Was genau ist Masse?

7 Antworten

Die Masse z.b. bezieht sich auf die Karosserie des Fahrzeugs, welcher mit dem Minus potential der Batterie verbunden ist.

Masse bezeichnet bei Geräten oder Apparaten den Bezugspunkt ("Null"-Punkt) für alle Spannungen.

Meist ist dieser Bezugspunkt auch mechanisch effektiv an die grösste Masse (Gewicht) des Geräts aus leitendem Material angeschlossen. Von daher kommt wohl auch der Name.
Z.B. das Metallgehäuse, ein Metallrahmen, eine Grundplatte des Geräts; die grösste Kupferfläche einer Printplatte, alle Abschirmungen von (Signal-)Kabeln, die Karosserie eines Autos, der Rahmen eines Zweirads usw.

Oft wird diese Masse noch geerdet, wenn das Gerät am Stromnetz betrieben wird; das muss aber nicht sein, ERdung und Masse können auch ganz unabhängig sein.

Paradebeispiel, wo Masse sogar noch geerdet ist, ist der PC:

  • Metallgehäuse, Netzteil drin mit Metallgehäuse, beides verbunden
  • Abschirmung und Grundfläche des Motherboards
  • Abschirmung von Bildschirm-, Audio-, USB- und Netzwerkkabeln.
  • Gleichspannungen des Netzteils z.B. +5V, +12V und weitere, aber auch -5V, -12V, also negativ gegenüber Masse (der Pluspol ist also am Gehäuse, an Masse). Masse ist hier also keineswegs das tiefste Potential, sondern eben das Bezugspotential, der gemeinschaftliche Pol aller Spannungen.

Oft muss Erdung und Masse sogar bewusst und absichtlich getrennt werden, weil sonst Brummschleifen entstehen. Ebenfalls Paradebeispiel: PC in Verbindung mit Audiokomponenten (störendes Brummen durch den Netz-Brumm auf allen Tonsignalen).

Von Experte michiwien22 bestätigt

Wenn man eine größere Schaltung betrachtet und z.B. alle Spannungen berechnen möchte, ist es sinnvoll, einen Knoten auszuwählen und alle Spannungen auf diesen Knoten zu beziehen. Diesen Knoten nennt man "Masse", die Spannungen der anderen Knoten bezogen auf Masse nennt man "Potentiale". Die Masse hat per Definition das Potential 0 Volt.

Dadurch wird die Berechnung übersichtlicher. Wenn man die Potentiale erst einmal berechnet hat (dafür gibt es ein relativ einfaches Verfahren, das sich auch gut als Rechnerprogramm umsetzen lässt), dann kann man jede beliebige Spannung zwischen zwei Knoten als Differenz ihrer Potentiale berechnen.

Als Masse wählt man gerne einen besonderen Punkt aus, beim Auto das Fahrgestell, oder bei Geräten das Gehäuse (wenn es Verbindung zur Schaltung hat). Das 230-Volt-Netz hat Verbindung zur Erde, da nimmt man die Erde als Bezugspotential.

Bei Schaltungen, die keinen besonders ausgezeichneten Knoten haben, nimmt man auch gerne den negativsten Knoten als Masse, bei symmetrischen Verstärkern auch mal einen Knoten in der Mitte. Im Prinzip ist das Ansichtssache, es kommt drauf an, wie man die Funktion der Schaltung am einfachsten erklären kann.

Als Masse bezeichnet man einen Bezugsknoten auf den sich Spannungen beziehen. Es reicht dann die Spannung eines Punktes gegen Masse anzugeben, das ist dann auch sein Potenzial, obwohl der Begriff in der Elektronik nicht so oft verwendet wird.

Üblicherweise ist Masse bei elektronischen Schaltungen der "Minuspol" der Versorgung, das ist aber nicht zwingend.

Jedenfalls hat Masse nichts zu tun mit Erdung. Das sind zwei völlig verschiedne Dinge, obwohl man Masse manchmal auch mit Erde verbindet.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium technische Physik, promoviert in Festkörperphysik

der begriff masse wird fast nur beim auto verwendet.die karosserie ist mit dem minuspol von der batterie verbunden.in der elektrotechnik im haus ist es der N auch nullleiter genannt oder als PEN je nach netzform.ist dann der zusammenschluß vom N mit der hauserdung

Woher ich das weiß:Beruf – Sehr lange in dem Bereich berufstätig

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