Was genau machen Psycho Pharmaka mit einem Menschen wirklich?

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8 Antworten

Es gibt unterschiedlichste Arten von Psychopharmaka, fast alle greifen in die Neurotransmittersysteme ein und verstärken oder vermindern bestimmte Signalprozesse im Gehirn.

Seroquel gehört zu den Antipsychotika/Neuroleptika und wirkt überwiegend dämpfend, sowohl auf Angst- und "Flucht"reaktionen als auch Gefühle, Emotionen und Antrieb.

Du merkst selbst, dass solch eine generelle Dämpfung nicht unbedingt vorteilhaft für ein normales Leben ist. Wenn du denkst, dass die Nachteile und Nebenwirkungen überwiegen, dann solltest du schleunigst(!) mit deinem Arzt darüber sprechen und das Seroquel so schnell wie möglichst ausschleichen. Es gibt unglaublich viele bessere Arzneimittel bei der generalisierten Angsstörung. Seroquel ist - auch wenn es wirksam ist - noch nicht einmal für die Angststörung zugelassen.

Gruß Chillersun

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Versuch mal Angstzustände durch Atemtherapie oder Autogenes Training zu bekämpfen. Hilft das nicht, dann mach lieber eine Psychotherapie, statt zu Psychopillen zu greifen. Sie alle haben beachtliche Nebenwirkungen, heilen selten, überdecken lediglich die quälenden Symptome der vorherrschenden Störung. Bei einem Drittel aller Patienten wirken sie übrigens garnicht.

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Psychopharmaka wirken zwar gegen die Symptome - von den Nebenwirkungen wollen wir gar nicht reden - ein Problem verschwindet aber nur indem man die Ursache behandelt bzw. beseitigt.

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Seroquel ist ein atypisches Neuroleptikum. Hat dir dein Arzt erklärt, warum er dir dieses Medikament gibt und nicht zum Beispiel einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)?

Wir kennen dich nicht, wir wissen nicht, was du für Symptome hast/hattest, was dein Arzt sich überlegt hat, was du ihm erzählt hast, was deine Wünsche und Vorstellungen sind, ...

Warum sprichst du beim nächsten Termin nicht einfach deinen Arzt darauf an? Du siehst ihn doch bestimmt regelmässig (wöchentlich?) und er ist dafür da, die Behandlung mit dir abzusprechen und so zu gestalten, dass ihr beide damit zufrieden seid.

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"Abstellen" läßt sich mit Psychopharmaka nichts, höchstens dämpfen und nur wenig wirken direkt auf das Gehirn, sondern eher auf die Botenstoffe in unserem Körper

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Prinzipiell sind Psychopharmaka dazu gedacht, das chemische Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder herzustellen. Das Problem ist, dass man darüber eigentlich kaum noch etwas weiß. Natürlich können Antidepressiva bei manchen Menschen helfen, aber eigentlich würde ich eher behaupten, es ist besser, wenn man selbst die Ursachen dieses Ungleichgewichtes erkennt und versucht, das Gleichgewicht selbst wiederherzustellen.

Nur ein Beispiel: Man hat Stress, steht ständig unter Strom. Dadurch sinkt der Serotoninspiegel. Man fühlt sich schlecht, es werden Depressionen diagnostiziert und man kriegt Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verschrieben. Natürlich helfen die oft. Aber besser wäre es, zu ergründen, WARUM man eigentlich die ganze Zeit Stress hat, und zu versuhen, die Ursache abzuschalten (Sprich, die Dinge, die Stress verursachen).

Angstzustände ist wieder etwas anderes, sprich ein anderes Ungleichgewicht im Gehirn. Hast du es schon mit einer Therapie versucht? Das sollte eigentlich die erste Wahl sein, gute Ärzte verschreiben erst Psychopharmaka wenn das nicht hilft. Welche Angstzustände hast du denn, wenn ich fragen darf? Vielleicht kann ich dann mehr dazu schreiben.

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Gut, dass du kritische Fragen stellst. Nicht alles, was Ärzte dir verschreiben, ist gut für Körper und Psyche. Musst selbst herausfinden, was dir gut tut. 

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Kommentar von ServusPiefke
13.01.2016, 21:21

Leute mit einem 3er Notendurchschnitt mögen sich bitte mit ihrem gefährlichen Halbwissen etwas zurückhalten !

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Die Ärzte wollen dir nichts böses sondern helfen. Bei Medikamenten gibt es eine bestimmte Eingewöhnungsphase (4.Wochen) bis sie die volle Wirkung entfalten.  

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