Was genau ist eine antizyklische Investitionspolitik?

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1 Antwort

Da muss ich etwas ausholen:

In der Ökonomie gibt es verschiedene Zyklen. Bekannt ist der Schweinezyklus: Nimm an, Schweinefleich sei teuer. Dann merken viele Bauern, dass man mit Schweinezucht viel Geld verdienen kann und alle fangen an Schweine zu züchten. Wenn die schlachtreif sind, gibt es viele Schweine, der Preis geht in den Keller. Also geben viele Bauern die Schweinezucht wieder auf, womit Schweinefleich wieder selten wird und damit teuer. Und so weiter und so weiter.

Das beste Geschäft macht ein Bauer offensichtlich, wenn er Schweine hat, wenn die anderen keine haben, er sich also 'antizyklisch' verhält. Dann eine Schweinezucht aufbaut, wenn die anderen sie abbauen. Das ist zwar riskant, man kann damit aber auch, wenns klappt gut Geld verdienen - wenn nich aber auch verlieren.

Eine antizyklische Investitionspolitik versucht das auch. Dann, wenn alle investieren, das eben nicht zu tun und umgekehrt. Macht das der Staat, dann versucht er zum Beispiel die Wirtschaft zu stützen, wenn die Nachfrage sonst in den Keller ginge und die Unternehmen, die die Güter liefern, in die investiert wurde, sonst Leute entlassen müssten.

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