Was genau ist der Unterschied zwischen dem historischen und biblischen Jesus?

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7 Antworten

Möglich, dass es einen historischen Jesus gab, vage entsprechende Quellenangaben finden sich bei Tacitus und Josephus Flavus. Zu dieser Zeit tummelten sich etliche Wanderprediger in Palästina, warum nicht auch ein gewisser Jesus. Möglich auch, dass er eine Verschmelzung mehrer Wanderprediger war, auch das wäre denkbar.

Wie auch immer, die eher akribisch registrierenden Römer, die vieles Maßgebliche registrierten, hielten diesen Wanderprediger für so unbedeutend, dass sie ihn nicht für erwähnenswert weiter hielten. Da nun die Alten Römer eine sehr entwickelte Kultur hatten, ist davon auszugehen, dass dieser Jesus in der Tat ausgesprochen unbedeutend war. Dass er eschatologische Sentenzen von sich gab, bzw. diese bedeutsam ausstieß, istnun wirklich nicht weiter relevant, denn derlei geisitge Ergüsse haben sogenannte Erleuchtete und Auserwählte so an sich, damals wahrscheinlich noch mehr als heute.

Ich schließe mich daher den Alten Römern an und finde wie diese auch, dass derlei Verzücktheiten und Verrücktheiten eines Wanderpredigers nicht weiter beachtenswert waren und sind.

Es gibt 2 biblische. Einmal den kanonischen und einmal den apokryphischen. Der kanonische Jesus ist der, der in den 4 kanonischen Evangelien beschieben wird. Wobei sich auch da die Beschreibungen etwas unterscheiden. Der apokryphische ist der aus den Schriften, die im Nachhinein von der Kirche verboten bzw. für nicht kanonisch erklärt wurden. Da können die Unterschiede zum kanonischen Bild sehr drastisch sein.

Und der historische Jesus ist der, den es evtl. wirklich als solche Person gab. Dazu müsste es so wie bei jeder anderen bekannten Persönlichkeit der Geschichte Belege und Erwähnungen in vertrauenswürdeigen Quellen geben. Leider sind solche Quellen kaum bis garnicht vorhanden. Deswegen ist dieser Wikipedia-Artikel so lang: https://de.wikipedia.org/wiki/Historische_Jesusforschung

Viel Streit um wenig Masse eben. Viel zu viel Raum für Deutungen Annahmen und Hypothesen.

Es hilft auch nicht die Tatsache, dass Jesus viele biografische Züge, Eigenschaften und Erfahrungen zugeschrieben werden, die haargenau so bei Gottheiten der früheren Religion auftreten und somit kaum mit einer historischen Person zu tun haben können.

Es hilft auch nicht, dass viele von der Kirche und Jüngern des historischen Jesus hochgehaltenen Belege sich als sehr fragwürdig erweisen wie das berühmte Testimonium Flavianum. Dazu im Kommentar.

Hallo analove4,

der historische Jesus ist die konkete Person, von der im Neuen Testament geschrieben steht.

Der biblische Jesus ist die Person, wie sie im Neuen Testament beschrieben wird. (Es sind Dinge aufgeführt, die nicht vom historischen Jesus stammen, und es fehlen Fakten).

Du müsstest weitergehen und fragen: Wer ist Jesus Christus? Das ist die Person, die nach christlicher Lehre von den Toten auferstanden und Gottes Sohn ist.

Der historische Jesus ist der, dessen Person und Taten aus historischen Aufzeichnungen belegt werden können. Die biblische Beschreibung der Person Jesus ist in Frage zu stellen, da die Aufzeichnungen über Jesus bis auf 1 - 2 Quellen sehr mager sind und keine davon einen zaubernden Gottessohn, und seine angeblichen Wunder, erwähnt.

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Vom historischen Jesus wissen wir, dass er etwa zu Beginn der Zeitwende geboren und etwa 30 Jahre später von den Römern hingerichtet wurde. Vor seiner Hinrichtung war er einige Jahre als Wanderprediger tätig. Was über Jesus darüber hinaus in der Bibel steht, ist Glaubenssache.

Richtig. Aber die 2 sind derselbe. Es macht keinen Sinn zu unterscheiden, lediglich könnte man aufzeigen, welche historischen Fakten bekannt sind und was bzgl. der Bibel v.A. dann nicht als wortwörtlich aufgefasst werden darf.

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@member7

Na und OB diese Unterscheidung wichtig ist. Zwischen einem konkreten Steak auf dem Teller und Kuchen im Himmel besteht auch ein Unterschied.

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Egal, was Wahrheit ist und was nicht: Der historische Jesus beschreibt die Person und sein Leben an sich. Der biblische Jesus verkörpert den Sohn Gottes und seine Taten. Allerdings ist zu warnen, da eigentlich eine Unterscheidung unerheblich bzw. teilweise sinnfrei ist: Wir kennen Jesus nur durch die Bibel, sie ist das Bezeugnis seines Weges. Überdenke deine Situation! Aus anderen Schriften als der Bibel ist er uns kaum bekannt, also macht es auch wenig Sinn, sich groß um eine Unterscheidung zu bemühen. Wer die Bibel richtig interpretiert kann auch auf den "historischen" Jesus rückschließen. Die Bibelexegese liefert, je nach Ansatz, also nicht nur die Taten und deren Bedeutung, sondern auch vieles zur Person und zum Leben Jesu.

Nein, aus der Bibel kann man nicht notwendigerweise auf den historischen Jesus rückschließen. Die Evangelien sind interessengeleitete Schriften, mit dem Ziel, dem Christus zu huldigen.

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@earnest

Nin, mit dem Ziel, den Menschen einen Denkanstoß und die Möglichkeit zu geben, einen Glauben zu leben. Man liest dein Halbwissen zwischen den Zeilen gut herus, in der Bibel wird Jesus nicht gehuldigt, wenndann nur Gott.

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@member7

Interessante Unterstellung. 

;-)

Ansonsten nur ein Ausweichen. Aber gut ...

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@earnest

Hallo earnest,

deine Formulierung oben reizt zur Zustimmung! – Allerdings mit einer anderen Wertung:

Das Neue Testament will nicht den historischen Jesus beschreiben, sondern eine Glaubensaussage machen. Dazu verwendet es auch historische Fakten. Für den Gläubigen (Katholiken) wäre die Reihenfolge:

Gott hat sich in Christus geoffenbart. Das ist die Lehre der Kirche. Sie stellt dann diese Lehre im Neuen Testament dar.

Woher die Reihenfolge und das "Interesse" stammt?

Anfang des Lukasevangeliums

:Lukas 1, 1 Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. 2  Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. 3 Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. 4 So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest.

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@earnest

Meinste wirklich, dass DAS das Ziel der Evangelien ist? Ich habe da andere Schlussfolgerungen daraus gezogen. ;-)

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@danhof

Ja, das meine ich wirklich, danhof. Aber es ist selbstverständlich dein gutes Recht, das anders zu sehen. 

;-)

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@Nadelwald75

@Nadelwald

Na, dann probier ich doch mal, ob Du diesem (zugegeben vereinfachten und plakativen) Dreiklang zustimmst:

-Der historische Jesus hat nach Meinung der meisten Fachhistoriker tatsächlich existiert. 

-Der biblische Christus ist für gläubige Christen Glaubensrealität.

-Der historische Jesus und der biblische Christus sind nicht deckungsgleich.

Grüße! 

earnest

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kein ausweichen, fundiertes wissen. bitte die rechtschreibfehler entschuldigen, handytastatur

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M. E. gibt es keinen Unterschied zwischen dem historischen und dem biblischen Jesus, außer, dass Jesus noch viel mehr getan hat, als uns in der Bibel überliefert wurde. Johannes schreibt dazu: "Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären. Amen" (Johannes 21,25).

Die Bibel berichtet beispielsweise, dass Jesus gekreuzigt wurde und nach drei Tagen wieder auferstanden ist. Danach war er noch 40 Tage bei seinen Jüngern ist und dann in den Himmel zu Gott aufgefahren.

Viele Menschen haben versucht, die Auferstehung zu belegen oder zu leugnen. Ich habe von einem englischen Rechtsanwalt gelesen, der dafür bekannt war, die Bibel schlechtzumachen. Er wollte ein Buch darüber schreiben, dass beweisen sollte, dass Jesus nicht auferstanden sei. Also recherchierte er und begann sein Buch. Das Ergebnis war erstaunlich. Nachdem er alle Berichte und Indizien ausgewertet hatte, kam er zu dem Schluss, dass die Auferstehung war ist und bekehrte sich zum Glauben an Jesus Christus.

Interessant in diesem Zusammenhand sind auch die Recherchen zum gleichen Thema von Lee Strobel, der als Atheist beweisen wollte, dass die Bibel falsch sei und zum gleichen Ergebnis wie der Rechtsanwalt kam.

Folgende Indizien, manche würden auch Beweise dazu sagen, deuten auf jeden Fall darauf hin, dass Jesus auferstanden ist:

    1. Jesus hat selber seinen Tod und seine Auferstehung vorausgesagt, und alles geschah genauso, wie er es gesagt hatte.

    2. Das Geschehnis ist von verschiedenen zuverlässigen Historikern dokumentiert worden Verschiedene Historiker, die z. T. keine Christen waren, z.B. Josephus (ca. 37-110 AD), Ignatius (ca. 50-115 AD), Justin Martyr (ca. 100-165 AD) und Tertullian (ca. 160-220 AD) waren davon überzeugt, dass die Auferstehung tatsächlich geschehen ist. Ihre Schriften bestätigen die Aussagen der 4 Evangelien. Auch andere Historiker des 1. und 2. Jahrhunderts, darunter Tacitus, Sueton, Plinius und Lucian von Samosata, schrieben über den Einfluss, der die Auferstehung auf die Menschen ihrer Zeit hatte.

    3. Das Grab war leer - die Auferstehung ist die einzige gute Erklärung dafür Der große Stein vor dem Eingang zum Grab war von den Römern versiegelt worden, doch drei Tage nach der Kreuzigung war es leer. Die jüdischen Führer hätten sicher gerne die Auferstehung abgestritten, und hätten dies erfolgreich tun können, wenn sie einfach nur die Leiche hätten zeigen können - aber sie konnten keine Leiche zeigen, weil es keine gab. Die gern vertretene These des „Leichenraubs“ durch die Jünger ist wenig überzeugend, denn das Grab wurde von Soldaten bewacht. Auch die Theorie, die Wachen seien eingeschlafen, ist absurd, wenn man das damalige römische Militärwesen kennt: So weist der Historiker George Currie darauf hin, dass auf das Verlassen des Postens oder Einschlafen während der Wache die Todesstrafe stand.

    4. Mehrere Menschen waren Augenzeugen der Auferstehung Nach seiner Auferstehung erschien Jesus mindestens zehnmal den Menschen. Paulus verweist zum Beispiel auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Kor 15). Stichhaltig zeigt sich dieses Argument vor allem deshalb, weil die meisten dieser Augenzeugen zu diesem Zeitpunkt (ca. 55 n. Chr.) noch lebten und über die Ereignisse hätten befragt werden können. Diese Erscheinungen waren keine Halluzinationen, denn Jesus hat bei diesen Gelegenheiten mit seinen Nachfolgern gesprochen und gegessen, und sie haben seinen Körper berührt.

    5. Auferstehung als Erklärung für den Anfang der christlichen Gemeinde Nach Jesu Tod waren die Jünger eine völlig mutlose und verängstigte Gruppe von Männern und Frauen, denn als Anhänger des „Staatsfeindes“ Jesus mussten sie selbst mit dem Tod rechnen. Erst als der Auferstandene ihnen begegnete, wurden aus verängstigten Menschen mutige Zeugen. Sie verbreiteten die Botschaft vom Sterben und Auferstehen Christi, erst in Jerusalem und später in der ganzen Welt. Viele von ihnen wurden verfolgt und bezahlten ihren Glauben mit ihrem Leben – wer würde so etwas für eine selbst erfundene Geschichte tun?

    6. Die herausfordernde Botschaft Die Jünger selbst glaubten zunächst nicht an die Auferstehung, denn sie teilten das Denken des damaligen Judentums: Die Auferstehungshoffnung der Pharisäer beschränkte sich auf „die Auferstehung der Gerechten“ am jüngsten Tag, nicht aber auf eine leibliche Auferstehung im Hier und Jetzt; die Sadduzäer leugneten die Möglichkeit der Aufstehung sogar völlig. Die Auferstehungslehre zu vertreten war also nicht nur „lächerlich“, sondern auch gefährlich – es sei denn, sie war tatsächlich passiert.

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Dieser Unterschied ist konstruiert von den Ungläubigen. Sie leugnen, dass Jesus der Sohn Gottes ist, aber nicht seine Existenz per se.

Nöh.

Und den abschätzigen Ausdruck "Ungläubige" könntest du dir vielleicht abschminken.

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@earnest

Wieso ist "Ungläubiger" abschätzig? Das ist jemand, der nicht glaubt.

Jesus als unbedeutenden Wanderprediger zu bezeichnen, obwohl er für uns Christen Gott der Erlöser ist und obwohl Milliarden Menschen an das Glauben, was in der Bibel steht... wie nennt man das? Abschätzig ist da sicher noch harmlos :-)

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@danhof

Ich rede gerne abschätzig über Menschen, welche sich Tatsachen verschließen. Der Unterschied der historischen zu den religiösen Aufzeichnungen ist vorhanden, und er ist enorm. Die Behauptung evtl. Manipulationen in der Vergangenheit, also in einem Zeitraum indem der katholische Glauben in Europa omnipräsent war und das Abweichen davon stark bestraft wurde, ist haltlos. Vor allem, da die katholische Kirche / das römische Reich in Europa praktisch durchgehend Aufzeichnungen unterhalten hat.

Übrigens, der Kommunismus, der Nationalsozialismus, die griechischen Götter und die ägyptischen Götter hatten irgendwann auch mal eine enorme Anzahl an Anhänger, das macht sie aber nicht richtiger als Ideologien, welche heute noch Anhänger besitzen. Außerdem sind für dich als Christ ein Großteil der andersgläubigen Menschen auf dieser Welt ebenfalls Ungläubige, obwohl ihre Religionen ähnlich viele Anhänger besitzen wie das Christentum.

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