wer soll was tun?

Großes Dankeschön

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@maworm

Ich Danke für den Stern und freue mich wenn ich etwas "Werbung für Unternehmensberatung" verständlich machen konnte.

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Änderungen verursachen unterschiedlichste Reaktionen und diesen Prozess zu begleiten ist eine eigene "Wissenschaft", eben das Change Management. Klassisch sagt man, dass nach der Information, dass etwas geändert wird diverse Phasen durchlaufen werden, z.B. Schock -> Verneinung -> Einsicht -> Akzeptanz -> Ausprobieren -> Erkenntnis -> Integration und da beschäftigen sich Spezialisten damit, diese Phasen möglichst kurz, schmerzlos, erfolgreich zu meistern.....

Also konkret Dinge wie Folgen für Arbeitnehmer minimieren, Arbeitnehmer dafür gewinnen, Risiko minimieren und auch Hilfe bei Kapitalbeschaffung?

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