Was genau sind optische kabel?

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7 Antworten

TOSLINK ist ein standardisiertes Lichtwellenleiter-Verbindungssystem für optische Signalübertragungen im Bereich bis etwa 20 Mbit/s. Weite Verbreitung hat es durch die Benutzung bei der digitalen Übertragung von Audio-Signalen bei Konsumgütern gefunden, wo es zum Beispiel zur Übertragung zwischen Komponenten wie CD- und DVD-Spielern und Audioverstärkern benutzt wird.

Verwendet wird ein Lichtwellenleiter (LWL) aus transparentem Kunststoff (PMMA oder Polycarbonat, siehe Polymere optische Faser, kurz POF) mit 1 mm Kerndurchmesser. Der große Durchmesser erlaubt es, die Strahlung von Leuchtdioden mit einer an diese angeformten Fokussierungslinse einzukoppeln – es sind keine Laserdioden erforderlich. POF haben bei gleichem Durchmesser einen geringeren Biegeradius, jedoch eine höhere Dämpfung als Glas-LWL, die Reichweiten sind daher auf bis etwa 100 Meter, praktisch auf etwa 10 Meter begrenzt. Die Kabel sind meist teurer als Kupferkabel.

Der Vorteil einer LWL-Verbindung in der Audiotechnik ist, dass damit eine Potentialtrennung der Gerätekomponenten erreicht wird und somit Masseschleifen vermieden werden. Auch sind LWL unempfindlich gegenüber elektrischen und magnetischen Störeinkopplungen. Weiterhin werden Störabstrahlungen durch kabelübertragene elektrische Digitalsignale vermieden. Allerdings kommt es vor, daß zur Erhöhung der Robustheit metallverstärkte TOSLINK-Kabel Brummschleifen in digitalen Geräten verursachen.

TOSLINK wurde 1983 ursprünglich von Toshiba entwickelt (daher der Name TOShiba-LINK), um deren CD-Player mit deren Radio-Receivern zu verbinden, hat sich aber schnell auch bei CD-Spielern anderer Marken durchgesetzt. Früher wurde TOSLINK meistens dazu verwendet, um Daten an MiniDisc- oder DAT-Rekorder zu senden. Frühe TOSLINK-Systeme verwendeten die digitalen Rohdaten der CD-Player, mittlerweile hat sich der S/PDIF-Standard als universelles Format für Audio-Streams durchgesetzt. Toslink

TOSLINK wird heute meist dazu verwendet, DVD-Player oder Spielkonsolen mit Dolby-Digital-/dts-Dekodern (Heimkinosystem) zu verbinden. Im Tonstudio wird dasselbe Steckersystem mit einem anderen Übertragungsprotokoll (ADAT Lightpipe) verwendet. Eine andere Bezeichnung für TOSLINK ist F05-Stecker. Eine weitere Steckervariante ist die 3,5-mm-Miniplug-Verbindung. Sie findet dann Verwendung, wenn in derselben Ausgangsbuchse auch ein analoges elektrisches Klinkenstecker-Signal ausgegeben wird. Es ist dann ein TOSLINK-Miniplug-Stecker zum Anschluss notwendig, der die Form eines üblichen 3,5-mm-Klinkensteckers hat, jedoch aus Kunststoff besteht und am Ende die Stirnfläche des LWL umfasst. Viele heutige Notebooks besitzen diesen Ausgang und realisieren hierüber den Ausgang von beispielsweise Dolby-Digital-5.1-Raumklang.

Es gibt mit allen Kombinationen dieser beiden Steckerarten konfektionierte Kabel. Die optoelektronischen Bauelemente zum Senden und zum Empfang sind meist direkt in die Steckbuchsen integriert. http://de.wikipedia.org/wiki/TOSLINK

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Kommentar von jorgang
03.10.2011, 15:02

Das ist nur ein extrem kleiner Teil des Anwendungsspektrums. Sie unten mein Vorlesungsbeitrag zur Glasfaserübertragung weltweit.

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Optische Kabel werden, wie schon hier geantwortet, im Haus für Audioübertragung verwendet.

Die weltweit wichtigste Anwendung ist die Datenübertragung über Seekabel für Telefon usw. Hier ein kurzer Beitrag aus einem Vorlesungsskript:

Zitat: 6.8 Seekabel für ein weltweites Core Network

Das globale Festnetz, auf der Basis von Glasfaser-Seekabeln, ist eines der am schnellsten expandierenden Netze. Die heutigen Seekabelsysteme arbeiten mit optischen Faserverstärkern und erlauben die Überbrückung von einigen 10.000 km mit einer Übertragungsrate von 640 Gbit/s. In einem regelrechten Boom errichten gegenwärtig internationale Konsortien neue transozeanische Strecken oder schalten bereits vorhandene Strecken über Knoten auf dem Festland zusammen. Dabei werden die Seekabel so konzipiert, dass sie den Entwicklungen in der WDM Technik der kommenden Jahre standhalten. Wenn also in 5 Jahren ein noch leistungsfähigerer WDM Multiplexer entwickelt wird, sollte er ohne weitere technische Änderungen (Tausch der Regeneratoren o.ä.) auf den Seekabelsystemen zu Einsatz kommen können. Daraus folgt, dass Seekabelsysteme unabhängig vom Übertragungssystem transparent verschiedene Bandbreite, Lichtspektren und Modulationsarten unterstützen sollten Dieser Anforderung wird mit dem Einsatz von EDFA´s Rechnung getragen. 2011: Das Telekommunikationsprojekt Oxygen verbindet 175 Länder, alle Kontinente der Erde bis auf die Antarktis in einer Art Superinternet. Diese Staaten sind über am Meeresgrund verlaufene Glasfaserkabel miteinander verbunden. Jedes Segment überträgt dabei mindestens 100 Gigabit/s, stellenweise aber auch über ein Terabit/s. Auf den 36 getrennten Schleifen findet es selbsttätig mehr als 100 alternative Routen zum jeweiligen Ziel und bietet dadurch eine hohe Zuverlässigkeit. Auch wegen der hohen Geschwindigkeit macht es als Übertragungsweg für die internationale, nicht aber die militärische Telekommunikation, Satelliten überflüssig. Insbesondere die Telefonie wird heute aufgrund der vielen lichtgebundenen Kommunikationswege und der bei Satelliten hohen Verzögerungszeit selbst auf abgelegenen Inseln nur noch über die transparenten Glasfasern abgewickelt. Die Kosten beliefen sich auf 14 Milliarden Dollar. Zitat Ende

Da sind nun eine Menge Abkürzungen und Terme genannt, die man dann mal unter Google oder Wiki verfolgen kann. Es sollte nur gezeigt werden, welchen extremen Stellenwert die optische Übertragung heute in der Nachrichtentechnik hat.

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Optische Kabel funtionieren Über Licht-Signale. Es wird in der Regel für Audio eingesetzt. Es funktioniert durch die Lichtleitfähigkeit von Glassträngen. Ein Beispiel. Es gibt doch diese Stäbe, aus denen so "Haare" raushängen. Man man die anschaltet, leuchten die Enden der "Haare". So kannst du dir die Leitfähigkeit gut vorstellen.

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Ein optisches Kabel überträgt Signale nicht durch elektrischen Strom, sondern durch Lichtimpulse. Dementsprechend besteht haben optische Kabel auch keinen Kupferleiter, sondern üblicherweise eine Glasfaser.

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Die Kabel der Zukunft. Informationen und Energie lassen sich per Licht viel besser übertragen als durch diese massiven Kupferstrippen aus der Spätsteinzeit. Wenn du es aber noch genauer wissen möchtest, studier das Fach.

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Denke du meinst Kabel die mit Lichtimpulsen arbeiten... eine Seite Licht rein, andere Seite Licht raus... und das in Lichtgeschwindigkeit. ;)

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Lichtleiterkabel - das Wort spricht für sich :)

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Kommentar von Sam2105
03.10.2011, 01:10

Ja , aber wofür braucht man die

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